Hiltrud Breyer (GRÜNE)
Abgeordnete EU-Parlament 2004-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Hiltrud Breyer
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Diplompolitologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Saarland
Bundeslistenplatz
9, über Liste eingezogen
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(...) Danke für Ihren Hinweis und entschuldigen Sie bitte meine verspätete Antwort. Meinen Informationen nach sind für die Aktion ELIANT anthroposophische Arzneimittelhersteller, Heilpädagogen, Waldorfpädagogen, Patientenorganisationen, Verbraucher biologisch-dynamischer Produkte und Ärzte sowie Demeter International zusammengeschlossen, die ihre Lobby in Brüssel besser koordinieren wollen. Dies finde ich an sich unterstützenswert. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Arbeit
10.11.2008
Von:
-

Sehr geehrte Frau Breyer,

dem Bundestag liegt derzeit der Entwurf eines Dienstrechtsneuregelungsgesetzes zur Beratung und Abstimmung vor. Danach soll die Altersgrenze der Beamten der Bundeswehrfeuerwehr, die fast ausschließlich dem mittleren Dienst angehören, von derzeit 60 auf 62 Jahre verlängert werden, während die der Soldaten des mittleren Dienstes auf 55 Jahre und die von Obristen und Generälen auf 62 festgelegt werden soll. Werden Sie diesem Vorhaben zustimmen oder sich dafür einsetzen, dass für die Beamten der Bundeswehrfeuerwehr auch die Altersgrenze der vergleichbaren Soldaten mit 55 Jahre eingeführt wird ?

mfg
HJ
Antwort von Hiltrud Breyer
bisher keineEmpfehlungen
15.01.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrter Herr ,

als Mitglied des Europaparlaments bin ich mit dieser Abstimmung im Bundestag nicht befasst. Ich möchte Sie hier gerne an meine Kolleginnen und Kollegen der Grünen Bundestagsfraktion verweisen.

Beste Grüße

Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.01.2009
Von:

Sehr geehrteFrau Hiltrud Breyer,

in Ihrer Bewerbung um eine erneute Kandidatur für die Grünen rühmen Sie sich Ihrer "Verlässlichkeit, Kompetenz und Erfahrung", nennen Kommunikation "ein Herzensanliegen" und glauben "an die Kraft der Argumente." < www.gruene.de

Meine Fragen:
a) Halten Sie es für wichtig, dass die gewählten Politiker der demokratischen Kontrolle unterliegen?
b) Halten Sie abgeordnetenwatch.de für eine Möglichkeit, demokratische Kontrolle auszuüben?
c) Warum haben Sie keine der Ihnen seit August 2008 auf abgeordnetenwatch.de gestellten sechs Fragen beantwortet (fast 40 % aller Fragen)?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hiltrud Breyer
4Empfehlungen
15.01.2009
Hiltrud Breyer
Lieber ,

danke für den Hinweis - Nobody is perfect! Die Fragen sind jetzt beantwortet. Ich halte Abgeordnetenwatch für eine ganz wichtige Initiative und für eine tolle Möglichkeit, Europa den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen. Insofern freue ich mich über weitere Fragen und bitte um Verständnis, dass manchmal die Beantwortung nicht gleich erfolgen kann.

Beste Grüße,
Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Gesundheit
18.01.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Breyer,
ich habe im Internet einen Artikel der Zeitschrift "Schrot und Korn" gefunden, in welchem es um die sog. Beikostverordnung geht. Diese besagt ja, dass Babynahrung einen bestimmten Gehalt an Vitaminen haben muss. Allerdings sind die Werte so hoch, dass sie mit naturbelassenen Zutaten nicht erreicht werden können. Es ist also zum Beispiel für Demeter nicht möglich ökologische und natürliche Babynahrung hezustellen. Ich halte das für eine Unverschämtheit, die Firmen zu zwingen Zusätze in die Babynahrung zu tun, die völlig unnötig sind.
Meine Frage ist nun, wie sie zu diesem Thema stehen und mit welcher Begründung diese Verordnung gerechtfertigt ist.
Mit freundlichen grüßen
Antwort von Hiltrud Breyer
bisher keineEmpfehlungen
03.04.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrte Frau ,

danke für Ihre Anfrage. Ich sehe mit Sorge, dass immer mehr Lebensmitteln, nicht nur Babynahrung, Vitamine und andere Stoffe zugesetzt werden, deren Nutzen umstritten ist und im schlimmsten Fall zu Überdosierung führt. Wieso muss z.B. Babybrei extra probiotische Bakterien enthalten? Schon bei probiotischen Joghurts ist es sehr unwahrscheinlich, dass die gesunden Bakterien überhaupt bis in den Darm kommen. In vielen Fällen sind diese Zusätze eine zweifelhafte Marketingstrategie um Produkte besser an die Verbraucherinnen und Verbraucher zu bringen.

Ich möchte jedoch davor warnen, die EU-Richtlinie zu Beikost als solche vorschnell zu verteufeln. Das Ziel des Gesetzes erscheint mir grundsätzlich sinnvoll: so legt das Gesetz Grenzwerte, d.h. maximale Mengen für Fett, Zucker und auch zugesetzte Vitamine, Mineralien und Spurenelemente fest. Des weiteren werden Mindestkonzentrationsmengen für Getreide und Eiweiß vorgeschrieben. Beides erscheint mir unerlässlich, um sicherzustellen, dass das betreffende Produkt auch wirklich gesund ist und Babys z.B. nicht mit "Zuckerbomben" gefüttert werden.

Nun zu den Vitaminen: in der Tat sieht das Gesetz vor, dass Getreidebeikost, welche nur aus Getreide besteht, einen Mindestgehalt an Vitamin B1 enthalten muss. Wenn dem Getreide ein anderes proteinreiches Lebensmittel zugesetzt wird, dann sind auch Mindest- und Höchstmengen für Vitamin A und D vorgeschrieben.
Auch für Vitamine ist es meines Erachtens sinnvoll Mindestmengen vorzuschreiben, um sicherzustellen, dass das Lebensmittel wirklich nahrhaft und gesund ist. Wenn allerdings die Biobranche diesen Wert nicht einhalten kann, so ist hier offensichtlich der Mindestwert zu hoch angesetzt worden. Es ist in der Tat absurd, dass nun künstlich Vitamin B1 zugesetzt werden muss.

Die EU-Beikostrichtlinie ist bisher nur auf ihre Vorschriften zu Schadstoffen und Pestiziden hin überarbeitet worden. Ich habe dafür gekämpft, dass Baby- und Kleinkindnahrung keine Pestizide enthalten darf. Mit Erfolg, denn dies ist eindeutig festgeschrieben. Die vorgeschriebenen Mindest- und Höchstmengen sind dagegen seit 1996 nicht geändert worden. Es ist überfällig, diese Werte nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hin zu überprüfen. In diesem Sinne werde ich mich mit einer parlamentarischen Anfrage bei der EU-Kommission einsetzen.

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und dass Sie mich auf dieses Problem aufmerksam gemacht haben.

Beste Grüße,

Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Umwelt
24.02.2009
Von:
van den

Sehr geehrte Frau Breyer,

Sie machen sich ja im EU-Parlament sehr stark fuer den Umwelt- und Klimaschutz. Da ich der Meinung bin, dass Politiker immer ein Vorbild sein sollten (und ich rede hier nicht vom Fahrradfahren), moechte ich hiermit fragen: Was machen Sie persoenlich fuer das Klima und die Umwelt?

Vielen Dank fuer eine Antwort!
D. van den
Antwort von Hiltrud Breyer
2Empfehlungen
03.04.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrte Frau van den ,

danke für Ihre Anfrage. Sie haben einen wichtigen Aspekt angesprochen: zum Umwelt- und Klimaschutz braucht es nicht nur starke Gesetze, sondern auch das Engagement jeder und jeden Einzelnen. Als Europaabgeordnete bin ich zwangsläufig viel unterwegs und reise dafür möglichst mit der Bahn. Leider lässt es sich manchmal aber nicht vermeiden, dass ich das Flugzeug nehme. Für diese Fälle beteilige ich mich am Offset-Projekt atmosfair ( www.atmosfair.de ), um einen Ausgleich für die CO2-Emissionen zu schaffen. Beim Einkauf setze ich selbstredend auf regionale Bioprodukte. Außerdem versuche ich, die neuesten Erkenntnisse zu Energieeinsparung und Wärmedämmung in meinem Alltag umzusetzen.

Mehr Ideen, was jede/r Einzelne tun kann für den Klimaschutz gibt es auf der Seite der Fraktion der Grünen im Europaparlament:
www.stopclimatechange.net

und bei der EU-Kommission:
ec.europa.eu

Mit den besten Grüßen,

Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Gesundheit
17.03.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Breyer,

stimmt es, dass als "externer Berater" der EFSA (Europäische Behörde
für Lebensmittelsicherheit) Andrew Cockburn, ehemaliger
wissenschaftlicher
Direktor von Monsanto fungiert?

Mit freundlichem Gruß
J.
Antwort von Hiltrud Breyer
4Empfehlungen
03.04.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrter Herr ,

schon lange beobachte ich sehr kritisch die Aktivitäten der EFSA in bezug auf Risikoanalyse. Bis heute hat die EFSA jeden Gen-Mais positiv beurteilt und auch ihre sonstigen Stellungnahmen zu Gentechnik sind alle positiv. EFSA wischt in eklatanter Weise gentech-kritische Erkenntnisse der EU-Mitgliedsstaaten und Wissenschaftler vom Tisch und gibt selbst zu, dass sie sich bei ihren Beurteilungen rein auf die Daten der Industrie verlässt. Ankündigungen zur Reform der Risikoanalyse und zur besseren Transparenz gibt es viele - zuletzt haben die EU-Umweltminister im Dezember 2008 Verbesserungen beschlossen. Für mich sind das aber bisher mehr Lippenbekenntnisse als wirkliche Verbesserungen.

Das Problem der Interessensverflechtung beim EFSA GVO-Gremium ist nicht neu. Schon 2005 habe ich in einer parlamentarischen Anfrage die EU-Kommission auf die Interessenskonflikte von Wissenschaftlern des Gremiums hingewiesen, die z.T. in Werbevideos für die Biotech-Industrie aufgetreten sind und dies nicht in ihren Interessenserklärungen angegeben hatten.

Den Wortlaut meiner Anfrage finden Sie unter:
www.europarl.europa.eu

Laut EFSA Website ist Herr Cockburn Mitglied des Gremiums für Kontaminierung der Lebensmittelkette sowie Mitglied in zwei Arbeitsgruppen des Gentech-Gremiums.

www.efsa.europa.eu

Herr Cockburn gibt an, dass er Aktienoptionen von seiner früheren Tätigkeit bei Monsanto hat. Ich frage mich, wie dies mit der laut EU-Recht verlangten wissenschaftlichen Unabhängigkeit zusammengeht. Ich werde bei der EFSA nachhaken, ob sie dies nicht als Interessenskonflikt sieht, was es meiner Meinung nach ist.

Danke, dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben.

Beste Grüße,

Hiltrud Breyer
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