Hiltrud Breyer (GRÜNE)
Abgeordnete EU-Parlament 2004-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Hiltrud Breyer
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Diplompolitologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Saarland
Bundeslistenplatz
9, über Liste eingezogen
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(...) Was den Doc-Morris-Fall betrifft warte ich mit Spannung die EuGH-Entscheidung ab. Ich denke, dass mehr Wettbewerb dem deutschen Apothekenmarkt gut tun würde. Gleichzeitig gilt jedoch: Gesundheitsversorgung ist ein Grundrecht einer jeden EU-Bürgerin und eines jeden EU-Bürgers. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.08.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Beyer,

Sie werben für die "Aktion ELIANT", die von Anthroposophen ins Leben gerufen wurde, um die kommerziellen und ideologischen Interessen dieser "Bewegung" in Europa zu wahren.

Teilen Sie die Überzeugungen der auf den Schriften des selbsternannten Hellsehers Rudolf Steiner basierenden "anthroposophischen" Weltanschauung?

Oder sind Sie sich gar nicht bewusst, was für eine Gruppierung Sie aktiv unterstützen?

Werfen Sie doch im Internet mal einen Blick in die "Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie".
Dort erfahren Sie so einiges über diese angeblichen Philanthropen.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Hiltrud Breyer
4Empfehlungen
15.01.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrte Frau ,

danke für Ihren Hinweis und entschuldigen Sie bitte meine verspätete Antwort. Meinen Informationen nach sind für die Aktion ELIANT anthroposophische Arzneimittelhersteller, Heilpädagogen, Waldorfpädagogen, Patientenorganisationen, Verbraucher biologisch-dynamischer Produkte und Ärzte sowie Demeter International zusammengeschlossen, die ihre Lobby in Brüssel besser koordinieren wollen. Dies finde ich an sich unterstützenswert. Ich sehe in meiner Arbeit immer wieder, welchen schweren Standpunkt alternative und komplementäre Medizin gegenüber der geballten Pharmalobby in Brüssel hat.
Mir geht es einzig und allein um Zukunftsmöglichkeiten für Patienten zu den von ihnen gewünschten Arzneimitteln und Behandlungsformen.

Beste Grüße,
Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Gesundheit
04.08.2008
Von:

Sehr geehrte Fr.Breyer,

ich möchte zum Thema "Nahrungsergänzungsmitteln" noch etwas fragen.Glauben Sie nicht,dass es hier darum geht die Interessen der Pharmaindustrie,die in den hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln eine preiswerte Konkurrenz zu ihren teuren Medikamente sieht, mit Hilfe der Politk vom Markt zu nehmen?
Und wie werden Politiker den Wünschen der Bürger gerecht,die in diesen Präparaten Gesundheitsvorsorge und Lebensqualität sehen.
Wie kann es sein,dass geplant ist ab 2010 mir nicht mehr zu erlauben,hochdosierte amerikanische Nahrungsergänzungsmitteln, die meineGesundheit seit Jahren
positiv beeinfussen ,einzunehmen ,aber in der EU es weiterhin
möglich sein wird, Zigaretten ohne Probleme zu kaufen.
Bitte nehmen Sie ihre Verantwortung als Volksvertreterin wahr und stellen Sie sich auf die Seite der EU-Bürger und gegen die Pharmaindustrie.

Antwort von Hiltrud Breyer
1Empfehlung
15.01.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrter Herr ,

bitte entschuldigen Sie meine verspätete Rückmeldung. Wie ich bereits an Herrn Klugmann geschrieben hatte, bin ich in der Frage der Nahrungsergänzungsmittel etwas gespalten. Mittlerweile steht z.B. auch fest, dass es Nahrungsergänzungsmittel gibt, die Nanopartikel enthalten, also eine Technologie nutzen, über deren Risiken wir noch viel zu wenig wissen.
Nahrungsergänzungsmittel als kompletten Ersatz für Medikamente zu sehen, so wie ich das in ihrer Frage verstehe, ist keine Lösung, denn sie sind eben Ergänzungsmittel. Auch wenn wir natürlich viele Probleme mit dem Pharmasektor haben, und ich vehemente Kritikern der Praktiken der Pharmaindustrie bin, ich denke, dies rein als Konkurrenzproblem zu verstehen greift zu kurz. Für mich steht an erster Stelle, dass Nahrungsergänzungsmittel sicher sind. Deshalb setze ich mich wie ich schon in der Antwort an Herrn Klugmann geschrieben hatte, für mehr Daten und adäquate Dosierungsfestlegung ein.

Beste Grüße,
Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Gesundheit
05.08.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Breyer,

zuerst möchte ich Ihnen für Ihre engagierte Arbeit gegen den Lobbyismus in Brüssel danken, die gut in dem Buch "Der gekaufte Staat" dokumentiert ist. Dort steht u.a. auch ein Zitat von Ihnen "Das Thema Pharma lege ich dringend ans Herz, hier wird nichts reguliert von der EU."

Genau darum geht es in meiner Frage an Sie:
Ihnen ist sicher bekannt, dass die sog. EG-Blauzungenbekämpfungsdurchführungsverordnung

www.umwelt-online.de

vom Deutschen Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Seehofer, als Zwangsmaßnahme angeordnet wurde OHNE dass eine rechtmäßige Medikamentenprüfung für den Impfstoff besteht, d.h. die Haftungsfrage ist ungeklärt.

Wie stehen Sie zu dieser Eilverordnung?

Ich hoffe auf Ihre baldige Antwort, da ich mich sowohl als Tierhalterin als auch als Verbraucherin (Belastung von Fleisch- und Milchprodukten) mit dieser wissenschaftlich nicht fundierten Blitzaktion überrumpelt fühle.

Mit den besten Grüßen und weiterhin viel Kraft für Ihre Arbeit!

Antwort von Hiltrud Breyer
4Empfehlungen
15.01.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrte Frau ,

bitte entschuldigen Sie meine verspätete Antwort. Bezüglich ihrer Frage zu Blauzungenimpfung und Impfpflicht: ich kenne nur Rinder- und Schafhalter, sei es aus der konventionellen oder Bio-Landwirtschaft, die die Entwicklung begrüßen. Denn als Alternative war ja die Tötung im Gespräch. Aber danke für Ihren Hinweis auf die Medikamentenprüfung für den Impfstoff. Ich gebe Ihnen Recht, dass die Eilverordnung kein Grund ist, nicht jetzt dennoch diese genaue Prüfung durchzuführen.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich weiter über diesen Sachverhalt auf dem Laufenden halten.

Beste Grüße
Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.09.2008
Von:

Ich denke, Ihre permanenten Hinweise darauf, dass Sie sich in Sachen Tagegeld an die aktuellen Regelungen gehalten haben, kennzeichnen genau das Problem. Die EU-Parlamentarier haben sich ihren eigenen Bereich geschaffen, in dem sie für den Steuerzahler unangreifbar sind.

RTL und Herr Martin beißen sich an dem Tagegeld seit 4 Jahren ohne erkennbaren Erfolg die Zähne aus,

Bei der Sekretariatszulage hat man auch schnell mal eine 6jährige Übergangsfrist geschaffen und mit dem neuesten Coup der eigenen Steueroase für EU-Abgeordnete haben diese Leute jetzt ihr Meisterstück abgeliefert.

www.mmnews.de

Einzelne Abgeordnete, die sich besonders dreist oder ungeschickt angestellt haben, an den Pranger zu stellen, bringt nichts. Die Selbstbedienungsmentalität zieht sich durch alle Fraktionen und der Austausch der handelnden Personen wird daran nichts ändern.

Meine Frage lautet demnach nur noch: Was kann man tun, um diesen Selbstbedienungsladen abzuschaffen?
Antwort von Hiltrud Breyer
1Empfehlung
15.01.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrter Herr ,

ich möchte Sie auf meine Antworten auf Abgeordnetenwatch verweisen.

Beste Grüße

Hiltrud Breyer
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Frage zum Thema Umwelt
24.09.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Breyer

in den letzten Wochen haben Vogelschützer (u.a. aus Deutschland) auf Malta massivste Verstöße gegen die Europäische Vogelschutzrichtline festgestellt. So wurden innerhalb weniger Tage hunderte Greifvögel und mehrere Schwarzstörche von maltesischen Jägern abgeschossen. Die meisten Greifvogelarten und der Schwarzstorch stehen im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie, für deren Schutz die Mitgliedsstaaten besondere Schutzmaßnahmen zu ergreifen haben. Jagd auf sie ist natürlich verboten und ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich in Deutschland für den Schutz der Arten einsetzen.
Von dem üblen Vogelgemetzel können Sie sich unter www.komitee.de ein grausiges Bild machen.
Was gedenkt die EU / der Umweltausschuss gegen diesen massiven Verstoß europäischen Naturschutzrechtes auf Malta zu tun?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hiltrud Breyer
1Empfehlung
15.01.2009
Hiltrud Breyer
Sehr geehrter Herr ,

bitte entschuldigen Sie meine verspätete Antwort. Die Vogeljagd auf Malta ist mir schon lange ein Dorn im Auge und ich habe die EU-Kommission wiederholt auf die Verstöße Maltas gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie hingewiesen. Sie finden meine parlamentarische Anfrage dazu unter folgendem Link:
www.europarl.europa.eu

Ich begrüße es sehr, dass die EU-Kommission Malta letztes Jahr vor dem Europäischen Gerichtshof wegen Nicht-Einhaltung der EU-Vogelschutzrichtlinie verklagt hat und das zum ersten Mal die Frühjahrsjagd nicht stattfand. Das endgültige Urteil des EuGH wird für dieses Jahr erwartet. Wir brauchen aber weiter Engagement auf allen Ebenen gegen die illegale Jagd, die nach wie vor weitergeht und ich zähle hier auf weiteren Einsatz der EU-Kommission.

Beste Grüße,
Hiltrud Breyer
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