Herbert Reul (CDU)
Abgeordneter EU

Grunddaten
Herbert Reul
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Studienrat
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Bundeslistenplatz
9
weitere Profile
(...) Bis April 2011 hatten die Mitgliedstaaten Zeit für die Ratifizierung. In Deutschland gelten die Regeln bereits seit den Novellen des Arzneimittelgesetzes (AMG) von 2005 und 2009. Hier hat sich also im Hinblick auf traditionelle pflanzliche Arzneimittel im Vergleich zur derzeitigen Rechtslage nichts geändert. Die europäische Richtlinie sieht unterschiedliche Verfahren und Bestimmungen vor, damit traditionelle Natur-heilmittel auf dem Markt bleiben können. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Herbert Reul
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verbraucherschutz
16.01.2013
Von:

Privatisierung des EU-Wassermarktes

Sehr geehrter Herr Reul,
wie aus einem aktuellen Fernsehbericht und diversen anderen Quellen zu entnehmen ist, plant der EU-Kommissar für den Binnenmarkt, Barnier, einen neuen Versuch, den europäischen Wassermarkt zu privatisieren.
Werden Sie diesem neuerlichen Versuch der Deregulierung und Privatiserung zu Lasten der Bürger zustimmen?
Was unternehmen Sie, um die Pläne des Herrn Barnier zu stoppen?

Mit freundlichen Grüßen
H.
Antwort von Herbert Reul
bisher keineEmpfehlungen
18.01.2013
Herbert Reul
Sehr geehrter Herr ,

besten Dank für Ihre Anfrage vom 16. Januar 2013 zur Debatte um die Richtlinie über die Konzessionsvergabe, speziell die Auswirkungen auf den europäischen Wassermarkt.

Seit der Veröffentlichung des Vorschlags der Kommission zur Konzessionsvergabe setzt die CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament sich dafür ein, dass der Kommissionsvorschlag zurückgewiesen wird. Wir sehen keine Notwendigkeit eine derartige europäische Richtlinie einzuführen.

Bedauerlicher Weise sind einige politische Gruppen im Europäischen Parlament mit der Zurückweisung nicht einverstanden. Daher sieht es zurzeit so aus, dass wir über viele Details des Vorschlags einzeln abstimmen müssen. Einige der vorgeschlagenen Punkte sind richtig, andere sind dagegen sehr kritisch zu betrachten. Manchmal wird der Eindruck erweckte die gesamte Trinkwasserversorgung werde privatisiert. Das ist jedoch nachweislich falsch. Nur dann, wenn eine Kommune selbst entschieden hat, die Stadtwerke - teilweise - zu privatisieren würden die neuen Regeln gelten.

Trotzdem ist die Frage was mit dem Wasser passiert das größte Problem für uns. Hier sind wir noch in einer intensiven Debatte um Fehlentwicklungen zu verhinden.

Ich hoffe mit meinen Ausführung ein wenig mehr Klarheit in dem Thema für Sie geschaffen zu haben. Wir sind aber noch mitten im Diskussionsprozess.

Beste Grüße

Herbert Reul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.02.2013
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Reul!
Ich bitte Sie um Beantwortung der folgenden Frage: Wie verteidigen Sie mein Grundrecht auf Datenschutz?
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
U.
Antwort von Herbert Reul
bisher keineEmpfehlungen
20.02.2013
Herbert Reul
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 11. Februar 2013 zum Thema Datenschutz.

Zum einen setze ich mich in meiner Funktion als Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe hier im Europäischen Parlament für Datenschutz ein. Zum anderen ist der Industrie, Forschung, und Energie- Ausschuss (ITRE), dessen Mitglied ich bin, in die Bewertung des Vorschlags der Kommission für eine Datenschutz-Richtlinie involviert. Der ITRE ist nicht der federführende Ausschuss ist im Bezug auf die Datenschutz-Richtlinie. Er gibt jedoch eine Stellungnahme ab. Heute haben wir über unsere Stellungnahme mit entsprechenden Änderungsanträgen abgestimmt.

Bis Ende April wird der Vorschlag für die Datenschutzrichtlinie noch in den entsprechenden Ausschüssen und im Plenum diskutiert. Darauf folgt ein Verhandlungsprozess mit dem Europäischen Rat und der Europäischen Kommission.

Inhaltlich setze ich mich hier im Europäischen Parlament sehr für einen ausgewogenen Datenschutz ein, der dem Einzelnen starke Rechte und starken Schutz für den Bürger vermittelt, und gleichzeitig Wirtschaftsteilnehmern genügend Entfaltungsmöglichkeiten lässt.

Ich hoffe, Ihre Frage hiermit hinreichend beantwortet zu haben.

Beste Grüße

Herbert Reul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Internationales
24.02.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Reul,

es fällt mir immer schwerer meine Privatsphäre zu schützen obwohl im Artikel 13 des Grundgesetzes festgeschrieben. Meine täglichen Erfahrungen lassen mich den Eindruck gewinnen, dass dies immer mehr zu meiner Privatangelegenheit wird.

(Ver)Fassungslos stelle ich fest, dass bei der nun anstehenden EU-weiten Neureglung des Datenschutzes, weite Passagen eines Lobbyvorschlages übernommen wurden, der meine Privatsphäre weiter schwächt. Brauche ich bald meinen eigenen privaten Datenschutz?

Sehr geehrter Herr Reul wie schützen Sie mein Grundrecht auf Datenschutz und was tun Sie um den Einfluss der Lobbyisten einzudämmen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Herbert Reul
bisher keineEmpfehlungen
27.02.2013
Herbert Reul
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 24. Februar 2013 zu den Themen Datenschutz und dem Einfluss von Lobbyisten auf das Europäische Parlament.

Sowohl in meiner Funktion als Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament als auch als Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) setze ich mich für den europäischen Datenschutz ein. Der Innenausschuss LIBE ist der federführende Ausschuss in Bezug auf die Datenschutzrichtlinie. Der ITRE gibt jedoch eine Stellungnahme ab, die letzte Woche abgestimmt wurde. Hier habe ich mich für einen ausgewogenen Datenschutz eingesetzt, der dem Einzelnen starke Rechte und starken Schutz vermittelt und den Wirtschaftsteilnehmern genügend Entfaltungsmöglichkeiten lässt.

Um über die Wirksamkeit eines "Schutzes" vor Lobbygruppen zu diskutieren, sollte zunächst die Frage geklärt werden, wer eine solche Lobbygruppe ist. Lobbying bedeutet die Vertretung von Interessen gegenüber Entscheidungsträgern - und hier gibt es keine "guten" und keine "schlechten" Lobbyisten, sondern allenfalls verschiedene Meinungen, die miteinander im Wettbewerb stehen. Menschenrechtsorganisationen und Netzaktivisten sind ebenso Lobbyisten wie große Konzerne oder Industrieverbände. Auch Sie selbst versuchen ja mit Ihrem Schreiben Einfluss auf meine Politikgestaltung zu nehmen. Auch bin ich davon überzeugt, dass gute Politik kann nur dann gelingen kann, wenn sie offen für den Rat von außen ist und nicht in einem abgeschotteten Raum stattfindet. Daher freue ich mich, dass Sie mir Ihre Bedenken mitteilen!

In meiner parlamentarischen Arbeit erhalte ich viele Zuschriften von einzelnen Bürgern und Interessenvertretern und führe viele Gespräche mit ihnen. Dabei kommen Interessenvertreter je nach Sachzusammenhang als Vertreter von Staaten, Firmen, Verbänden, Gewerkschaften, Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO), Vereinen oder Parteien oder anderen Europäischen Institutionen. Diese Form der Informationsgewinnung ist für meine Arbeit sehr wichtig. Sie hilft mir, die Tragweite und Folgen von Details eines Gesetzgebungsvorschlags abzuschätzen, und vermittelt mir mitunter auch das fachliche Verständnis. Damit geht einher, dass ich auch konkrete Formulierungsvorschläge zu Einzelheiten von Gesetzesvorschlägen der Kommission erhalte. Komplette Gesetzesvorschläge hingegen liegen gar nicht vor. Aber für alle derartigen Informationen und Vorschläge gilt: Ich setze mich nur für Dinge ein, die ich abgewogen habe und von denen ich selbst überzeugt bin.

In den derzeit laufenden Beratungen zur Datenschutznovelle erleben wir natürlich einen starken Ansturm von Interessenvertretern, was schlicht daran liegt, dass jedes Unternehmen, das in irgendeiner Form mit der Verarbeitung von Daten befasst ist, und jeder einzelne Bürger von der Novelle betroffen ist. Hier, wie auch bei allen anderen Gesetzgebungsverfahren, in die ich als CDU/CSU-Gruppenvorsitzender und ITRE-Mitglied eingebunden bin, werde ich weiterhin die gebotene professionelle Distanz zu Interessengruppen - gleich aus welchem Lager - wahren. Die grundsätzliche Anhörung möglichst aller von einem Gesetzesvorhaben betroffenen Interessengruppen ist für mich als Politiker jedoch nicht nur notwendig, um zu rationalen Entscheidungen zu kommen, sondern auch Teil meines demokratischen Verständnisses.

Die Novellierung der europäischen Datenschutz-Richtlinie geht im Europäischen Parlament nun in die entscheidende Beratungsphase: Bis Ende April kann das Parlament Änderungen diskutieren und verabschieden. Im Mai beginnen dann die Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament in Brüssel.

Ich hoffe, Ihre Fragen hiermit hinreichend beantwortet zu haben.

Beste Grüße

Herbert Reul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.03.2013
Von:

Guten Tag,

wie ich heute gelesen habe gab es im EU-Parlament Probleme mit zuviel Bürgerbeteiligung.
www.golem.de

Offenbar hatten einige Abgeordnete ein Problem damit, dass das Wahlvolk sich mit seinen Anliegen an die Abgeordneten gewandt hat.

Wie stehen Sie zu diesem Vorgang, ist es aus Ihrer Sicht in Ordnung, wenn sich Abgeordnete durch technische Möglichkeiten vom Wahlvolk abkapseln können / wollen?

Was gedenken Sie dagegen zu unternehmen? Denn wenn wir uns nicht mehr an unsere gewählten Vertreter wenden dürfen, wozu brauchen wir sie alle denn noch?

Viele Grüße

Antwort von Herbert Reul
1Empfehlung
08.04.2013
Herbert Reul
Sehr geehrter Herr Nickel,

vielen Dank für ihre Anfrage. Ich bin froh, dass die moderne Technik es Bürgern und Abgeordneten ermöglicht, schnell und einfach miteinander in Kontakt zu treten. Ich freue mich deshalb über sämtliche Schreiben von interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Grundsätzlich bevorzuge ich dabei, wie auch viele meiner Kollegen, individuelle Schreiben gegenüber Massenmails.

Zu dem von Ihnen beklagten Thema wurden die Emailkonten der Abgeordneten mit Hilfe technischer Hilfsmittel allerdings von Emails förmlich überschwemmt, sodass aufgrund des stark erhöhten Mailaufkommens die Arbeit des gesamten Parlaments behindert wurde. In solchen Fällen können Spam-Filter, die Emails immer gleichen Inhalts rausfiltern, durchaus sinnvoll sein, um dadurch den reibungslosen Ablauf der parlamentarischen Arbeit zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Reul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Herbert Reul
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:

Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Spamschutz - wie viel ist 11 + 4:
  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de einverstanden. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.