Herbert Frankenhauser (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Herbert Frankenhauser
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
23.07.1945
Berufliche Qualifikation
Industriekaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
München
Wahlkreis
München-Ost
Ergebnis
36,3%
Landeslistenplatz
18, Bayern
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Die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Hannover haben grundsätzlich keinen Einfluss auf die Gewährung der Amtsausstattung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
05.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Frankenhauser,

nun ist wohl die Diskussion über eine Maut auf deutschen Straße voll entbrannt. Wäre es nicht sinnvoll solch eine Mauterhebung in das "Toll Collect" System mit ein zubeziehen? Technisch wäre es sicher eine machbare Lösung, vorallem funktioniert das System schon.

Desweiteren wäre nur gerecht, wer viel fährt zahlt, oder steigt auf öffentliche Verkehrsmittel um, auch wenn es etwas unbequemer ist.

Über eine Antwort Ihrer seits würde ich mich sehr freuen,

mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Herbert Frankenhauser
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11.08.2011
Herbert Frankenhauser
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben zum Thema PKW-Maut und der Nutzung von "Toll Collect". Grundsätzlich bin ich gegen die Einführung einer PKW-Maut auf Autobahnen und Bundesfernstraßen, da die Autofahrer finanziell genug belastet sind. Allein durch die "streckenabhängige" Mineralölsteuer erhält der Bund jährliche Steuereinnahmen von über 35 Milliarden Euro, die nur zu einem geringen Teil in die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur fließen. Viele Berufspendler, die keinen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben, können auch nicht auf den Nahverkehr ausweichen und sind auf die Nutzung eines PKWs angewiesen. Meines Wissens ist "Toll Collect" ohne eine sehr kostspielige Nachrüstung für die PKW-Erfassung technisch nicht geeignet.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Frankenhauser, MdB
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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
23.09.2011
Von:
von

Lieber Herr Frankenhauser,

kennen Sie den Beitrag der Professoren Hau und Lucke aus der FAZ vom 16.9.2011? Wie stehen Sie dazu?

Sind sie bereit mit Ihrer Stimme die weitere Ausweitung der Rettungsschirme in Europa zu unterstützen, wenn diese schlußendlich nicht den Menschen in Griechenland, Spanien und Irland zugute kommen, sondern den Bankiers, die staatsschulden dieser Länder angehäuft haben ohne zu prüfen was sie kaufen?

Es gibt viele Hinweise, daß die Banken in Europa mehrheitlich die Zeit seit 2008 nicht genutzt haben, um sich an den Finanzmärkten zu rekapitalisieren. Warum sollten wir hier nun indirekt wieder unterstützen?

Bitte setzen Sie sich dafür ein, daß die Bundesregierung anfängt die Finanzinstitutionen mit Zwangsmaßnahmen zu belegen anstatt ihnen als Feigenblatt die freiwillige Beteiligung an der Krisen einzuräumen. Es ist doch klar, daß keine Bank wirklich schmerzhafte Abschreibungen unternehmen möchte.

Weiterhin ist es unheimlich wichtig, daß die Bundesregierung mal erklärt was sie vorhat anstatt sich hinter der Komplexität des PRoblems zu verstecken. Wir verstehen alle, daß die lösung nicht Morgen da sein wird, aber das heißt nicht, daß Frau Merkel die Lösung nicht erklären muß - und zwar öffentlich.

Was tut die Bundesregierung dafür, daß in Griechenland eine schlagkräftige Finanzverwaltung entsteht, die die Steuerhinterzieher dort zur Verantwortung ziehen kann?

Mit freundlichen Grüßen,

von
Antwort von Herbert Frankenhauser
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08.11.2011
Herbert Frankenhauser
Sehr geehrter Herr von ,

vielen Dank für Ihre Fragen zum Thema Rettungsschirm und den Hinweis zum außerordentlich interessanten FAZ-Artikel.
Meine kritische Haltung zur Ausgestaltung des Rettungsschirmes habe ich mit meinem negativen Stimmverhalten bei der Abstimmung im Deutschen Bundestag zum Euro-Stabilisierungsfonds EFSF am 29.09. deutlich gemacht.
Wichtig ist mir, dass die vorgeschlagene Erweiterung und Aufstockung der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) zu keiner Sozialisierung und keiner Vergemeinschaftung nationaler Schulden führen darf. Darüber hinaus ist es unabdingbar, dass institutionelle Anleger wie Banken in die finanzielle Verantwortung genommen werden.
Nach dem Gipfel in Brüssel Ende Oktober sieht es nun so aus, dass die Bereitschaft privater Gläubiger, sich auch an einem Schuldenschnitt beteiligen zu wollen, gewachsen ist. Dieses Umdenken, alle Gläubiger auch mit Abschreibungen in die Verantwortung zu nehmen, ist ein Erfolg der deutschen Verhandlungsstrategie. Ob die Banken und anderen Gläubiger Griechenlands nun auch Taten folgen lassen und zu Ihrer Zusage stehen, beobachte ich mit Spannung.
Ich persönlich glaube, dass es keine "einfache Lösung" für die komplexen Folgen der Schuldenkrise gibt und befürchte, dass uns das Thema noch über Jahre hinweg begleiten wird. Zu lange wurde in vielen Ländern weit über die Verhältnisse gelebt und strukturelle Defizite nicht behoben. Einen sogenannten "Befreiungsschlag" kann es nicht geben und ich erwarte diesen auch nicht von der Bundeskanzlerin.
Die Bundesregierung sollte aber zu ihrer Zusage, die griechische Verwaltung zusammen mit den europäischen Partnern zu reformieren, unbedingt stehen. Dieses wäre meiner Meinung nach eine der größten Hilfen für Griechenland.


Mit freundlichen Grüßen

Herbert Frankenhauser, MdB
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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
26.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Frankenhauser,

wie werden Sie sich bei der Abstimmung zum Rettungsfond verhalten?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Herbert Frankenhauser
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05.10.2011
Herbert Frankenhauser
Sehr geehrter Herr ,

am 29. September habe ich im Deutschen Bundestag gegen das Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus gestimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Frankenhauser, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
12.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Frankenhauser,

ich habe Sie bei der letzten Wahl gewählt und lese im Internet, dass Sie auch im Haushaltsausschuss sitzen. Gestern las ich auf einer der U-Bahn-Anzeigen in München, dass für den Bundeshaushalt 2012 26 Mrd neue Schulden bei ca. 300 Mrd Ausgaben geplant sind. Dazu habe ich zwei Fragen Sie:

1) Aktuell geht es Deutschland im Gegensatz zu anderen Europäern halbwegs gut und laut Presse sprudeln die Steuereinnahmen wie lange nicht. Trotzdem sollen immerhin 9% der Bundesausgaben (= 26 : 300) erneut durch neue Kredite bezahlt werden? Wäre ist angesichts etwas schlechterer Wirtschaftsaussichten fürs nächste Jahr nicht besser, die Ausgaben etwas zu senken? (Wir reden ja hier immernoch von neuen Schulden, die auf die bestehenden oben drauf kommen.)

2) Wie passt es in die Zeit, ein Betreuungsgeld für die Kindererziehung zu Hause als neue Sozialleistung einzuführen, wenn es auf Pump finanziert wird? Die Kinder müssen das ja mal zurückzahlen. (Davon abgesehen, kann man sich fragen, ob es richtig ist, Eltern für die Erziehung zuhause zu bezahlen, während andere, die auch Familie haben, in der gleichen Zeit arbeiten und auf den Arbeitlohn Steuern und Abgaben zahlen, die zum Gemeinwohl beitragen und auch noch diejenigen mitfinanzieren, die zu Hause bleiben.)

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort und wünsche Ihnen viel Erfolg bei den abschließenden Haushaltsberatungen.

Ihr
Antwort von Herbert Frankenhauser
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20.02.2012
Herbert Frankenhauser
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zur Haushaltskonsolidierung und zum Betreuungsgeld.

Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht: Es wäre sehr wünschenswert, einen Bundeshaushalt ohne eine geplante Schuldenaufnahme aufstellen zu können. Eine pauschale ressortübergreifende Streichung von 10 % nach der Rasenmähermethode würde auf breiten Widerstand in der Bevölkerung stoßen und wäre auch politisch leider nicht durchsetzbar.

Die geplante Nettokreditaufnahme (NKA) für das Jahr 2012 beträgt 26,1 Mrd. Euro gegenüber dem Regierungsentwurf in Höhe von 27,2 Mrd. Euro konnten wir einen Rückgang der NKA um 1,1 Mrd. Euro erreichen. Zwar hatten wir eine noch weitergehende Reduzierung der NKA angepeilt. Dies war aufgrund der sich abschwächenden Konjunkturerwartungen für das kommende Jahr aber nicht realisierbar. Dennoch: Der Haushalt 2012 ist ein sehr guter Haushalt. Er übererfüllt die strikten Konsolidierungserfordernisse der Schuldenbremse erheblich (max. zulässige NKA 2012 gemäß Schuldenbremse: 40,5 Mrd. Euro).

Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, muss man die 26,1 Mrd. Euro mit dem Haushaltssoll für das Jahr 2011 vergleichen und nicht mit dem erwarteten Ist. Das Soll für das Jahr 2011 - also der im Herbst 2010 beschlossene Ermächtigungsrahmen für neue Kredite - betrug 48,4 Mrd. Euro. Mit dem Haushalt 2012 halbieren wir also annähernd die für das laufende Jahr ursprünglich geplante NKA. Ob wir im kommenden Jahr den Rahmen von 26,1 Mrd. Euro ausschöpfen werden, wird sich erst am Ende 2012 zeigen.

Mit der Entscheidung, das Betreuungsgeld einzuführen hat der Koalitionsausschuss im November 2011 ein Zeichen für alle Familien gesetzt. Er hat deutlich gemacht, dass sich Familien nicht einem staatlich vorgegebenen Leitbild anpassen müssen (nämlich dem, das Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in die Krippenbetreuung zu geben), um finanzielle Unterstützung zu finden, sondern dass der Staat akzeptiert, dass Familien selbst entscheiden, wie sie ihr Leben leben wollen. Es geht nicht um eine Herdprämie, weil sich das Betreuungsgeld an alle richtet, die ihr Kind nicht in die Krippe bringen. Empfänger sind nicht nur die Eltern, die ihr Kind zuhause selbst betreuen, sondern auch jene, die es zu einer Tagesmutter bringen oder anderweitig privat eine Betreuung organisieren. Nur mit dem Betreuungsgeld schaffen wir Wahlfreiheit für Eltern und einen gerechten Ausgleich gegenüber dem stark mit öffentlichen Mitteln subventionierten Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Wer für das Betreuungsgeld keinen finanziellen Spielraum sieht, könnte ebenso gut auch andere familienpolitische Leistungen infrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Frankenhauser, MdB
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Frage zum Thema Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
19.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Frankenhauser,

Sicherlich ist Ihnen das Konzept zur "Eindämmung der Euro Krise" von ehemaligen Staatsekretär Walther Otremba (ein ausgewiesen Fachmann und Politikprofi) bekannt und es wurde sicherlich im Haushaltsausschuss und in Ihrer Fraktion ausführlichste diskutiert- trotzdem möchte kurz, für den interessierten Leser, die Vorteil des Otremba Konzepts aufzeigen ( www.spiegel.de ):

1. Der Ausfall der (versicherten) Staatsanleihen ist zu 100 % durch eine Ausfallversicherung abgesichert –es kann also wieder Vertrauen im Anleihenmarkt entstehen.

2. Es besteht ein hoher Anreiz den eigenen Staatshaushalt zu sanieren, ohne Eingriff in die Staatsaushalte von außen, weil die hohen Zinsen (im Vergleich zu den Bundesanleihen) bestehen bleiben.

3. Für Investoren sind die (versicherten) Anleihen der "Schuldenländer" attraktive, weil sie eine absolut sichere Anleihe in Verbindung mit einer höre Rendite verspricht (als beispielsweise die Rendite eine Bundesanleihe).

4. Die "Schuldenländer" finanzieren durch die Zinsaufschläge die Ausfallversicherung (mit) und leisten damit einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag zur Absicherung der Staatsanleihen im Euroraum.

6. Ein Teil der anfallenden Einnahmen der Finanzmärkte aus den Zinsaufschlägen (in den letzten drei Jahren 100 Milliarden Euro) würde zu Absicherung der Währungsunion abgezweigt oder könnte für einen Art Marshallplan verwendet werden

7. Die "Geberländer" könnten eine "Rendite" aus der Versicherungsprämie für Ihre Bürgschaft bekommen bzw. die Versicherungseinnahmen reduzieren die Bürgschaft des deutschen Steuerzahlers und würden diese vielleicht sogar irgendwann komplett ersetzten.

Warum wurde das Otremba Konzept nicht realisiert bzw. wo liegen aus Ihrer Sicht die Schwachpunkte die einer Realsierung des Otremba Konzeptes unmöglich machen?

Diese Frage geht auch an Ihren Kollegen, Frau Merkel, Herr Barthel, Herr Fricke, Herr Bartsch und Frau Dörner.
Antwort von Herbert Frankenhauser
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08.02.2012
Herbert Frankenhauser
Sehr geehrter Herr Rinwald,

die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben bei ihrem Gipfeltreffen am 26. Oktober letzten Jahres ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Euroländer beschlossen.
Ein Teil dieser Maßnahmen umfasst auch die Schaffung einer Anleiheversicherung, die in ihrem Mechanismus dem vom ehemaligen Staatssekretär Walther Otembra vorgestellten Modell sehr ähnelt.
Bei der sogenannten Versicherungslösung ist ein Kreditausfallschutz von 20 bis 30 Prozent des Nominalwertes neuer Staatsanleihen betroffener Euro-Mitgliedstaaten vorgesehen. Idee des sogenannten Co-Investment-Fonds ist, Mittel externer Kapitalgeber mit EFSF-Mitteln zu bündeln.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen

Herbert Frankenhauser, MdB
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