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Sehr geehrter Herr Förster,
ich interessiere mich für das Programm der Piratenpartei im Bezug auf Messer bzw. das Waffengesetz. Leider konnte ich hierzu noch keine Aussagen finden.
2008 wurde dem Bürger mit einem völlig unklar formulierten Gesetz das Führen von einigen Gebrauchsmessern verboten. Obwohl die Verantwortlichen eingeräumt haben, dass es sich bei Einhandmessern (Taschenmesser, die man mit einer Hand öffnen kann) und feststehenden Messern mit einer Klingenlänge über 12 cm (z.B. große Küchenmesser) nicht um Waffen handelt, wurde der § 42a ins WaffG aufgenommen.
Die einzige Partei, die damals gegen dieses unsinnige Verbot gestimmt hat, war die FDP. Leider hat die FDP die Versprechen nicht gehalten, weiter gegen dieses Gesetz vorzugehen, so dass ich auf der Suche nach einer Alternative bei der nächsten Wahl bin.
Da die Piratenpartei sich meines Wissens für die Rechte der einzelnen Bürger einsetzt, würde ich gerne Ihre Meinung zum § 42a WaffG hören. Würde sich die Piratenparei für dessen Abschaffung einsetzen und auch bei zukünftigen Gesetzesvorlagen gegen solche populistischen Verbote stimmen, wenn sie im Bundestag vertreten wäre?
Ihr Parteifreund Emanuel Kotzian hat am 15.09.09 an Hernn Linnert geantwortet: "Ich finde, dass das Leben umso sicherer ist, umso weniger Menschen mit Waffen unterwegs sind."
Ist dies Aussage Ihrer Ansicht nach auch auf Messer anzuwenden? Da scheinbar niemand sagen kann, wann ein Messer als "Hieb- und Stoßwaffe" einzustufen ist, die gem. § 42a WaffG dem Führungsverbot unterliegen, ist der Bürger auch bei diesem Kriterium der Willkür der Polizeibeamten ausgeliefert. Wird sich die Piratenpartei für ein klareres WaffG einsetzen?
Glauben Sie, dass man mit Messer- / Waffenverboten die Kriminalität insbesondere von gewaltbereiten Jugendlichen bekämpfen kann oder wird hierdurch nicht die Position der Kriminellen ggü. den gesetzestreuen (und deshab "unbewaffneten") Bürgern sogar noch gestärkt?
Mit freundlichen Grüßen
