Hedi Wegener (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Hedi Wegener
Jahrgang
1945
Berufliche Qualifikation
Diplom Sozialpädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Lüchow-Dannenberg - Lüneburg
Landeslistenplatz
21, Niedersachsen
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(...) Im Gegenteil: Ziel nicht nur der Sozialdemokratie ist es nach wie vor, den Frieden in Europa und der Welt zu fördern.
Dieses Ziel verfolge ich auch mit meiner Arbeit im Verteidigungsausschuss und hatte auch keine Bedenken dem EU-Vertrag von Lissabon zuzustimmen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
29.05.2009
Von:
Udo

Sehr geehrte Frau Wegener,

wie stehen Sie zum Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen? Warum lehnt die SPD einen Antrag der Opposition auf Einführung eines Tempolimits ab, obwohl auf dem Hamburger SPD-Parteitag ein Beschluß zur Einführung eines Limits mehrheitlich beschlossen wurde?

mit freundlichen Grüßen
Udo
Antwort von Hedi Wegener
1Empfehlung
09.06.2009
Hedi Wegener
Sehr geehrter Herr ,

wie sie richtig feststellen, haben sich die Mitglieder auf dem Bundesparteitag der SPD für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. In der laufenden Legislaturperiode haben wir als Verkehrspolitiker der SPD- Bundestagsfraktion versucht, uns mit unserem Koalitionspartner über eine Umsetzung des Vorhabens zu verständigen. In einem ersten Schritt hatten wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung für sogenannte Sprinter im Bereich zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen vorgeschlagen. Bisher war keine Einigung mit der CDU/ CSU- Bundestagsfraktion herbeizuführen.
Aus verkehrspolitischer Sicht möchte ich bezüglich eines Tempolimits noch folgende Punkte zu Bedenken geben. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung wird häufig mit einem Zugewinn an Verkehrssicherheit begründet.
Zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr ist zuvorderst vor allem gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich. Autobahnen sind nach den mir vorliegenden Untersuchungen die sichersten Straßen. Es gibt aus meiner Sicht bei den Landesstraßen und den Bundesstraßen viel größeren Handlungsbedarf, da dort die Unfallquote sehr viel höher ist. Auf den meisten Autobahnen des Bundes wird heute schon eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h empfohlen. Auf vielen Autobahnabschnitten ist die Geschwindigkeit sogar noch weiter herunter zu drosseln, weil dort Gefahrenstellen vorhanden sind und daher eine Geschwindigkeitsreduzierung notwendig ist.
Überhöhte Geschwindigkeit ist nicht die Hauptursache für Unfälle auf Autobahnen. In Ländern mit allgemeiner Geschwindigkeitsbegrenzung sind die Straßen nicht sicherer als in Deutschland. Besser als allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzungen könnte der Einsatz von Verkehrsbeeinflussungs-Anlagen sein, da die Geschwindigkeitsbeschränkungen dann für den Autofahrer nachvollziehbar sind. In Bereichen, in denen solche Anlagen eingesetzt werden, sind die Unfallzahlen zum Teil deutlich zurückgegangen.


Mit freundlichen Grüßen,

Hedi Wegener
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
03.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Wegener,

die Weltwirtschaft leidet z.Z. unter einer ganz enormen Produktions- und Absatzflaute. Die steigenden Schulden der Länder und Firmen sind kaum noch bezifferbar. Deutschland hat einen Schuldendienst von ca. 1,6 Billionen € zu bewältigen. In Ihrem Wahlkreis Lüneburg hat die dortige kleine Universität geplant, ein Audimax für 58 Millionen € zu errichten. Der Rechnungshof hat hier bereits negative Kritik geübt. Halten Sie es für notwendig, in diesen Zeiten, in denen Arbeitnehmer um ihren Arbeitsplatz bangen, Firmen ums Überleben kämpfen und junge Menschen bessere Bildungschancen erwarten, ausgerechnet ein derart sündhaft teures Audimax (bei anonsten leeren Staats- und Kommunalkassen) errichten zu lassen? Welche politische Partei ist für diese Entscheidung federführend gewesen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hedi Wegener
1Empfehlung
17.06.2009
Hedi Wegener
Sehr geehrter Herr ,

um es kurz zu machen: Ich teile Ihre Kritik voll und ganz. Zwar denke ich, dass gerade in finanziell schlechten Zeiten in die Zukunft und somit insbesondere in Bildung investiert werden muss; und freilich freut mich auch, wenn die Leuphana weiter gestärkt wird.

Aber dass man 58 Millionen Euro nur für den Ausbau des Audimax aufwenden will, sehe ich skeptisch. Für diese Summe sind eine Vielzahl an Vorhaben denkbar, die der Leuphana weit mehr zugute kommen würden.

Leider habe ich persönlich keinerlei Einfluss auf dieses finanziell gewagte Projekt, da ich weder Kommunal- noch Landespolitikerin bin. Federführend – um Ihre letzte Frage zu beantworten – ist die derzeitige Landesregierung Niedersachsen und speziell Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU).


Hedi Wegener, MdB
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Frage zum Thema Soziales
19.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Wegener,
meine Tochter ist 25 Jahre und macht eine schulische Berufsausbildung als Ergotherapeutin in Celle. Da ich Beamter bin entfällt die Beihilfe, Kindergeld und Kinderzuschlag. Studenten können mit ca. 50 € bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert werden. Dieses gilt aber nicht für Schülerinnen und Schüler. So musste ich meine Tochter bei einer Privatversicherung für 240€ versichern.

Warum werden solche grossen Unterschiede zwischen Studenten und Schülern gemacht? Sind es die Lerninhalte?

Mit freundlichem Gruss

J.
Antwort von Hedi Wegener
1Empfehlung
17.07.2009
Hedi Wegener
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage auf abgeordnetenwatch.de, in der Sie die Krankenversicherung für SchülerInnen und StudentInnen thematisieren. Ich kenne das Problem von meinen eigenen Kindern.

Grundsätzlich können Kinder höchstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs bei den Eltern mitversichert werden, zumindest dann, wenn er sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet. Da Ihre Tochter bereits dieses Alter erreicht hat, ist ihre Beihilfeberechtigung ausgelaufen. Sobald der Beihilfeanspruch erloschen ist, endet die Familienversicherung für ein Kind - es muss eigenständig versichert werden. Dies gilt für SchülerInnen wie StudentInnen.

Die Tatsache, dass Sie Ihre Tochter bei einer privaten Krankenkasse versichern mussten, hängt vermutlich mit Ihrem eigenen Versicherungsstatus bzw. dem Ihrer Partnerin zusammen. Ihre Krankenkasse kann Ihnen sicherlich genauere Informationen dazu geben.

Im Übrigen ist meine persönliche Meinung, dass ich als junge Frau mit 25 Jahren meinen Eltern nicht gerne jede Arztrechnung gegeben hätte. Irgendwann sollten Kinder auch in solchen Dingen wie intimen Arztbesuchen unabhängig von den Eltern sein.

Mit freundlichen Grüßen

Hedi Wegener
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