Hartmut Ganzke (SPD)
Abgeordneter Landtag NRW

Grunddaten
Hartmut Ganzke
© SPD NRW
Geburtstag
13.01.1966
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Unna I , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
49,6%
Landeslistenplatz
-
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(...) Der von Ihnen angesprochene Sachverhalt wurde ihm Rahmen des "Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag" am 7.11.2012 beschlossen, der sechs gleichrangige Ziele formuliert:

1. Das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraus-setzungen für eine wirksame Spielsuchtbekämpfung zu schaffen,
2. durch ein begrenztes, eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel darstellendes Glücksspielangebot den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken sowie der Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubten Glücksspielen in Schwarzmärkten entgegenzuwirken,
3. den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten,
4. sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt und die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität einschließlich der Geldwäsche abgewehrt werden,
5. den Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs bei der Veranstaltung und dem Vertrieb von Sportwetten vorzubeugen sowie
6. einen sicheren und transparenten Spielbetrieb zu gewährleisten.

Mit Artikel 3 wurde auch die von Ihnen angesprochene Anzahl verändert, so dass zukünftig fünf Spielbanken zugelassen werden können. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
10.07.2012
Von:
-

Sehr geehreter Hartmut Ganzke,

welche Möglichkeiten bestehen darin, die geplante L677 aus der Prioritätenliste (Sept.2011) herauszunehmen. Etwaige Vorteile der sogenannte "Ostumgehung" sind für Holzwickede aus meiner Sicht viel geringer zu bewerten als die Nachteile. Die ausgebaute L677 würde wichtige Flächen in hiesigen Naherholungsgebieten zerstören, die Feinstaubbelastung erhöhen und keine deutliche Entlastung für Holzwickeder BürgerInnen mit sich bringen.

Viele Grüße
Uli
Antwort von Hartmut Ganzke
4Empfehlungen
16.07.2012
Hartmut Ganzke
Sehr geehrter Herr ,
 
Ihre Anfrage setzt voraus, dass ich Interesse hätte, die L677 aus der Prioriätenliste herauszunehmen – das ist nicht der Fall. Ich bin der Ansicht, die Ortsumgehung wird verkehrliche Entlastungen für Holzwickeder Bürgerinnen und Bürger bringen. Hier bin ich in völliger Übereinstimmung mit Herrn Bürgermeister Jenz Rother.
 
Die Ortsumgehung Holzwickede wird weiterhin vorrangig geplant. Der Landesbetrieb Straßen plant, im nächsten Jahr das Verkehrsgutachten überarbeiten zu lassen. Anschließend, voraussichtlich in der 2. Hälfte 2013, könnte das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.
 
Vor Einleitung des Planfeststellungsverfahren wird die Anschlussstelle Oelpfad neu geplant, um den Flächenverbrauch zu verringern  und die Umweltverträglichkeit des Vorhabens zu verbessern.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Hartmut Ganzke MdL
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.10.2012
Von:

Wozu brauchen wir eigentlich noch die GEZ? Gibt es keine kostengünstigere und weniger bürokratische Lösung? Siehe z.B. nachstehende Ausführungen

Wer glaubt, mit der Haushaltsabgabe habe sich die GEZ erledigt, der irrt. Die GEZ stellt Hunderte neuer Leute ein – und wird künftig noch tiefer in die Privatsphäre der Bürger eindringen. Viele Gebührenzahler fühlen sich von einer kafkaesken, unerreichbaren Behördenstruktur verfolgt, in Protestforen im Netz wimmelt es von absurden Geschichten über die GEZ. Künftig können sie sogar den "individuellen Lebenssachverhalt" erfragen. Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern sind entsetzt, sie fürchten eine Ausweitung der Praktiken der GEZ. "Die bestehenden Befugnisse bei der Geldeintreibung werden beibehalten und teilweise sogar noch erweitert", bemängeln sie in einer Stellungnahme.
Die Aufgabe der GEZ könnten auch die Finanzämter übernehmen, das klappt bei der Kirchensteuer schließlich auch gut. Haucap kritisiert die mangelnde Kontrolle der Medienpolitiker, er fürchtet in dem wachsenden Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender einen fatalen Automatismus: "Ich sehe es als problematisch, dass die Öffentlich-Rechtlichen ihr Angebot - ewa im Netz, mobil oder in Spartenkanälen, immer weiter ausdehnen. Die Kontrollmechanismen funktionieren nicht richtig,

In dem nun auch noch größer werdenden Verwaltungsapparat sieht Haucap ein perfektes Beispiel für die ökonomische Theorie der Bürokratie, die besagt, dass staatliche Institutionen zum Selbstzweck werden und zu unkontrolliertem Wachstum neigen. "Hier sehe ich eine gestalterische Aufgabe der Politik."

Darf der Bürger darauf hoffen? Oder helfen, wenn überhaupt, nur die Gerichte?

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Frage zum Thema Inneres und Justiz
09.11.2012
Von:

In Nordrhein-Westfalen soll es nach dem Willen der Landesregierung und der SPD-Landtagsfraktion bald eine fünfte Spielbank geben. Laut Innenminister Ralf Jäger "schaffen wir damit ein attraktives Alternativangebot zu illegalem Online-Poker und illegalen Online-Casinospielen".
Nachdem wir herzlich über diese (sicher nicht ernst gemeinte) Begründung gelacht haben, stellen sich u.a. folgende Fragen:

Gibt es irgendwelche Erkenntnisse, dass die Eröffnung staatlicher Casinos zu einem Rückgang beim illegalen Online-Poker und illegalen Online-Casinospielen führt?

Halten Sie es angesichts der weit verbreiteten Spielsucht für sinnvoll, weitere Casinos zu eröffnen?

Ist die geplante Casino-Neueröffnung für Sie ein Invest in die Zukunft unseres Landes und eine sinnvolle Maßnahme für die Zukunftsfähigkeit?

Gibt es für Sie keine vordringlicheren Aufgaben für die Landesregierung als die Planung und Errichtung eines Casinos?
Antwort von Hartmut Ganzke
1Empfehlung
19.11.2012
Hartmut Ganzke
Sehr geehrter Herr , lieber ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der von Ihnen angesprochene Sachverhalt wurde ihm Rahmen des "Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag" am 7.11.2012 beschlossen, der sechs gleichrangige Ziele formuliert:

1. Das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraus-setzungen für eine wirksame Spielsuchtbekämpfung zu schaffen,
2. durch ein begrenztes, eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel darstellendes Glücksspielangebot den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken sowie der Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubten Glücksspielen in Schwarzmärkten entgegenzuwirken,
3. den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten,
4. sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt und die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität einschließlich der Geldwäsche abgewehrt werden,
5. den Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs bei der Veranstaltung und dem Vertrieb von Sportwetten vorzubeugen sowie
6. einen sicheren und transparenten Spielbetrieb zu gewährleisten.

Mit Artikel 3 wurde auch die von Ihnen angesprochene Anzahl verändert, so dass zukünftig fünf Spielbanken zugelassen werden können.

Zu Frage 1 & 2)
Mir liegen derzeit keine aktuellen Erkenntnisse zur Kanalisierungsfunktion staatlicher Casinos vor. Vor dem Hintergrund Ihrer Anfrage, habe ich aber einen Gesprächstermin mit dem in Unna ansässigen "Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V" vereinbart, der sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt.

Zu Frage 3 & 4)
Die mögliche Neueröffnung eines Casinos sehe ich nicht als einen Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Landes NRW. Die derzeitige Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen, zeigen aus meiner Sicht seit ihrer ersten Wahl im Mai 2010, welche konkreten Maßnahmen und Bausteine NRW zukunftsfähig machen.


Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Ganzke
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
05.01.2013
Von:

Frage zum Thema
Bürokratie-Abbau; Regierungsbezirk Ruhrgebiet

Sehr geehrter Herr Ganzke,

mehrere Bezirksregierungen regieren in das Ruhrgebiet hinein, dem Vernehmen nach nicht selten mit unerfreulichen Ergebnissen. In Wahlkämpfen ist das Zusammenwachsen des Ruhrgebiets immer wieder Thema gewesen. Bürokratieabbau und schlanker Staat waren die Schlagworte - eine Bezirksregierung für eine Region. Ruhrgebiet - Kulturhauptstadt 2010 hat bewiesen, dass es gehen könnte. Aber kaum ist diese Veranstaltung zu Ende, wird alles wieder zurück gefahren. Warum? Alles nur Lippenbekenntnisse?

Meine Frage ist, werden Sie sich für einen Regierungsbezirk Ruhrstadt einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen


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