Hans-Ulrich Klose (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Hans-Ulrich Klose
Jahrgang
1937
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mdb
Wohnort
-
Wahlkreis
Hamburg Harburg-Bergedorf , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
39,0%
Landeslistenplatz
-, Hamburg
weitere Profile
(...) Vor dem Hintergrund der schweren Finanz-und Wirtschaftskrise, angesichts der durch die Krise verursachten sinkenden Steuereinnahmen und der Prognosen über den Anstieg der Arbeitslosigkeit halte ich Versprechen zur Absenkung der Steuern für unrealistisch. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Hans-Ulrich Klose hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Hans-Ulrich Klose
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
18.09.2009
Von:

Wollen Sie die Strafen für Missbrauch verschärfen?
Antwort von Hans-Ulrich Klose
2Empfehlungen
23.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Frage ist nicht ganz präzise formuliert, so dass ich nicht genau weiss, welche Form von Missbrauch sie genau meinen. Ich gehe davon aus, dass Sie sich auf sexuellen Missbrauch beziehen.
Generell bin ich skeptisch, wenn es um die Frage nach Verschärfung eines Strafmaßes geht, denn immer ist damit ja ein sogenannter Strafrahmen verbunden. Das heißt, es wird eine Mindeststrafe festgelegt und das eigentliche Strafmaß richtet sich dann nach den Umständen des Einzelfalles und der Beurteilung durch das Gericht. Fühlen sich Kläger oder Beklagte nicht gerecht behandelt, haben sie die Möglichkeit, das Urteil anzufechten. Auf der anderen Seite kann bei einer besonderen Schwere der Tat der Strafrahmen überstiegen werden, wenn sich verschiedene Tatbestände zu einer höheren Strafe addieren. Daher bin ich der Meinung, dass unser Strafrecht im allgemeinen ausreicht, um Vergehen und Verbrechen zu bestrafen. Ob höhere Strafandrohungen dagegen eine besser abschreckende Wirkung haben, bezweifele ich stark. Ich plädiere eher dafür, dass Tat und Strafe in einem engen Zeitzusammenhang stehen sollten. Gerade für Jugendliche ist es eine wichtige Erfahrung, wenn der Tat die Strafe auf dem Fuß folgt. Ich glaube auch, dass Prävention und Aufklärung bessere Strafverhütungsmaßnahmen sind als eine nach jedem spektakulären Fall in Gang gesetzte Erhöhung des Strafmaßes.

Mit freundlichem Gruß!

Hans-Ulrich Klose
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzpolitik
21.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Klose,

wollen Sie die Steuern erhöhen und wenn ja welche? was wollen Sie für die Rentner unternehmen? Wird der Zusatzbeitrag für die Krankenkasse in der nächsten Legislaturperiode eingeführt?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hans-Ulrich Klose
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

Ihre über Abgeordnetenwatch an mich gerichtete Frage ist nicht einfach zu beantworten. Für mich und meine Fraktion ist klar, dass es Steuersenkungen auf keinen Fall geben kann, weil das die Haushaltssituation und unsere durch die Krise verursachte sehr hohe Verschuldung nicht zulässt.Wir werden es als an der Regierung Beteiligte auch nicht zulassen, dass Steuergeschenke für die Bezieher hoher Einkommen von den Normalverdienern zu bezahlen sind. Es geht aber auch in den nächsten Jahren um die Frage, wie viel Bewegungsspielraum die Haushaltslage noch gestattet, um wichtige Zukunftsprojekte in Gang zu setzen. Und hier sieht unser Programm in der Tat einen sogenannten "Bildungssoli", einen Solidarbeitrag für Spitzenverdiener vor. Weitere Steuererhöhungen sind von der SPD nicht geplant. Aber ich werde Ihnen keinerlei Versprechungen machen, dass auf uns Bürger (auch ich gehöre dazu) keine höheren Belastungen zukommen werden, auch wenn das keine direkten Steuern sind. Denn noch ist die Wirtschaftskrise nicht überwunden, wird nach allen Expertenmeinungen die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten steigen. Darauf muss die Politik reagieren können wie sie es beim Rettungsschirm für die Banken(und damit auch der produzierenden Wirtschaft!) und beim Rettungsschirm für Arbeit getan hat. Bundesarbeitsminister Scholz hat die Rentengarantie durchgesetzt. Das schützt die Rentnerinnen und Rentner vor einem möglichen Einkommensverlust. Denn bei steigender Arbeitslosigkeit und stagnierendem Wachstum werden die Gewerkschaften kaum Lohnerhöhungen durchsetzen können. Ich befürchte eher, dass die Einkommen weiter sinken könnten. Dann aber hätten nach der Rentenformel auch die Renten sinken müssen, das sie ja an die Bewegung der Lohneinkommen gekoppelt waren.

Ob die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern fordern werden, ist mir nicht bekannt, ausschließen aber kann ich es nicht- und beeinflussen leider auch nicht. Im Wettbewerb der Kassen um Mitglieder müssen die Kassen allerdings darauf achten, sich mit Erhöhungen nicht selbst zu schaden. Den Wettbewerb zu fördern, den Kassenwechsel für Mitglieder zu erleichtern und damit ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis unter den Kassen zu erreichen, war ja auch ein Ziel der Gesundheitsreform.

Mit freundlichem Gruß!


Hans-Ulrich Klose
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Hans-Ulrich Klose
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.