Hans-Jürgen Uhl (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Hans-Jürgen Uhl
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Helmstedt - Wolfsburg
Ergebnis
49,5%
Landeslistenplatz
25, Niedersachsen
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www.hans-juergen-uhl.de
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Frage zum Thema Wirtschaft
10.08.2005
Von:
Pia

Guten Tag Herr Uhl,
wie ist Ihre Stellungnahme zu den mit "Hartz" benannten Gesetzen, insbesondere zum Arbeitslosengeld II. Werden Sie sich im Falle Ihrer Wahl für neue, soziale Gesetze einsetzen die auch die Steuerlast von den "schmalen Schultern" auf die "breiten Schultern" verlagert. Außerdem würde mich sehr interessieren, ab Sie sich schon mal ArbeitslosengeldII-Empfänger zu einer Veranstaltung eingeladen haben und mit ihnen über ihre Nöte, Bedürfnisse und Ängste geredet haben?
Antwort von Hans-Jürgen Uhl
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23.08.2005
Hans-Jürgen Uhl
Sehr geehrte Frau ,

in vielen Veranstaltungen und Gesprächen – unter anderem von der Diakonie und anderen kirchlichen Trägern organisiert – habe ich mir die Sorgen angehört.

Mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz IV) haben wir eine Grundsicherung für alle erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen eingeführt. Dadurch ist die Zahl der Arbeitslosen zwar statistisch um einige Hunderttausende gestiegen. Aber wir haben damit eine Million erwerbsfähige Sozialhilfeempfängerinnen und Sozialhilfeempfänger aus der Sozialhilfe herausgeholt. Sie erhalten jetzt endlich das gleiche umfassende Angebot an Förderung und Jobvermittlung wie alle anderen Arbeitssuchenden. Wir haben bisherige Sozialhilfeempfänger in die Sozialversicherung einbezogen.

In den Bereichen, wo es Fehlentwicklungen oder Ungerechtigkeiten gibt, muss das korrigiert werden.

Wir werden die Höhe des Arbeitslosengeldes II auf einheitlich 345 Euro in Ost- und Westdeutschland angleichen. Bei der Anrechnung von Einkommen werden wir bei-spielsweise dafür sorgen, dass die Eigenheimzulage in der Regel künftig nicht mehr angerechnet wird.

Wir wollen, dass kein junger Mensch sein Arbeitsleben mit Arbeitslosigkeit beginnen muss. Deswegen ist es unser Ziel, dass kein junger Mensch unter 25 Jahren länger als 3 Monate ohne Arbeit, Ausbildung oder weiterführende Beschäftigung ist. Dabei soll auch der mit der Wirtschaft vereinbarte Ausbildungspakt helfen. Schon im letzten Jahr ist mit einem Zuwachs von 22.500 Ausbildungsverträgen die Trendwende am Ausbildungsmarkt gelungen. Auch dieses Jahr sollen alle ausbildungsfähigen und -willigen jungen Menschen ein Ausbildungsangebot bekommen. Hier sind die Unternehmen in der Verantwortung.

Auch die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer benötigen besondere Förderung. Den Trend der Verdrängung Älterer aus dem Arbeitsleben wollen wir stoppen: Mit lebenslangem Lernen, mit Lohnkostenunterstützung der Bundesagentur für Arbeit und mit der Förderung von bis zu 50 regionalen Beschäftigungspakten für Ältere. Hierfür stellen wir bis zu 250 Mio. Euro zur Verfügung. Weil der Arbeitsmarkt für Ältere in weiten Teilen Deutschlands weiterhin so schwierig ist, haben wir uns entschlossen, die ursprünglich für den 1. Februar 2006 vorgesehene Verkürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I um zwei Jahre auf den 01.02.2008 zu verschieben. Sollte sich auch dann keine Verbesserung der Situation ergeben, müssen wir meiner Meinung nach weiterhin dafür sorgen, dass hier eine besondere Regelung greift, die der Tatsache Rechnung trägt, dass ältere Arbeitnehmer häufig sehr lange ohne Unterbrechung in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.

Wir wollen Lohndumping entschieden bekämpfen. Deshalb haben wir auch den Bolkestein-Entwurf der EU-Dienstleistungsrichtlinie verhindert. Mit der Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes auf alle Branchen unterstützen wir die Tarifvertragsparteien bei der Verhinderung von Lohn- und Sozialdumping. Die Tarifvertragsparteien sind aufgefordert, bundeseinheitliche tarifliche Mindestlöhne in allen Branchen zu vereinbaren. Soweit dies nicht erfolgt oder nicht erfolgen kann, wollen wir Maßnahmen für einen gesetzlichen Mindestlohn ergreifen. Damit wird auch die Zumutbarkeitsregelung des SGB II nicht zu Lohndumping führen können.

Zu Ihrer Frage nach der Steuerlast:

Wir haben seit 1998 mit unserem Steuersenkungsprogramm für mehr Gerechtigkeit gesorgt. Eingangs- und Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer sind historisch niedrig auf 15% bzw. 42%. Das steuerfreie Existenzminimum liegt heute bei 7.664 Euro. Insgesamt haben wir die privaten Haushalte steuerlich um 47 Mrd. Euro entlastet. Hiervon haben insbesondere private Haushalte mit geringen bis mittleren Einkommen sowie Familien profitiert.
Die untersten 20% der Einkommen sind von der Steuer befreit. Familien mit zwei Kindern zahlen bis zu einem Bruttojahreseinkommen von 35.550 Euro keine Steuern, wenn das Kindergeld mit einberechnet wird. Vor unserem Regierungsantritt 1998 zahlte diese Familie noch rund 3.000 Euro Steuern.

Angesichts der Situation der öffentlichen Haushalte sind weitere Steuersatzsenkungen weder erforderlich noch finanzierbar. Das würde die Handlungsfähigkeit unseres Staates gefährden. Richtschnur für weitere Reformschritte in der Steuerpolitik ist die Aufkommensneutralität und Gerechtigkeit.

Wir wollen an dem bewährten Einkommensteuersystem festhalten: Es gilt der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Weder der Stufentarif von CDU/CSU noch die einheitliche Kopfsteuer (flat tax) der FDP entsprechen dem Grundsatz eines sozial gerechten Steuersystems. Beides wollen wir nicht.

Wir wollen den Körperschaftsteuersatz auf 19% absenken. Diese Absenkung muss aber vollständig (aufkommensneutral) aus dem unternehmerischen Bereich gegenfinanziert werden. Durch eine rechtsformunabhängige und finanzierungsneutrale Unternehmenssteuer sollen die Betriebe künftig einheitlich besteuert werden. Damit wird es in Zukunft keine Unterscheidung mehr geben zwischen Unternehmen, die Körperschaftsteuer zahlen und Unternehmen, die Einkommensteuer zahlen. Alle werden zukünftig dieselbe Steuer zahlen.

Eine Anhebung der Mehrwertsteuer lehnen wir ab. Das würde angesichts der derzeit schwachen Binnennachfrage in die falsche Richtung weisen und die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung gefährden. Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner, Studenten, Selbständige und Handwerksbetriebe wären von der Anhebung der Mehrwertsteuer stark betroffen.

Die Gewerbesteuer als wichtige Haupteinnahmequelle der Kommunen ist auf unsere Initiative hin zu einer verlässlichen und stetigen Finanzierungsquelle geworden. Wir wollen die Gewerbesteuer als kommunale Steuer erhalten. Vor allem durch meinen Einsatz ist es gelungen, die Gewerbesteuerliche Organschaft zu erhalten. Dieses sichert der Stadt Wolfsburg Millionen an Gewerbesteuern für beschäftigungswirksame Investitionen.

Wir wollen auch den zum Teil ruinösen europäischen Standortwettbewerb über Steuern begrenzen, der die finanzielle Leistungsfähigkeit der öffentlichen Haushalte gefährdet. Deswegen streben wir eine Harmonisierung der Bemessungsgrundlagen und Mindeststeuersätze für Unternehmensgewinne auf Ebene der EU an.

Wir wollen, dass hohe Individualeinkommen - ab einem Jahreseinkommen von 250.000 Euro (Ledige) bzw. 500.000 Euro (Verheiratete) - stärker zur Finanzierung von notwendigen staatlichen Aufgaben herangezogen werden. Sie sollen zukünftig einen Steuersatz von 45% statt bisher 42% zahlen. Das Mehraufkommen wollen wir in Bildung und Forschung – und damit in unser aller Zukunft – investieren.

Die private Erbschaftssteuer und das hiermit zusammenhängende Bewertungssystem wollen wir sozial gerecht und verfassungsfest umgestalten. Das gilt insbesondere für große Erbschaften.

An der Steuerfreiheit von Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschlägen halten wir fest. Ebenso an der Pendlerpauschale, die Millionen von Arbeitnehmern den Weg zur Arbeit finanziell erleichtert.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jürgen Uhl, MdB
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Frage zum Thema Verkehr
16.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Uhl,

werden Sie sich, falls Sie wieder ein Bundestagsmandat erringen, weiterhin für den Ausbau der A39 einsetzen? Wieviel Geld wird der Ausbau insgesamt kosten? Sind Sie sich sicher, dass ein derart umfangreicher Ausbau sinnvoller erscheint als ein Bedarfsausbau der B4, bzw. der A7?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hans-Jürgen Uhl
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23.08.2005
Hans-Jürgen Uhl
Sehr geehrter Herr ,

ich habe mich dafür eingesetzt, dass die Autobahn 39 in ganzer Länge – das heißt von Wolfsburg bis nach Lüneburg – in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird. Dies wurde mit den Stimmen von Bündnis90/Die Grünen und SPD im Bundeskabinett, im Verkehrsausschuss und im Deutschen Bundestag verabschiedet. Den Grundstein haben wir in Berlin also mit unserer Entscheidung bereits gelegt. Dieses Projekt ist nicht zuletzt für den industriestärksten Raum Niedersachsens unerlässlich. Vor allem Handel, Handwerk, Hotel und Gewerbe in unserer Region werden davon profitieren. Und auch Zulieferer großer Industrieunternehmen - wie der Salzgitter AG und der Volkswagen AG - aber auch die Kommunen, warten seit Jahren auf eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur an den norddeutschen und skandinavischen Raum sowie insbesondere an den Seehafen Hamburg. Die noch bestehenden Defizite beziehen sich nicht allein auf den Güterverkehr, sondern betreffen auch viele Arbeitnehmer, die täglich Richtung Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig und Salzgitter pendeln. Deshalb haben wir Sozialdemokraten uns in Abstimmung mit der Stadt Wolfsburg, dem Landkreis Gifhorn, dem Landkreis Helmstedt und den anderen Gebietskörperschaften in unserer Region sowie insbesondere mit den Industrie- und Handelskammern Lüneburg – Wolfsburg und Braunschweig nachdrücklich für die A 39 eingesetzt. Jetzt sollte weiter parteiübergreifend alles dafür getan werden, dass das Projekt unter Berücksichtigung des Umwelt- und Naturschutzes schnellst möglich geplant und dann auch realisiert wird. Aus meiner Antwort wird Ihnen sicherlich deutlich, dass ich die Fortführung der A 39 für sinnvoller halte, als den Bedarfsausbau von B4 oder A7. Zumal das Projekt A 39 in Zusammenhang mit der Fortführung der A 14 zu sehen ist.

Wir sprechen hier über einen der Autobahnärmsten Bereiche in der gesamten Bundesrepublik. Unter Helmut Kohl wurde 16 Jahre lang im Süden Deutschlands in die Verkehrsinfrastruktur investiert. Dies hat sich unter Bundeskanzler Gerhard Schröder jetzt endlich geändert.

Gleichzeitig habe ich mich auch für den Ausbau von Schienen- und Wasserwegen eingesetzt, um den Verkehrsträger Straße zu entlasten. Beispielhaft möchte ich hier die Mittellandkanal-Schleuse Sülfeld erwähnen, in die der Bund rund 70 Millionen Euro investiert. Außerdem habe ich mich für den Ausbau der ICE-Strecke Wolfsburg – Braunschweig – Hildesheim eingesetzt.

Mit freundlichem Gruß
Hans-Jürgen Uhl, MdB
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Frage zum Thema Arbeit
20.08.2005
Von:

Hallo,
warum habe ich seit Oktober 2004 trotz Mails, etlicher Telefonate -- Gunar darf ich bereits beim Vornamen anreden :) -- Besuch der SPD in Helmstedt direkt noch keinen Termin bei Ihnen?

Wenn ich lese, dass sich die SPD für Kündigungsschutz einsetzen will kann ich doch nur ...

213.146.167.96

macdet
mobbing-gegner.de
Antwort von Hans-Jürgen Uhl
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23.08.2005
Hans-Jürgen Uhl
Sehr geehrter Herr ,

auch wenn ich ein Internet-Forum eigentlich nicht für den richtigen Ort halte, derartige Fragen zu diskutieren, so sollen Sie dennoch eine Antwort bekommen. Wir haben mehrfach telefonisch Gespräche mit Ihnen geführt. Wir haben uns Ihrer Angelegenheit angenommen, leider ohne Erfolg. Auch einem Bundestagsabgeordneten sind bei bestimmten Fragen die Hände gebunden. Wie bislang auch gilt: In meinem Büro finden Sie jederzeit einen Ansprechpartner. Und wenn wir die Möglichkeit sehen, Bürgern zu helfen, werden wir dies auch tun.

Bei mir gilt grundsätzlich: Jeder Bürger aus meinem Wahlkreis bekommt eine Antwort. Und Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern aus anderen Wahlkreisen gebe ich an deren zuständige SPD-Abgeordnete weiter.

Mit freundlichem Gruß und den besten Wünschen
Hans-Jürgen Uhl, MdB
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Frage zum Thema Arbeit
27.08.2005
Von:

Diese Anfrage geht auch an Ihre Kollegen anderer Parteien!

Sehr geehrter Herr Uhl,

schon vor der letzten Bundestagwahl und verstärkt vor dieser habe ich gemerkt, dass es bei diversen politischen Diskussionen im Fernsehen gar nicht mehr wirklich darum geht, politische Standpunkte sachlich vorzutragen und sinnvolle Begründungen zu geben. (Dies bezieht sich hauptsächlich auf Spitzenpolitiker Ihrer Partei, namentlich die Personen Schröder, Clement und Müntefering). Vielmehr ist es so, dass nur noch versucht wird, mit allen Mitteln den Argumenten des Gegners zu widersprechen - und das auf eine inzwischen lächerliche Art und Weise. Die eigenen Standpunkte sind das "non plus ultra" und durch nichts zu ersetzen, die Standpunkte des Gegners sind alle nur schlecht!! Meiner Meinung nach steht also nicht mehr das Wohl des Volkes im Vordergrund des Wahlkampfes, sondern vielmehr die Verteidigung der Macht (Regierung) bzw. die Eroberung der Macht (Opposition). Wenn alle Politiker die Kraft, die sie zum Niedermachen des Gegenlagers einsetzen, sinnvoll in die Probleme des Landes investieren würden, da hätte wir wohl einige Probleme weniger.
Soweit mein Standpunkt.

Können Sie mir bitte sagen, wie Ihre Meinung dazu ist? Warum ist das so? Warum sollte ich wählen gehen, wenn ich (etwas übertriegen ausgedrück) nur die Wahl aus einem großen Kasperle-Theater habe? Diese Frage würde ich auch sehr gerne den Spitzenpolitikern stellen - leider ist das als "normaler" Bürger fast aussichtslos? Könnte Sie diese Anfrage weiterleiten? Wissen Sie, wie Ihre Kollegen zu dieser Thematik stehen?

Vielen Dank im Voraus für eine hoffentlich ausführliche Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hans-Jürgen Uhl
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01.09.2005
Hans-Jürgen Uhl
Sehr geehrter Herr ,

ich kann Ihre Meinung über politische Diskussionen nicht teilen. Politische Standpunkte und Konzepte müssen kontrovers vorgetragen werden und auch sinnvolle Begründungen gegeben werden.

Sie dürfen nicht vergessen, dass wir zur Zeit im Wahlkampf sind, das heißt wir möchten die Bürgerinnen und Bürger von unserem Parteiprogramm überzeugen und Akzeptanz und Zustimmung erlangen. Wir befinden uns in einer Konkurrenzsituation mit verschiedenen Bewerbern, so dass es darum geht, sich von den Mitbewerbern abzugrenzen, um die Wählerstimmen für die eigene Person sowie Partei zu gewinnen. Wahlkampf dient in erster Linie dazu, den Kandidaten und dessen Position in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, das heißt, man macht klar, für welche Werte man selbst antritt und wie diese sich vom "Gegner" unterscheiden. Dies geschieht in der heutigen Zeit immer mehr über die so genannten Massenmedien, wie Fernsehen, Zeitungen oder wie hier das Internet, um die Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren zu können. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass man nicht alles den Medien überlassen sollte, denn es besteht immer auch eine Gefahr der "Verfälschung". Daher würde ich vorschlagen, überzeugen Sie sich persönlich von den Parteiprogrammen der einzelnen Parteien, in dem Sie zu einer der vielen öffentlichen Versammlungen gehen. Dort können Sie sich sozusagen aus "erster Hand" eine Meinung bilden und Politik erleben.

Warum Sie wählen gehen sollten? Weil wir in einer Demokratie leben, d.h. das Volk wählt seine Regierung selbst und diese Demokratie lebt nur von den Stimmen der Wählerinnen und Wähler. Wer seine Stimme abgibt, der nimmt am politischen Entscheidungsprozess teil, und Sie üben beispielsweise Einfluss aus auf:
  • die parteipolitische und personelle Zusammensetzung des Bundestages,
  • auf die Zusammensetzung der Regierung,
  • auf die Besetzung der wichtigsten Führungspositionen – etwa das Amt
des Bundeskanzlers,
  • auf die politischen Sachentscheidungen der nächsten Jahre,
  • und auf die Zahl der Parteien und deren Einfluss im Bundestag.

Keine Stimme bleibt wirkungslos. Wer seine Stimme überlegt abgibt, vertritt wirkungsvoll die eigenen Interessen. Wer nicht wählen geht, verzichtet darauf, die Entwicklung der Politik zu beeinflussen. Im übrigen können Sie auch Ihre Fragen an unsere Spitzenpolitiker stellen, ich bin mir sicher, dass diese Ihnen auch antworten werden. Näheres über mich und meine politische Arbeit finden Sie unter
www.hans-juergen-uhl.de.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Jürgen Uhl, MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
28.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Uhl,

welche Kernkompetenzen besitzen Sie für diese besondere Aufgabe?
Welche Problemfelder möchten Sie bearbeiten?
Welche Visionen und Ziele haben Sie?
Welche Lösungen und Ergebnisse möchten erreichen?
Zitate aus dem Wahlprogramm sind nicht erwünscht.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hans-Jürgen Uhl
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05.09.2005
Hans-Jürgen Uhl
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, dass ich erst heute antworte, aber ich behandle die Anfragen, die über Kandidatenwatch.de eingehen, nicht anders, als alle anderen Bürgeranfragen. Dies wäre gegenüber all jenen ungerecht, die sich auf dem normalen Weg, dass heißt per Post, Telefon oder E-Mail direkt an mich wenden.

Natürlich verstehe ich, dass Sie in Bezug auf meine Person keine Zitate aus dem Wahlprogramm möchten. Da Sie das Internet aktiv nutzen, möchte ich Sie bitten, sich auf meiner Homepage www.hans-juergen-uhl.de über meine Person zu informieren. Meinem Lebenslauf können Sie meinen beruflichen Hintergrund entnehmen. Außerdem möchte ich Sie bitten, mir Ihre E-Mail-Adresse ( hans-juergen.uhl.ma01@bundestag.de ) zukommen zu lassen. Ich werde Ihnen dann weiteres Material, das Ihre Fragen beantwortet zuschicken.

Mit freundlichem Gruß
Hans-Jürgen Uhl, MdB
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