Hans-Joachim Otto (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Hans-Joachim Otto
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
30.10.1952
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt und Notar
Ausgeübte Tätigkeit
MdB; Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft
Wohnort
Frankfurt am Main
Wahlkreis
Frankfurt am Main I
Ergebnis
9,9%
Landeslistenplatz
4, Hessen
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(...) Eine Gesetzeslücke kann ich aus den von Ihnen geschilderten Problemen nicht ableiten. Deutschland ist ein Rechtsstaat, Sie haben selbstverständlich die Möglichkeit, gegen jede private oder juristische Person rechtlich vorzugehen. Ich gehe davon aus, dass Ermittlungsbehörden und Rechtspflege alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um in ihren Rechten verletzten Bürgern zu helfen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
24.05.2012
Verbesserter Rechtsschutz in Wahlsachen (Art. 93 GG)
JA
10.05.2012
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
29.03.2012
Abbau der kalten Progression
JA
29.03.2012
Kürzungen der Solarförderungen
JA
29.03.2012
Pläne für ein Betreuungsgeld aufgeben
NEIN
27.02.2012
Zweites Rettungspaket für Griechenland
JA
26.01.2012
Verlängerung Afghanistan Einsatz (ISAF)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
26.10.2011
Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
nicht beteiligt
29.09.2011
Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
JA
29.09.2011
Reform des Bundestagswahlrechts
JA
29.09.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
JA
08.07.2011
Deutsche Beteiligung an UN-Aufbaumission in Südsudan
JA
08.07.2011
Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
NEIN
08.07.2011
Verlängerung des Darfur-Einsatzes
JA
07.07.2011
Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge
NEIN
07.07.2011
Eingeschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
JA
07.07.2011
Unterirdische Speicherung von CO2
JA
30.06.2011
Atomausstieg bis 2022
JA
09.06.2011
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNIFIL)
nicht beteiligt
09.06.2011
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
nicht beteiligt
26.05.2011
Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz
JA
25.03.2011
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
17.03.2011
Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
NEIN
17.03.2011
Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
NEIN
17.03.2011
Vorübergehende Aussetzung von AKW-Laufzeiten (Moratorium)
enthalten
28.01.2011
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2010
Anpassung und Veränderung von Hartz IV
JA
03.12.2010
Vorläufiger Bau- und Vergabestopp bei Stuttgart 21
NEIN
02.12.2010
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
nicht beteiligt
02.12.2010
Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
nicht beteiligt
02.12.2010
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
nicht beteiligt
26.11.2010
Haushalt 2011
JA
12.11.2010
Einführung bundesweiter Volksentscheide
NEIN
12.11.2010
Gesundheitsreform
JA
11.11.2010
Neuordnung am Arzneimittelmarkt
JA
28.10.2010
Abschöpfung von Zusatzgewinnen aus AKW-Laufzeitverlängerung
JA
28.10.2010
Brennelementesteuer
JA
28.10.2010
Sparpaket (Haushaltsbegleitgesetz)
JA
28.10.2010
Verlängerung von AKW-Laufzeiten
JA
18.06.2010
Reduzierung der Wehrpflicht
JA
17.06.2010
Bundeswehr ohne Wehrpflicht
NEIN
17.06.2010
Reform der Jobcenter
JA
17.06.2010
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
nicht beteiligt
17.06.2010
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Sudan-Einsatzes (UNMIS)
nicht beteiligt
10.06.2010
Austritt aus der Kernfusion (ITER)
NEIN
10.06.2010
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
21.05.2010
Euro-Rettungsschirm
JA
07.05.2010
Notkredit für Griechenland
JA
06.05.2010
Mindestsicherung statt Hartz IV
NEIN
06.05.2010
Schnellere Absenkung der Einspeisevergütung im EEG
JA
22.04.2010
Beibehaltung der Steuerfreiheit bei Feiertags- und Nachtarbeit
nicht beteiligt
25.03.2010
Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels
NEIN
19.03.2010
Bundeshaushalt 2010
JA
26.02.2010
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
18.12.2009
Bundeswehreinsatz in Bosnien Herzegowina
JA
18.12.2009
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
04.12.2009
Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
NEIN
04.12.2009
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
JA
03.12.2009
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2009
Verlängerung des Anti-Terror-Kampfes (OEF)
JA
03.12.2009
Verlängerung Libanon-Einsatz (UNFIL)
JA
Fragen an Hans-Joachim Otto
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Frage zum Thema Kultur
11.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Otto,

ich begrüsse es sehr, dass die GEZ Gebühr 2013 zu Gunsten einer Haushaltsabgabe abgeschafft wird, auch wenn ich mir eine viel konsequentere Lösung gewünscht hätte, wie z.B. eine deutliche Senkung der Gebühr, Abschaffung der staatlichen Finanzierung von 14 der 15 Fernsehsender etc.

Meine Frage ist, was mit den Gebäuden und Mitarbeitern der GEZ passiert? Werden die Gebäude verkauft und die 250 Mio Verwaltungsgebühr eingespart oder läuft es wie immer, wenn der Staat so etwas macht, d.h. ca. 20 Mitarbeiter im Alter von 50 werden erst befördert und dann in den Frühruhestand geschickt. Mit wieviel Einsparung rechnet man und was soll mit dem Geld passieren?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

Mit freundlichen Grüßen


Antwort von Hans-Joachim Otto
2Empfehlungen
13.12.2011
Hans-Joachim Otto
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Zukunft der GEZ. Ich bin skeptisch, ob sich der Aufwand für die GEZ mit der Einführung der Haushaltsabgabe reduziert. In der Tat wird der Personalbestand zumindest vorübergehend sogar aufgestockt, um die Umstellung zu bewältigen.

Eine Abwicklung der GEZ ist leider nicht zu erwarten. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) schätzt die Kosten für den Gebühreneinzug für das 2016 auf 192 Millionen Euro. Nach all meinen Erfahrungen mit staatlichen, staatsnahen bzw. quasi-staatlichen Verwaltungen im Allgemeinen und dem System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Speziellen würde es mich nicht wundern, wenn trotz der Haushaltsabgabe die Kosten für die GEZ dauerhaft über dem heutigen Niveau liegen würden. Auch deshalb habe ich mich in der Vergangenheit immer gegen die Haushaltsabgabe ausgesprochen.

Es wird insbesondere auf die Politik in den Bundesländern ankommen, ob die Kosten für die GEZ kontrolliert und reduziert werden. Dort liegt der politische Hebel.


Mit freundlichen Grüßen
Hans-Joachim Otto
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Otto,

viele Fechenheimer Bürger, zu denen auch ich gehöre, haben Ihre Äußerungen zur Klage der Stadt Frankfurt gegen das neue Allessa- Braunkohlestaubkraftwerk mit Unverständnis gelesen, Ihre Antwort auf den Brief von Frau Christine Kirchhoff verschlägt ihnen aber die Sprache.

Kurz und knapp sagen Sie: "Das Braunkohlestaubkraftwerk wurde geprüft und genehmigt. Es erfüllt die Voraussetzungen für einen ordnungsgemäßen Betrieb." Ist mit der Genehmigung durch eine Behörde wirklich alles in Ordnung? Sie nehmen nicht zur Kenntnis, daß viele Bürger die Rechtmäßigkeit der Betriebserlaubnis für das Kraftwerk bezweifeln und daß ein Anwohner - auch im Interesse all der Bürger, die sich eine solche Klage aus Kostengründen nicht leisten können- Klage vor Gericht erhoben hat. Auch der BUND und die Stadt Frankfurt klagen gegen diese Betriebserlaubnis.

Eine Klage scheint für Sie etwas Negatives zu sein. Die Klage der Stadt Frankfurt bezeichnen Sie als industriefeindlich und als Verschwendung von Steuergeldern. Daher meine Frage an Sie: Sind Sie nicht der Ansicht, dass der Schutz des Bürgers vor unberechtigten Eingriffen der Obrigkeit einer der Grundgedanken des Liberalismus ist? Sind Sie nicht der Ansicht, dass über die Frage, ob ein solcher Eingriff berechtigt ist oder nicht, die Gerichte entscheiden? Für mich hat es einen faden Beigeschmack, wenn sich ein (schon in der Exekutive tätiger ) Mann der Legislative auch noch in ein schwebendes Verfahren, de facto sogar in mehrere schwebende Verfahren einmischt. Ist Ihrer Meinung nach Gewaltenteilung nicht zentrales Element liberalen Denkens?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günther
Antwort von Hans-Joachim Otto
1Empfehlung
13.12.2011
Hans-Joachim Otto
Sehr geehrter Herr Dr. ,

zunächst darf ich Ihnen als Anwalt versichern, dass eine Klage für mich per se nichts Negatives ist. So gehört auch die gerichtliche Überprüfbarkeit von Verwaltungsakten zu den existenziellen Bestandteilen eines Rechtsstaats.

Die Stadt Frankfurt ist mit ihren Klagen gegen das Kraftwerk mehrfach gescheitert. Der Rechtsweg steht ihr zwar weiterhin offen, es ist aber legitim, zu fragen, ob ein weiteres Beschreiten dieses Weges auch sinnvoll ist. Daran habe ich erheblich Zweifel und diese habe ich öffentlich zum Ausdruck gebracht.

Ich kann nicht sehen, wie ich mich mit meinen Äußerungen in die von Ihnen angesprochene Legislative eingemischt habe. Vielmehr richtet sich meine Forderung an die Exekutive der Stadt, von weiteren Klagen abzusehen. Eine Gefahr für die Gewaltenteilung kann ich darin nicht erkennen. Die Exekutive der Stadt Frankfurt nimmt für sich in Anspruch, im Interesse der Öffentlichkeit zu handeln – und muss ihr Verhalten im Spiegel der Öffentlichkeit bewerten lassen, zumal die Prozeßlawine den Steuerzahler teuer zu stehen kommt.

Sie haben mit Blick auf das Kraftwerk in Fechenheim eine andere Meinung als ich. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich meine Meinung öffentlich nicht vertreten darf.


Mit freundlichen Grüßen
Hans-Joachim Otto
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Frage zum Thema Wirtschaft
29.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Otto,

das IT-Newsportal Heise.de berichtet in einem heute erschienenen Beitrag[1], Sie hätten im Rahmen der Musikmesse Midem der Medienindustrie eine baldige Entscheidung zum sog. "Two Strikes"-Warnsystem gegen Urheberrechtsverletzungen zugesichert und hierzu auch Gespräche mit "Stakeholdern" angekündigt. Bisher treten in Deutschland im Wesentlichen eine Handvoll Verwertungsgesellschaften und mehrere Großkonzerne als "Stakeholder" auf und gerieren sich als Architekten einer umfassenden Neuordnung des Internets, die einseitig zugunsten eines einzelnen Wirtschaftszweiges geht und die Grundstrukturen der Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts gefährdet. Meine Frage nun an Sie: Werden Sie auch die mehr als 80 Millionen "Stakeholder" der deutschen Zivilgesellschaft in den Austausch miteinbeziehen? Wenn ja, in welcher Form wird dies geschehen? Wer wird einerseits die Bürgerinnen und Bürger, die auf einen fairen (nicht gleichzusetzen mit kostenlosen!) Zugang zu Kultur, Bildung und Informationen angewiesen sind, andererseits aber auch jene Kultur- und Medienschaffenden, die nicht Teil des traditionellen Verwertungssystems sind, vertreten und die Interessen beider Gruppen den immer weiter ausufernden Forderungen der Verwertungsindustrie gegenüber verteidigen?

Mit freundlichen Grüßen



[1] heise.de

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Otto,

in der Pressemitteilung des BMWi begrüssen Sie die Studie der FH Köln zur Bekämpfung von Internetpriaterie. Hierzu habe ich folgende Fragen:

1. Weshalb sind Sie dafür, dass behördliche Aufgaben zukünftig von Privatunternehmen (hier Provider) übernommen werden sollen?

2. Die Studie lässt keinelei Möglichkeit erkennen, wie sich zu Unrecht beschuldigte Personen wehren können. Da aufgrund der Datenmenge automatisierte Prüfverfahren zum Einsatz kommen müssen, ist von einer hohen Fehlerquote auszugehen. Ich musste meine eigenen Werke bei YouTube verteidigen, weil mich fremde Rechteinhaber widerrechtlich der Nutzung ihrer Werke beschuldigt haben. Vom Aufwand und Ärger abgesehen: Wie können Sie vertreten, dass durch derartige Verfahren unschuldige Personen absichtlich oder unabsichtlich zum Täter gemacht werden und die Unschuldsvermuting nicht mehr gilt? Sind die Interessen von Wirtschaftsunternehmen höher anzusiedeln?

3. Es gibt zahlreiche Studien, die den Thesen der FH Köln widersprechen. Die Studie der US-Wissenschaftler Danaher (Wellesley College) und Waldfogel (Universität Minnesota) sagt aus, dass Filesharing keinen Einfluss auf die Einspielergebnisse eines Films hat und geringe Einbussen (ca. 7%) nur zu verzeichnen sind, wo künstliche Wartezeiten produziert werden. Legale Musikdownloads nehmen seit Jahren zu, aber trotz niedrigster Kosten im Vergleich zur physischen Distribution, veröffentlichen viele Labels ihren Katalog nur eingeschränkt digital. Denken Sie nicht, dass die Rechteinhaber - wie andere Unternehmen auch - die Pflicht haben, ihre Geschäftsmodelle dem Markt anzupassen, anstatt den Markt durch Lobbying künstlich einem unbrauchbaren Businessmodell unterzuordnen?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüssen

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Frage zum Thema Finanzen
16.03.2012
Von:

Erstmals hatte ich mir vor gut 2 Jahren ein Dieselfahrzeug gekauft in der Absicht zukünftig einen geringeren Durchschnittsverbrauch und einen günstigeren Spritpreis wegen der geringeren Steuer auf Diesel zu haben.
Dafür habe ich in Kauf genommen, dass die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge annähernd doppelt so hoch ist wie bei anderen Fahrzeugen.
Zwischenzeitlich ist der Dieselpreis nur unwesentlich geringer als für Super-und Normalbenzin.
Dennoch zahlt der Dieselfahrzeugbesitzer weiterhin die hohe Kfz-Steuer für sein Fahrzeug.
Meines Erachtens müßte die Bundesregierung hier eine Anpassung der Steuer vornehmen, denn sonst wird der Dieselfahrer wegen des gestiegenen Dieselpreises und der höheren Kfz-Steuer gegenüber anderen Autofahrern benachteiligt.
Ist hier eine Änderung geplant ?

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