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Sehr geehrter Herr Hacker,
der Energiehunger und die Umweltbelastungen des Luftverkehrs dürften Ihnen bekannt sein. Die Flughafen München GmbH (FMG) vertuscht, dass ein Viertel ihrer Passagiere innerdeutsch fliegt. Mit einem Dutzend Untergebener beklagt ihr Unternehmenssprecher Engpässe zu Spitzenzeiten, propagiert unentwegtes Luftverkehrswachstum und bearbeitet Medien und Politik offensiv.
Entsprechend (?) kritisieren Sie die Luftverkehrsabgabe und bedauerten sogar einen geminderten Flugverkehr [1].
Innerhalb Deutschlands spart der Flug gegenüber der Bahn maximal drei Stunden. MdL Hans-Ulrich Pfaffmann erklärte unumwunden, es gebe keinen Grund für die Steuerfreiheit des Flugbenzins und wies zudem auf folgendes hin:
"So hat ein Fluggast auf einfacher Strecke von München nach Berlin gegenüber dem Bahnreisenden einen steuerlichen Vorteil von rund 25 Euro. Bei einer Bahnreise von Berlin nach Paris und zurück muss der Bahnkunde etwa 59 Euro Mehrwertsteuer entrichten, der Fluggast nicht." [2]
Es ist klar, dass eine Beseitigung solcher Privilegien es dem Gemeinwesen sparen kann, weiteres Geld in Flughäfen zu binden und damit Lebensraum zu vernichten und zu entwerten [3]. Auch Ihr Kollege Pfaffmann führte 2008 als Münchner Landtagskandidat noch Bedenken gegen eine 3. Startbahn an [4].
Von Ihnen würde ich gerne erfahren
1. Wie Sie das aktuelle Steueraufkommen durch die Luftverkehrsabgabe "gerecht" vereinnahmen wollen.
2. Welche Aktivitäten Sie auf Bundesebene und auf europäischer Ebene die SPD entfaltet, um die steuerliche Privilegierung für Flugbenzin und Flugtickets zu beenden.
Mit freundlichen Grüßen

[1] www2.hans-joachimhacker.de/uploads/pm_hacker_passagierzahlen_luftverkehrsteuer_20.07.11.pdf
[2] www.abgeordnetenwatch.de/hans_ulrich_pfaffmann-512-11274--f311913.html#q311913
[3] www2.hans-joachimhacker.de/uploads/pm_hacker_tag_gegen_laerm_27.04.11.pdf
[4] www.abgeordnetenwatch.de/hans_ulrich_pfaffmann-120-16188--f140627.html#q140627