Gunther Krichbaum (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Gunther Krichbaum
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Wirtschaftsjurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Pforzheim
Landeslistenplatz
keinen, Baden-Württemberg
weitere Profile
(...) Alle übrigen sahen in den Regelungen des Vertrages von Lissabon im Vergleich zur derzeit gültigen Rechtsgrundlage der EU einen erheblichen Zugewinn an demokratischer Kontrolle und Transparenz. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
NEIN
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
NEIN
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
nicht beteiligt
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
nicht beteiligt
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
nicht beteiligt
28.11.2008
Haushalt 2009
nicht beteiligt
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
nicht beteiligt
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
JA
14.12.2007
Postmindestlohn
nicht beteiligt
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
JA
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
NEIN
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
enthalten
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Gunther Krichbaum
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Frage zum Thema Internetsperren
08.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Krichbaum,

mit Interesse habe ich Kenntnis genommen, dass es seitens der Politik Anstrengungen gibt, gegen Pädophile (\"Kinderschänder\") vor allem im Internet vorzugehen. Dies ist ausdrücklich zu begrüssen.

Als IT-Experte mit langjähriger Berufserfahrung insbesondere im Internet-Bereich kann ich Ihnen attestieren, dass Ihr lobenswertes Vorhaben sich technisch so nicht erfolgreich umsetzen lässt. Die Hinweise einschlägiger IT-Experten (wie z.B. ChaosComputerClub, AK Zensur) sowie die erfolgreiche Online-Petition verhalten offensichtlich ungehört bei den zuständigen Stellen.

Können Sie bitte erläutern, warum die Bundesregierung bzw. die zuständigen Bundesministerien bzw. -organe offensichtlich nicht in der Lage sind, das Gesetz nachhaltig wirksam umzusetzen ? Desweiteren interessiert mich Ihre Antwort zur Fragestellung, warum die betreffende Inhalt im Internet nicht einfach gelöscht werden anstelle diese mit einem Stop-Schild zu belegen.

Vorab besten Dank für Ihre rasche und fundierte Antwort.

Antwort von Gunther Krichbaum
bisher keineEmpfehlungen
10.08.2009
Gunther Krichbaum
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr grundsätzliches Lob für das Ziel des Deutschen Bundestages, die Verbreitung von kinderpornographischem Material im Internet einzudämmen. Wie Sie den Fragen entnehmen können, die mir hier in der Vergangenheit gestellt wurden, teilen einige Internetnutzer diesen Ansatz leider nicht. Meine Ansicht zu den leider immer wieder erhobenen Zensurvorwürfen habe ich bei diesen Gelegenheiten bereits geäußert.

Das Vorgehen ist gemäß Zugangserschwerungsgesetz ein zweistufiges, hierzu gestatte ich mir, die entsprechenden Textpassagen aus dem Gesetzt wiederzugeben.

"§ 1 Sperrliste

(1) Das Bundeskriminalamt führt eine Liste über vollqualifizierte Domainnamen, Internetprotokoll-Adressen und Zieladressen von Telemedienangeboten, die Kinderpornographie nach § 184b des Strafgesetzbuchs enthalten oder deren Zweck darin besteht, auf derartige Telemedienangebote zu verweisen (Sperrliste). Es stellt den Diensteanbietern im Sinne des § 2 täglich zu einem diesen mitzuteilenden Zeitpunkt eine aktuelle Sperrliste zur Verfügung.

(2) Die Aufnahme in die Sperrliste erfolgt nur, soweit zulässige Maßnahmen, die auf die Löschung des Telemedienangebots abzielen, nicht oder nicht in angemessener Zeit erfolgversprechend sind. [...]"


"§ 4 Stoppmeldung

Diensteanbieter nach § 2 leiten Nutzeranfragen, durch die in der Sperrliste aufgeführte Telemedienangebote abgerufen werden sollen, auf ein von ihnen betriebenes Telemedienangebot (Stoppmeldung) um, das die Nutzer über die Gründe der Sperrung sowie eine Kontaktmöglichkeit zum Bundeskriminalamt informiert. Die Ausgestaltung bestimmt das Bundeskriminalamt."


Dies zeigt, dass im Vordergrund selbstverständlich die Löschung der entsprechenden Seiten steht. Nur wenn dies nicht erfolgversprechend ist, weil beispielsweise der Server im Ausland arbeitet, kann zur Sperrung übergegangen werden. Das Stopp-Schild, das zufällige oder zielgerichtete Besucher der Seite sehen, ist eine weitere Stufe. Sie soll dem Nutzer zeigen, dass die von ihm angewählte Seite gesperrt wurde, weil sie kinderpornographisches Material enthällt. Damit soll er von dem Versuch abgebracht werden, die in Deutschland gesperrte Seite durch tatsächlich existierende technische Umgehungsmöglichkeiten doch anzusehen. Auch dem Gesetzgeber war klar, dass eine völlige Sperrung dieser Seiten technisch nicht möglich ist. Nutzer sollen aber wissen, dass die Gesellschaft das Betrachten und Herunterladen von kinderpornographischem Material mißbilligt und in § 184b StGB auch unter Strafe stellt.

Mir ist klar, dass das Gesetz kein Allheilmittel ist. Aber es ist ein weiterer Baustein in unserer Gesamtstrategie, die Kinder zu schützen und den Markt für Kinderpornographie soweit es geht auszutrocknen. Jetzt ist es Zeit, entschlossen handeln. Denn uns alle eint das Ziel: Mehr Schutz für Kinder.

Mit freundlichen Grüßen

Gunther Krichbaum
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Frage zum Thema Umwelt
14.10.2009
Von:

Guten Tag Herr Krichbaum,
obwohl die Argumentation der künftigen Koalitionspartner hinsichtlich der Kernenergienutzung teilweise plausibel ist, wird das Problem der resultierenden "Abfallentsorgung" sträflich vernachlässigt, wenn nicht gar unter den Teppich gekehrt. Die fadenscheinige "Drohung" die Energieunternehmen müssten sich als Ausgleich für die längere Nutzung stärker am Aufbau alternativer Energien beteiligen, ist doch sehr blauäugig.Damit wird doch das Problem der Nuklearenergie nicht gelöst.Wollten Sie irgendwann mal persönlich dafür gerade stehen, dass "unsere Kernkraftwerke sicher sind" , den radioaktiven Müll eingeschlossen? Von den immer wieder aufkeimenden Vermutungen der höheren Kinder-Krebsraten in KKW Umgebungen, möchte ich garnicht erst reden. Man darf nicht alles was nicht gefällt todschweigen oder schönreden.
Um es richtig zu stellen.Ich bin nicht gegen Kernenergie, sehe aber, dass wir die Technologie für die langfristige Lagerung der Abfälle nicht haben. Also müssen wir aussteigen. Alles andere wäre eine Vogel Strauß Politik zu Lasten der kommenden Generationen.Die Politik darf sich in einer so brisanten Thematik nicht von Lobbyisten unter Druck setzen lassen.Die tauschen morgen ihre Vorstandsvorsitzenden (natürlich mit Abfindung) aus, firmieren um und sind aus dem Schneider.
Was sagen Sie zu dieser Thematik?
Vielen Dank

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