Gerhard Klee (FDP)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
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Grunddaten
Gerhard Klee
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Steuerberater
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Alstertal - Walddörfer , Listenplatz 2, Stimmen (Wahlkreis): 1.007, 0,7%
Landeslistenplatz
19
(...) Das sich der Staat nicht zielgerichtet an Neugründungen wachsender Innovationsunternehmen beteiligt, zeigt die Kurzsichtigkeit von Politikern aller Parteien.
Steuergelder werden nicht vermehrt und zum Wohles des gesamten Volkes und seines Ertrages eingesetzt, wieder der Forschung zur Verfügung gestellt, dem Austausch von Wissenkompetenz zur Verfügung gestellt, sondern fantasielos verplant.
Damit wird nicht das Abwandern von Kompetenz gestoppt. (...)
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
12.01.2008
Von:
de

Sehr geehrter Herr Klee,

im Wahlprogramm der FDP ist die Vorbereitung zur Übernahme der Aufgaben der Berufsfeuerwehr Hamburg durch private Unternehmer manifestiert. Sie möchten, dass die Krankentransporte und Unfall Soforthilfe von privaten Firmen übernommen wird. Die dadurch von der Stadt Hamburg gesparten Kosten muß letzendlich der kranke oder Verunfallte Bürger zahlen, da die privaten Krankentransporte und Unfallhilfsdienste ihre Kostensätze kontinuierlich erhöhen werden. (Bsp. DRK)
Außerdem möchten Sie die Ehrenämter, hier die Freiwillige Feuerwehr, stärken, da die ehrenamtliche Tätigkeit weniger Kosten verursacht als eine Berufsfeuerwehr.

Empfinden Sie es wirklich als ehrenhaft, wenn Ehrenämter vom Staat zur Kostensenkung mißbraucht werden? Wie wollen Sie sicherstellen, dass bei evtl. Unzufriedenheit durch die Privaten nicht gestreikt wird und damit die Versorgung der Bevölkerung gefährdet ist?
Stiehlt sich hier nicht der Staat aus seiner Verantwortung gegenüber den Bürgern? Wie wollen Sie gegensteuern oder was wollen Sie unternehmen, in einem Fall ähnlich verlaufend wie Vattenfall, enorme Kostensteigerung und Belastung für den Bürger anstatt Kostensenkung?

In Erwartung einer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

de
Antwort von Gerhard Klee
1Empfehlung
16.01.2008
Sehr geehrte Frau de ,

danke für Ihre Anfrage.

Es mag auf Seite 52 unseres Wahlprogrammes "die Freie Stadt"
von Ihnen verstanden worden sein, dass wir für die Abschaffung der Berufsfeuerwehr sind. Das ist nicht der Fall. Wir sind aber für die Belebung der Konkurrenz im Krankentransport, damit die Feuerwehr ihre Kernaufgaben erfüllt.Um auf dem Markt für eine dauerhafte Preissenkung für Krankentransporte zu sorgen und möglicht viele Anbieter zuzulassen, muß man dem Allgemeinwesen monopolistisches Handeln abgewöhnen.Die Gefahr der Monopolbildungen ist leider immer zum Nachteil des Endverbrauchers groß.
Wir wollen eine Stärkung der Ehrenämter generell erreichen.Es ist unser Wunsch, das Menschen die eigenverantwortlich in Ihrer Freizeit dem Gemeinwohl dienende Aufgaben wahrnehmen, auch Lob, Anerkennung, Nennung und Ehrung erhalten.Wir versprechen uns eine Stärkung der Freiheit,
Eigenintiative ein Amt zu übernehmen, die Beachtung der Grundsätze von von Nächstenliebe und mehr Rücksicht miteinander umzugehen.
Sehr oft ist dieser Umgang mit dem Bürger durch Oprganen unseres Allgemeinwesens gestört und da hilft nur die Selbstorgansation und Liebe zur ubernommenen ehrenamtlichen Arbeit.
Sie haben Recht, der Staat darf sich nicht aus seinen Kernaufgaben stehlen und es gibt für Schlechtleistung auch keine Entschuldigung mehr.Wir haben es Landes- und Bundespolitikern wie Herrn Gerhard Schröder, Trittin und viele mehr zu verdanken, das Oligopole (4) in Deutschland in den letzten Jahren entstandenm sind, Kleinstadtwerke kaputt gingen,und ein bisher nie gekannter Preisanstieg überzogener Subventionen durch den Endverbraucher finanziert wird.
Man soll mit keiner Gegenfrage antworten, aber haben Sie ein vollziehbares Energiekonzept der Stadt Hamburg von den derzeitigen Bürgerparteien der Bürgerschaft gelesen, die uns nicht das hersagen, was wir alle sowieso schon wissen?
Kohlekraftwerke als Zukunftsalternative für importierten Atomstrom zu bauen,ist absurd.
Es wird dem wertvollen Rohmaterial Kohle überhaupt nicht gerecht und ist Verschwendung.
Man könnte die vorhandenen Atomkraftwerke noch 10-15 Jahre länger betreiben, die Spargelwindkraft, durch neue Windkonzepte ergänzen oder ersetzen, und uns endlich überlegte und langfristig angelegte Konzepte der Stromerzeugung von Bedeutung vorlegen.
Natürlich sind auch 750 Meter hohe Fallwindtürme von Bedeutung und sollten auch Ideenreich weiterentwickelt werden. Nur bitte in Abstimmung mit der Klimaverträglichkeit, sonst kann es Ihnen passieren, das Sie bei z. B. in einer Ferienfahrt zum Spielball der Fallwinde werden.
Sie kennen eine Bohrinseln? Nun stellen Sie sich einen beweglichen Volltaucher, in der Grösse einer Bohrinsel vor, in welchem sich ein Rotor mit einem Durchmesser von 150-200 Metern dreht.( Es können auch diverse kleine Rotoren in einer solchen Konstruktion sein.) Dieser Rotor von vielen wird fest in der atlantischen Strömung( Golfstrom )vor der Küste Spaniens,Frankreichs, Englands verankert und von dortführen geeignete geflochtene, flexible, widerstandslose Stromkabel zu Stromaufnahmestantion an Land. Das wäre z. B. eine Konzeption einer "ARGE GEMEINWOHL Energie", die die Kräfte der Natur preiswert nutzt und Strom produziert, bei niedrigen Managergehältern, wenig Reklame, und immer an den Hamburger Endverbraucher liefert.Aus dem Gewinn könnte man auch die HEW zurückkaufen !! Ach ja, und die Volltaucher würden zum Teil auch auf Deutschen Werften gebaut und aus KFW- Krediten finanziert und von unseren Schleppern in Postition gebracht werden.
Dann liegt die Effizienz von Solarstrompanellen immer noch unter 30%. Da sollte geforscht, erfunden und patentiert werden. Ja, und mehr verrate ich nicht. Erst wenn ich in der Bürgerschaft bin.

Gruss Ihr

Gerhard Klee
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Frage zum Thema Bürokratie / Verwaltung
30.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Klee.

Ich bemängele den Dialog mit mir dem Bürger.
Ich wünsche mir mehr Dialog mit mir.
Was werden Sie unternehmen um diesen Mangel zu verbessern.

Mit freundlichem Gruss

Antwort von Gerhard Klee
bisher keineEmpfehlungen
04.02.2008
Sehr geehrte Frau ,

es findet Null-Dialog der Bürgerschaft mit dem Bürger statt.
Das will ich ändern.

Die undemokratische Kommunikation der Hamburgischen Bürgerschaft mit dem Bürger muß aufhören.
Ich, Gerhard Klee, Bürgerschaftsabgeordnetenkandidat und Landesschatzmeister der FDP Hamburg, fordert ein Internet-Bürger-Dialog-Portal für die Hamburgische Bürgerschaft – anstelle der heutigen Verkündigungs-Website im Vatikan-Stil.

Inhalt
Verkündigung ohne Dialog und Rechenschaft 2
Der Verkündigungsstil der Bürgerschaft 2
Geheimpolitik wie im alten Venedig 2
Schein-Dialog für 4 Wochen 2
Wir brauchen: Transparenz, Rechenschaft und Dialog 3
Es gibt keinen Bürgerdialog 3
Demokratie verlangt Transparenz 3
Demokratie verlangt Rechenschaft 3
Demokratie verlangt Dialog 3
Das Internet-Bürger-Dialog-Portal der Bürgerschaft 4
Internet: der Marktplatz für den Bürger-Dialog 4
Forum und Zuschauer 4
Umfragen, Stimmungsbilder 4
Aktive Demokratie 4
Verkündigung ohne Dialog und Rechenschaft

Der Verkündigungsstil der Bürgerschaft
Wer will, kann vieles von der Bürgerschaft lesen. Sie hat auch eine schöne Website (www.hamburgische-buergerschaft.de). Auf der Startseite erfährt der geneigte Leser etwas von einem rollenden Wahllokal und von einem Quiz mit Carlo von Tiedemann in Eimsbüttel. Auf den folgenden Seiten gibt es spannende Informationen darüber, wer die Abgeordneten sind, was die Hamburgische Bürgerschaft tut, wie der Bürgermeister gewählt wird, ja sogar Terminpläne des Parlaments sind angegeben. Es gibt sogar eine Rubrik "Politik zum Mitmachen", wo wir lernen können, was das heißt: "Bürgerinnen und Bürger gestalten Politik". Aber gestalten dürfen wir nicht.

Denn die Bürgerschaft sagt zwar immer und überall, wie sie arbeitet.
Aber: Sie sagt ums Verrecken nicht, was konkret sie tut. Ein Dialog mit dem Bürger über Inhalte der Politik findet nicht statt. Der Bürger darf mehr oder weniger ergriffen zusehen, wie die Bürgerschaft arbeitet – aber inhaltlich wird er nicht einbezogen. Mehr noch: Er wird ausgegrenzt.

Es gibt eine Website, die so ähnlich ist wie die der Hamburgischen Bürgerschaft: die Seite des Vatikan (www.vatican.va). Wunderschön gemacht, sympathisch zu lesen. Man erfährt viel Spannendes. Aber die Website ist nur auf Sendung eingerichtet. Nirgends wird eine Rückmeldung der Gläubigen erwartet, denn bekanntlich ist der Papst unfehlbar und weiß sowieso alles. Die Website des Vatikans ist eine reine Sende-Veranstaltung an die Gläubigen.

Genauso behandelt die Hamburgische Bürgerschaft ihre Wähler: nicht als mündige Bürger, mit denen Inhalte diskutiert werden; sondern als Gläubige, die – am besten auf Knien – demütig bewundernd die herrliche Arbeit der Bürgerschaft ergriffen zur Kenntnis nehmen.
An der Selbstdarstellung der Hamburgischen Bürgerschaft sind 150 Jahre Demokratie-Entwicklung spurlos vorbeigegangen.

Sie berichtet nicht, was sie tut, sie legt schon gar nicht Rechenschaft ab – sie verkündigt.

Geheimpolitik wie im alten Venedig
Wirklich brisante politische Entscheidungen werden ohne den mündigen Bürger getroffen. Etwa werden Bebauungspläne durchgepeitscht, ohne dass ein betroffener Bürger offiziell informiert, geschweige denn über seine Meinung befragt wurde. Ja, manchmal liegen Pläne aus. Doch niemand kommt – und wenn doch, müssen die Verantwortlichen irritiert bisweilen in den Keller steigen und nach dem Plan suchen, der doch angeblich ausliegt.

Casanova berichtet in seinen Erinnerungen, dass er in Venedig zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, doch er erfuhr nicht einmal das Strafmaß, denn das war geheim. Er fand sich nur irgendwann im Stadtgefängnis, in den Bleikammern, wieder, aus dem er bekanntlich flüchtete. Aber er wusste nicht: Wie viele Jahre würde er in Haft sein? Das war geheim.

So wird Politik in Hamburg gemacht. Ganz im Geheimen. Wie im Venedig des 18.. Jahrhunderts.

Schein-Dialog für 4 Wochen
Einmal, ein einziges Mal, durften die Hamburger Bürger der Bürgerschaft was schreiben. Da richtete die TUTech Innovation GmbH im Auftrag der Bürgerschaft ein Diskussionsforum zum Hamburger Haushalt ein: vom 18. April 2006 bis zum 12. Mai 2006. Man kann das, was die Bürger dort schrieben, sogar im Internet nachlesen. Ob sich die Bürgerschaft das je ansah, ja ob die Anregungen irgendwelchen Niederschlag im Hamburger Haushalt fanden, das ist nicht ersichtlich.
Wir brauchen: Transparenz, Rechenschaft und Dialog

Es gibt keinen Bürgerdialog
Es gibt zwar in der Bürgerschaft eine Presseabteilung, aber die ist für Verkündigungen zuständig. Es gibt aber offenkundig keinen einzigen Beamten, der für einen echten Bürgerdialog zuständig ist.
Bürgerdialog heißt: den Bürger fragen, was er denkt und wünscht, die Antwort anhören, nachdenken, Schlussfolgerungen ziehen. Und die eigene Arbeit auch daran ausrichten.
Doch das findet nicht statt. Mitten in unserer Demokratie müssen wir feststellen: Wir Hamburger sind für unsere Bürgerschaft: Untertanen. Und die Bürgerschaftsmitglieder sind: Majestäten.
Sie nehmen unsere Steuern, immerhin 10 Milliarden Euro im Jahr, und sie geben sie wieder aus, aber sie legen keine Rechenschaft ab.

Demokratie verlangt Transparenz
Demokratie in Hamburg findet so statt: Alle vier Jahre machen die Parteien einen Wahlkampf, werden gewählt – und dann machen sie, was sie wollen. Viele Hamburger kritisieren, dass in Berlin der Regierende Bürgermeister Wowereit den Flughafen Tempelhof schließen will, obwohl die Mehrheit der Berliner dagegen ist. Doch wissen wir, wie viele Maßnahmen die Hamburgische Bürgerschaft beschließt, ohne dass die Bürger davon überhaupt erfahren?

Die erste Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist: Transparenz. Alle Bürger, die sich dafür interessieren, müssen in der Lage sein, sich zu einzelnen Fragen, was die Bürgerschaft tut, zu informieren. Ob Bildung, Wirtschaft, Kultur, Stadtplanung… DAS müsste im Internet stehen: In der Bürgerschaft stehen folgende Fragen zur Entscheidung an…

Stattdessen sülzt uns die Bürgerschaft mit Carlo von Tiedemann und mit einem rollenden Wahllokal zu. Reden wir Tacheles: Hier wird der mündige Bürger von den wirklich bedeutsamen Themen abgelenkt!
Demokratie verlangt Rechenschaft

Doch die Bürgerschaft müsste nicht nur ihre Projekte im Internet präsentieren, sie müsste auch dem mündigen Bürger einen echten Dialog ermöglichen. Bebauungsplan im Wohldorfer Wald? Aber da ist es doch selbstverständlich, dass die Bewohner und die, die dort gerne zur Erholung hingehen, ihre Meinung zur Planung sagen.

Und nicht nur haben sie ein Recht darauf, sich vor aller Augen mit ihrer Meinung zu Wort zu melden; vor allem haben sie ein Recht darauf, dass die Bürgerschaft antwortet. Substantiiert. Dass die Bürgerschaft die konkreten Wünsche, Vorschläge und Bedenken der engagierten Bürger ernst nimmt. Ja, einbezieht. Und da braucht man keine formalen Abstimmungen. Wenn die Bürgerschaft einen Plan zur öffentlichen Debatte stellt und wenn dann 80 % der Betroffenen Bedenken anmelden, dann sollten die Verantwortlichen sich die vorgetragenen Bedenken ruhig durchlesen und auf Schlüssigkeit prüfen. Und vielleicht den Plan ändern.
Demokratie verlangt Dialog

Es kann ja sein, dass manche, die Stellung nehmen, von übergroßer Lust am Streit getragen werden. Deshalb ist eine behutsame, kluge und kompetente Antwort auf Bürgervorbringen eine absolute Selbstverständlichkeit – oder sollte es zumindest sein.
Dieser Dialog ist das Minimalzeichen für Respekt der Bürgerschaft gegenüber dem Bürger. Genau daran mangelt es heute. Wir wollen nicht mit rollenden Wahllokalen und Carlo von Tiedemann ruhiggestellt werden. Wir Bürger wollen von der Bürgerschaft ernst genommen werden.

Das Internet-Bürger-Dialog-Portal der Bürgerschaft

Internet: der Marktplatz für den Bürger-Dialog
Das zentrale Medium, worin die Bürger mit der Bürgerschaft in Dialog treten können, ist das Internet. Erstens ist für jeden Bürger dieser Dialog einfach zu führen, und zweitens ist genau hier die Öffentlichkeit vorhanden, die den Dialog besonders wertvoll macht: hier findet der Dialog vor aller Augen statt. Wer sich für Gesundheitspolitik interessiert, kann hier nicht nur selbst in den Dialog eintreten, sondern auch sehen, was andere kluge Bürger für Beiträge leisteten, Vorschläge machten, Kritik formulierten.
Was heute auf der Website der Bürgerschaft steht, ist auf einer wirklich dialogorientierten Website bestenfalls als Einleitung geeignet. Den Hauptteil müssten die Dialogseiten mit den Bürgern einnehmen, gegliedert nach Themen.

Und da muss es ans Eingemachte gehen. An die großen Themen, die uns alle bewegen. Und an die Lösungsansätze der Bürgerschaft.

Forum und Zuschauer
Im Mittelpunkt steht das normale Internet-Forum, worin alle interessierten Bürger in Dialog treten mit den zuständigen Mitgliedern der Bürgerschaft und ihren Mitarbeitern.
Dieses Forum wird von vielen, die Beiträge schreiben, aktiv genutzt. Darüber hinaus ist es eine gute Fundstelle für Bürger, die ganz einfach konkret wissen wollen, was in bestimmten Punkten gefordert wird.
Umfragen, Stimmungsbilder

Natürlich soll hier nicht auf kaltem Wege eine plebiszitäre Demokratie eingeführt werden. Doch neben dem Forum ergibt sich die Möglichkeit, Stimmungsbilder zu sammeln. Wenn zum Beispiel fast alle, die zu einem bestimmten Projekt etwas äußern, einen ablehnenden Kommentar abgeben, dann ist die Bürgerschaft gehalten, sich selbstkritisch zu fragen, ob sie hier wirklich den Willen der Bürger umsetzt.
In Form von Auswertungen der Forums-Kommentare und -Dialoge ist es mit wenig Aufwand möglich, Stimmungsbilder der Bevölkerung zu bestimmten Fragen einzufangen und abzubilden.
Aktive Demokratie

So würden wir ein großes Stück nach vorne kommen in aktiver, gelebter Demokratie.
Es geht, wie gesagt, nicht um plebiszitäre Demokratie. Sondern darum, dass die Bürgerschaft aufgerufen ist, sich dem qualifizierten Dialog mit engagierten Bürgern nicht länger so kategorisch zu verweigern, wie sie das heute tut.

Wir brauchen endlich das Internet-Bürger-Dialog-Portal der Hamburgischen Bürgerschaft. Und nicht einen Quiz mit Carlo von Tiedemann oder ein rollendes Wahllokal.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Gerhard Klee
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Frage zum Thema Finanzen
01.02.2008
Von:
Ute

Sehr geehrter Herr Klee,

sicherlich können Sie mir etwas deutlicher erklären, weshalb die Stadt Hamburg so hoch verschuldet ist? Warum werden so wenig Leistungen für mich bzw. den Hamburger Bürger erbracht?

Mit freundlichen Grüßen


Ute-Petra
Antwort von Gerhard Klee
bisher keineEmpfehlungen
04.02.2008
Sehr verehrte Frau ,

die Gründe der Verschuldung der Stadt sind vielfältig.

Dabei spielt die undemokratische Kommunikation der Hamburgischen Bürgerschaft mit dem Bürger in in der Doppik- Bilanz des Hamburger Haushaltes seit 2006 eine entscheidene Rolle.

Ich fordere ein Internet-Bürger-Dialog-Portal für die Hamburgische Bürgerschaft, in welchem die Bürgerschaft Rede und Antwort steht über die fortgesetzte Staatsverschuldung der FHH.

Inhalt

Verkündigung ohne Dialog und Rechenschaft 2
Der Verkündigungsstil der Bürgerschaft 2
Geheimpolitik wie im alten Venedig 2
Schein-Dialog für 4 Wochen 2
Wir brauchen: Transparenz, Rechenschaft und Dialog 3
Es gibt keinen Bürgerdialog zur Verschuldung 3
Demokratie verlangt Transparenz der Verschuldungsrisiken 3
Demokratie verlangt Rechenschaft über die Schulden 3
Demokratie verlangt Dialog über Schuldenbegrenzung 3
Das Internet-Bürger-Dialog-Portal der Bürgerschaft 4
Internet: der Marktplatz für den Bürger-Dialog 4
Forum und Zuschauer 4
Umfragen, Stimmungsbilder 4
Aktive Demokratie 4
Verkündigung ohne Dialog und Rechenschaftsbericht

Der Verkündigungsstil der Bürgerschaft

Wer will, kann vieles von der Bürgerschaft lesen. Sie hat auch eine schöne Website (www.hamburgische-buergerschaft.de). Auf der Startseite erfährt der geneigte Leser etwas von einem rollenden Wahllokal und von einem Quiz mit Carlo von Tiedemann in Eimsbüttel. Auf den folgenden Seiten gibt es spannende Informationen darüber, wer die Abgeordneten sind, was die Hamburgische Bürgerschaft tut, wie der Bürgermeister gewählt wird, ja sogar Terminpläne des Parlaments sind angegeben. Es gibt sogar eine Rubrik "Politik zum Mitmachen", wo wir lernen können, was das heißt: "Bürgerinnen und Bürger gestalten Politik". Aber gestalten dürfen wir nicht..
Denn die Bürgerschaft sagt zwar immer und überall, wie sie arbeitet.
Aber: Sie sagt ums Verrecken nicht, was konkret sie tut. Ein Dialog mit dem Bürger über Inhalte der Politik findet nicht statt. Der Bürger darf mehr oder weniger ergriffen zusehen, wie die Bürgerschaft arbeitet – aber inhaltlich wird er nicht einbezogen. Mehr noch: Er wird ausgegrenzt.
Es gibt eine Website, die so ähnlich ist wie die der Hamburgischen Bürgerschaft: die Seite des Vatikan (www.vatican.va). Wunderschön gemacht, sympathisch zu lesen. Man erfährt viel Spannendes. Aber die Website ist nur auf Sendung eingerichtet. Nirgends wird eine Rückmeldung der Gläubigen erwartet, denn bekanntlich ist der Papst unfehlbar und weiß sowieso alles. Die Website des Vatikans ist eine reine Sende-Veranstaltung an die Gläubigen.
Genauso behandelt die Hamburgische Bürgerschaft ihre Wähler: nicht als mündige Bürger, mit denen Inhalte diskutiert werden; sondern als Gläubige, die – am besten auf Knien – demütig bewundernd die herrliche Arbeit der Bürgerschaft ergriffen zur Kenntnis nehmen.
An der Selbstdarstellung der Hamburgischen Bürgerschaft sind 150 Jahre Demokratie-Entwicklung spurlos vorbeigegangen.
Sie berichtet nicht, was sie tut, sie legt schon gar nicht Rechenschaft ab – sie verkündigt.

Geheimpolitik wie im alten Venedig

Wirklich brisante politische Entscheidungen werden ohne den mündigen Bürger getroffen. Etwa werden Bebauungspläne durchgepeitscht, ohne dass ein betroffener Bürger offiziell informiert, geschweige denn über seine Meinung befragt wurde. Ja, manchmal liegen Pläne aus. Doch niemand kommt – und wenn doch, müssen die Verantwortlichen irritiert bisweilen in den Keller steigen und nach dem Plan suchen, der doch angeblich ausliegt.
Casanova berichtet in seinen Erinnerungen, dass er in Venedig zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, doch er erfuhr nicht einmal das Strafmaß, denn das war geheim. Er fand sich nur irgendwann im Stadtgefängnis, in den Bleikammern, wieder, aus dem er bekanntlich flüchtete. Aber er wusste nicht: Wie viele Jahre würde er in Haft sein? Das war geheim.
So wird Politik in Hamburg gemacht. Ganz im Geheimen. Wie im Venedig des 18.. Jahrhunderts.

Schein-Dialog für 4 Wochen

Einmal, ein einziges Mal, durften die Hamburger Bürger der Bürgerschaft was schreiben. Da richtete die TUTech Innovation GmbH im Auftrag der Bürgerschaft ein Diskussionsforum zum Hamburger Haushalt ein: vom 18. April 2006 bis zum 12. Mai 2006. Man kann das, was die Bürger dort schrieben, sogar im Internet nachlesen. Ob sich die Bürgerschaft das je ansah, ja ob die Anregungen irgendwelchen Niederschlag im Hamburger Haushalt fanden, das ist nicht ersichtlich.

Wir brauchen: Transparenz, Rechenschaft und Dialog im Haushalt

Es gibt keinen Bürgerdialog

Es gibt zwar in der Bürgerschaft eine Presseabteilung, aber die ist für Verkündigungen zuständig. Es gibt aber offenkundig keinen einzigen Beamten, der für einen echten Bürgerdialog zuständig ist.
Bürgerdialog heißt: den Bürger fragen, was er denkt und wünscht, die Antwort anhören, nachdenken, Schlussfolgerungen ziehen. Und die eigene Arbeit auch daran ausrichten.
Doch das findet nicht statt. Mitten in unserer Demokratie müssen wir feststellen: Wir Hamburger sind für unsere Bürgerschaft: Untertanen. Und die Bürgerschaftsmitglieder sind: Majestäten.
Sie nehmen unsere Steuern, immerhin 10 Milliarden Euro im Jahr, und sie geben sie wieder aus, aber sie legen keine Rechenschaft ab.

Demokratie verlangt Transparenz der Zahlen der Verschuldung

Demokratie in Hamburg findet so statt: Alle vier Jahre machen die Parteien einen Wahlkampf, werden gewählt – und dann machen sie, was sie wollen. Viele Hamburger kritisieren, dass in Berlin der Regierende Bürgermeister Wowereit den Flughafen Tempelhof schließen will, obwohl die Mehrheit der Berliner dagegen ist. Doch wissen wir, wie viele Maßnahmen die Hamburgische Bürgerschaft beschließt, ohne dass die Bürger davon überhaupt erfahren?
Die erste Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist: Transparenz. Alle Bürger, die sich dafür interessieren, müssen in der Lage sein, sich zu einzelnen Fragen, was die Bürgerschaft tut, zu informieren. Ob Bildung, Wirtschaft, Kultur, Stadtplanung… DAS müsste im Internet stehen: In der Bürgerschaft stehen folgende Fragen zur Entscheidung an…
Stattdessen sülzt uns die Bürgerschaft mit Carlo von Tiedemann und mit einem rollenden Wahllokal zu. Reden wir Tacheles: Hier wird der mündige Bürger von den wirklich bedeutsamen Themen abgelenkt!

Demokratie verlangt Rechenschaft über Zahlen der Verschuldung

Doch die Bürgerschaft müsste nicht nur ihre Projekte im Internet präsentieren, sie müsste auch dem mündigen Bürger einen echten Dialog ermöglichen. Bebauungsplan im Wohldorfer Wald? Aber da ist es doch selbstverständlich, dass die Bewohner und die, die dort gerne zur Erholung hingehen, ihre Meinung zur Planung sagen.
Und nicht nur haben sie ein Recht darauf, sich vor aller Augen mit ihrer Meinung zu Wort zu melden; vor allem haben sie ein Recht darauf, dass die Bürgerschaft antwortet. Substantiiert. Dass die Bürgerschaft die konkreten Wünsche, Vorschläge und Bedenken der engagierten Bürger ernst nimmt. Ja, einbezieht. Und da braucht man keine formalen Abstimmungen. Wenn die Bürgerschaft einen Plan zur öffentlichen Debatte stellt und wenn dann 80 % der Betroffenen Bedenken anmelden, dann sollten die Verantwortlichen sich die vorgetragenen Bedenken ruhig durchlesen und auf Schlüssigkeit prüfen. Und vielleicht den Plan ändern.

Demokratie verlangt Dialog über den Grund der Schulden der Stadt

Es kann ja sein, dass manche, die Stellung nehmen, von übergroßer Lust am Streit getragen werden. Deshalb ist eine behutsame, kluge und kompetente Antwort auf Bürgervorbringen eine absolute Selbstverständlichkeit – oder sollte es zumindest sein.
Dieser Dialog ist das Minimalzeichen für Respekt der Bürgerschaft gegenüber dem Bürger. Genau daran mangelt es heute. Wir wollen nicht mit rollenden Wahllokalen und Carlo von Tiedemann ruhiggestellt werden. Wir Bürger wollen von der Bürgerschaft ernst genommen werden.

Das Internet-Bürger-Dialog-Portal der Bürgerschaft

Internet: der Marktplatz für den Bürger-Dialog

Das zentrale Medium, worin die Bürger mit der Bürgerschaft in Dialog treten können, ist das Internet. Erstens ist für jeden Bürger dieser Dialog einfach zu führen, und zweitens ist genau hier die Öffentlichkeit vorhanden, die den Dialog besonders wertvoll macht: hier findet der Dialog vor aller Augen statt. Wer sich für Gesundheitspolitik interessiert, kann hier nicht nur selbst in den Dialog eintreten, sondern auch sehen, was andere kluge Bürger für Beiträge leisteten, Vorschläge machten, Kritik formulierten.
Was heute auf der Website der Bürgerschaft steht, ist auf einer wirklich dialogorientierten Website bestenfalls als Einleitung geeignet. Den Hauptteil müssten die Dialogseiten mit den Bürgern einnehmen, gegliedert nach Themen.
Und da muss es ans Eingemachte gehen. An die großen Themen, die uns alle bewegen. Und an die Lösungsansätze der Bürgerschaft.

Forum und Zuschauer

Im Mittelpunkt steht das normale Internet-Forum, worin alle interessierten Bürger in Dialog treten mit den zuständigen Mitgliedern der Bürgerschaft und ihren Mitarbeitern.
Dieses Forum wird von vielen, die Beiträge schreiben, aktiv genutzt. Darüber hinaus ist es eine gute Fundstelle für Bürger, die ganz einfach konkret wissen wollen, was in bestimmten Punkten gefordert wird.

Umfragen, Stimmungsbilder

Natürlich soll hier nicht auf kaltem Wege eine plebiszitäre Demokratie eingeführt werden. Doch neben dem Forum ergibt sich die Möglichkeit, Stimmungsbilder zu sammeln. Wenn zum Beispiel fast alle, die zu einem bestimmten Projekt etwas äußern, einen ablehnenden Kommentar abgeben, dann ist die Bürgerschaft gehalten, sich selbstkritisch zu fragen, ob sie hier wirklich den Willen der Bürger umsetzt.
In Form von Auswertungen der Forums-Kommentare und -Dialoge ist es mit wenig Aufwand möglich, Stimmungsbilder der Bevölkerung zu bestimmten Fragen einzufangen und abzubilden.

Aktive Demokratie bedeutet aktive Kostenkontrolle

So würden wir ein großes Stück nach vorne kommen in aktiver, gelebter Demokratie.
Es geht, wie gesagt, nicht um plebiszitäre Demokratie. Sondern darum, dass die Bürgerschaft aufgerufen ist, sich dem qualifizierten Dialog mit engagierten Bürgern nicht länger so kategorisch zu verweigern, wie sie das heute tut.

Die Staatsverschuldung geht uns alle an.

Wir Bürger wollen gefragt sein.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr

Gerhard Klee
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