Gerda Hasselfeldt (CSU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Gerda Hasselfeldt
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Diplom Volkswirtin, Bundesministerin a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Fürstenfeldbruck
Landeslistenplatz
9, Bayern
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(...) Sie spiegeln in der Regel die Meinung des gehörten Verbandes oder sonstigen Personenkreises wieder und sind daher für den Gesetzgeber nicht bindend. Die Stellungnahme des Bundes Deutscher Finanzrichter ist nur einer von vielen Aspekten, die bei der Schaffung des Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetzes gehört, bewertet und beachtet wurden. In diesem speziellen Punkt - in dem sich der Bund Deutscher Finanzrichter im Übrigen zu einem verfassungsrechtlichen und nicht rein steuerrechtlichen Problem äußert - kam der Gesetzgeber zu einer anderen Ansicht und handelte entsprechend. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
01.06.2009
Von:

Sehr geehrte Fr. Hasselfeldt,

in der vergangenen Woche wurde die Automobilmarke "Opel" vor der Involvenz gerettet. Es sollen bis zu 4,5 Mrd Euro an Bürgschaften fließen, entstehen soll ein von sich aus wettbewerbsfähiger Automobilbauer, der von den Gewinnen staatliche Kredite zurückzahlt.

Am 30. April 2008 berichtete die Presse (siehe www.wdr.de ), daß General Motors zur Sanierung der seit Jahrzehnten nur sporadisch Gewinn erwirtschaftenden Marke Opel 9 Milliarden Euro investieren wolle:

Zitat:
"General Motors Europa will bis 2012 insgesamt neun Milliarden Euro in seine Automarke Opel investieren.
...
Ziel der Millionen-Investitionen ist, den Marktanteil von Opel in Deutschland wieder auf eine "deutlich zweistellige Größe" zu erhöhen, sagte Opel-Vertriebschef Thomas Owsianski in Rüsselsheim. Im ersten Quartal 2008 sank der Marktanteil im GM-Europageschäft mit der Hauptmarke Opel erneut ..."

Wie wir alle wissen, kam es nie zu den notwendigen Investitionen in Höhe von 9 Mrd Euro.

Für mich ist es schwierig nachzuvollziehen, wie ein Plan funktionieren soll, der in einem schwächeren Einkaufsverband (Einkaufsmacht von Magna ist ungleich geringer als die des GM Verbundes) und nach einem massiven Nachfrageeinbruch, der im April 2008 noch nicht abzusehen war, mit der Hälfte der Investitionen das gleiche Ziel erreichen soll?

Ist es nicht vielmehr fast sicher, daß Opel das Schicksal von BENQ-SIEMENS Mobiltelefonen teilt und nach 1-2 Jahren die Patente in Moskau, unser Steuergeld in Canada und die Werksruinen und Arbeitslosen trotzdem bei uns sein werden?

Wie begründen Sie die Zustimmung zum industriellen Plan für die Marke Opel?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Gerda Hasselfeldt
bisher keineEmpfehlungen
21.07.2009
Gerda Hasselfeldt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Zuschrift, in der Sie Ihre Bedenken zur Opel-Rettung auf der Website von Abgeordnetenwatch darlegen.

Zunächst möchte ich klarstellen, dass im Hinblick auf Opel keine Entscheidung des Bundestages getroffen wurde. Bei der Vorentscheidung für Magna handelt es sich um das Ergebnis von Verhandlungen der Bundesregierung. Wie Sie der Presseberichterstattung entnehmen konnten, wurde die Diskussion zum weiteren Vorgehen bei Opel durchaus intensiv geführt. Dabei ist es auch den hartnäckigen Nachfragen von Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg zu verdanken, dass auch auf die Gefahren dieser Lösung aufmerksam gemacht wurde. Nach Abwägung aller Argumente ist die Bundesregierung zu dem Schluss gekommen, dass die Folgen für Opel - und den Steuerzahler - weit schlimmer gewesen wären, wenn man Opel nicht aus dem GM-Konzern gelöst hätte.

Noch ist im Hinblick auf die Auswahl des Investors bei Opel keine endgültige Entscheidung gefallen. Es gibt neben Magna weitere Interessenten. Auch der Betrag von 4,5 Milliarden Euro ist Magna noch nicht fest zugesagt. Bei diesem Betrag handelt es sich nicht um die geplante Gesamtinvestition, sondern um den Betrag, den Magna nach eigenen Angaben benötigt, um den Einstieg bei Opel zu bewältigen. Es handelt sich also um den Finanzierungsbedarf, d.h. um den Anteil, für den Magna staatliche Garantien benötigen würde.

Im Moment arbeiten die Interessenten an ihren Businessplänen für Opel. Die Businesspläne werden dann eingehend durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft, damit dann der Investor ausgewählt werden kann, der Opel am besten dauerhaft fortführen kann.

Die CSU wird sich nachdrücklich dafür einsetzen, dass für Opel ein tragfähiges, zukunftsweisendes Konzept erstellt wird. Wichtig ist daher auch, dass der Investor selbst und mit eigenem Kapital Risiken des Unternehmens auf sich nimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Gerda Hasselfeldt, MdB
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Frage zum Thema Sicherheit
11.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Hasselfeldt,

mit allergrößter Bestürzung musste ich auf der Internetpräsenz der Augsburger Allgemeine feststellen, dass in Olching der Bau eines Schießstandes in einer Schule vorgenommen werden soll.

Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

Ich spiele zwar weder Computerspiele, Paintball und bin auch kein Waffenfanatiker, doch geht es mir nicht in den Sinn, dass Computerspiele verboten werden sollen, während eine Gemeinde eine öffentliche Schulen mit Schießständen bestückt.

Nicht nur gefährdet dass die Sicherheit der Schule und ihrer Umwelt, sondern es vermittelt Jugendlichen dass Gewalt, Waffen und nicht-virtuelles (reales) "Tötungssimulieren" zur allgemeinen Bildung gehört. Vielleicht möge das im 3. Reich so gewesen sein, doch für eine Gesellschaft die auf Toleranz und friedlichem Miteinander beruht, ist das eine Schande. Mir fehlen dazu die Worte.

Nun meine Fragen: Finden sie das persönlich in Ordnung? Werden sie etwas dagegen unternehmen? Wie kann es sein, dass sich der Gemeindebeirat, der auch zu Teilen aus Mitgliedern ihrer Partei besteht, gerade nach dem Tötungsmassakker in Winnenden für Schießstände an Schulen einsetzen?
Antwort von Gerda Hasselfeldt
2Empfehlungen
03.07.2009
Gerda Hasselfeldt
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage zum geplanten Schießstand in Olching.

Nach den mir vorliegenden Informationen ist der Schießstand nicht in oder an der Hauptschule geplant, sondern in einem abgetrennten Bereich einer Dreifachturnhalle. Wie bei einem Schützenheim soll nur den Mitgliedern des Schützenvereins der Zutritt erlaubt sein.

Derzeit werden für die Turnhalle erst die Planungen erstellt, es gibt noch keine endgültige Festlegung. Eine Entscheidung wird nach Abschluss der Planungen voraussichtlich im Herbst fallen.

Die Frage, wo der Schießstand gebaut werden soll, liegt in der Verantwortung der Kommunalpolitiker. Ich bin mir sicher, dass sie mit hoher Sensibilität ihre Entscheidung treffen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Gerda Hasselfeldt, MdB
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Frage zum Thema Internetsperren
20.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Hasselfeldt,

ich würde sehr gerne wissen, warum die Vertreter der Petition gegen das Gesetz für Internetsperren ihr Anliegen NICHT vor dem Deutschen Bundestag vortragen durften.

Die mehr als 134.000 Unterzeichner dieser Petition wurden damit überdeutlich vor den Kopf gestoßen. Immerhin wurden die dafür notwendigen 50.000 Mitzeichner nicht nur innerhalb von 3 Wochen, sondern sogar innerhalb von nur 3 Tagen gewonnen!

Ich bitte um eine erklärende Stellungnahme von Ihnen als stellvertretender Präsidentin des Deutschen Bundestages und warte mit Spannung auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Gerda Hasselfeldt
5Empfehlungen
03.07.2009
Gerda Hasselfeldt
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Zuschrift bei abgeordnetenwatch.de, in der Sie sich zum Verfahren bei der Petition zum Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie äußern.

Zu einer Anhörung von Vertretern der Petition konnte es vor der Verabschiedung des Gesetzes nicht kommen, da die öffentliche Anhörung des Wirtschaftsausschusses zu diesem Thema bereits vor Ablauf der Zeichnungsfrist der Petition stattfand. Wie Sie wissen ist das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen inzwischen vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Petitionsverfahren damit ebenfalls abgeschlossen ist.

Der Petitionsausschuss befasst sich auch mit bereits verabschiedeten Gesetzen. Er wird die Petition "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" eingehend prüfen und gegebenenfalls Verbesserungen vorschlagen. Eine weitere Behandlung der Petition in der nächsten Wahlperiode umfasst auch eine öffentliche Beratung. Dabei kann eine erste Einschätzung über die Wirkung des Gesetzes vorgenommen werden und Veränderungen angeregt werden, die dann in die abschließende Empfehlung des Ausschusses einfließen könnten. Eine öffentliche Beratung wird voraussichtlich frühestens im Herbst stattfinden.

Mit freundlichen Grüßen

Gerda Hasselfeldt, MdB
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
23.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Hasselfeldt,

da ich schon längere Zeit keine Berichte mehr zum Ausbau der A-Linie in der Presse lese bitte ich SIe mir folgende Fragen zu beantworten:
Ist der Ausbau der Linie zur S-Bahn gesichert?
Wann wird der Ausbau vorgenommen?

Mit freundlichen Grüßen

K.
Antwort von Gerda Hasselfeldt
1Empfehlung
22.07.2009
Gerda Hasselfeldt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 23. Juni 2009 zum Sachstand beim Ausbau der Linie A Dachau-Altomünster.

Die Deutsche Bahn AG hat im Dezember 2008 für das Vorhaben beim Eisenbahnbundesamt ein Planfeststellungsverfahren beantragt. Darin wird das Ziel formuliert, den Streckenausbau zwischen Dachau und Altomünster bis Ende 2012 zu realisieren und ab dem Jahresfahrplan 2013 (gültig ab Dezember 2012) den 30-Minuten-Takt aufnehmen zu können. Die Auslegung der Unterlagen und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wird für den Spätsommer dieses Jahres erwartet.

Der Fortgang und die Dauer des Planfeststellungsverfahrens - und damit die Frage, ob die Aufnahme des Fahrbetriebs ab 2013 tatsächlich realisiert werden kann - hängt nun auch davon ab, ob noch bislang unvorhergesehene Umplanungen vorgenommen werden müssen. So wurde kürzlich etwa vom Marktgemeinderat Indersdorf beschlossen, dass an der zunächst vereinbarten Verkehrsplanung für den Bereich der Gemeinde noch Änderungen vorgenommen werden sollen, um den Bahnübergang Arnbacher Straße doch zu erhalten. Sollten weitere gravierende Umplanungen erforderlich werden, müsste die Inbetriebnahme der Linie A um ein volles Kalenderjahr verschoben werden, da viele der notwendigen Baumaßnahmen wie etwa der Bau neuer Bahnsteige ausschließlich in den Sommerferien bei 6-wöchiger Totalsperrung und Schienenersatzverkehr mit Bussen erfolgen können.

Mit freundlichen Grüßen

Gerda Hasselfeldt, MdB
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Frage zum Thema Senioren
01.07.2009
Von:
W.

Heute tritt eine Rentenerhöhung in Kraft: Im Westen steigen die Renten um 2,41%, im Osten um 3,38%. Dadurch steigt die Durchschnittsrente in Westdeutschland bei Männern auf 990 €, bei Frauen auf 479 €. Im Osten bekommen die Männer in Zukunft durchschnittlich 1078 € Rente, Frauen 691 €. Wie erklären Sie das? Die Lebenshaltung (Mieten!) ist im Westen höher, in vielen Tarifbereichen macht sich das durch niedrigere Einkommen im Osten bemerkbar, was stufenweise in den Tarifverhandlungen abgebaut wird. Wann erfolgt die Rentenangleichung Ost <=> West ? (Gleiches Recht für alle). Da läuft doch etwas schief ...
MfG
Antwort von Gerda Hasselfeldt
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21.08.2009
Gerda Hasselfeldt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht bei abgeordnetenwatch.de, in der Sie Fragen zur unterschiedlichen Höhe der Renten in den alten und den neuen Bundesländern stellen. Die späte Beantwortung bitte ich zu entschuldigen. Sie hängt mit der derzeitigen Arbeitsbelastung zusammen.

Seit dem 1. Januar 1992 werden die Renten in Ost und West nach den gleichen Grundsätzen berechnet und der jeweiligen Lohnentwicklung angepasst. Das heißt, wenn die Einkommen der Beschäftigten im Osten stärker steigen als die der Beschäftigten im Westen, steigen auch die Renten im Osten stärker als im Westen. Folglich gleichen sich in dem Maße, in dem sich die Einkommen angleichen, auch die Renten an.

Dennoch gibt es im Hinblick auf die Renten sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern Unzufriedenheit: Die Rentenwerte in den neuen Bundesländern betragen nur rund 88 Prozent der Rentenwerte in den alten Bundesländern. Der Rentenwert ist der Betrag, der einer monatlichen Rente aus Beiträgen eines Durchschnittsverdieners für ein Jahr entspricht. Dieser Wert wird jedes Jahr zum 1. Juli von der Bundesregierung festgelegt. Der aktuelle Rentenwert beträgt in den alten Bundesländern derzeit 27,20 Euro, in den neuen Bundesländern 24,13 Euro. In den alten Bundesländern werden hingegen die höheren Durchschnittsrenten in den neuen Ländern negativ betrachtet.

Ich Ihnen Recht, dass die Durchschnittsrente – also der Durchschnittswert aller Renten in der jeweiligen Region – in den neuen Bundesländern über der in den alten Bundesländern liegt. Das liegt hauptsächlich an den unterschiedlichen Erwerbsbiographien in Ost und West. An einem Beispiel lässt sich dies gut verdeutlichen: Während Frauen in den neuen Bundesländern beim Renteneintritt fast 38 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten vorweisen können, sind es in den alten Bundesländern um Durchschnitt lediglich 26 Jahre.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass die noch bestehenden Unterschiede bei der Rente in Ost und West beseitigt werden müssen. Deshalb hat die Union sich in ihrem Regierungsprogramm auch explizit für ein einheitliches Rentensystem in Ost- und Westdeutschland ausgesprochen. Dies wird eines unserer zentralen Anliegen in der nächsten Wahlperiode sein.

Mit freundlichen Grüßen

Gerda Hasselfeldt, MdB
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