Gabriele Lösekrug-Möller (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Gabriele Lösekrug-Möller
© spdfraktion.de
Geburtstag
20.04.1951
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialpädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hameln
Wahlkreis
Hameln-Pyrmont - Holzminden
Ergebnis
39,6%
Landeslistenplatz
6, Niedersachsen
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(...) Sie haben recht, dass wir das ZugErschwG kritisch sehen und an seiner Wirksamkeit zweifeln. Deshalb hat sich die SPD Bundestagsfraktion für die neue Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" des Deutschen Bundestages stark gemacht, die wir vor zwei Wochen eingesetzt haben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
22.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Lösekrug-Möller,

da ich Ende April 2011 arbeitslos wurde, habe ich eine 2,5monatige Schulung mit Prüfung vor der IHK, Hannover erfolgreich absolviert (das war auch meine Bitte und mein Wille) und bin nun endlich Sicherheitsmitarbeiter nach §34a GeWo. In unmittelbarer Nähe ist, trotz offizieller Stellenausschreibungen, keine Stelle für mich in SIcht.
Ein Arbeitgeber hatt mir eine unbefristete Stelle für ein Objekt in Staufenberg (zwischen Hann Münden und Kassel) angeboten, die ich selbstverständlich gern angenommen habe. Mir ist es egal in welcher Stadt ich arbeite. Und da ich auch noch Bekannte dort in der Nähe habe, kann ich erstmal bei ihnen in der WG wohnen.
Ich habe nun beim Arbeitsamt Zuschüsse beantragt um über die Runden zu kommen. Da es nicht möglich ist diese Stelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Arbeitszeiten zu erreichen, Zuschüsse für den "zweiten Wohnsitz", solange ich meine Wohnung noch in Hannover habe (Kündigungsfrist von 3 Monaten) und die Fahrtkosten für den ersten Antritt der Stelle.
Nun sagte man mir, daß ich mir ja auch in unmittelbarer Nähe eine Stelle hätte suchen können und mir von vornherein keine Hoffnung macht.
Ich bekomme noch einen Monat lang meine 669€ Arbeitslosengeld und das war es dann.
Aus Scham habe ich in der Zeit der Arbeitslosigkeit nicht einmal Zuschüsse für meine Wohnung beantragt und habe ein paar Stunden im Monat in einer Kneipe arbeiten können, um überhaupt überleben zu können.
Gibt es denn wirklich keine Möglichkeiten, daß der Staat mir eine kleine "Starthilfe" geben kann?
Ich will ja keine Unsummen- und schon gar nicht geschenkt. Aber ich brauche dringend ein kleines, billiges Auto um meine Stelle antreten zu können.

Meine Mutter kam auf die Idee Ihnen eine Mail zu schreiben, da sie sehr beeindruckt war nach einem Gespräch mit Ihnen. Jetzt bin ich die Verzweifelte...
Ich danke Ihnen im Voraus und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Standard-Antwort von Gabriele Lösekrug-Möller
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28.09.2011
Gabriele Lösekrug-Möller
Sehr geehrte Frau ,

ich danke für Ihre Mail.
Aufgrund Ihres privaten Anliegens setze ich mich gerne mit Ihnen persönlich zusammen, um Ihr Problem zu erörtern. Ich finde, dass Abgeordnetenwatch dafür nicht die geeignete Plattform ist. Bitte nehmen Sie direkt zu mir Kontakt auf und übersenden Sie mir auch die Vorgangsdaten bei der Bundesagentur für Arbeit Ihres Falles.

MfG

Gabriele Lösekrug-Möller
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Frage zum Thema Soziales
24.11.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Lösekrug- Möller,

Angemessene Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach § 22 c SGB II zur Datenerhebung-, auswertung und Überprüfung

Durch diverse sozialgerichtliche Entscheidungen sind Kommunen, Städte und Landkreise bzw.
Regionen angehalten, zur Ermittlung angemessener Mietobergrenzen jeweils den konkreten örtlichen Gegebenheiten auf dem Wohnungsmarkt zu ermitteln und zu berücksichtigen.
Sofern keine entsprechenden Mietspiegel bzw. Mietdatenbanken vorliegen, sind eigene grundsicherungsrelevante - Mietspiegel oder Tabellen zu erstellen.
Nunmehr beinhaltet aber der § 22 c ( 1) der Gesetzgebung vom 27.02.2011, dass hilfsweise
auch monatliche Höchstbeträge nach § 12 Absatz 1 des Wohngeldgesetzes berücksichtigt werden können. Ein schlüssiges nachweisbares Konzept zu den Kosten der Unterkunft kann somit langfristig erneut unterwandert werden.
Fragen: Wurde für die dargestellte hilfsweise Anwendung nach dem Wohngeldgesetz eine Befristung zur Möglichkeit einer Datenerhebung für diese gesetzliche Grundlage nach
§ 22 c ( 1) eingeräumt? Hilfsweise stellt lediglich ein Zeitwert dar, oder?
Der gesamte Landkreis Hameln- Pyrmont verfügt nicht über einen qualifizierten Mietspiegel oder belegbare Datenbanken/ Tabellen. Woher bezieht der Landkreis Hameln- Pyrmont die "Angemmesenheit für die Kosten der Unterkunft" ohne ein nachweisbares schlüssiges Konzept?
Seit Einführung Hartz IV 2005 sind die Angemessenheitsgrenzen der Unterkunftskosten konstant geblieben, trotz gestiegener Geamtkosten. Wie erklären sie sich das?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Gabriele Lösekrug-Möller
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30.11.2011
Gabriele Lösekrug-Möller
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich ohne lokale Rücksprache Ihnen leider noch nicht beantworten kann.

Gerne informiere ich mich im zuständigen Landkreis über die übliche Praxis und informiere Sie im Anschluss gerne.

MfG

Gabriele Lösekrug-Möller
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Frage zum Thema Soziales
02.12.2011
Von:

Kommunalisierung und Pauschalierung von Kosten der Unterkunft nach SGB
II

Sehr geehrte Abgeordnete,
ich habe folgende Fragen zur Pauschalierung der KdU in Hameln

1 Wie viele Menschen im Landkreis Hameln-Pyrmont benötigen
Hilfen/Zuschüsse für Miete und Heizung? (aufgeschlüsselt nach KdU SGB
II, SGB XII, Wohngeld)?

2 Wie hoch sind die Kosten, die Hameln für Unterkunft und Heizung
aufwendet?

3 Welche Mietkosten gelten im Bereich SGB II derzeit als angemessen?
(aufgeschlüsselt nach Haushaltsgröße)

4 Ist geplant, die Kosten der Unterkunft zu pauschalieren?

5 Ist geplant, die Heizkosten zu pauschalieren?

6 Gibt es in Hameln eine Mietdatenbank?

7 Wie viel freien Wohnraum gibt es in Hameln? (nach Stadtteilen
aufgegliedert, wenn möglich)

8 Wie viele Sozialwohnungen gibt es? (nach Stadtteilen aufgegliedert,
wenn möglich)

9 Wie lange sind die durchschnittlichen Wartezeiten auf öffentlich
geförderten Wohnraum über die Wohnungsvermittlungsstelle (aufgegliedert
nach Haushaltsgröße

10 Werden diese Wohnungen modernisiert und energiesparend umgerüstet?

11 Der Bau von wie vielen Sozialwohnungen ist derzeit geplant? Wer baut
sie?

12 Ist geplant, kommunale Wohnungen an private Träger zu verkaufen?

15 Wie kommt die Reduzierung der Mietstufen im Landkreis Hameln
zustande?

16 Auf welche Daten wurde seitens der Stadt/des Landkreises
zurückgegriffen?

17 Kamen die Daten vom JobCenter aus den Daten der
Vermieterbescheinigungen?

18 Was tut/plant die SPD im Landkreis Hameln/Pyrmont konkret gegen
eine Verschlechterung der Mietsituation für ALGII- und Grusi-Empfänger?

19 Wurden seitens der SPD in den Kommunalparlamenten schon Anfragen
bezüglich dieser Daten zur Wohnsituation gestellt und wie sehen die
Ergebnisse aus?

Über eine Beantwortung meiner Fragen würde ich mich freuen, hoffentlich
waren es nicht soviele

MfG

(Hameln/Roter Berg)
Antwort von Gabriele Lösekrug-Möller
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02.12.2011
Gabriele Lösekrug-Möller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfragen, die ich Ihnen ohne lokale Rücksprache im Landkreis leider nicht beantworten kann.

Ich informiere mich bei den zuständigen Behörden über die übliche Praxis, denn Ihre Fragen haben nichts mit meiner Mandatstätigkeit im Bundestag zu tun, und informiere Sie gerne im Anschluss.

MfG

Gabriele Lösekrug-Möller
Ergänzung vom 13.12.2011
Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner ersten Antwort kündigte ich Ihnen an, mir Antwort auf Ihre detaillierten Fragen bei den zuständigen Stellen im Landkreis zu besorgen.
Diese Antworten möchte ich Ihnen heute gerne übersenden.

MfG

Gabriele Lösekrug-Möller
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Frage zum Thema Finanzen
29.03.2012
Von:

hallo Frau Lösekrug-Möller,

meine Frage:

was um" Himmels Willen" treibt Sie um,diesem ESM Vertrag zuzustimmen...der die Selbstbestimmung unserer Körperschaften untergräbt.Denn " ohne MOOS-----Nichts los ".

Und gerade von der SPD hätte ich dieses "Verkaufen" der eigenen Bevölkerung nicht für möglich gehalten.

2.Frage:

Haben Sie sich diesen Vertrag,dem Sie zustimmen wollen,wirklich schon einmal durchgelesen und sich die Konsequenzen für Ihre Kinder und Enkelkinder durchdacht

Die sind zwar mehr für Arbeit und Soziales zuständig..aber,wenn Sie diesem Gesetz zustimmen und dann auch den 2 weiteren Änderungen,kann man auch" Arbeit-und Soziales" ad Absurdum führen.....".also unnötig"
Lesen und durchdenken Sie bitte diese Gesetzesvorlage in seinen Konsequenzen .

.Für mich ist dieser ESM ein einziger Albtraum!!!

Ich habe mein Leben lang SPD gewählt.........aber was diese Partei in den letzten Jahren an Solidarität für Ihre Stammwähler liefert,ist zum "weinen".

Mit dieser Politik treiben Sie "noch mitdenkende" Menschen aus der SPD,die ja wohl zur Zeit nur noch Steigbügelhalter der Frau Merkel ist.So jedenfalls kommt es bei mir an.

Ich kann nur hoffen,daß Sie und damit auch die SPD wieder den Weg zu dem Auftrag,den ihr die Wähler gegeben haben,zurückfindet.

H.
Antwort von Gabriele Lösekrug-Möller
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11.04.2012
Gabriele Lösekrug-Möller
Sehr geehrte Frau ,

auf dem Dezember-Gipfel des vergangenen Jahres haben die europäischen Staats- und Regierungschefs beschlossen, den dauerhaften Rettungsschirm, den so genannten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), auf Juli 2012 vorzuziehen. Damit haben sie endlich eine zentrale Forderung der SPD aufgegriffen. Wir brauchen den ESM so schnell wie möglich.

Insbesondere die deutsche Bundesregierung hat jedoch auf europäischer Ebene immer wieder blockiert, gezögert und die Krise damit nicht einzudämmen vermocht. Die Vorschläge von Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy zielen einseitig auf Kürzungen in den öffentlichen Haushalten ab und stellen keine nachhaltige Lösung der Krise dar. Auch Länder mit eigentlich soliden Haushalten sind in der Vergangenheit von den Märkten abgestraft worden. Einseitige Ausgabenkürzungen führen nicht zu wirtschaftlicher Erholung und verschärfen zusätzlich die soziale Schieflage in vielen Ländern.

Die Rettungsschirme sind Ausdruck der innereuropäischen Solidarität. Diese Solidarität ist selbstredend keine Einbahnstraße. Die betroffenen Staaten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und Schulden abbauen. Klare und strikte Bedingungen für Hilfsmaßnahmen, die Haushalte zu konsolidieren, sind unerlässlich. Aber ebenso wichtig ist es, Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Die notwendige Konsolidierung kann ohne wirtschaftliche Belebung nicht gelingen.Vor allem muss aber der Finanzsektor reguliert und an den Kosten der Krise beteiligt werden. Wir lehnen es ab, in erster Linie die Steuerzahler und nicht die Krisenverursacher die Zeche zahlen zu lassen. Deshalb fordern wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit geraumer Zeit die Einführung einer Steuer auf Spekulationen (Finanztransaktionssteuer).

Der ESM kann harte Auflagen und Bedingungen für die betroffenen Länder vereinbaren, aber auch Wachstum befördern. Der ESM kann notleidenden Staaten Darlehen gewähren oder deren Staatsanleihen aufkaufen. Hierfür stehen dem Rettungsschirm Garantien und Eigenkapital zur Verfügung. Der ESM ist eine europäische Finanzinstitution, die auf einem völkerrechtlichen Vertrag beruht, der im Bundestag ratifiziert werden muss. Die parlamentarischen Beratungen beginnen zurzeit und die SPD-Bundestagsfraktion wird sich konstruktiv an ihnen beteiligen.

Aus Sicht der SPD soll der ESM zu einem schlagkräftigen Krisenreaktionsmechanismus ausgebaut werden, um die Währungsunion dauerhaft zu stabilisieren. Eine gemeinschaftliche Lösung in Form eines "Europäischen Währungsfonds" ist unser Ziel. Nicht alleine die Staats- und Regierungschefs sollen über Hilfsmaßnahmen und Anpassungsprogramme entscheiden. Die Gemeinschaftsinstitutionen, insbesondere das Europäische Parlament, aber auch die nationalen Parlamente sind zu stärken, um die demokratische Legitimation zu sichern.

Auch wenn diese Lösung nicht innerhalb weniger Wochen umsetzbar ist, ist dieser Weg ein nachhaltiger Beitrag zur Krisenbewältigung und eine europäische Antwort. Und insbesondere um die derzeitigen Probleme zu meistern, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa. Nur mit einer starken Europäischen Union wird Deutschland in einer immer stärker globalisierten Welt auch in Zukunft wirtschaftlich und politisch eine Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Lösekrug-Möller
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