Gabriele Frechen (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Gabriele Frechen
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Steuerberaterin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erftkreis I
Landeslistenplatz
39, Nordrhein-Westfalen
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(...) Die CDU- Ministerin steht im Rampenlicht und die SPD macht die gute Arbeit. Alles, was bei Familie passiert ist SPD- Politik. Dass die CDU/CSU mitmacht ist gut, aber nicht auf ihrem Mist gewachsen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
30.05.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Frechen, liebe Genossin,

dem Quartalsbericht einer großen Deutschen Bank musste ich entnehmen, dass diese Bank im berechneten Zeitraum trotz schwerer Bankenkrise einen Gewinn von 1,2 Mrd Euro verbuchen konnte.
Nun ist es nicht so, als würde ich den Deutschen Banken keinen finanzielen Erfolg gönnen, jedoch musste ich bei weiteren Nachforschungen feststellen, dass dieser Gewinn jener Bank einzig und allein Erträgen aus Staatsanleihen zu verdanken ist, welche die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Neuverschuldung, verursacht durch die globale Finanzkrise ausgegeben hat.
Der Gewinn verursacht durch diese Staatsanleihen betrug nach meinen Informationen alleine für den berechneten Zeitraum 1,3 Mrd Euro.
In meinen Augen ist das pervers. Ich gehe davon aus, dass weitere Banken von den Staatsanleihen profitieren werden, unter anderem auch gerade viele von diesen Banken, welche unter den Verursachern der Globalen Finanzkriese zu finden sind.
Daher Frage ich sie, war es vom Staat beabsichtigt, dass Banken sich an der Neuverschuldung, verursacht durch ihr kriminelles Geschäftsgebahren erneut bereichern können?
Sollten diese Gewinne nicht sonderversteuert werden und einzig allein dem Volke oder notleidenden Mittelständlern zu Gute kommen?
Antwort von Gabriele Frechen
8Empfehlungen
05.06.2009
Gabriele Frechen
Lieber ,

ich danke Dir für Deine Frage, die ich gern beantworte.

Es stimmt, dass ein großer Teil des Gewinns der Deutschen Bank AG im vergangenen Jahr auf Erträge aus Staatsanleihen zurückzuführen ist. Und es stimmt ebenso, dass der Staat aufgrund der Finanzkrise mehr Staatsanleihen ausgeben musste, wovon auch die Deutsche Bank profitiert hat.

Staatsanleihen werden vom Staat emittiert und an der Börse gehandelt. Wenn ein Anleger Staatsanleihen zeichnet, fallen seitens der Bank Gebühren und Provisionen an. Somit profitiert auch die Bank von der Transaktion. Dabei handelt es sich um einen normalen Marktprozess, in dem die Bank für eine Dienstleistung bezahlt wird. Das ist beim Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren nicht anders.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank nicht die einzige Bank, die an Staatsanleihen verdient. Jeder Anlegerin und jedem Anleger steht frei, bei welcher Bank er Staatsanleihen zeichnet. Daher halte ich es nicht für geboten, den Gewinn der Deutschen Bank in besonderer Weise zu besteuern.

Deine grundsätzliche Kritik an dem Geschäftsgebaren der Banken teile ich dagegen durchaus. Auch mich ärgert es, dass einzelne Verursacher der Krise momentan von der angespannten Finanzsituation des Staates profitieren. Es ist aber leider so, dass der Staat sich Geld am Markt beschaffen muss. Und dazu bedarf es der Banken als Makler. Würde er stattdessen Geld drucken, wie es einige Staaten ja tun, würde er zwangsläufig eine Inflation bewirken. Darunter würden die Bürgerinnen und Bürger zu leiden haben, da ihr Geld immer weniger wert würde.

Was mich jedoch am meisten ärgert sind Aussagen einzelner Bankmanager, wonach auch weiterhin Renditen von bis zu 25% erreichbar seien. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass einige der Verantwortlichen aus der Krise nichts gelernt haben. Die Banken sollten sich zukünftig wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, nämlich die Verzinsung von Spareinlagen und das Verleihen von realem Geld an reale Kunden. Damit erzielt man keine Traumrenditen. Aber man produziert eben auch keine Bankenkrisen.

Ich hoffe, dass ich Deine Frage beantworten konnte. Für Rückfragen stehe ich Dir jederzeit zur Verfügung.

Herzliche Grüße,

Deine
Gabi Frechen MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Frechen !

Heute Morgen hörte ich im Radio, das ein Genosse der SPD, der ich auch mal angehörte,vom Wahlzwang gesprochen hat !
Langsam muß ich mich fragen, was haben Wir eine Demokratie oder eine Diktatur. Alles wird verboten oder man wird zu etwas per Gesetz dazu gezwungen ! Was wird dem mündigen Bürger denn noch aufs Auge gedrückt ? Wir sind doch eh schon gläsern und das man uns nicht aufs Brot schaut, ist ja schon eine Errungenschaft !
Wie stehen Sie dazu Frau Frechen ?

mit freundlichen Grüßen
und einem herzlichen Glückauf

Antwort von Gabriele Frechen
5Empfehlungen
17.06.2009
Gabriele Frechen
Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre Frage, die ich gern beantworte.

Ich sage Ihnen ganz klar: Von einem Wahlzwang halte ich nichts. Die Abgabe einer Stimme bei einer Wahl ist ein Grundrecht. Und zwar eines, das man besonders mit Blick auf die deutsche Geschichte gar nicht hoch genug einschätzen kann. Zwang führt niemals zu Akzeptanz oder gar Begeisterung, sondern zu noch stärkerer Ablehnung.

Die Frage ist für mich, warum einige Bürgerinnen und Bürger auf ihr Grundrecht verzichten. Durch meine tägliche Arbeit stelle ich eines fest: viele Bürgerinnen und Bürger treten mit Skepsis und Vorbehalten an uns Politikerinnen und Politiker heran. Wenn ich jedoch auf sie eingehe und das Gespräch mit ihnen suche, sind diese Vorbehalte meist sehr schnell verschwunden. Daher setze ich nicht auf Zwang, sondern auf Dialog:

Ich veranstalte regelmäßig Bürgersprechstunden in meinem Wahlkreisbüro. Ich bin auf Volksfesten, an Infoständen, bei Vereinsfeiern – nicht etwa weil ich gern feiere, sondern weil die Menschen dort eher bereit sind mit mir ins Gespräch zu kommen. In Berlin empfange ich viele Schulklassen und andere Besuchergruppen, denen ich von meiner Arbeit erzähle – denen ich aber auch zuhöre. Ich bin seit 2002 Mitglied im Petitionsausschuss, dem "Kummerkasten der Nation". Und ich stehe allen Bürgerinnen und Bürgern jederzeit Frage und Antwort, auch hier bei Abgeordnetenwatch.de.

Zwang und Sanktionen führen nur zu Verdruss und Ablehnung. Ich halte es für meine Aufgabe, das Gespräch mit den Menschen zu suchen und so durch Aufklärung Vertrauen in meine Arbeit und die Arbeit des gesamten Parlaments zurückzugewinnen. Und wenn die Bürgerinnen und Bürger wieder Vertrauen in die Politik haben, gehen sie auch wählen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen meinen Standpunkt deutlich machen konnte. Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung!

Herzliche Grüße aus Berlin,

Gabi Frechen, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.06.2009
Von:
de

Sehr geehrte Frau Frechen,

Tschechische Zeitungen spekulieren darüber, ob die schockierende Enthüllung über mit tödlichen Vogelgrippe-Viren verseuchte Impfstoffe, welche vom amerikanischen Konzern Baxter an 18 Länder verschickt wurden, Teil eines Plans gewesen ist um eine Pandemie auszulösen. Die Vorwürfe sind ernstzunehmend, da es laut den gängigen Laborvorschriften für die Hersteller von Impfstoffen praktisch unmöglich ist, einen biologischen Kampfstoff zufällig in Impfmaterial zu mischen.

Warum wird das in der Deutschen Politik nicht diskutiert ?
Antwort von Gabriele Frechen
3Empfehlungen
17.06.2009
Gabriele Frechen
Sehr geehrter Herr de ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Sie schreiben in Ihrer Frage, dass es sich bei den Meldungen tschechischer Zeitungen um Spekulationen handelt. Sie werden sicher verstehen, dass ich auf der Grundlage von Spekulationen keine Diskussionen zu führen bereit bin. Sollten Fakten oder ernstzunehmende Hinweise für die von Ihnen genannten Vorwürfe vorliegen, beziehe ich gern Stellung dazu.

Ich verweise Sie auf die Homepage des Robert-Koch-Instituts ( www.rki.de ) sowie des Bundesgesundheitsministeriums ( www.bmg.bund.de ), die alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen und Ihre Frage sicherlich ganz gezielt beantworten können.

Mit freundlichem Gruß


Gabi Frechen MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
18.06.2009
Von:
de

Sehr geehrte Frau Frechen,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Es geht mir nicht darum ob es Einen Plan gab den Erreger zu Verbreiten,
es geht mir darum, warum in Deutschland nichts von Diesem Vorfall in den Zeitungen steht.
Das ein Erreger der Vogelgrippe im Impfstoff war, ist längst Bewiesen. Nachzulesen auch in der kanadischen Zeitung www.torontosun.com
Und warum dieses Thema nicht in der deutschen Politik diskutiert wird.
Ich verstehe nicht was das Robertkochinstitut damit zutun hat.
Antwort von Gabriele Frechen
2Empfehlungen
22.06.2009
Gabriele Frechen
Sehr geehrter Herr de ,

Es tut mir leid, offensichtlich habe ich Sie wirklich falsch verstanden. Wenn Sie auf die Seite des RKI oder des PEI gehen, werden Sie erkennen, dass diese Institute für Epidemien, Pandemien, Seuchen und ähnliches zuständig sind. Deshalb mein Verweis darauf. Ich selbst kenne das von Ihnen angesprochene Problem nicht und habe deshalb meine Kolleginnnen und Kollegen von Gesundheit darauf angesprochen, nachdem ich den übersandten Artikel gelesen habe. Im Internet habe ich nur wenige Informationen gefunden, die ich natürlich auch nicht selbst verifizieren kann.
Sobald ich Informationen aus dem Gesundheitsministerium habe, melde mich bei Ihnen wieder. Sie dürfen mich auch gerne unter meiner eMail- Adresse gabriele.frechen@bundestag.de direkt kontaktieren.

Herzliche Grüße aus Berlin
Ihre
Gabi Frechen
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Frage zum Thema Erhöhung der Mehrwertsteuer
22.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Frechen,

wird eine SPD geführte Bundesregierung nach der Bundestagswahl die Mehrwertsteuer erhöhen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Gabriele Frechen
4Empfehlungen
25.06.2009
Gabriele Frechen
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworten werde.

Mit unserem Wahlprogramm haben wir Steuererhöhungen für Gutverdiener und die Einführung einer Börsenumsatzsteuer beschlossen. Darüber hinaus machen die SPD, der Finanzminister Peer Steinbrück und auch ich persönlich keinen Hehl aus unserer Überzeugung, dass Steuersenkungen nicht machbar sind. Versprechungen in diese Richtung sind für mich - freundlich ausgedrückt - Wahlkampfgetöse. Haushaltskonsolidierung, Bekämpfung von Steuerhinterziehung und steigende Steuereinnahmen durch das Wiedererstarken der Konjunktur sind unser Weg, den Schuldenabbau dort fortzusetzen, wo wir durch die Finanzkrise damit aufgehören mussten. Aus Wissenschaft und Wirtschaft kommen immer mal wieder Stimmen zur Mehrwertsteuererhöhung. Von uns ist eine Mehrwertsteuererhöhung nicht geplant.

Herzliche Grüße nach Frechen
Ihre
Gabi Frechen
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Ihre Frage an Gabriele Frechen
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