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Sehr geehrte Frau Gurr-Hirsch!
Auf die bislang eine an Ihre Adresse gestellte Frage antworten Sie mit einer Standardantwort, die mit keinem Wort auf den in der Frage aufgeworfenen Sachverhalt eingeht, Zitat:
"Frau Gurr-Hirsch möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern ihres Wahlkreises direkt, transparent und ohne Umwege über Internetseitenbetreiber kommunizieren.In den vergangenen Jahren hat Frau Gurr-Hirsch, wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen auch, die Erfahrung gemacht, dass die anonyme Form der Kommunikation über eine Internetplattform weder die Bürger noch sie als Abgeordneten zufriedenstellt."
www.abgeordnetenwatch.de
Ich empfinde Ihre Aussage als satten Widerspruch:
Frage 1:
Wie soll eine "direkte" Kommunikation zwischen Ihnen und einem Fragesteller/in unter Ausschluß der Öffentlichkeit für die übrigen interessierten Bürger/innen transparent sein?
Frage 2:
Was verstehen Sie unter dem von Ihnen benannten "Umweg"?
Ich persönlich kann einen solchen nicht erkennen:
a) Bürger/innen stellen Ihnen auf abgewordnetenwatch eine öffentlich einsehbare Frage
b) Abgeordnetenwatch informiert Sie direkt darüber, dass Sie eine solche Frage erhalten haben.
c) Im Falle Ihrer sachdienlichen Antwort erfahren nicht nur der oder die betreffende
Fragesteller(in) davon, sondern auch alle weiteren Interessent(inn)en auf direktem öffentlich einsehbaren Weg.
Direkter geht es m.E. kaum, insofern bitte ich Sie Ihre gegenteilige Ansicht näher zu erläutern.
Frage 3:
Was macht eine direkte Anfrage an Ihre Adresse weniger anonym als eine Frage auf abgeordnetenwatch?
Frage 4:
Wie gehen Sie damit um, dass Wähler/innen Ihres Wahlkreises am 27.03.11 in aller Regel anonym ihre jeweilige Wahlentscheidung treffen werden?
Frage 5:
Möchten Sie sich dann konsequenterweise nur noch von Menschen wählen lassen, mit denen Sie einen direkten und nicht "anonymen" Kontakt pflegen?
Mit freundlichen Grüßen,
