Erwin Sellering (SPD)
Kandidat Mecklenburg-Vorpommern 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Erwin Sellering
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechtswissenschaft
Ausgeübte Tätigkeit
Ministerpräsident
Wohnort
Schwerin
Wahlkreis
Greifswald über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
1
(...) Zunächst zu den 25.000 Arbeitsplätzen: Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern ist seit 2006 um mehr als 25000 angestiegen. Zeitgleich ist die Zahl der Arbeitslosen um rund 60000 gesunken. (...)
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Frage zum Thema Soziales
30.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sellering,
Leitworte des SPD-Wahlprogramms: Kinder, Familie, Bildung. Ihre Plakate enthalten -"Kita’s stärker gemacht", Kindertagespflege (KTP) als gleichberechtigte Alternative (SGB VIII) finde ich nicht.
Aus meiner Sicht fehlt die Wertschätzung durch kommunale Selbstverwaltung und Ämter. Mitglieder ihrer Partei haben in N. 2010 beschlossen, TM grundlegende Rechte oder Mitwirkungen (2) vorzuenthalten. Die Forderung an TM: = zehnstündige arbeitstägliche Arbeitszeit für etwas mehr als 2,20 €/h vor den Sachkosten (SK) (Steuern, Sozialabgaben, Betriebskosten) (2 u. 3), monatlich 70 €. Urlaub/ Krankheit ohne Entgelt. (1), Nach meiner Recherche (Übergebe ich gern!) werden SK für diese kommunale Aufgabe durch die TM-Haushalte subventioniert. Warum gehen Kommunalpolitiker und Verwaltung seit 2006, auch Mitglieder ihrer Partei, allen voran die Landtagskandidaten, einer öffentlichen Diskussion aus dem Weg?
Welchen Rat geben Sie den Kindertagespflegepersonen, die sich ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien selbst erarbeiten wollen, zur Herangehensweise in Bezug auf zeitnahe Änderungen der Rahmenbedingungen wie Beschlusslage, Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen sowie der laufenden Geldleistung? Welche Gedanken nehmen Sie als möglicherweise zukünftiger Ministerpräsident aus meinen Darstellungen mit und welche Aufgaben formulieren Sie bereits heute, um sich der Probleme der Kindertagespflegepersonen, punktuell oder Landesweit, anzunehmen?
(1) www.neubrandenburg.de
(2) www.neubrandenburg.de
(3) www.bmfsfj.de
Antwort von Erwin Sellering
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03.09.2011
Erwin Sellering
Sehr geehrter Herr

unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass die Arbeit der Tagesmütter qualitativ genauso gut ist wie die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas und dass sie auch die gleiche Anerkennung und Wertschätzung erfahren. Welche Schritte dazu im einzelnen gegangen werden müssten, sollte im Dialog der Tagesmütter, die eine sehr engagierte Interessenvertretung haben, mit dem Sozialministerium erarbeitet werden.

Alle Fragen, die sich auf Neubrandenburg beziehen, können nur vor Ort geklärt werden. Ich empfehle Ihnen, dort das Gespräch mit dem Oberbürgermeister und der örtlichen SPD zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen
Erwin Sellering
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Frage zum Thema Arbeit
30.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sellering,

leider haben Sie meine Fragen nicht wirklich beantwortet.
Sind die 60.000 arbeitslosen Menschen wirklich alle in existenzsichernde gute Arbeitsverhältnisse gelangt? Oder sind diese Menschen nur so irgendwie aus der offiziellen Statistik verschwunden? Wo sind diese 60.000 Menschen wirklich gelandet?
Wieviel vernichtete gute, existenzsichernde Arbeitsplätze sind in den letzen 8 Jahren vernichtet worden, bzw. in mehrere prekäre Arbeitsverhältnisse aufgesplittet worden?
Behaupten Sie jetzt immer noch, es wären 25.000 gute Arbeitsplätze entstanden?

Meinen Sie ernsthaft, dass Arbeit in prekären Beschäftigungsverhältnissen irgendetwas mit guter Arbeit zu tun hat? Oder ist es nicht eher eine Art Körperverletzung?
Wieviel Millionen an Steuergeldern ist für die Schaffung dieser prekären Arbeitsverhältnisse geflossen?
Wird die Verwendung dieser Steuergelder ständig - unangemeldet - kontrolliert? Und zwar überall?
Warum wird die Vergabe von Subventionen nicht grundsätzlich an existenzsichernde Löhne und gute Arbeit gebunden?

Warum verlassen so viele junge Menschen das Land oder sogar die Bundesrepublik?

Was werden Sie unternehmen, damit endlich diese unsäglichen, menschenverachtenden Hartz-Gesetze in eine Gesetzgebung umgewandelt werden, die das Word "sozial" verdient?
DIese Gesetze sind übrigens auch einer der Hauptgründe für das Erstarken der rechtsextremen Szene.
(Mir wird es jedenfalls Angst, wenn ich immer mehr erkennen muss: Geschichte wiederholt sich doch - siehe vor 1933. - Brüningsche Notstandsgesetze, Weltwirtschaftskrise etc.)

Mit freundlichen Grüßen
B.
Antwort von Erwin Sellering
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02.09.2011
Erwin Sellering
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihr neuerliches Schreiben. Wie ich inzwischen erfahren habe, kandidieren Sie für die Partei Die LINKE für den Kreistag in Südwestmecklenburg. Ich nehme an, dass Ihre wiederholten Fragen auf Abgeordnetenwatch vor allem Ihrem persönlichen Wahlkampf dienen sollen.

Ich möchte meiner ausführlichen Antwort vom 22. August deshalb nur dies beifügen: Ich setze mich für gute Arbeit ein. Gute Arbeit beginnt für mich bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro als Untergrenze. Dazu gehören außerdem gute Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerrechte.

Bei den 25.000 seit 2006 zusätzlichen Arbeitsplätzen handelt es sich um sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, die auch von Ihrer Partei als Ziel ausgegeben werden. Schade, dass Sie diese positive Entwicklung nicht anerkennen können!

Ihr
Erwin Sellering
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Frage zum Thema Wirtschaft
31.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

ich hätte gern von Ihnen gewußt, wie Sie persönlich zu den gegenwärtigen und für die Zukunft geplanten Gesetzen zur Rettung unserer Gemeinschaftswährung, dem Euro, stehen. Konkret: Befürworten, oder lehnen Sie ab:
a) Die Erweiterung des EFSF ?
b) Den ESM ?
d) Euro-Bonds ?
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich.

Mit freundlichem Gruß
Ihr
Antwort von Erwin Sellering
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02.09.2011
Erwin Sellering
Sehr geehrter Herr ,

das ist eine bundespolitische Frage. Mecklenburg-Vorpommern hat hier nur geringe Mitwirkungsrechte über den Bundesrat. Dieser wird sich frühestens Ende September mit diesen Fragen befassen. Zuvor ist noch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den bisherigen Hilfspaketen abzuwarten. Ich will mich deshalb jetzt noch nicht festlegen.

Mit freundlichen Grüßen
Erwin Sellering
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Frage zum Thema Gleichstellung und Integration
31.08.2011
Von:
F. A.

Guten Tag Herr Erwin Sellering, 31.Aug.´11

1) Stimmt es,dass alle Kandidaten um Greifswald kandidieren strahlen , ob sie wollen oder nicht ?

2) Wussten Sie,dass Sie und ich gemäß Grundgesetz Artikel 5(1) die gleichen Rechte auf Meinungs- freiheit haben ?

3)Haben Sie bei dem Duell nicht Ihren Mitbewerber Herrn Caffier zu viel verschont, obwohl Sie von Seiner Kanzlerin schon Abmahnungen wegen uneinheitlicher Meinungsäußerungen kassiert haben,weil Sie versucht haben einige Bürger in Schutz zu nehmen ??

4)Mit der sehr teueren Aktion mit dem Storch wurde versucht den Rechten mit Spaß zu begegnen, ist es nicht ratsame,dass sich alle Parteien ernsthaft ohne wegzulaufen mit dem Thema befassen ?

Ich erwarte nur, dass Sie nicht weglaufen.
Sieg-fried
Antwort von Erwin Sellering
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03.09.2011
Erwin Sellering
Sehr geehrter Herr ,

Ihre erste Frage verstehe ich nicht. Zu Ihrer zweiten Frage kann ich nur sagen, dass alle Bürgerinnen und Bürger das Recht auf Meinungsfreiheit haben und dass es hierbei keine Unterschiede gibt.

Im TV-Duell habe ich die inhaltlichen Positionen der SPD dargelegt. Ich halte nichts davon, im Wahlkampf vor allem schlecht über die Kandidaten der anderen Parteien zu reden.

Beim Umgang mit den neuen Nazis von der NPD ist beides wichtig: die sachliche Auseinandersetzung und die Auseinandersetzung mit Witz und Spott, wie das die erfolgreiche Kampagne Storch Heinar macht.

Ob die NPD wieder in den Landtag einzieht, steht auf der Kippe. Jede Stimme zählt. Deshalb meine Bitte an alle: Am Sonntag wählen gehen, damit die NPD aus dem Landtag fliegt!

Mit freundlichen Grüßen
Erwin Sellering
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Frage zum Thema Arbeit
02.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sellering,

Sie werben für den Mindestlohn von 8,50 € ...
Warum gibt es nach über 20 Jahren nach der Wende immer noch solche großen Gehaltsunterschiede zwischen Ost und West ???

Ich bin 35Jahre alt und in der Müllabfuhr tätig, über eine Zeitarbeitsfirma angestellt, mit einem Durchschnittslohn von 8,50 €. Auf Nachfrage bei meinem Chef, warum die Mitarbeiter derselben Firma in den alten Bundesländern mehr verdienen, bekam ich die Antwort "weil die Lebenserhaltungskosten im Westen viel höher sind als im Osten" !!! Das ist totaler Trugschluß meines Erachtens. Ich habe selber 5 Jahre in der Eifel gelebt, habe in Köln mit einem Stundenlohn von ca.13 Euro als Kraftfahrer gearbeitet, dieselben Ausgaben wie hier gehabt, bloß das ich am Ende des Monats mehr übrig hatte als hier. Ich habe im Westen viele Bekannte und Freunde, und erst letzte Woche waren Freunde aus Köln hier bei mir zu Besuch, und es wurde wieder bestätigt, das es nicht stimmt, eher umgekehrt ist, es hier an der Ostsee viel teurer ist wegen der vielen Urlauber, und das höre ich immer wieder. Im Westen gehen die Menschen auch im Lidl,Aldi usw.einkaufen, die Preise sind nicht anders als unsere. Im Westen kann man auch teure,billige oder durchschnittliche Wohnungen vom Preis her mieten, was daraus jeder macht liegt an ihm selbst, was er sich leisten kann. Es wird immer viel über die Abwanderung von jungen Menschen in den Westen, und das MV auf Dauer ein Rentnerland wird, debatiert...aber ganz ehrlich, ich kann nur jedem dazu raten MV zu verlassen, wenn er nicht nur am Rande der Existenz leben will sondern das Leben geniessen möchte. Meine Familie (Frau und drei Kinder) und ich überlegen seit längerem MV wieder zu verlassen, rein aus finanzieller Sicht, obwohl wir hier geboren und aufgewachsen sind.

Warum Mindestlohn 8,50 € und nicht Anpassung an die Westgehälter ???
20 Jahre nach der Wende, warum wird die Abwanderung nicht aufgehalten damit ???
Sind wir Menschen 2. Klasse ???

Vielen Dank
Antwort von Erwin Sellering
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09.09.2011
Erwin Sellering
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie haben sehr kurz vor dem Wahltag geschrieben. So kann ich Ihnen leider erst nach der Wahl antworten.

Ich unterstütze Ihre Forderung nach gleichen Löhnen in Ost und West, weil sich die Lebenshaltungskosten nicht mehr unterscheiden.

Die Löhne werden in Deutschland aber nicht vom Staat festgelegt, sondern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgehandelt. Der Staat darf hier nur in Ausnahmefällen eingreifen. Beim Mindestlohn wäre dies möglich. So könnte zumindest eine gemeinsame Untergrenze in Ost und West geschaffen werden.

Eine Lohnangleichung können wir nicht staatlich festlegen. Hier müssen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer gemeinsame Lösungen finden. In einigen Branchen ist dies bereits gelungen. Ich würde mir wünschen, dass die anderen Branchen möglichst bald nachziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Erwin Sellering
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Ihre Frage an Erwin Sellering
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