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Sehr geehrter Herr Sellering,
leider haben Sie meine Fragen nicht wirklich beantwortet.
Sind die 60.000 arbeitslosen Menschen wirklich alle in existenzsichernde gute Arbeitsverhältnisse gelangt? Oder sind diese Menschen nur so irgendwie aus der offiziellen Statistik verschwunden? Wo sind diese 60.000 Menschen wirklich gelandet?
Wieviel vernichtete gute, existenzsichernde Arbeitsplätze sind in den letzen 8 Jahren vernichtet worden, bzw. in mehrere prekäre Arbeitsverhältnisse aufgesplittet worden?
Behaupten Sie jetzt immer noch, es wären 25.000 gute Arbeitsplätze entstanden?
Meinen Sie ernsthaft, dass Arbeit in prekären Beschäftigungsverhältnissen irgendetwas mit guter Arbeit zu tun hat? Oder ist es nicht eher eine Art Körperverletzung?
Wieviel Millionen an Steuergeldern ist für die Schaffung dieser prekären Arbeitsverhältnisse geflossen?
Wird die Verwendung dieser Steuergelder ständig - unangemeldet - kontrolliert? Und zwar überall?
Warum wird die Vergabe von Subventionen nicht grundsätzlich an existenzsichernde Löhne und gute Arbeit gebunden?
Warum verlassen so viele junge Menschen das Land oder sogar die Bundesrepublik?
Was werden Sie unternehmen, damit endlich diese unsäglichen, menschenverachtenden Hartz-Gesetze in eine Gesetzgebung umgewandelt werden, die das Word "sozial" verdient?
DIese Gesetze sind übrigens auch einer der Hauptgründe für das Erstarken der rechtsextremen Szene.
(Mir wird es jedenfalls Angst, wenn ich immer mehr erkennen muss: Geschichte wiederholt sich doch - siehe vor 1933. - Brüningsche Notstandsgesetze, Weltwirtschaftskrise etc.)
Mit freundlichen Grüßen
B.