Erika Mann (SPD)
Abgeordnete EU-Parlament 2004-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Erika Mann
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Diplom-Pädagogin, Unternehmensberaterin
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Niedersachsen
Bundeslistenplatz
8, über Liste eingezogen
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(...) Die Sorge vieler Bürger, dass mit der Vorratsdatenspeicherung eine zu weit gehende "Überwachung" verbunden sein könnte, kann ich durchaus nachvollziehen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Umwelt
27.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Mann,

die EU ist verpflichtet, den CO2 Ausstoß bis 2020 um 20% zu verringern. Kraftwerksprojekte verhindern das Erreichen dieser Ziele. Allein in der Euroregion Ems-Dollart (EDR) planen die Unternehmen RWE, Nuon B.V., Berner Kraftwerke, Dong Energy und Advanced Power AG insgesamt fünf Kraftwerke. Besonders Klima gefährdend sind die geplanten Kohlekraftwerke bei Dörpen, Emden und Eemshaven. Die EDR ist im Begriff sich zu einer Modellregion für regenerative Energieerzeugung und nachhaltigen Tourismus im Sinne der Agenda 21 zu entwickeln. Diese Entwicklung ist existenziell abhängig von einer intakten Umwelt. Die Realisierung der Kraftwerksprojekte bedroht diese Grundlage massiv. Die für die Kohletransporte erforderliche Emsvertiefung gefährdet den Bestand der Inselsockel mit unkalkulierbaren Risiken für den Küstenschutz. Nicht umkehrbare Schäden für das Wattenmeer wären die Folge, die angestrebte Anerkennung als UNESCO Weltkulturerbe unmöglich.
Kann es die EU zulassen, dass den ökonomischen Interessen einiger Energiekonzerne eine ganze Region geopfert wird? Ist es gegenüber nachfolgenden Generationen verantwortbar, Energie zu erzeugen, die mit astronomischen Folgekosten für Küsten- und Klimaschutz verbunden ist? Gibt es keine EU einheitlichen Auflagen zur Errichtung von Kohlekraftwerken? Wie wollen Sie die Bürger der Regionen für die EU Idee gewinnen, wenn EU die Vernichtung ihrer Ressourcen bedeutet?
Ich appelliere an Sie, sich für eine tragfähige Zukunft der Ems-Dollart-Region einzusetzen und die Pläne der Kraftwerksbetreiber zu stoppen. Sie entscheiden mit, ob wir uns zu einer modellhaften Umweltregion weiterentwickeln oder ob wir zu einer Energiemüllhalde entwickelt werden. Steuern wir auf ein Europa der Bürgerinnen und Bürger oder auf ein Europa der Lobbyisten zu? Bei der Europawahl im Juni 2009 werde ich, wie sicher einige Wählerinnen der EDR auch, meine Wahlentscheidung von Ihrer Stellungnahme zur Energiefrage abhängig machen.

J.
Antwort von Erika Mann
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22.05.2009
Erika Mann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über Abgeordnetenwatch, in der Sie sich erkundigen, ob es einheitliche EU-Auflagen zur Errichtung von Kohlekraftwerken gibt. Wir verstehen Ihre Besorgnis um die möglichen Folgen von solchen Kraftwerken auf die Umwelt der Ems-Dollart Region.

Wir haben zu diesem Thema zwei Gesetzestexte erlassen: erstens, die Richtlinie 2008/1/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008 über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (kodifizierte Fassung) (IPPC-Richtlinie) und zweitens, die Richtlinie 2001/80/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2001 zur Begrenzung von Schadstoffemissionen von Großfeuerungsanlagen in die Luft (LCP-Richtlinie). Die zuerst erwähnte Richtlinie schreibt vor, dass EU-Mitgliedsstaaten erforderliche Maßnahmen ergreifen müssen, um sicherzustellen, dass eine integrierte Erlaubnis erteilt wird, die Emissionsgrenzwerte und andere Genehmigungsauflagen auf der Grundlage der besten verfügbaren Technik enthält. Die Grenzwerte für Emissionen in der Luft von Staub-, NOx-und SO2 dürfen in jedem Fall nicht weniger streng sein als diejenigen in der LCP-Richtlinie.

Weitere Informationen zu den beiden Richtlinien können unter den folgenden Internetseiten (leider nur auf Englisch) gefunden werden:
ec.europa.eu
ec.europa.eu

Wärmekraftwerke und andere Verbrennungsanlagen werden durch die Richtlinie des Rates vom 27. Juni 1985 über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten (85/337/EWG) geregelt. Umweltverträglichkeitsprüfungen gewährleisten, dass ökologische Auswirkungen bei der Entscheidungsfindung in Betracht gezogen werden müssen. Dieser Prozess beinhaltet eine Analyse von voraussehbaren Folgen für die Umwelt, das Aufnehmen diese Folgen in einen Bericht, der dann einer öffentlichen Konsultation unterzogen werden muss und deren Ergebnisse in die endgültige Entscheidung mit einbezogen werden müssen. Prinzipiell können diese Umweltverträglichkeitsprüfungen bei individuellen Projekten, wie bei Bauarbeiten für Dämme, Autobahnen, Flughäfen oder Fabriken, vorgenommen werden, oder bei Plänen, Programmen oder Richtlinien (Strategische Umweltprüfungen)

Weitere Informationen gibt es hier auf Englisch: ec.europa.eu

Lieber Herr , ich weiss, dass diese Hinweise Ihnen nur in einem sehr begrenzten Ausmass helfen werden, Ihre Bedenken zum Bau von neuen Kohlekraftwerken in der schönen Ems-Dollar-Region zu beseitigen. Es ist Aufgabe der deutschen Politik dafür zu sorgen, dass die besten und sinnvollsten Standorte ausgewählt werden. Auf den Bau von neuen Kraftwerken werden wir nicht vollständig verzichten können.

Ich hoffe Ihnen mit diesen Informationen einige Hinweise gegeben zu haben, die Ihnen weiterhelfen. Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen,
Erika Mann
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Frage zum Thema Gesundheit
19.04.2009
Von:

Guten Tag, Frau Mann,

zum Thema Gentechnik habe ich fünf Fragen:

1. Stimmt es, dass als "externer Berater" der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Andrew Cockburn, ehemaliger wissenschaftlicher Direktor von Monsanto fungiert?

2. Stimmt es, dass die EFSA bei der Beurteilung von GenMais den Wortlaut von Monsanto fast eins zu eins übernommen hat?

3. Stimmt es, dass keine Langzeitstudien (730-Tage-Tests) bei GenMais -obwohl vorgeschrieben - gemacht wurden?

4. Stimmt es, dass es keine Abschätzung von kumulativen, toxischen Wirkungen gibt?

5. Stimmt es, dass die EFSA-GMO-Panel-Mitglieder Buhk und Bartsch in einem Werbevideo der Gentechnikindustrie für 6 Konzerne auftraten?

Vielen Dank für Ihre Antworten und Gruss,
K.
Antwort von Erika Mann
2Empfehlungen
28.04.2009
Erika Mann
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über Abgeordnetenwatch vom 19.April 2009.

Da Ihre Anfrage Teil einer "Massenanfrage" ist und ich gesehen habe, dass meine Kollegin Christa Klaß bereits ausführlich darauf geantwortet hat, verweise ich Sie auf die Antworten der Kollegin. Sie finden sie unter www.abgeordnetenwatch.de

Wenn Sie weitergehende Fragen dazu haben, können Sie sich gerne wieder an uns wenden.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,
Erika Mann
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Frage zum Thema Sicherheit
20.04.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Mann,

Darf der Staat Daten zur Terrorismusbekämpfung speichern, die Auskunft über den Inhalt eines Kommunikationsvorganges widergeben oder wäre dies ein zu starker Eingriff in die Privatsphäre bzw. ein Schritt in Richtung Überwachungsstaat?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Erika Mann
2Empfehlungen
28.04.2009
Erika Mann
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Email, die Sie mir am 20.April 2009 über Abgeordnetenwatch geschickt haben. Sie fragen darin, ob der Staat Daten zur Terrorismusbekämpfung speichern darf, die Auskunft über den Inhalt eines Kommunikationsvorganges wiedergeben oder ob dies ein zu starker Eingriff in die Privatsphäre bzw. ein Schritt in Richtung
Überwachungsstaat wäre?

Diese Frage ist schon längst entschieden: Ja, in Deutschland dürfen Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendienste in bestimmten schweren Fällen Kommunikationsinhalte abhören bzw. abfangen. Hierzu gehört auch die Terrorismusbekämpfung. Natürlich ist hiermit ein Eingriff in die Privatsphäre verbunden. Das Grundrecht der "informationellen Selbstbestimmung" wird aber vom Gesetzgeber insofern abgewogen, als dass Eingriffe in dieses Grundrecht nur bei der Gefährdung bzw. Verletzung anderer schwerwiegender Grundrechte erlaubt werden.
Im Paragraphen 129 und 129a des Strafgesetzbuches wird aufgelistet, in welchen Fällen Eingriffe möglich sind. Kritisch kann aus meiner Sicht das damit verbundene präventive Abhören bzw. Erfassen von Kommunikationsinhalten aber auch präventive Auswerten von Telekommunikationsverbindungsdaten sein, weil es auch Unschuldige betreffen kann. Umso wichtiger ist es, hier regelmäßig zu evaluieren, ob die berechtigten Stellen Augenmaß walten lassen bzw. ob eine Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt ist. Ich spreche mich aus diesem Grund für eine regelmäßige wissenschaftliche Evaluierungen aus. Eine vom Freiburger Max-Planck-Institut durchgeführte Studie zur "Rechtswirklichkeit und Effizienz der Überwachung der Telekommunikation" hatte erstmals und letztmalig 2003 gezeigt, dass eben die Durchführung solcher Studien für eine fundierte politische Entscheidungsfindung unerlässlich ist.

Liebe Frau , ich hoffe, ich konnte Ihre Frage hiermit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen,
Erika Mann
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Frage zum Thema Soziales
29.04.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Mann,

bisher habe ich von unseren Europaabgeordneten nichts bezüglich des umstrittenen Pensionsfond in Luxenburg gehört.
Als Wähler lehne ich es ab, dass nachdem Zocker das eingezahlte Geld vernichtet haben, nunmehr auf dem Rücken der Steuerzahler der Fond wieder aufgebaut werden soll. Sie haben selbst dazu bisher nicht Stellung genommen. Finden Sie es gerecht, dass viele Abgeordnete ihre ohnhin schon üppige Pension hier versuchen noch zu steigern? Aus Protest bleiben wir in unserer Familie der Wahl fern. 4 Stimmen!
Die Abgeorneten des Europaparlament sollten endlich begreifen,daß ein solches Verhalten das Interesse der Bürger an Europa mehr und mehr schwinden läßt. Die Wahlbeteiligung wird es allen vor Augen führen.

Mit freundlichem Grüßen
E.

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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
25.05.2009
Von:

Wie beabsichtigen Sie die Situation der Milcherzeuger zu verbessern?
Ab wann gibt es endlich einen EU einheitlichen Agrardieselsteuersatz?
Laut einer repräsentativen (infratest) Umfrage sind 61% der deutschen Milcherzeuger für eine flexible, selbstverwaltete Milchmengensteuerung und nur 4% für eine vollständige Liberalisierung. Was sagen Sie dazu?

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