Enak Ferlemann (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Enak Ferlemann
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Geschäftsführer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Cuxhaven - Osterholz
Landeslistenplatz
8, über Liste eingezogen, Niedersachsen
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(...) Es bedarf keines Gesetzes, weil der Bund den Netzzustandsbericht als Eigentümer der Aktiengesellschaft Deutsche Bahn fordern kann. Es geht um die Qualität dieses Berichtes, über die es unterschiedliche Auffassungen gibt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
NEIN
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
NEIN
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
NEIN
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
JA
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
JA
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
nicht beteiligt
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
nicht beteiligt
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
nicht beteiligt
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Enak Ferlemann
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
21.07.2009
Von:

Guten Tag Herr Ferlemann.
Wie stehen sie zu der aktuellen Lage der deutschen Milchwirtschaft? Wie sieht ihrer Meinung nach die Lösung für die derzeitige katastrophale Situation am Milchmarkt aus? Quote abschaffen und freie Märkte, Intervention und Exporterstattungen oder eine Mengenregulierung die das Milchangebot jetzt erst einmal senken würde?
Antwort von Enak Ferlemann
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23.07.2009
Enak Ferlemann
Sehr geehrter Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Frage vom 21.07.2009.

Die Position, die ich vertrete, finden Sie im Wahlprogramm der CDU/CSU – www.cdu.de – auf Seite 44, auf die ich Sie gerne verweisen möchte.

Im Übrigen bitte ich Sie, Ihre Frage an den Bundestagsabgeordneten Franz – Josef Holzenkamp aus dem Wahlkreis 33 zu richten, der in diesen Fragen den Wahlkreis 29, in dem Sie wohnen, betreut, falls Ihnen mein Hinweis auf unser Wahlprogramm nicht genügt.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Enak Ferlemann MdB
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Frage zum Thema Familie
14.09.2009
Von:
K.

Sehr geehrter Herr Ferlemann,

hier kurz meine Fragen:

1. Wie soll Ihrer Meinung nach bei zukünftigen Erhöhungen des Kindergeldes und vergleichbarer staatlicher Wohltaten verhindert werden, dass die Bezieher von ALG II-Leistungen von derartigen Erhöhungen ebenso voll profitieren wie "Normalverdiener" (m.a.W.: wie soll die Anrechnung verhindert werden)?
2. Was gedenken Sie (ich weiß, dass dies Ländersache ist) zu tun, um die geförderte (EU-Mittel sind ja schon zugesagt) Schulspeisung auch in Niedersachsen zu realisieren, nach dem ein großer Teil der CDU-Ministerpräsidenten eine Beteiligung der Länder ablehnt?
3. Wie ist Ihre Haltung zu der Frage, ob es nach der Wahl zu Steuersenkungen (für die Gutverdienenden nach Plan der FDP immerhin über 8%) kommt und falls ja, wie sehen Sie die Gegenfinanzierung?

Mit wahlkämpferischen Grüßen

P. K. A.
Antwort von Enak Ferlemann
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15.09.2009
Enak Ferlemann
Sehr geehrter Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Fragen vom 14.09.2009.

Zu Frage 1: Beim Kindergeld handelt es sich bei genauer Betrachtung nicht um eine Sozialleistung im klassischen Sinne. Es stellt in den meisten Fällen vielmehr eine Ausgleichszahlung für die Besteuerung des Existenzminimums von Kindern dar und ist daher im Einkommensteuergesetz geregelt. Der über diese Ausgleichszahlung hinausgehende Anteil zählt als Einkommen der Eltern.

Für Empfänger von Arbeitslosengeld II wird das Kindergeld daher in voller Höhe als Sozialleistung gewährt, da es an steuerpflichtigem Einkommen mangelt. Aus diesem Grund ist das Kindergeld als Einkommen im Rahmen der Berechnung des ALG II anzurechnen.

Das eigentliche Problem dahinter, dass Sie ansprechen, lösen wir nur durch Änderungen hinsichtlich der Berechnung des Hartz IV Regelsatzes für Kinder. Da stellt sich nämlich die Frage, ob die Ableitung der Regelsätze für Kinder von den Regelsätzen der Erwachsenen die Lebenswirklichkeit der Kinder widerspiegelt. Zweifel sind da angebracht, so dass die Ermittlung eines kinderspezifischen Bedarfs der richtige Schritt ist, um die kindgerechte Bedarfsdeckung im Rahmen von Hartz IV zu gewährleisten.
Ich halte die derzeitige Berechnung nicht für optimal. Wir erwarten in einigen Wochen eine höchstrichterliche Entscheidung zur Hartz IV Versorgung für Kinder. Die wird Ausgangspunkt für die weiteren Überlegungen und politischen Entscheidungen sein.

Zu Frage 2: Leider ist es Tatsache, dass nicht jedes Kind zu Hause ausreichend zu essen bekommt und auch die schulische Förderung durch das Elternhaus nicht so erfolgt, dass sie den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder entspricht. Deshalb bin ich der Auffassung, dass Ganztagsschulen mit entsprechender Versorgung der Kinder sowohl durch "Schulspeisung" als auch durch Betreuung außerhalb der eigentlichen Lehrstunden wichtig werden. Auch wenn das Problem Ländersache ist, brennt es uns in den Kommunen auf den Nägeln. Als Kommunalpolitiker befürworte ich, dass wir ein Ganztagsschulangebot zu Gunsten der betroffenen Kinder dort machen, wo wir die Probleme konkret sehen.

Zu Frage 3: Meine Haltung zur Frage, ob es zu Steuersenkungen kommt, ist positiv. Durch das Bürgerentlastungsgesetz haben wir ab 2010 bereits gesetzlich Steuererleichterungen geschaffen. Weitere Steuersenkungen wollen wir durch Veränderungen der so genannten kalten Progression, die eine Steuererhöhung durch die Hintertür ist, vornehmen. Nehmen Sie die tariflichen Änderungen der Beschäftigten in den kommunalen Kindertagesstätten, die dazu führten, dass die Erzieherinnen und Erzieher ca. 120 Euro brutto mehr bekommen. Durch die kalte Progression bleiben davon netto mal gerade um die 70 Euro. An diesem Punkt wollen wir etwas ändern, damit netto mehr bei den Erzieherinnen und Erziehern ankommt.
Auch den Höchststeuersatz wollen wir verschieben, weil er eine leistungsfeindliche Wirkung hat. Er betrifft heute nicht mehr nur die Spitzenverdiener, sondern bereits viele Facharbeiter, Handwerker und Kleinunternehmer. Der Höchststeuersatz, der heute schon ab einem Jahreseinkommen von 52.552 Euro greift, soll künftig ab 55.000 Euro und später ab 60.000 Euro zum Zuge kommen. Der Steuersatz bleibt dabei unverändert.
Steuerpolitik darf nicht wachstumsfeindlich sein. Deshalb wollen wir die Unternehmenssteuer weiterentwickeln. Meine Erfahrung ist, dass Steuer – Steine Chancen auf Wachstum behindern. Deshalb müssen wir sie anpassen. Schließlich müssen wir auch die Mehrwertsteuer auf ihre Struktur überprüfen und nicht mehr zeitgemäße und nicht nachvollziehbare Belastungswirkungen korrigieren, wie wir auch das Besteuerungsverfahren selbst vereinfachen müssen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihr Enak Ferlemann MdB
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
12.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ferlemann,

wie sehen Sie die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft auf einem völlig liberalisierten Weltmarkt nach dem Vorbild des Landvolk und der FDP ohne eine an den Verbrauch angepasste Produktion von Milchprodukten, ohne die Abschaffung der Saldierung und der Änderung des Umrechnungsfaktors bei Milch? Die CDU und das Landvolk lehnen diese als nationale Alleingänge ab, dabei ist es Deutschland, das auf diesem Gebiet in Europa einen Alleingang unternimmt. In Frankreich und den Niederlanden ist keine Saldierung möglich.
Glauben Sie die bäuerlichen Milcherzeugerbetriebe mit dem Interventionspreis von 21 Cent und Krediten langfristig erhalten zu können?
Werden Sie an den Positionen des Landvolks festhalten, obwohl das Landvolk nicht mehr den Vertretungsanspruch für die Milchwirtschaft hat. Wie werden Sie ihren Wählern erklären warum Sie nicht für die bäuerlichen Betriebe eingetreten sind?
Die Milchbauern wollen nicht mehr Subventionen vom Staat sondern eine Mengenregulierung mit einer Monitoringstelle. Sie wollen vom Erlös ihrer Produkte leben können und nicht vom Wohlwollen der Politik und der Molkereien abhängig sein!
Ich hoffe Sie unterstützen die Milchbauern in ihrem Kampf für ein gerechteres System!

Vielen Dank
Hermann
Antwort von Enak Ferlemann
bisher keineEmpfehlungen
15.10.2009
Enak Ferlemann
Sehr geehrter Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Frage vom 12.09.2009, auch wenn ich kein Bundestagsabgeordneter aus Ihrem Wahlkreis bin.

Ich unterstütze alle Bemühungen, die den Milchviehbetrieben helfen. Allerdings ist es schwierig, alle Interessen unter einen Hut zu bringen.

Ich versichere Ihnen, dass ich mich für alle Maßnahmen verwende, die zukunftsfähig sind und die Probleme der Milchwirtschaft einer Lösung näher bringen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Enak Ferlemann MdB
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
15.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ferlemann,

ich hoffe, dass Sie versuchen sich für die Milchbauern einzusetzen.
Bitte nehmen Sich sich ein paar Minuten Zeit und beantworten konkret meine zuvor gestellten Fragen. Es geht um meine Existenz und um die meiner vielen Tausend Kollegen.
Als Vertreter eines Bezirks mit einem großen Milchaufkommen ist es, denke ich, nicht zuviel verlangt, dass Sie hier ihr Konzept für eine nachhaltige Sicherung der bäuerlichen Familienbetriebe darlegen. Stimmen Sie einer Abschaffung der Saldierung zu?
Glauben Sie es wird zu einer Eskalation zwischem dem Landvolk und den Milcherzeugern kommen, sollte die versprochene Erzeugermilchpreiserhöhung bei entsprechender Umsetzung der DBV Forderungen nicht schnell eintreten.
Bitte nehmen Sie dieses Thema ernst und legen ihre Vorstellungen dar.

Vielen Dank
Antwort von Enak Ferlemann
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22.10.2009
Enak Ferlemann
Sehr geehrter Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Nachfrage.

Im Rahmen der Beratungen auf Ebene der EU hat es die Bundesministerin für Landwirtschaft, Ilse Aigner MdB, geschafft, 283 Millionen Euro zusätzlich als finanzielle Hilfsmittel zur Überwindung der Krise durchzusetzen. Auch wenn ich großes Verständnis für Ihre persönlich schwierige Lage habe, sehe ich dies, wie im Übrigen auch der Vorsitzende des BDM, Herr Schaber, als Erfolg und wichtigen Schritt. Ich glaube daher auch nicht, dass es zu einer Eskalation kommen wird, weil die Verbände an einer gemeinsamen Lösung arbeiten.

Eine Änderung der Saldierung für die Stabilisierung der Milchpreise halte ich nicht für zielführend.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Enak Ferlemann MdB
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Ihre Frage an Enak Ferlemann
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