Elmar Brok (CDU)
Abgeordneter EU

Grunddaten
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Journalist
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Bundeslistenplatz
1
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(...) Grundsätzlich ist es so, dass das Staatsbürgerschaftsrecht in die Kompetenz der Nationalstaaten fällt, d.h. einen politischen und rechtlichen Bereich betrifft, der nicht in den Verhandlungsbereich des Europäischen Parlaments fällt. Auch der Vertrag von Lissabon sieht vor, dass die europäische Staatsangehörigkeit ausschließlich eine Folge der nationalen Staatsangehörigkeit eines Mitgliedslandes ist, die allein von jedem Mitgliedsland definiert und beschlossen wird. Es existieren lediglich Überlegungen, einheitliche Regelungen im "Asylrecht" zu diskutieren. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Finanzen
05.09.2011
Von:

Prinzip Nimmersatt - Großkonzerne sahnen ab
Von Martin Kotynek

Die EU haut Jahr für Jahr milliardenschwere Subventionen raus. Statt der regionalen Landwirtschaft profitieren vor allem Großkonzerne.
..Großbauern zählen zu den wichtigsten Profiteuren: So erhält der Unternehmer Albert von Thurn und Taxis, der auf der Forbes-Liste der 500 reichsten Menschen der Welt steht, für die Betriebe des Fürstenhauses mehr als eine Million Euro Fördergeld. Zudem sind agrarferne Konzerne wie RWE (589.000 Euro), BASF (197.000 Euro) und der Waffenkonzern Rheinmetall (83.000 Euro) unter den Empfängern.

1. Warum werden Milliardäre mit Steuergeldern unterstützt?
2. Warum werden Industrien mit Steuergeldern unterstützt, die in der Lage sind Spenden an Parteien zu geben und Spitzengehälter zu zahlen?
Antwort von Elmar Brok
1Empfehlung
03.11.2011
Elmar Brok
Sehr geehrter Herr Kotynek,

vielen Dank für Ihre Anfrage über "Abgeordnetenwatch" zum Thema der Subventionen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

Um Ihre Frage, die sich nicht auf meine Arbeitsschwerpunkte im Parlament bezieht, befriedigend beantworten zu können, habe ich Rücksprache mit einem Kollegen gehalten, der sich im Agrarausschuss mit diesem Thema befasst.

Die CDU setzt sich dafür ein, dass die Gemeinsame Agrarpolitik verbessert wird.
Im Zuge der aktuellen Reform wird angestrebt, dass die Direktbeihilfen nur an aktive Landwirte ausgezahlt werden, d.h. nur an die Landwirte, die aktiv bewirtschaften. Zudem wird es auch eine Kappung für die Großbetriebe vorgesehen, d.h. Kürzung der Beihilfen für Großbetriebe.

Die legislativen Vorschläge der GAP-Reform nach 2013 wurden am 12. Oktober 2011 im AGRI-Ausschuss vorgestellt, danach begannen die Beratungen im Parlament. Zum Thema der Direktzahlungen (Subventionen) wird es einen gesonderten Bericht im AGRI-Ausschuss, der auf diverse Probleme der Direktzahlungen eingehen wird.


Mit freundlichen Grüßen

Elmar Brok
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Frage zum Thema Finanzen
06.09.2011
Von:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13588084/Video-enthuellt-verborgene-Ziele-der-Euro-Rettung.html

Video enthüllt verborgene Ziele der Euro-Rettung

Die neue EU-Finanzbehörde strebt Rechte an, die Demokraten sprachlos machen. Die Politik weiß es seit Mai - und schweigt.

Seit einigen Tagen macht ein Video zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) im Internet die Runde. Darin wird der von den Euro-Staaten im Frühjahr niedergeschriebene Vertragsentwurf auseinandergenommen. Interessant daran ist zweierlei. Zum einen sind die hier genannten Fakten in Deutschland öffentlich bislang nicht debattiert worden, obwohl der Vertragsentwurf den Fraktionen bereits seit Mai vorliegt. Zum anderen mögen sich die Volksvertreter nicht direkt zu den im Video thematisierten Sachverhalten äußern.


Meine Frage Herr Brok ist dazu: Was sagen Sie dazu?

MfG

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Frage zum Thema Finanzen
15.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Brok

Zuerst möchte ich mich bei Ihnen für die Warnung vor Chinahilfen bedanken .Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen .Es währe fatahl wenn wir uns von China abhängig machen würden , und dazu käme es den das ist die Politik der Chinesen
Was raten Sie ,ist es sinnvoll Griechenland in die insolvenz gehen zu lassen oder ist es ratsamer weiter Geld hinein zu pumpen. Eurobonds ja oder nein ?
Warum kommt so wenig zum Thema Eurokriese von den Europäischen Parlamentariern .Nur von den Räten wird laufend eine anderre Meinung bekannt gegeben . Bitte äusern Sie sich mehr in der Öffentlichkeit

Gruß

B.
Antwort von Elmar Brok
1Empfehlung
03.11.2011
Elmar Brok
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema der Staatsschuldenkrise in Europa.
Meine Auffassung hinsichtlich Eurobonds und dem sog. Rettungsschirm (ESFS) habe ich in den vergangenen Wochen in verschiedenen Medien ausführlich dargelegt.

Im Falle Griechenlands plädiere ich für Solidarität, die als Zweibahnstraße verstanden werden muss: Auch Griechenland muss seinen Teil beitragen und die notwendigen Reformen durchführen. Das Prinzip der konditionierten Hilfestellung gilt: Es geht nicht nur um Sparen, sondern vor allem auch um Strukturveränderungen im Lande!

Die Hilfen für Griechenland müssen im größeren Zusammenhang gesehen werden. Vor allem die Finanzkrise 2007/2008, die auf fehlende Regeln und Kontrollmechanismen zurückzuführen ist, hat entscheidend zur desaströsen Lage in Griechenland und anderen Euro-Ländern beigetragen.

Eine Pleite Griechenlands wäre für Deutschland und Europa die schlimmste und teuerste Lösung. Man muss sich nur vor Augen führen, dass allein die Tatsache, dass die Griechenland-Hilfen in Frage gestellt werden, schon dazu führt, dass spanische und teils sogar französische Banken in Bedrängnis geraten. Eine einzige Bank - Lehmann-Brothers - hat weltweit die Finanzmärkte nachhaltig ins Chaos gestürzt.

Langfristig muss es meines Erachtens zu einer Europäisierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik kommen. Die entscheidende Debatte muss geführt werden, ob wir mit dem bisherigen vertraglichen Instrumentarium unser aktuelles Niveau halten können oder ob wir zu einem besseren oder verstärkten Europa kommen und den weiteren Integrationsschritt hin zu einer Politischen Union gehen sollten.

Bitte beachten Sie zusätzlich auch die Veröffentlichungen zum Thema auf meiner Homepage www.elmarbrok.de Sie finden z.B. meine Überlegungen zu "Eurobonds" vom 15. August 2011 unter: elmarbrok.de oder das von meinem Kollegen Dr. Werner Langen und mir verfasste Positionspapier "Für ein starkes und stabiles Europa" unter elmarbrok.de


Mit freundlichen Grüßen

Elmar Brok
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Frage zum Thema Senioren
18.11.2011
Von:
R.

Sehr geehrter Herr Brok,

hat Ihr Rückzug von Ihrem Posten bei Bertelsmann etwas mit dem Ableben des Patriarchen und Seniorchefs R.Mohn und internen Machtverschiebungen im Medienimperium zu tun?

Haben Sie einen neuen Posten aus diesem Imperium oder einer davon abhängigen Institution bekommen?

Stimmt es, dass Sie Recht hatten, als Sie wiederholt beteuerten, dass Ihre immensen Einkünfte aus der Konzernkasse keinerlei Einfluss auf Ihr politisches Handeln haben sollten, hatten oder jemals hätten haben können?

Würden Sie jemandem glauben, das Innehaben eines lukrativen Posten über Jahrzehnte hätte keinerlei Einfluss auf seine politische Loyalität?

Mit freundlichen Grüßen
R.
Antwort von Elmar Brok
bisher keineEmpfehlungen
12.12.2011
Elmar Brok
Sehr geehrter Herr ,

Bertelsmann hat meinen Angestelltenvertrag einfach mit dem Erreichen der in Deutschland bisher üblichen Altersgrenze beendet. Meine beruflichen Tätigkeiten können Sie dem Register des Europäischen Parlaments entnehmen.

Ja, ich hatte recht und kenne solche Personen.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Brok
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Frage zum Thema Schulen
14.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Brock,

Schach hilft Kindern und Jugendlichen in vielerlei Hinsicht. Die Studie der Uni Trier bewies dies sogar wissenschaftlich.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die

WRITEN DECLARATION pursuant to Rule 123 of the Rules of Procedure
by Slavi Binev, Hanu Takkula, Mario Mauro, Nirj Deva, Jonh Attard-Montalto
on the introduction of the program ´Chess in School´ in the educational systems of the European Union

unterschreiben könnten.
Ich glaube, dass nichts dem entgegenspricht. Die von mir sehr geschaetzte Frau Dr. Niebler hat dies bereits gemacht.

Unterschreiben Sie
O Ja
O Nein?

Viele Gruesse Ihr Vorstand Deutsche Schuslchachstiftung
Antwort von Elmar Brok
bisher keineEmpfehlungen
17.01.2012
Elmar Brok
Sehr geehrter Herr ,

Sosehr ich mir der positiven Wirkung des Schachspielens auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bewusst bin, halte ich die Unterzeichnung der Schriftlichen Erklärung "Chess in School" für nicht zielführend. Die Europäische Union hat keine gesetzgebende Kompetenz in der Bildungspolitik. Für Ihr Anliegen sind in Deutschland weiterhin die Bundesländern die richtigen Ansprechpartner. Inhaltlich halte ich Ihre Idee aber für sehr unterstützenswürdig und bin dazu ansonsten auch bereit. Ich habe das kürzlich auch mit meinem Freund Garri Kasparov diskutiert.


Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Elmar Brok
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