Sehr geehrter Herr

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ich teile Ihre Meinung, dass die EU im Rahmen der ESVP ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen muss. Ich bin auch mit Ihnen der Ansicht, dass dieses zügig geschehen sollte.
Den ersten Anstoß zu dieser Diskussion gab bereits zu Beginn der Fünfziger Jahre der damalige französische Ministerpräsident René Pleven. Man erhofft sich von der Vereinigung der Streitkräfte der EU-Staaten eine deutliche Erhöhung der Effizienz.
Mit der Vereinbarung des sogenannten "Europäischen Streitkräfteziels" hat der Europäische Rat in Helsinki im Dezember 1999 ein gemeinsames Ziel für den Aufbau schnell verlegbarer militärischer Einsatzkräfte formuliert.
Im Ergebnis haben sich die Mitgliedsstaaten damit einverstanden erklärt, innerhalb von 60 Tagen bis zu 60.000 Soldaten der Landstreitkräfte sowie lageabhängig See- und Luftstreitkräfte in einem Einsatzgebiet verfügbar zu machen. Deutschland stellt hierzu ein Kontingent mit max. 18.000 Soldaten.
Auf Ihre zweite Frage möchte ich Ihnen antworten, dass der Aufbau einer Raketenabwehr trotz einer (noch) bestehenden Unsicherheit hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit, andere Staaten davon abhalten könnte, die enormen Entwicklungskosten ballistischer Raketen auf sich zu nehmen, wenn das Risiko bestünde, dass diese durch ein Raketenabwehrsystem neutralisiert werden könnten.
Des Weiteren möchte ich auf meine ausführlichen Artikel zur Raketenabwehr in der Welt am Sonntag vom 15.04.2007 und im (European) Wall Street Journal vom 02.04.2007 hinweisen, die ich Ihnen auch gerne auf Wunsch übersende.
Mit freundlichen Grüßen
Eckart von Klaeden MdB