Dr. Wolf Klinz (FDP)
Abgeordneter EU-Parlament 2004-2009
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Grunddaten
Dr. Wolf Klinz
Jahrgang
1941
Berufliche Qualifikation
Unternehmer
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Hessen
Bundeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
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(...) Vielen Dank für Ihre Frage. Ich teile Ihre Bedenken zu Hepatitis und habe mich daher auch einer schriftlichen Erklärung des Europäischen Parlaments angeschlossen (0087/2006), welche auf Hepatitis C aufmerksam macht (diese können Sie unter der folgenden Link aufrufen: www.europarl.europa.eu ). Diese Erklärung stellt fest, dass mehr als 12 Millionen Bürger in der Europäischen Union mit Hepatitis C infiziert sind und dies oft nicht oder zu spät diagnostiziert wird. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Finanzen
26.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Klinz,
was ist eigentlich aus dem Equitable Life Skandal geworden ? Hier hätte das EU-Parlament doch nun wirklich Gelegenheit, seinen Nutzen zu beweisen. Einem mir bekannten Rentnerehepaar ist inzwischen die alleinige Altersversorgung (sie hatten im guten Glauben an Bafin und EU ihre "befreiende Lebensversicherung" aus den 60er Jahren als Einmalzahlung in die - von Finanztest und Verbraucherschutz (!!) damals stark empfohlene e.L. einbezahlt ) schlicht und einfach halbiert worden.
Was nützen starke Worte, wenn die Kommission nicht handelt, und Gordon Brown -wie immer- keine Verantwortung sieht - .
Laut Bafin war es der sog. gemeinsame Finanzmarkt der EU, der sie sozusagen gezwungen hätte, die Euqitable Life in Dtld zuzulassen - zugleich lehnt sie aber jede eigene Verantwortung ab. Selbst die Justiz macht es sich einfach (Landgericht Frankfurt) und stellt fest, dass in dem Vertrag ja keine Garantie versprochen worden sei. Kein einziges Wort zum EU-Ausschuß, kein Wort darüber, dass hier Gelder zweckentfremdet wurden und gar kein Kapitalstock aufgebaut wurde.
Aber auch das hat ja der Ausschuß vorgausgesehen: der kleine Mann hat als Gegner eine internationale Großkanzlei und die Richter gehen den einfachen, bequemen Weg und bemühen sich erst gar nicht um die Fakten. Als ob es kein Unterschied ist, ob es nur geringe oder keine Überschussbeteiligung gibt, oder ob - wie im Falle E.L. - die Zahlungen massiv gekürzt wurden, und das bereits nach gerade mal zwei Jahren ...
Noch einmal Herr Abgeodneter: Wer fühlt sich eigentlich für die JETZTIGEN Geschädigten zuständig. Dass irgendwann eine neue Richtlinie kommt, hilft den jetzigen Opfern überhaupt nichts.
Und was haben Sie seit der Ausschußmitarbeit in dieser Angelegenheit getan ?
Antwort von Dr. Wolf Klinz
1Empfehlung
03.06.2009
Dr. Wolf Klinz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zu Equitable Life.

Zuständig für die Entschädigung der Equitable Life Opfer ist die britische Regierung. Seit dem Bericht des Untersuchungsausschusses zu Equitable Life des Europäischen Parlaments, welcher im Juni 2007 im Plenum angenommen wurde, hat sich folgendes ergeben: Im Juli 2008 veröffentlichte der britische Ombudsmann einen zweiten Bericht zu Equitable Life, welcher explizit klarstellt, dass auch europäische Bürger mit einer im Ausland gekauften Police abgedeckt sind. Den ausführlichen Bericht finden Sie hier www.ombudsman.org.uk Der Petitions-Ausschuss des Europäischen Parlaments lud daraufhin den Ombudsmann ein und diskutierte den Bericht am 01. Dezember 2008. Es herrschte Übereinstimmung unter den Parlamentariern, dass die britische Regierung die Policeinhaber kompensieren muss, die bei der finanziellen Misswirtschaft des Versicherers Geld verloren hatten, da die aufsichtliche und regulatorischen Versäumnisse ein großer Faktor für den Verlust waren. Es war von großer Ungerechtigkeit und Versäumnissen der britischen Regierung die Rede.

Auf die wenig befriedigende Antwort der britischen Regierung im Frühjahr 2009, in welcher ein pensionierter Richter beauftragt wurde gewisse Kulanzleistungen für manche Opfer fallweise zu prüfen, bat der Parlamentspräsident des Europaparlaments zusammen mit meiner liberalen Kollegin Diana Wallis, welche den Vorsitz des Untersuchungsausschuss inne hatte, um ein Treffen mit Gordon Brown. Dies wurde abgelehnt.

Am 06. Mai veröffentlichte der britische Ombudsmann einen weiteren Bericht über die unzulängliche Reaktion der Regierung auf den Bericht vom Sommer 2008 (den Bericht finden Sie auf der Homepage des UK Ombudmanns www.ombudsman.org.uk Des Weiteren ist ein Gerichtsverfahren der Opfer von Equitable Life in der Schwebe, die Equitable Members Action Group (Emag) haben eine richterliche Überfprüfung gegen die UK Treasury lanciert.

Das Europäische Parlament wird auch weiterhin Druck auf die britische Regierung ausüben und alles in seiner Macht stehende unternehmen, damit den Opfer von Equitable Life - sowohl im Vereinigten Königreich als auch in allen anderen Mitgliedstaaten der EU - der entstandene finanzielle Verlust von der britischen Regierung kompensiert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Wolf Klinz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.06.2009
Von:

Sehr geehrter Dr. Wolf Klinz,

Ich habe zwei Fragen:

1. Wie steht es ihrer Meinung nach im Moment um die demokratische Legitimation der EU? Die Wahlbeteiligung lag bei 43 Prozent und kleine Parteien bekommen über 10 Prozent der Stimmen. Für Deutschland bedeutet dies eine 2/3-Mehrheit der Nicht- und Kleinparteien-Wähler.

2. Wie stellen sie sich die Zukunft der Europäischen Union vor? Führt uns Brüssel in die Vereinigten Staaten von Europa? (siehe Europäische Verfassung oder "Vertrag von Lissabon")

Vielen Dank

Antwort von Dr. Wolf Klinz
bisher keineEmpfehlungen
02.07.2009
Dr. Wolf Klinz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Zur Ihrer ersten Frage, die Wahlbeteiligung in der diesjährigen Europawahl war zwar niedrig, aber ist im Schnitt nicht gefallen, was ein durchaus positives Zeichen ist. Wir müssen allerdings auch akzeptieren, dass manche Menschen nicht wählen gehen, dies ist deren Entscheidung. Ich fühle mich ausreichend legitimiert in meinem Mandat als Europaabgeordneter. Manch Oberbürgermeister oder Landrat wird mit einer geringeren Beteiligung gewählt und keiner zweifelt an deren Legitimation.

Auf Ihre zweite Frage kann ich folgendes antworten. Brüssel führt uns nicht in die ´Vereinigten Staaten von Europa´, was auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts deutlich macht. Wir als FDP wollen weiterhin einen internationalen Staatenverbund, der auf dem Prinzip der Einheit in Vielfalt basiert ist. Wir lehnen eine weitere Integration zu einem eigenen Europäischen Staat jedoch strikt ab.

Mit freundlichen Grüßen

Wolf Klinz
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Frage zum Thema Internationales
14.06.2009
Von:
Goy

Sehr geehrter Herr Dr. Klinz,

wie ich der Jerusalem Post entnommen habe, hat sich Javier Solana, seines Zeichens Generalsekretär des Rates der Europäischen Union und Hoher Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) sowie Generalsekretär der Westeuropäischen Union, am heutigen Tage mit Hajj Hassan von der Hisbollah getroffen. Mich würde interessieren, warum die EU bis heute es nicht geschafft hat, die Hisbollah als das was sie ist, nämlich eine Terrororganisation, einzustufen und auf die Terrorliste zu setzen. Weiterhin interessiert mich, warum die EU mit einer solchen Terrororganisation diplomatische Verbindungen aufnimmt und sie damit legitimiert.

Für eine Antwort bin ich dankbar.
Mit freundlichem Gruß
Goy
Antwort von Dr. Wolf Klinz
2Empfehlungen
06.07.2009
Dr. Wolf Klinz
Sehr geehrter Herr Goy,

durch eine schriftliche Erklärung des Europäischen Parlaments, welche 2008 u.a. vom Abgeordneten Alexander Alvaro initiiert wurde, hat sich die FDP Delegation bereits um eine Platzierung der Hisbollah auf der EU Terrorliste bemüht. In diesem Kontext hat es auch eine Veranstaltung im Europaparlament mit dem EU Terrorbeauftragte Giles de Kerckhove gegeben. Leider hat die schriftliche Erklärung nicht die notwendige Unterstützung der Abgeordneten im Europaparlament erreicht, so dass sie mangels Mehrheit scheiterte. Auch der FDP Generalsekretär Dirk Niebel setzte sich wiederholt dafür ein, dass die Hisbollah zumindest in Deutschland offiziell geächtet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Wolf Klinz

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Frage zum Thema Umwelt
09.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Klinz,
wir haben uns in Pfungstadt in der Friedrich-Ebert-Schule kennen gelernt. Da hatten wir keine Gelegenheit, die Frage nach der Zukunft der Wirtschaft weiter zu beraten. Ihre Position war, dass Wirtschaft nachhaltig sein muss. Ich hatte Sie so missverstanden, als wären Sie für eine öko-soziale Wirtschaftsform. Nun hat sich der "Raubtierkapitalismus" neoliberalen Charakters als nicht nachhaltig erwiesen. Dagegen hat die ökologische Wende zu mehr erneuerbaren Energien in Deutschland viele Arbeitsplätze geschaffen und Deutschland auf diesem Sektor eine führende Stellung verschafft. - Wie sehen Sie das?
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen - auch im Namen der anderen Fragesteller für Ihre prompte Beantwortung danken. Mir ist bewusst, dass sich nicht alle Abgeordnete dieser Mühe unterziehen.
Mit guten Wünschen für Ihr Wohlergehen -

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