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Sehr geehrter Herr Dr. Langen.
Zuerst möchte ich Ihnen dafür danken, dass Sie sich persönlich um so viele Anfragen der besorgten BürgerInnen kümmern und versuchen, auf jede Frage auch zu antworten.
Nachdem nun neuerlich die Entscheidung über die Bewilligung des Hilfspaket für GR auf den 20.2. vertagt worden ist, interessiert es mich, wie lange nun noch an diesen Hilfsmaßnahmen gestrickt werden soll? Denn dass auch dieses neue Hilfspakete bei weitem nicht ausreichen wird, ist offensichtlich.
Meine Frage ist nun: Warum lässt man das Land nicht in die Insolvenz eintreten? Und warum verweigert man sich der effektivsten und einfachsten Maßnahme: Der Rückkehr zur Drachme, bei gleichzeitigem Schuldenschnitt von 70%...gerne auch als EU-Mitglied? Die Wiedereinführung der Drachme hätte aus meiner persönlichen Perspektive heraus gerade infolge ihrer sofortigen Abwertung nur Vorteile sowohl für die EU als Ganzes, aber auch die griech. Bevölkerung im Besonderen.
1) Die in € geführten Auslandsschulden steigen an, aber auch aus diesem Grunde muss die Wiedereinführung der Drachme selbstverständlich mit einem Schuldenschnitt einhergehen.
2) Landeserzeugnisse werden wieder weltmarktfähig. Viele weltmarktreife Produkte hat GR als Agrarland nicht anzubieten, dass die wenigen zu preislich konkurrenzfähigen Konditionen am Weltmarkt platziert werden müssen.
3) Einer Kapitalflucht vor einer Währungsumstellung kann man entgegenwirken, indem für die Zeit der Umstellung alle Bankkonten gesperrt und vorrübergehend Wertscheine verteilt werden, mit denen die Menschen ihren täglichen Bedarf abdecken können.
4) Durch die extrem billige Drachme werden Investitionen für ausländische Firmen in GR so günstig wie nie. Das schafft Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort und das BIP steigt.
5) Der Tourismus, eine Kernbranche der griech. Wirtschaft, wird gefördert.
6) Kapitalbeschaffung kann anstatt durch den int. Finanzmarkt zu viel günstigeren Konditionen durch Kapitalhilfen der EU erfolgen.