Dr. Ursula Engelen-Kefer (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Dr. Ursula Engelen-Kefer
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Ingolstadt
Ergebnis
15,4%
Landeslistenplatz
-, Bayern
(...) Die Einführung von Hartz IV habe ich immer sehr kritisch gesehen, weil Arbeitnehmer, die zuvor lange Jahrzehnte gearbeitet, Beiträge und Steuern gezahlt haben,im Falle ihrer Arbeitslosigkeit zu schnell in die Grundsicherung mit scharfen Bedürftigkeitsprüfungen gedrängt wurden.

  • Ohne ausreichende Verhandlungsmacht der Gewerkschaften wäre der Niedriglohnbereich sowie Armut bei Arbeit noch erheblich stärker ausgeprägt als dies heute bereits der Fall ist.
(...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Dr. Ursula Engelen-Kefer hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Wirtschaft
02.08.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrte Frau Dr. Engelen - Kefer,
die Produktion von Rüstungsgütern (Beispiel: Eurofighter durch die EADS) sichert hochqualifizierte Arbeitsplätze, bindet aber meiner Meinung nach sehr viel Geld, das dann z. B. für Entwicklungshilfe nicht zur Verfügung steht, und gefährdet den Weltfrieden, indem hocheffiziente Waffensysteme auf den Markt kommen. Könnten Sie das Bemühen unterstützen, die Rüstungsindustrie wenigstens teilweise zur Entwicklung und Produktion ziviler Produkte anzuregen?


Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Dr. Ursula Engelen-Kefer
3Empfehlungen
03.08.2009
natürlich kann ich Ihr Anliegen vom Grundsatz her unterstützen, an Stelle von noch mehr Rüstungsgütern zivile Produkte insbesondere auch für die Enticklungspolitik zu erstellen. Allerdings leben wir leider nicht in einer Welt, die es erlauben würde, auf Rüstungsgüter und somit auch ihre Produktion zu verzichten. Ich bin davon überzeugt, dass große Kriege nur dann verhindert werden können, wenn ein annäherndes Gleichgewicht zwischen den großen militärischen Blöcken besteht. Glücklicherweise hat sich die militärische Block- und Konfliktbildung durch den Fall der Mauer zwischen West und Ost und den Fall der kommunistischen Diktaturen erheblich abgeschwächt. Aber die kriegerischen Auseinandersetzungen wenn auch regional begrenzt, jedoch nicht weniger verheerend in ihren Auswirkungen gehen weiter: auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan, zwischen Israel und Palästina, aber auch in Teilen Afrikas, Asiens, Lateinamerikas.Insbesondere seit der Deutschen Einheit müssen auch wir unsere Verantwortung bei den weltweiten militärischen Auseinandersetzungen wahrnehmen. Dabei kommt es ganz entscheidend darauf an, dass die Entscheidungen über militärische Einsätze nach demokratisch-politischen Grundsätzen und nicht nach den Interessen des Industrial Military Complex getroffen werden- mithin danach, wie die Profitmöglichkeiten in der Rüstungsindustrie gesteigert werden können. Dies ist beispielsweise bei EADS der Fall, wobei die Abstimmung über militärische Aufträge nicht nur in der Bundesregierung stattfindet, sondern es sich hierbei um eine europäische Gemeinschaftsaktion handelt und Entscheidungen über militärische Einsätze im Rahmen der Nato zu erfolgen haben. Diese schwierige Balance zu halten ist eine wesentliche Aufgabe auch für jeden Abgeordneten im Deutschen Bundestag, der ich mich selbstverständlich stellen würde.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Engelen-Kefer,

1. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem ÖPNV (Orientierung, Kosten, Nutzung) in Bayern gemacht (Orientierung Strecke/Preise; Kosten; Nutzung)?

2. Wie gefällt Ihnen die Neuerung der Fahrradmitnahme in Nahverkehrszügen vom April dieses Jahres?

3. Sehen Sie in der Neuregelung eine Verbesserung im Sinne der Agenda-21 (Ökonomie/Ökologie/Sozial. Wenn Ja, welche?

4. Sehen Sie beim ÖPNV sowie der Radmitnahmeregelung handlungsbedarf, wenn Ja, wo wollen sie - als gewählter MdB - ansetzen?

Herzlichen Dank

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Frage zum Thema Außenpolitik
15.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Engelen - Kefer,
wie stehen Sie zur Wehrpflicht? Wollen Sie weiterhin daran festhalten, diese reformieren oder diese abschaffen?

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Frage zum Thema Arbeit
16.08.2009
Von:
von

Sehr geehrte Frau Dr. Engelen-Kefer,

können Sie mir bitte erklären, wieso Gewerkschaften mehr Geld für ihre arbeitende Bevölkerung haben möchte und dieses auch erstreikt, während vieles am Existensminimum hängt. Sie haben ( damit meine ich Gewerkschaften ) viel zu viel Macht und meiner Meinung dürften Sie auch nicht zu Wort kommen. Wie ich informiert bin, sind Sie im Vorstand der Agentur für Arbeit und diese hat die Pflicht, sich um arbeitslose Menschen zu bemühen - was machen Sie dort?

Ich erwarte eine qualifizierte Antwort von Ihnen und kein Drumrumgerede.

Mit freundlichem Gruß

von
Antwort von Dr. Ursula Engelen-Kefer
bisher keineEmpfehlungen
18.08.2009
Liebe Frau von ,
Meine Antworten auf Ihre Fragen:
  • Ich bin schon lange nicht mehr im Vorstand Der Bundesagentur für Arbeit. Seit 2002 wurde der bis dahin ehrenamtliche Vorstand der BA, in dem ich die Gewerkschaften vertreten habe, aufgelöst. Es wurde ein hauptamtlicher Vorstand mit drei Mitgliedern ernannt.
Die ehrenamtliche Vertretung der Gewerkschaften, Arbeitgeber und öffentlicher Hand erfolgte durch den Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium. Dabei habe ich mich dafür eingesetzt, daß die Arbeitsvermittlung effizienter wurde, im Falle der Arbeitslosigkeit Arbeitslosenversicherung gleistet wird sowie die Arbeitsmarktpolitik zur Verringerung und Verhütung von Arbeitslosigkeit verbessert wird. Die Einführung von Hartz IV habe ich immer sehr kritisch gesehen, weil Arbeitnehmer, die zuvor lange Jahrzehnte gearbeitet, Beiträge und Steuern gezahlt haben,im Falle ihrer Arbeitslosigkeit zu schnell in die Grundsicherung mit scharfen Bedürftigkeitsprüfungen gedrängt wurden.

  • Ohne ausreichende Verhandlungsmacht der Gewerkschaften wäre der Niedriglohnbereich sowie Armut bei Arbeit noch erheblich stärker ausgeprägt als dies heute bereits der Fall ist.
Die Binnenkonjunktur und damit unsere wirtschaftliche Entwicklung wäre noch viel mehr gefährdet,als dies bereits jetzt schon der Fall ist. Gewerkschaften sind eine wichtige Interessenvertretung für die Arbeitnehmer. Wenn Arbeitnehmer als einzelne dem Arbeitgeber gegenübertreten, können sie im allgemeinen kaum etwas erreichen. Politiker wären gut beraten, bei wirtschafts- und sozialpolitischen Entscheidungen mehr auf die Gewerkschaften zu hören, da diese die vielfältige Realität der Arbeitswelt viel besser kennen als die Politik. Dies gilt im Überigen genauso auch für die Unternehmen und Unternehmer. Deshalb sind die verschiedenen Formen der Mitbestimmung in der deutschen Wirtschaft und Sozilapolitik unverzichtbar.

Ich hoffe, daß diese Antworten genügend Klarheit für Sie geben konnten.

Beste Grüße
Ursula Engelen-Kefer
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
28.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Engelen-Kefer,

wie stehen Sie zu der Idee eines bedingunglosen Grundeinkommens, wie es vom "Netzwerk Grundeinkommen" www.grundeinkommen.de entwickelt und ausgearbeitet wird?

Haben Sie die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellte Expertise "Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte" von Stephan Lessenich zur Kenntnis genommen? library.fes.de

Würden Sie sich dafür einsetzen, dass der neue Bundestag sich mit der Petition zu diesem Thema noch in diesem Jahr beschäftigen wird? Immerhin war sie mit 50 000 Mitzeichnungen eine der erfolgreichsten.

Mit sonnigen Grüßen


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Ihre Frage an Dr. Ursula Engelen-Kefer
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