Dr. Tobias Brenner (SPD)
Kandidat Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Dr. Tobias Brenner
Geburtstag
13.11.1961
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechtswissenschaft, Evangelischen Theologie und Geschichte
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Leonberg , Stimmen (Wahlkreis): 20.115
weitere Profile
Leider konnte ich an der von Ihnen genannten Abstimmung am 2. Februar dieses Jahres nicht teilnehmen, da es sich um den letzten Tagesordnungspunkt handelte und ich aufgrund einer langfristigen, unaufschiebbaren Terminverpflichtung bereits vor der Abstimmung gehen musste. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Dr. Tobias Brenner hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 26 Thesen Position bezogen.
Fragen an Dr. Tobias Brenner
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
15.02.2011
Von:
-

Sehr geehrter Herr Brenner,

wie haben Sie bei Punkt 11 am 2.2.2011 in der 108. Sitzung des Landtags abgestimmt?
Antwort von Dr. Tobias Brenner
bisher keineEmpfehlungen
16.02.2011
Sehr geehrter Herr -,

leider konnte ich an der von Ihnen genannten Abstimmung am 2. Februar dieses Jahres nicht teilnehmen, da es sich um den letzten Tagesordnungspunkt handelte und ich aufgrund einer langfristigen, unaufschiebbaren Terminverpflichtung bereits vor der Abstimmung gehen musste.



Mit freundlichen Grüßen

Dr. Tobias Brenner MdL
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesellschaft
27.02.2011
Von:

Wie ist Ihre Position zur vollständigen Trennung von Staat und Religion?

Mehr als 40% der Bevölkerung sind mittlerweile konfessionsfrei – bei den Jugendlichen sind es mehr als 50%.
Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass christliche Kirchen eine Rolle im Staat spielen müssen. Die menschliche Ethik hat sich meist gegen den Widerstand der Kirchen weiterentwickelt (Bsp. Gleichberechtigung der Frau, u.v.a).
In Deutschland ist die Trennung von Staat und Religion unvollständig und gleicht mehr einer intransparenten gegenseitigen Förderung als einer Trennung wie sie z.B. in Frankreich (Laizismus) in der Verfassung verankert und nach der französischen Revolution vollzogen wurde. Dies wird an vielen Beispielen deutlich.
Der konfessionsfreie Bevölkerungsanteil ist strikt gegen die anhaltende direkte und indirekte Finanzierung der Kirchen (19 Milliarden im Jahr 2009) durch den "Staat" (durch alle Steuerzahler, auch konfessionsfreie).
Statt die staatliche Finanzierung auszuweiten und möglicherweise auch islamischen Religionsunterricht zu finanzieren, sollte der gesamte Religionsunterricht an den Schulen durch ein integratives Pflichtfach zur Wertevermittlung (wie in Berlin "Ethik" und in Brandenburg "LER") ersetzt werden.
Deshalb ist die Einschränkung der staatlichen Privilegien der christlichen Kirchen angebracht, statt der Ausweitung auf Muslime und islamische Einrichtungen. Wie stehen Sie dazu?
Die Gehälter von Bischöfen usw. werden vom Staat aus dem allg. Steueraufkommen, nicht etwa aus der Kirchensteuer bezahlt, also auch von Nichtkirchenmitgliedern und Anders-gläubigen gemäß einer 200 Jahre alten Vereinbarung.
Die Bürger haben in dieser Zeit ihr Vermögen mehrfach verloren. Nur die Kirche, die ihr Vermögen oft auf dubiose Weise von den Bürgern erlangt hat, scheint unangefochten einen Rechtsanspruch zu erhalten.
Konfessionsfreie möchten die Staatsleistungen an die beiden christlichen Kirchen beenden und – wo unvermeidlich – ablösen! Wie stehen Sie dazu?
Antwort von Dr. Tobias Brenner
bisher keineEmpfehlungen
28.02.2011
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich darf Ihnen antworten, dass ich das geltende Staatskirchenrecht für sachgerecht halte und füge Ihnen zur Erläuterung noch eine entsprechende Passage aus dem Regierungsprogramm der SPD Baden-Württemberg bei:

"Wir verteidigen die Freiheit des Denkens, des Gewissens, des Glaubens und der Verkündigung. Grundlage und Maßstab dafür ist unsere Verfassung. Für uns ist das Wirken der Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften durch nichts zu ersetzen, insbesondere wo sie zur Verantwortung für Mitmenschen und das Gemeinwohl ermutigen und damit Tugenden vermitteln, von denen unsere Demokratie lebt. Wir suchen das Gespräch mit ihnen und, wo wir gemeinsame Aufgaben sehen, die Zusammenarbeit. Wir stehen zu den geltenden Staatsverträgen."
(IV, 7. Kirche, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften)

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Tobias Brenner MdL
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesellschaft
20.03.2011
Von:
-

Sehr geehrter Herr Brenner,

Wenn in einer demokratischen Gesellschaft drei Viertel der Wähler von begrenzt wahrheitsliebenden oder sehr vergeßlichen Menschen regiert werden wollen (wie z.B. die Umfrageergebnisse zum Verbleib in der Regierung des früheren Verteidigungsministers zeigen), bedeutet das langfristig das Ende der Demokratie. Der notwendige Vorgang der Beurteilung der zurückliegenden politischen Arbeit und der Bewertung der Wahlaussagen für die zukünftige Legislaturperiode droht dadurch zur Farce zu werden und politische Glaubensbekenntnisse bekommen die Qualität von Werbeaussagen.

Was möchten Sie - beziehungsweise Ihre Partei - dafür tun, dass sich mehr Wähler der Bedeutung von Wahlen und des Meinungsbildungsprozesses bewußt werden?
Wie stehen Sie zu:
  • Verständlichen und aussagekräftigen Parteiprogrammen
  • Nachhaltiger Verbesserung der politischen Bildung an allen Schularten
  • Aufklärungsarbeit zu den Mechanismen der politischen Meinungsbildung des Wählers
und den Auswirkungen des Wählerverhaltens auf die politische Arbeit in einer Mediendemokratie
  • Kommerzialisierung der vierten Gewalt

mit freundlichen Grüßen

-
Antwort von Dr. Tobias Brenner
bisher keineEmpfehlungen
25.03.2011
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Meinung kann ich grundsätzlich teilen. Bitte erlauben Sie mir, dass aufgrund des hohen Zeitdrucks vor der Landtagswahl nur kurz auf Ihre Fragen eingehe.

Bezüglich der Verständlichkeit ist zu sagen, dass die SPD vor der Landtagswahl dieses Problem erkannt hat. Meine Partei hat sich dazu entschieden einen Substanzwahlkampf zu führen. Uns war es wichtig, die Menschen ernst zu nehmen, zuzuhören und nicht von oben herab alles zu bestimmen. In unserer Charta zur Landtagwahl können Sie die Grundsätze der SPD nachlesen. ( spdnet.sozi.info ). Dies ist in meinen Augen der richtige Weg um Politik den Menschen näher zu bringen. Ich persönlich sehe dies als eine Daueraufgabe an. Und mir ist es auch bewusst, dass Politik bisweilen auch hinter diesem Anspruch zurückbleibt.

Das in den Schulen die politische Bildungsarbeit stark verbessert werden muss, ist für mich unstrittig. Ich fordere das der Bereich der politischen Bildung in den Lehrplänen fest verankert wird.

Zur Aufklärungsarbeit ist anzumerken, dass Parteien verstärkt zwischen den Wahlen politische Bildungsarbeit und poltische Meinungsbildung leisten muss.

Auch ist es in meinen Augen wichtig, dass die Presse an ihre Aufgabe, über das Wahlsystem zu berichten und zu informieren, erinnert wird. Ich sehe es als problematisch an, dass ein Großteil der Wähler darüber nicht informiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Tobias Brenner MdL
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dr. Tobias Brenner
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.