Dr. Stephan Eisel (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Dr. Stephan Eisel
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Studium der Polit. Wissenschaft, Neueren Geschichte und Musikwissenschaft (Promotion)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Bonn
Wahlkreis
Bonn
Ergebnis
31,2%
Landeslistenplatz
38, Nordrhein-Westfalen
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(...) Sicherlich handelt es sich bei der Automobilindustrie um einen für Deutschland wichtigen Industriezweig. Allerdings ist die einseitige Bevorzugung eines einzigen Wirtschaftszweigs wie der Automobilindustrie nicht sachgerecht. Rechnet man die Kfz-Steuerbefreiung vom Herbst 2008 und ihre schadstoffbezogene Umstellung sowie die ebenfalls im o.g. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Dr. Stephan Eisel hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Energieversorgung
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Dr. Eisel,

mit Interesse hab ich ihre Meinung zum "ja zur Kernenergie" auf ihrer Homepage gelesen. Ich habe dazu folgende Fragen:

1. Planen sie in Deutschland eine Wiederbelebung des Uranbergbaus? Falls nicht, wie stellen Atomkraftwerke eine Verringerung der Importabhägigkeit von Energieträgern da? Oder geht es Ihnen allein um die Vermeidung einer Abhängigkeit von Rußland, zu Kosten von Abhängigkeiten von andern Ländern?

2. Zur Zeit befinden sich von 17 deutschen Atomkraftwerken dmindestens 4 AKW nicht am Netz oder seit mehreren Monaten nur im eingeschränkten Teillastbetrieb am Netz (Biblis A und B, Neckarwestheim, Brunsbüttel). Die Betreiber verfolgen mutmaßlich das Ziel, die Restlaufzeit dieser Reaktoren in der nächsten Legislaturperiode über ihre bisher von rot-grün Zugestande Restlaufzeit zu verlängern. Gehen sie davon aus, dass diese Reaktoren trotzdem zur sicheren Stromversorgung in der Zukunft (innerhalb der nächsten 4 Jahre) beitragen?

3. In Bonn ist das Unternehmen Solar Millenium beheimatet. Liegt Solarenergie daher nicht in besonderem Interesse der Bonner Bürger?

Vielen Dank für ihre Antwort,

, Bonn
Antwort von Dr. Stephan Eisel
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07.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen dank für ihre mail.

Ich will hier nicht meine differenzierte Stellungnahme zum Thema Kernenergie wiederholen, die Sie auf meiner Homepage gelesen haben. Ich habe ja ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich einen ausgewogenen Mix aus Öl, Gas, Steinkohle, Braunkohle, Kernenergie und erneuerbaren Energien befürworte. Wind- oder Solarenergie sind wichtig, aber sie sind eben nicht grundlastfähig. Bei der Grundlast-Stromerzeugung – also dem rund um die Uhr benötigten Sockelbetrag – liegt der Kernkraftanteil sogar bei über 50 Prozent. Deshalb ist der Ausstieg aus der Kernenergie solange unrealistisch, wie solche Fragen nicht gelöst sind. Als rohstoffarmes Land werden wir immer von Rohstoffimporten abhängig sein, aber es geht darum hier keine einseitigen Abhängigkeiten entstehen zu lassen. Das erreicht man eben durch den Energiemix, zu dem der Importmix gehört.
 
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stephan Eisel
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Frage zum Thema Finanzpolitik
08.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Eisel,

in Zeiten der Finanzkrise heisst es viel, dass eine Konzentration der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank sinnvoll ist. Das würde einen Umzug der BaFin nach Frankfurt bedeuten, zum Sitz der Bundesbank. Wie denken Sie darüber?
Sind Sie für einen Umzug der BaFin nach Frankfurt?
Denken Sie, die Mittel die die BaFin besitzt um Finanzkrisen zu verhindern sind ausreichend oder würden Sie die Kompetenzen dieser Behöre erweitern?
Wie hätten Sie die Finanzkrise gemanagement?

Vielen Dank für die Antwort.

Gruss
Antwort von Dr. Stephan Eisel
1Empfehlung
10.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage vom 8. September 2009.

Ein Umzug der BaFin nach Frankfurt wäre falsch und wird von mir abgelehnt. Frankfurt bringt hier nicht nur keinen Standortvorteil, sondern einen Nachteil im Blick auf die Großbanken in Frankfurt, denn Kontrolleure und Kontrollierte sollten nicht am gleichen Ort ansässig sein. Das ist aus gutem Grund auch beim Bundesrechnungshof und dem Bundeskartellamt so geregelt. 95 Prozent der kontrollierten Banken sitzen zudem nicht in Frankfurt, und bei der in die BaFin integrierten Versicherungsaufsicht spielt Frankfurt überhaupt keine Rolle. Übrigens arbeiten zwei Drittel aller Bundesbankmitarbeiter gar nicht in Frankfurt; bei den die Bankenaufsicht ausübenden Fachabteilungen ist der Anteil sogar noch höher. Dies zeigt, dass die Arbeit in der Fläche wichtiger ist als die in Frankfurt. Es wäre zudem unverantwortlich, inmitten einer Finanzkrise die Aufsichtsbehörde in einen monatelangen internen Organisationsaufwand zu treiben und die Abwanderung der besten Mitarbeiter zu riskieren. Ein Umzug bedeutete zudem den Umzug von 1.200 Familien.

Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass Deutsche Bundesbank und die BaFin in der Krise weitgehend schnell und abgestimmt gehandelt haben. Es wird weitgehend übersehen, dass beide Institutionen unterschiedliche Aufgaben haben und die weitgehenden Befugnisse der BaFin einer Aufsicht bedürfen, die sich mit der Unabhängigkeit der Bundesbank nicht verträgt. Dennoch gilt es, die Effizienz der Aufsicht in Deutschland weiter zu stärken, um vergleichbare Krisenszenarien in Zukunft noch frühzeitiger zu erkennen und zu vermeiden. Dabei muss übrigens stärker beachtet werden, dass es vor allem um eine Stärkung der europäischen Bankenaufsicht und internationale Regeln geht. Die Finanz- und Bankenkrise ist ja nicht bei uns ausgelöst worden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stephan Eisel
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Frage zum Thema Wirtschaft
16.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Eisel,

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass in der Bundesverwaltung die Nutzung Freier Software und Offener Standards zur Regel gemacht wird? Und wie wollen Sie dies umsetzen? Wie ist die Position Ihrer Partei zu dieser Thematik?

Freie Software bietet extrem niedrige Einstiegshürden für die kleinen und mittleren Unternehmen. Werden Sie sich für Freie Software Unternehmen, wie sie sich z.B. im Linuxverband zusammengeschlossen haben, stark machen?

Was denken Sie über Software-Patente? Sehen Sie die Gefahr, daß diese Monopolisten fördern auf Kosten der KMUs?

Halten Sie Freie Software für sicherer als geschlossene Systeme? Sehen Sie die Gefahr, daß die Hersteller geschlossener Systeme möglicherweise ihren Kunden (potentielle) Sicherheitslücken verschweigen?

Was halten Sie von Offenen Standards, wie z.B. OD (OpenDocument, ist z.Zt. das Standard-Dokumenten-Format der OpenOffice-Suite, wird von anderen Freien Lösungen auch unterstützt, de.wikipedia.org )? Sehen Sie einen Vorteil
darin, daß die Spezifikationen solcher Formate von jedermann einsehbar sind und hierdurch die Qualität und Kompatibilität der jeweiligen Anwendungen zunehmen?

Halten Sie es für sinnvoll, in Schulen den Umgang mit Freier Software zu lehren? Denken Sie, daß dies der technischen Kompetenz der Schüler dienlich ist? Und sehen Sie die Gefahr, daß die Schulung in kommerziellen Lösungen die Schüler an die Abhängigkeit von kommerziellen Monopolisten gewöhnt?

Bei unfreier Software ist das Wissen über den Aufbau und die Funktionsweise von Software immer in der Hand von wenigen. Wie wollen Sie Staat und Bürgern helfen, die Kontrolle über jene Software zu erhalten, die ihre Arbeit und ihre Kommunikation bestimmt?

Mit freundlichem Gruss,
Antwort von Dr. Stephan Eisel
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23.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage vom 16. September 2009.

Frei verfügbare Software stellt – wegen des unermüdlichen Einsatzes seiner Nutzer und Entwickler – mittlerweile in fast allen Bereichen der Wirtschaft, Forschung und privaten Nutzung eine Alternative zu bisherigen Softwarelösungen dar und bietet sich auch für die öffentliche Verwaltung an. Dieser Erkenntnis folgend wurde Open Source Ende 2006 Teil des von der Bundesregierung beschlossenen Aktionsprogramms "iD2010 - Informationsgesellschaft Deutschland 2010". Zur weiteren Unterstützung von Open Source-Software hat die Bundesregierung im April 2008 die dritte Auflage des "Migrationsleitfadens" veröffentlicht, der auf Alternativen aus dem Open Source-Bereich hinweist. Im letzten Jahr nahm zudem im Bundesverwaltungsamt ein Kompetenzzentrum für Open Source Software seine Arbeit auf.
Diese Fakten unterstreichen, dass die öffentliche Verwaltung – auch wegen der Produkt- und Herstellerunabhängigkeit – die Vorteile freier Software erkannt hat. Ich unterstütze auch persönlich die stärkere Nutzung freier Software und offener Standards durch Behörden.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stephan Eisel
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
19.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Stephan Eisel,

ich bin seit meinem Magisterabschluss vor anderthalb Jahren Lehrbeauftragter und Promotionsstudent in der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität. Da die Stellenlage dort sehr schlecht aussieht, habe ich mich auch für den Seiteneinstieg in das Lehramt interessiert. Ich bin seit einem dreiviertel Jahr zudem Vertretungslehrer in Deutsch und Informatik an einer Hauptschule und habe vor einem halben Jahr meine Anerkennung zum 1. Staatsexamen beantragt. Als ich Monate später und 2 offene Stellenangebote an Schulen zum OVPB (die Schulen brauchen demnach Lehrer) ausgeschlagend weiter nur eine Teilanerkennung (die Didaktik und Erziehungswissenschaften wurden, trotz meines Didaktik-Grundstudiums und dem Besuch von Veranstaltungen der Erziehungswissenschaften nicht anerkannt) von der Anerkennungsstelle in Münster erhalten habe, war ich schon sehr erfreut, da ich davon ausging, dass ich, wie doch vielzählige Seiteneinstieger (z.B. aus dem Maschinenbau, die nie Didaktik studieren mussten) vor mir, dieses im Vorbereitungsdienst nachholen könnte . Dem war nicht so. Ich soll die Didaktik und die Erziehungswissenschaft vor dem Vorbereitungsdienst in einem ergänzenden Lehramtsstudiengang nachholen (eine Änderung der Anerkennungsrichtlinien im Februar regelte die generelle Nicht-Anerkennung von Didaktik und Erziegungswissenschaften und die Unmöglichkeit diese während des Vorbereitungsdienstes nachzuholen). Ich habe recherchiert und herausgefunden, dass es einen solchen ergänzenden Lehramtstudiengang aufgrund der neuen Studiengänge gar nicht mehr gibt. Ich könnte schon versuchen, mir meinen Abschluss als Bachelorstudiengang anerkennen zu lassen und dann noch 2 Jahre einen Master of Education zu studieren. Aber ist das die unkomplizierte Lösungen dem derzeitigen Lehrermangel entgegenzuwirken, indem man Anerkennungsrichtlinen verkompliziert und willlige Menschen für zwei Jahre wieder an die Uni schickt?

Mit freundlichen Grüßen
C K
Antwort von Dr. Stephan Eisel
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22.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage vom 19. September 2009.

Sie sprechen eine sehr komplizierte Materie an. Wie eine befriedigende Lösung in Ihrem Fall aussehen kann, lässt sich nur klären, wenn sich das Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen eingehend mit Ihrem Fall beschäftigt. Ich habe mich deshalb mit dem dortigen Referat in Verbindung gesetzt. Die Kontaktdaten der zuständigen Referentin teilt Ihnen gern mein Berliner Büro mit.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stephan Eisel
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Frage zum Thema Wirtschaft
23.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Eisel,

bei Recherchen für eine Uniarbeit bin ich auf einen Widerspruch gestoßen, von dem ich hoffe, dass Sie mir das erklären können. In Ihrem Kandidatenflugblatt steht: "Im Unterschied zur Mehrheit seiner Fraktion hat Stephan Eisel auch gegen die Abwrackprämie gestimmt." Schön und gut, aber in ihrer Erklärung zur Abstimmung vom 28. Mai 2009, als es um die Erhöhung der Abwrackprämie ging, schreiben Sie, dass Sie der Einführung der Abwrackprämie im Februar 2009 zugestimmt haben. Was stimmt denn jetzt?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Stephan Eisel
2Empfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrter Herr ,
 
haben Sie vielen Dank für ihre Frage.

Am 13. Februar 2009 wurde im Deutschen Bundestag in zweiter und dritter Lesung über das "Gesetz zur Sicherung von Wachstum und Beschäftigung in Deutschland" abgestimmt. Es enthielt eine Fülle von Maßnahmen, denen ich insgesamt zugestimmt habe. Eine Einzelabstimmung über die sog. "Abwrackprämie" fand nicht statt. Dazu kam es dann am 28. Mai 2009 in einer namentlichen Abstimmung über den "Gesetzentwurf zur Änderung des Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens ‚Investitions- und Tilgungsfonds’". Diesen Gesetzentwurf habe ich abgelehnt. Die Gründe finden sich in meiner Erklärung zur Abstimmung:

"Mit dem Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens "Investitions- und Tilgungsfonds" erfolgt eine Anpassung im Sondervermögen des erst jüngst eingerichteten Investitions- und Tilgungsfonds (ITF). Ursprünglich waren als Gesamtbetrag im Sinne einer Deckelung für die Umweltprämie 1,5 Mrd. € bereitgestellt worden. Nunmehr erfolgt eine Erhöhung um 3,5 auf 5 Mrd. € zuzüglich weiterer sich unmittelbar daraus ergebende 0,7 Mrd. € für erhöhte Zinsaufwendungen. Im Ergebnis steigt daher die Kreditermächtigung des Fonds um insgesamt 4,2 Mrd. € auf 25,2 Mrd. €.

Ich halte es für nicht vertretbar, die Neuverschuldung und damit Belastung künftiger Generationen derart zugunsten eines nur gegenwartsbezogenen staatlich subventionierten Konsumanreizes zu erhöhen. Die Umweltprämie vom Frühjahr 2009 war in ein ausgewogenes Gesamtpaket zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland eingebettet. Zu diesem Gesamtpaket gehörte auch eine klare Tilgungsregelung, weshalb ich unter Zurückstellung von Bedenken diesem Gesamtpaket damals zustimmen konnte.

Die nun beabsichtigte Weiterführung der Umweltprämie – verbunden mit erheblichen Mittelzuwächsen - wirkt jedoch gesamtwirtschaftlichen deutlich negativ. Es kommt aufgrund der künstlichen Angebotserweiterung zu ordnungspolitisch bedenklichen Marktverzerrungen, beispielsweise auf dem Markt für Gebrauchtwagen oder dem Markt für Metallschrott. Weiterhin fehlt dem Gesetz eine klare und eindeutige Exit-Strategie für den Fall des Auslaufens der Prämie und den dann zu erwartenden erheblichen Nachfrageeinbrüchen.

Darüber hinaus wird auf der Nachfrageseite ein umfangreicher Mitnahmeeffekt bei der Anschaffung von Kleinfahrzeugen bei den Bürgern zementiert. Damit wird letztlich massiv Kaufkraft zu Gunsten der Automobilindustrie verlagert. Denn auch die Bürger können letztlich ihr Einkommen nur einmal ausgeben. In der Folge dieser Kaufkraftverschiebung werden andere Branchen wie zum Beispiel die Möbelindustrie und Dienstleister benachteiligt, ohne das diesen Sektoren zur Überwindung der Konjunkturkrise in vergleichbarer Form geholfen wird.

Sicherlich handelt es sich bei der Automobilindustrie um einen für Deutschland wichtigen Industriezweig. Allerdings ist die einseitige Bevorzugung eines einzigen Wirtschaftszweigs wie der Automobilindustrie nicht sachgerecht. Rechnet man die Kfz-Steuerbefreiung vom Herbst 2008 und ihre schadstoffbezogene Umstellung sowie die ebenfalls im o.g. Gesamtpaket enthalten üppigen Sonderförderprogramme für Elektromobilität hinzu, dürfte sich die Unterstützung durch den Steuerzahler zusammen mit einer erweiterten Umweltprämie bald schnell auf über 5 Mrd. € addieren.

Insgesamt sind hier in wenigen Wochen finanzielle Hilfen für einige auserwählte Unternehmen geflossen, die dem Entlastungsvolumen der Unternehmenssteuerreform 2008 für die gesamte Wirtschaft entsprechen.

Daher komme ich zusammenfassend zum Schluss, dass sowohl ordnungspolitisch als auch finanz- und haushaltspolitisch die beabsichtigte Erweiterung der Umweltprämie abzulehnen ist."

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Stephan Eisel
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Ihre Frage an Dr. Stephan Eisel
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