Dr. Peter Struck (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Dr. Peter Struck
Jahrgang
1943
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesminister der Verteidigung a. D.
Wahlkreis
Celle - Uelzen
Landeslistenplatz
3, Niedersachsen
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(...) Die SPD konnte erreichen, dass mit dem Familienleistungsgesetz Schülerinnen und Schüler aus Familien, die ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht vollständig aus eigenen Kräften und Mitteln bestreiten können, zusätzlich 100 Euro erhalten. (...) Eine Ausweitung bis zur 13. Klasse lehnte die Union bedauerlicherweise ab. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Sicherheit
05.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Struck,

zunächst darf ich meinen Dank an die Betreiber dieser Seite aussprechen, die mir eine einfache Möglichkeit schaffen, mit Ihnen in Kontakt zu trefen und Ihnen eine (öffentliche) Frage zu stellen.

Im kommenden September jährt sich der Tag der Attentate auf die Word Trade Center, das Pentagon und in Pennsylvania zum 8. mal und zum ersten Mal ist Herr Bush nicht an der Regierung. Das gibt die Möglichkeit, den Fall noch einmal kritisch und fair unter die Lupe zu nehmen.

Sie, Herr Dr. Struck, begründen den Afghanistan-Einsatz als Antwort auf die Anschläge am 11. September 2001. Demnach werden die Taliban und Bin Laden als Drahtzieher der Anschläge des 11. September eingeschätzt.

Ich hoffe, dass Ihre für Deutschland weit reichende Entscheidung eines Einsatzes in Afghanistan mehr als auf Hören-Sagen der US Regierung beruhte.

1) Frage:
Können Sie mir mitteilen, welche unabhängige Informationen Sie haben, die einen Zusammenhang zwischen den Tätern des 11.9.01 und Gruppen in Afghanistan zweifelsfrei belegen.

Bis heute konnte nämlich kein staatliches Gericht diesen Zusammenhang feststellen (trotz Versuche der USA etwa in Guantanamo eine Kausalbeziehung zu erlangen). Ein rechtskräftiges Urteil, die eine Täterschaft des 11.September klärt, blieb tatsächlich bis heute aus.


2) Falls Ihre Entscheidung auf Vermutungen oder Hören-Sagen beruhen, heben Sie nicht letztlich das Prinzip der Unschuldsvermutung auf und entfernen sich damit von einem rechtsstaatlichen Handeln, dass Deutschland doch eigentlich schützen will?


Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte nicht ein Anwalt für kriminelle Machenschaften eines Herrn Bin Laden oder fanatische Taliban sein aber ich mache mir ernsthafte Sorgen, dass Sie sich eventuell dabei beteiligen, dass die Anschläge und die Opfer des 11. September 2001 zu zweifelhaftem Zwecken instrumentalisiert werden.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir in dieser Frage weiterhelfen könnten.


Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Peter Struck
bisher keineEmpfehlungen
28.07.2009
Dr. Peter Struck
Sehr geehrter Herr ,

die Umstände der Anschläge vom 11. September 2001 sind in den vergangenen Jahren sehr intensiv durchleuchtet und dokumentiert worden.

Es gibt klare Belege dafür, dass sich Attentäter und Unterstützer vor den Anschlägen vom 11. September 2001 in Al-Kaida-Ausbildungslagern in Afghanistan aufgehalten haben und dort auch mit Bin Laden zusammengetroffen sind, der sich selbst der Vorbereitung der Anschläge bezichtigt hat.

Diese Sachverhalte sind unter anderen nachzulesen im Urteil des Bundesgerichtshofes gegen Mounir al-Motassadeq, der der Beihilfe zum 246-fachen Mord in Tateinheit mit Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung für schuldig befunden worden ist. Insofern ist die Behauptung nicht richtig, dass kein staatliches Gericht diese Zusammenhänge dargelegt hätte.

Es gibt zahlreiche Dokumentationen des Hergangs der Anschläge vom 11. September. Eine sehr ausführliche Darstellung bietet zum Beispiel der 9/11-Commission-Report des US-Kongresses. Die Kommission war paritätisch mit je fünf Kongress-Mitgliedern der Republikaner und der Demokraten besetzt und hat umfangreiche Beweisaufnahmen, Hearings und Untersuchungen durchgeführt. Der 9/11-Commission-Report ist über das Internet öffentlich zugänglich.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Struck
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Frage zum Thema Internetsperren
06.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Struck,

zur Begründung Ihrer Zustimmung zum ZugErschwG schreiben Sie u. a.:

"Bereits nach heutiger Rechtslage werden Kinderpornografie-Seiten, die sich auf deutschen Servern befinden, von den Internetprovidern heruntergenommen. Ein solcher direkter Zugriff ist im Ausland nicht möglich. Nur deshalb stellt sich die Frage nach Zugangssperren. Es geht hierbei aber nicht um eine Internetzensur – es geht um die Bekämpfung krimineller Handlungen in einem ganz besonders gelagerten Fall."

Soweit mir bekannt ist, sind alle Server, die kinderpornografische Inhalte vorhalten, schon aus infrastrukturellen Gründen in Ländern aufgestellt, in denen Kinderpornografie ebenfalls verboten ist. Es stellt sich also die Frage, wieso nicht zunächst die vorhandenen Bestimmungen umgesetzt bzw. verbessert werden, so etwa die Kooperation internationaler Ermittlungsbehörden. Im Bereich des Internetbetruges mit gefälschten Bankseiten funktioniert dies bereits so gut, das kriminelle Seiten in Stundenfrist komplett aus dem Netz getilgt werden.
Wieso wird stattdessen ein weitgehend nutzloses Feigenblatt mit heisser Nadel gestrickt, um damit Unzulänglichkeiten bei den Ermittlungsbehörden zu kaschieren?

Anbieter von kinderpornografischem Material wird durch das ZugErschwG zudem dadurch in die Hände gespielt, das sie durch Sperrung darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie behördlich bekannt sind und ihre Flucht antreten können.

Solche Überlegungen sind doch eigentlich offenbar - wie können Sie die zahllosen, im Kern ja gutgemeinten Kritiker einfach ignorieren?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Peter Struck
bisher keineEmpfehlungen
18.08.2009
Dr. Peter Struck
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen vielmals für Ihre Zuschrift.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat in den Beratungen mit der Union wesentliche Verbesserungen des ursprünglichen Gesetzentwurf durchsetzen können und damit auch einige Punkte zahlreicher Kritiker des Gesetzentwurfs aufgegriffen, die in der Bundestagsanhörung geäußert wurden.

Insbesondere ist es uns gelungen, den Grundsatz* "Löschen vor Sperren"* festzuschreiben. Danach kommt eine Sperrung nur dann in Betracht, wenn eine Verhinderung der Verbreitung der kinderpornografischen Inhalte durch Maßnahmen gegenüber dem Verantwortlichen nicht möglich oder nicht in angemessener Zeit Erfolg versprechend ist.

Selbstverständlich müssen darüber hinaus die Ermittlungen und die internationale Kooperation weiter verstärkt werden, um Anbieter kinderpornografischen Materials auch im Ausland strafrechtlich verfolgen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Peter Struck
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Struck

Auf Spiegel-Online vom 06.06.2009 lesen wir, das sie voll hinter dem Afghanistaneinsatz der Bundeswehr stehen und diesen sogar ausweiten möchten. Sie wissen aber auch, das dieses Land mehr als 250 Jahre zu den britischen Kolonien gehörte. Die Spuren der blutigen Kolonialkriege haben sich tief in das historische Gedächtnis der dort lebenden Nationen eingegraben. Nachzulesen bei: Wikipedia etc. Daraus resultiert die Antipathie der dort lebenden Menschen gegenüber den Europäern. Zudem die USA es in den vergangenen Jahren an keinem Tag versäumten, das Prinzip des Kolonialismus "Teile und Herrsche" fortzusetzen. Das sollten sie bei ihrer Argumentation bedenken.

Nun meine erste Frage an Sie, ähnlich wie sie schon Michael Moore an die Abgeordneten des US Repräsentantenhaus stellte:
Sie haben selbst drei zum Teil erwachsende Kinder. Würden sie von ihnen verlangen, das sie sich bei der Bundeswehr freiwillig zum Einsatz ins Kampfgebiet nach Afghanistan melden und dort mit Heldenmut an vorderster Front ihren Dienst verrichten?

Eine zweite Frage sei mir erlaubt: Bei meinem letzten Besuch in der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Lienz sah ich ein bemerkenswertes Plakat und möchte sie vom Inhalt bekannt machen

[zitat]
235 Milliarden Dollar Afrikas Auslandsschulden
777 Billionen Dollar Schäden durch Sklaverei & Kolonialismus


Schulden streichen und für Sklaverei entschädigen
[/zitat]

Finden sie nicht auch, das es für uns Europäer endlich Zeit wird, Hamid Karsai´s Besuch in Deutschland zum Anlass zu nehmen ähnliches auch für die Staaten des Mittleren Orient zu erklären?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
07.07.2009
Von:
-

Sehr geehrter Dr. Struck,

mich irritiert Ihr Vorschlag, Hamid Karzai in den Bundestag einzuladen sehr. Mitten im afghanischen Wahlkampf soll ausgerechnet er den deutschen Abgeordneten und den Wählern in Deutschland erklären, warum die Menschen in Afghanistan unsere Hilfe, auch militärische Hilfe brauchen?

Karzai ist in seinem Land - um es einfach zu sagen - ja nicht unumstritten. Ihre Parteinahme für ihn ist mir völlig unverständlich, weil ich bisher geglaubt habe, dass Sie sich für das Enstehen einer Demokratie in Afganistan einsetzen.

Oder interessieren Sie gar nicht die Berichte über Wahlmanipulationen und die nicht gewaltfreie Unterdrückung der Opposition und die Machenschaften mit den Clans usw.?

Freundliche Grüsse -
Antwort von Dr. Peter Struck
1Empfehlung
28.07.2009
Dr. Peter Struck
Sehr geehrter Herr ,

ich habe nie einen Zweifel daran gelassen, dass ich mit der Regierungsbilanz des afghanischen Präsidenten Karzai sehr unzufrieden bin. Es ist ihm bislang vor allem nicht gelungen, nachhaltige Erfolge im Kampf gegen die grassierende Korruption zu erzielen. An dieser Kritik halte ich ausdrücklich fest.

Ich halte es dennoch für sinnvoll, dass Präsident Karzai bei den Abgeordneten des Deutschen Bundestages und der deutschen Öffentlichkeit für eine Fortsetzung des internationalen Engagements in Afghanistan wirbt. Manche Abgeordnete und Teile der deutschen Öffentlichkeit stehen auf dem Standpunkt, die internationale Gemeinschaft engagiere sich in Afghanistan gegen den Willen der dortigen Regierung und Bevölkerung.

Präsident Karsai könnte und sollte deutlich machen, dass es sich dabei um eine Fehleinschätzung handelt und die afghanische Regierung und die Bevölkerung nach wie vor eine Fortsetzung des internationalen Engagements entschieden befürworten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Peter Struck MdB
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Frage zum Thema Sicherheit
23.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Struck,

ich darf meine Möglichkeit nutzen, nochmals nachhaken zu können.
Ich muss nämlich sagen, dass mich Ihre Antwort nicht überzeugt hat. Bitte nennen Sie mir unabhängige Quellen, um den Zusammenhang zwischen Taliban und Anschläge der 9/11 zu untersetzen.

Dazu die Facts, die Sie wissen müssten, um so weit reichende Entscheidungen wir den Afghanistan Einsatz zu beschließen.

1) Bin Laden hat sich bis heute eben gerade nicht zu den Anschlägen bekannt. Nicht einmal FBI sucht ihn auf Grund der Anschläge auf den 9/11. Siehe www.fbi.gov

2) Der mitleidenswürdige al-Motassadeq muss mehr oder weniger wegen eines Formfehlers 12 Jahre hinter Gitter, weil er 5000 Mark an seinen ehemaligen Studienkumpel Atta überwies. Ob Atta aber überhaupt wegen der Anschlägen schuldig ist, wurde bis heute vor keinen Gericht der Welt geklärt - ist das unser kleiner deutscher Justizirrtum (unser Bauernopfer)?

juris.bundesgerichtshof.de

3) Meine erste Frage an Sie läuft deswegen letztlich auf folgende Fragestellung hinaus. Ist Herr Atta wirklich schuldig an den Anschlägen des 9/11. Können Sie, Herr Struck, zweifelsfrei eine Brücke bauen, von den einstürzenden Türmen (1/2/7) in NYC, dem Loch im Pentagon, oder dem Krater in Shanksville über Herrn Atta und seine Cesna Piloten über Herrn al-Motassadeq, über Al Quaida, über Bin Laden bis nach zu den Stammesbrüdern der afghanischen Taliban?
Alles was der 9/11 Report aufzählen kann, ist ein vermeintliches Handytelefonat aus einer vermeintlich fliegenden Maschine und einer Tonbandaufzeichnung einer vermeintlichen Stewardess. Vor Gericht zu Recht nicht zu gebrauchen, weil Manipulationen zu leicht sind.

Herr Struck, bitte legen Sie mir und dem Rest des Deutschen Volkes hier bitte Ihre stichhaltigen Beweise vor, damit wir alle wissen, was zusammen gehört.

Danke

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