Dr. Michael Fuchs (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Michael Fuchs
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Apotheker
Ausgeübte Tätigkeit
Unternehmer, Fuchs Holding GmbH, Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Koblenz
Landeslistenplatz
keinen, Rheinland-Pfalz
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(...) Ein Bericht des Ministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass sich in vielen Bereichen die Lebensverhältnisse und Teilhabechancen von Frauen und Männern weiter angenähert haben, es dennoch nach wie vor erhebliche Differenzen z.B. in der Erwerbstätigkeit, in der politischen und gesellschaftlichen Partizipationen gibt. Die gleiche Einbeziehung von Frauen und Männern in die Politik führt zu einer anderen, ausgewogeneren Politik und gesellschaftlichen Entwicklung. Arbeit, Kreativität und Entscheidungsmacht auch von Frauen sind für die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft unverzichtbar. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
24.03.2009
Von:
Max

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs,

ich habe eine Frage an Sie, welche zuletzt bei uns im Schulunterricht aufgeworfen worden ist. Und zwar möchte ich gerne wissen, wieso sich die BRD dagegen wehrt Waffentechnologien ins Ausland zu verkaufen, also warum zum Beispiel nicht begehrte Panzer wie der Leopard II an andere Länder verkauft werden? Dies wäre doch eine große Möglichkeit die Einnahmen des Staates zu vergrößern und Arbeitsplätze in der Branche zu wahren, denn was passiert wenn die Firmen ihre Aufträge vom Militär erfüllt haben? Wie sollen die Arbeiter weiter unterhalten werden? Und wenn die BRD nicht ihre Waffen verkauft, machen dies doch andere Statten mit guter Technologie, stehen wir dann nicht als die Verlierer da?

Vielen Dank für die Antwort im Vorraus!

mfG Max
Antwort von Dr. Michael Fuchs
12Empfehlungen
01.04.2009
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zur Rüstungswirtschaft, die ich aufmerksam gelesen habe. Prinzipiell mag Ihre Überlegung, dass zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland verstärkt deutsche Waffentechnologien ins Ausland verkauft werden sollten, plausibel erscheinen. Im internationalen Vergleich unterliegen deutsche Rüstungsexporte aber einer strengen und sorgfältigen Überprüfung.

Die Bundesregierung trifft ihre Entscheidungen für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern anhand strikter politischer Grundsätze, wobei das Grundgesetz, das Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen (KWKG) und das Außenwirtschaftsgesetz (AWG) die Rechtsgrundlagen bilden. Genehmigungen zur Ausfuhr werden nur dann gewährt, wenn sichergestellt ist, dass diese Rüstungsgüter weder für Menschenrechtsverletzungen mißbraucht werden noch zur Verschärfung von Krisen beitragen. Aus diesem Grund dürfen die EU-Mitgliedstaaten der Rüstungsindustrie keine Ausführgenehmigungen erteilen, wenn das Risiko besteht, dass der Empfänger das zur Ausfuhr bestimmte Gerät zu aggressiven Zwecken gegen ein anderes Land oder zur gewaltsamen Durchsetzung eines Gebietsanspruchs benutzen würde. Auch dürfen – und das ist in Bezug auf Ihre Frage der entscheidende Punkt – beschäftigungspolitische Grundsätze keine ausschlaggebende Rolle für den Export von Kriegswaffen spielen. Der Schutz vor Menschenrechten hat Vorrang vor Arbeitsplätzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Fuchs MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs!

Ich danke Ihnen für Ihre am 30.12.08 erfolgte Antwort auf meine am 11.12.08 gestellte Frage. Gestatten Sie mir bitte einen Ihrer Gedanken auf zu greifen, Zitat Dr. M. Fuchs:

"Art. 8 Abs. 1 Grundgesetz spricht allen Deutschen das (Grund-)Recht zu, "sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln". Die Betonung bei diesem völlig legitimen Versammlungsrecht liegt dabei auf dem Begriff friedlich. Kommt es im Verlauf einer Versammlung zu Gewalttätigkeiten von Einzelnen oder Gruppen, so lehne ich diese in aller Schärfe ab, ganz egal welcher politischer Couleur." www.abgeordnetenwatch.de

Ich kann Ihre Ablehnung der besagten Gewaltätigkeiten nachvollziehen, gebe aber deutlich zu bedenken, dass eine Ablehnung der Gewalt hier (und anderswo) auch sinnvolle und effeziente Konsequenzen zeigen muss.

Leider vermisse ich in Ihrer amsonsten durchdachten Stellungsnahme eine befriedigende Analyse der Ursachen für Protest und die diesen Protest vereinnahmende Gewalt weniger. M.E. wird die Ächtung der Gewalt nicht ausreichen oder diese Analyse erstzten. Erlauben Sie mir dazu folgende Fragen:

Frage 1:

Hat der deutsche Staat, konkret Inneminister Schäuble nicht schon im Vorfeld des G-8 Treffen von Heiligendamm durch die gewählte Strategie der Sicherheitspolitik zu einer möglicherweise vermeidbaren Polarisierung beigetragen?

Frage 2:

Könnte der Protest und seine Eskalation von Heiligendamm nicht auf Defizite unserer politischen Kultur weisen, die einem friedlichen demokratischen Diskurs und einer effizienten politischen Arbeit mit solchen wertvollen Qualitäten wenig Raum lassen?

Frage 3:

Können Sie verstehen, dass besonders jüngere Menschen angesichts des Versagens der Politik zu globalen Themen wie Ökologie, fairer Weltwirtschaft, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Sicherung der Zukunft aller Erdenbewohner resignieren oder radikalisieren können?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Michael Fuchs
12Empfehlungen
14.04.2009
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrter Herr ,

aufmerksam habe ich Ihren neuerlichen Beitrag vom 2. April gelesen. Ein wesentliches Element unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist das Recht auf Demonstrations- und Versammlungsfreiheit. Nach Art. 8 Grundgesetz ist es allen Bürgern gestattet, sich "ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln". Daran besteht grundsätzlich auch kein Zweifel, denn man kann und soll ruhig anderer Meinung sein. Das diese unterschiedliche Meinung dann friedlich zum Ausdruck gebracht werden kann unterscheidet das Wesen der Demokratie von der einer Diktatur.

Am Rande des G8-Gipfels in Heiligendamm kam es zu massiven gewalttätigen
Ausschreitungen. Militante Autonome aus dem so genannten "Schwarzen Block" nutzten unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit die bis dahin friedlich verlaufende Demonstration, um mit Steinen, Flaschen und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte loszugehen. Dabei wurden mehrere hundert Personen verletzt, über 20 von ihnen schwer, darunter auch zwei Polizeibeamte. Bei allem Respekt vor Ihren Fragen habe ich für solche Gewaltausbrüche und die begangenen Straftaten keinerlei
Verständnis. Meiner Ansicht nach sind dies keine Demonstranten, die sich aktiv für eine bestimmte Meinung aussprechen. Es sind gewaltbereite Personen, die es bewusst "auf Krawall" anlegen. Dabei nehmen sie ganz selbstverständlich in Kauf, junge Polizeibeamtinnen und -beamte zu verletzen, die im Diensteinsatz ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren für die Wahrung der Ordnung und Sicherheit eines Gipfeltreffens
demokratisch gewählter Regierungschefs. Wer direkt oder indirekt zu Gewalt aufruft oder sich daran beteiligt, hat in meinen Augen den Sinn einer Demonstration nicht verstanden. Wer solch gewaltbereite Personen – ganz gleich welcher politischer Couleur – verharmlost und die Maßnahmen der Polizei in Frage stellt, begibt sich leicht in die Nähe der Spirale der Gewalt.
Die überwiegend friedlich verlaufenden Demonstrationen zeigen, dass es auch ohne Gewalt möglich ist, auf eine konträre Meinung aufmerksam zu machen. Dazu bedarf es weder Steine noch Brandsätze.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Fuchs MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
05.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr.Fuchs,
Auf der Internetseite von Campact erfuhr ich, dass in wenigen Wochen der Gen-Mais MON810 der Fa.Monsanto in Deutschland angebaut werden soll. www.bayern-stoppt-genmais.de Durch Internetrecherche (Kritik der Methoden der Fa.Monsanto) bin ich hellhörig geworden. Farmer aus Amerika und Indien berichten, dass sie durch den Einsatz des Gen-MaisMON810 mit der Zeit immer mehr Pestizide einsetzen mussten, natürlich vom gleichen Produzenten, was eine deutliche Zunahme der Umweltbelastung mit sich brachte.
Die Studie, erreichbar durch den oben genannten Link, (Zitat) gibt einen Überblick über die Ergebnisse neuer wissenschaftlicher Publikationen, die deutlich machen, dass die Risiken des Anbaus von MON810 für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bisher nicht ausreichend untersucht wurden. So liegen neue, konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Bienen, von nützlichen Insekten und der Ökologie von Gewässern vor. Auch zur Gefährdung der Gesundheit liegen neue Studien vor, die zeigen, dass der gentechnisch veränderte Mais dazu beitragen kann, Immunkrankheiten auszulösen.
Zudem wird in der Studie anschaulich gemacht, dass die bisher praktizierten Ansätze zur Risikobewertung von MON810 zu kurz greifen: Sie setzen sich nicht in angemessener Weise mit der Sicherheit des Insektengifts auseinander, das in den Gentechnik-Pflanzen produziert wird. Die wissenschaftliche Unsicherheit über die Wirkungsweise des produzierten Gifts wird differenziert dargestellt.
Dass ein Verbot des Anbaus von MON810 nicht nur in der Sache, sondern auch rechtlich geboten ist, wird in der Studie anhand dem deutschen und europäischen Gentechnikrecht sowie der Rechtsprechung belegt.
Wie ist Ihre Einstellung gegenüber der Einfuhr des GenMais810 in Deutschland?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Michael Fuchs
15Empfehlungen
17.04.2009
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrte Frau ,

nachdem bereits fünf EU-Länder die Zulassung der umstrittenen Genmais-Sorte MON 810 gestoppt haben, hat Anfang der Woche auch das Bundeslandwirtschaftsministerium die Aussaat von MON 810 in Deutschland verboten. Ausschlaggebend für das Verbot waren Untersuchungen des Instituts für Integrative Biologie in Zürich, die eine erhöhte Sterblichkeit bei Wasserflöhen und Zweipunkt-Marienkäfern durch den gentechnisch veränderten Mais nachweisen konnten. Die Studien zeigen außerdem, dass sich die Pollen des Genmaises weiträumiger ausbreiteten, als in den bisherigen Modellrechnungen angenommen. Dadurch erhalten auch die bisherigen Studien eine neue Bedeutung.

Sowohl das Bundeslandwirtschaftsministerium als auch das Bundesumweltministerium sind zu dem Schluss gekommen, dass der genetisch veränderte Mais der Linie MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Auch wenn das Verbot von MON 810 eine reine Einzelfallentscheidung und kein Votum gegen die "grüne Gentechnik" an sich ist, begrüße ich die Entscheidung, denn für mich ist das oberste Gebot einer Zulassung für gentechnisch veränderte Organismen, dass die Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt gewährleistet sein muss.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Fuchs MdB
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Frage zum Thema Familie
07.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs,

die Geburtenrate in Deutschland sinkt dramatisch. Dabei sollte doch unter Familienministerin von der Leyen alles besser werden.

Quelle: www.welt.de

Geburtenrückgang
Deutschland schrumpft trotz Elterngeld weiter

7. April 2009, 11:58 Uhr

Es war das große Projekt von Familienministerin Ursula von der Leyen: Das Elterngeld sollte den Deutschen endlich wieder Lust aufs Kinderkriegen machen. Doch 2008 blieb der Erfolg aus: Es kamen weniger Kinder zur Welt als noch drei Jahre zuvor. Der Sterbeüberschuss erreicht sogar seinen Höchststand.

Glauben Sie immer noch ernsthaft, daß die Familienpolitik von Familienministerin von der Leyen von der CDU wirkllich gut für Deutschland ist?
Antwort von Dr. Michael Fuchs
38Empfehlungen
20.04.2009
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Familien mit Kindern bilden nach wie vor die Grundlage unserer Gesellschaft. Die Familie ist der Ort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, wo die Grundwerte unserer Gesellschaft geprägt und gelebt werden. Doch zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellen wir fest, dass sich die Lebenswirklichkeiten verändert haben: Junge Frauen und Männer orientieren ihre Lebensplanung heutzutage an den Möglichkeiten, Erwerbstätigkeit und Familienleben miteinander zu vereinbaren. Aber immer noch sind Familien auf Zeit, Geld und gute Rahmenbedingungen angewiesen.
Familienpolitik ist deshalb immer auch Zukunftspolitik. Mit ihrer nachhaltigen Familienpolitik reagiert die Bundesregierung auf die veränderten Bedürfnisse von Familien. Dazu wurden in den vergangenen Jahren Leistungen ausgeweitet und neue Regelungen eingeführt. Mit ihrer nachhaltigen Familienpolitik, die entlang der unterschiedlichen Bedürfnisse von Familien ausgerichtet ist, sorgt die Bundesregierung für stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, um Familienleben in unserer Gesellschaft zu sichern.

Dabei spielt die finanzielle Förderung der Familie eine wesentliche, aber nicht die alleinige Rolle. Die Erziehung von Kindern ist und bleibt vorrangig die Aufgabe der Eltern. Diese Verantwortung kann der Staat nicht übernehmen. Die Aufgabe der Politik ist es dagegen, die Rahmenbedingungen für ein kinder- und familienfreundlichen Klima zu schaffen, in dem die Beseitigung struktureller Benachteiligungen genauso angegangen wird wie eine gerechte finanzielle Förderung. Grundsätzlich gilt: Die Förderung von Familien muss sicherstellen, dass die Entscheidung für Kinder und ihre Erziehung nicht zu einer gravierenden finanziellen Schlechterstellung der Elternpaare gegenüber Kinderlosen führt. Diesen Schritt gewährt die Familienpolitik der Bundesregierung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Fuchs MdB
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
09.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs,

die Abwrackprämie stellt Im Grunde ein Darlehen dar, das der Staat an die Autofahrer weiterreicht, die sich ein neues Auto kaufen wollen. Diese Prämie soll nun von 1,5 Mrd. € auf sage und schreibe 5 Mrd. € heraufgesetzt werden. Ich habe dazu folgene Fragen:

1. Von dieser Prämie profitieren viele auslänische Autohersteller. Warum beschränken Sie nicht die Prämie auf in Deutschland hergestellte Autos bzw. die damit zusammenhängenden Arbeitsplätze?

2. Nach dem Auslaufen der Prämie wird ein riesiges Nachfrageloch mit Folgeproblemen entstehen, weil der Autoabsatz lediglich vorgezogen wurde. Wie können Sie diese kurzfristige Betrachtungsweise bei Einführung der Prämie rechtfertigen?

3. Die Lasten aus der Zahlung der 5 Mrd. Abwrackprämie haben jedoch alle diejenigen zu tragen, die jetzt und künftig Steuern zahlen und sich vielleicht kein neues Auto leisten können!
Wie können Sie vertreten, dass diese Steuerzahler später für die Zahlung von Prämien an die Klientel der Autofahrer aufkommen müssen?

Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie die Abwrackprämie befürworten und wie Sie sich zu diesen Fragen stellen.

Mit freunlichen Grüßen
Antwort von Dr. Michael Fuchs
20Empfehlungen
17.04.2009
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrter Herr ,

durch die Aufstockung der Mittel für die Umweltprämie auf insgesamt 5 Milliarden Euro sind durch die Bundesregierung Finanzhilfen für eine einzelne Industriebranche beschlossen worden, die dem gesamten Entlastungsvolumen der Unternehmenssteuerreform von 2008 entsprechen, die rund 1 Milliarde Euro durch die befristete Befreiung von der Kfz-Steuer noch gar nicht mitgerechnet! Damit belasten wir den Haushalt und verspielen die Chance auf eine Konsoldierung der Staatsausgaben.

Vor allem aber belasten wir mit diesen Schulden schon jetzt die Zukunft unserer Kinder. Denn es ist ein Irrtum zu glauben, es gäbe staatliche Förderung ohne Steuermehreinnahmen. Das Geld für derartige Konjunkturprogramme muss der Staat durch Steuereinnahmen finanzieren. So zahlen am Ende die Bürger die Zeche für die Autobranche, die ohne Frage eine große Bedeutung für unsere Volkswirtschaft hat,die aber in den letzten Jahren notwendige technische Innovationen und einen strukturellen Wandel schlicht verschlafen hat. Die Abwrackprämie ist kein Allheilmittel, sie ist nur ein kurzes Strohfeuer, das vor allem sehr viel Geld kostet. Zudem profitieren von dieser Prämie derzeit überwiegend ausländische Hersteller mit ihren preiswerten Fabrikaten, während die deutschen Automobilfirmen überwiegend leer ausgehen. Auch wird im nächsten Jahr die Nachfrage voraussichtlich umso schärfer einbrechen. Das alles sind Gründe, warum ich mich gegen eine Ausweitung der Abwrackprämie ausgesprochen habe.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Fuchs MdB
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