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Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs,
in der gegenwärtigen Diskussion um eine Arbeitspflicht für faule HartzIV-Empfänger, in der Sie ja Ihren Parteifreund Roland Koch unterstützen, wird leider immer nur die halbe Wahrheit angesprochen,
Und deshalb möchte ich einmal den Blick auf die gegenüberliegende Seite der Gesellschaft werfen:
Auf die Gutbetuchten, die sich durch vielfältige Abschreibungsmöglichkeiten, von denen Otto Normalverbraucher meist keinen blassen Schimmer hat, arm rechnen können.
Denn genaugenommen sind diese Abschreibungen oder Subventionen auch eine Belastung für die Allgemeinheit, nämlich in Form von entgangenen Steuereinnahmen. Und diese Belastung tragen auch die Krankenschwestern, Verkäuferinnen, Schichtarbeiter usw.
Fragen:
1. Warum fordern Sie nicht - in gleicher Schärfe - von den Gutbetuchten, die keiner Arbeit nachgehen und somit auch keinen Beitrag für die Gesellschaft leisten, gleichzeitig aber Abschreibungen nutzen, eine solche Arbeit anzunehmen?
In letzter Konsequenz natürlich auch den 1-Euro Job selbst für die Millionärsgattin.
Und wer sich verweigert, dem wird die Abschreibung gekürzt oder gestrichen.
2. Und, warum unterstützen Sie vor diesem Hintergrund die Hetzjagd von Roland Koch auf diejenigen, die als HartzIV-Empfänger vom Kultur- und Erwerbsleben ausgeschlossen werden?
Mit freundlichen Grüßen
