Dr. Mathias Petersen (SPD)
Abgeordneter Landtag Hamburg

Grunddaten
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Facharzt für Allgemeinmedizin
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Hausarzt
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
20, über Liste eingezogen
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(...) Herr Kienscherf ist als Sprecher der Fraktion mit diesem Thema bestens vertraut.(e-Mail: Dirk-Kienscherf @email.de ) Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und kann Ihnen versichern,dass ich mich für eine gerechtere Wohnungspolitik,insbesondere vor dem Hintergrund ungerechtfertigter Mietforderungen einsetzen.Ich bin mir sicher,dass die SPD-Wohnungsbauprogramme und deren Ziel 6000 neue Wohnungen jährlich zu schaffen,einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Entlastung am Mietwohnungsmarkt bringen werden. (...)
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Kulturausschuss
Ordentliches Mitglied
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
13.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Petersen,

zu den ausgehandelten Beteiligungsverträgen zwischen der Stadt Hamburg und Vattenfall bzw. E.on sind mehrere Gutachten erstellt worden. Das Gutachten der Kanzlei Boos, Hummerl & Wegerich ist zu folgenden Ergebnissen gekommen, zu denen ich jeweils eine Frage stelle:
1. Die Mitbestimmung bei der Minderheitsbeteiligung von 25,1% geht nicht über den hierbei üblichen Einfluss hinaus und ist sehr gering. Sehen Sie das auch so?
2. Während der Konzessionsvergabe hat es keine zusätzlichen Verhandlungen mit anderen Unternehmen gegeben. Anderenfalls wären höchstwahrscheinlich bessere Ergebnisse für die Stadt Hamburg erzielt worden. Welche Gründe gab es für den Verzicht auf Verhandlungen mit weiteren Unternehmen?
3. Die Art der Kaufpreisermittlung birgt ein hohes Risiko stark überhöhter Kaufpreise. Wie schätzen Sie das Risiko ein und wie sehen Sie die Möglichkeiten einer späteren Kaufpreisanpassung?
4. Die Garantiedividende, die die Energiekonzerne der Stadt auf den Kaufpreis zahlen, ist zu niedrig bemessen. Sie kann einseitig von den Konzernen gekündigt werden. Bei zu hohem Kaufpreis kann die Stadt den Kredit nicht mehr aus der Gewinnbeteiligung bedienen und müsste aus der Beteiligung aussteigen, wobei die Konzessionen bei den Konzernen verbleiben. Wie beurteilen Sie diese Regelung?
5. Wird z.B. der Volksentscheid gewonnen, wird die Beteiligung beendet und die Stadt erhält nur den Kaufpreis zurück, aber keinen Ausgleich für Inflation oder eine mögliche Wertsteigerung der Unternehmen. Die Stadt könnte außerdem auf einem bereits aufgenommenen und weiter laufenden Kredit sitzen bleiben. Wie beurteilen Sie hier die Risiken für die Stadt Hamburg?
6. Über Dienstleistungsverträge zwischen den Netzgesellschaften und anderen Vattenfall-Töchtern können große Beträge in den Vattenfall-Konzern abgezogen werden. Die Stadt kann dies aber erst nach fünf Jahren überprüfen und beschränken. Wie sehen Sie diese Problematik?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Mathias Petersen
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14.04.2012
Dr. Mathias Petersen
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage zu den Netzverträgen.
Wegen der Komplexität der Verträge ist eine persönliche Besprechung intensiver. Gerne biete ich Ihnen ein persönliches Gespräch an (Tel.:01724138127 für Terminabsprache).
Ich wünsche Ihnen ein schönes WE.

Herzlichen Gruß Mathias Petersen
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
17.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Petersen,

danke für das freundliche Angebot. Vor der morgigen Abstimmung in der Bürgerschaft werde ich es leider nicht mehr schaffen, einen Termin mit Ihnen zu vereinbaren. Ich möchte Sie daher nur bitten, über meine und die weiteren Fragen zu diesem Thema noch einmal nachzudenken und diese Überlegungen in Ihre Entscheidung einfließen zu lassen. Könnten Sie sich vorstellen, aus den obigen Gründen gegen den Vertrag zu stimmen?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Mathias Petersen
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17.04.2012
Dr. Mathias Petersen
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihren Hinweis.Es hat einige öffentliche Ausschusssitzungen gegeben (die Protokolle sind ja auch öffentlich) sodass viele Fragen geklärt werden konnten.Genauso wird mein Abstimmungsverhalten öffentlich sein.Es wurde also mit großer Transparenz über dieses Thema diskutiert.Mit erstaunen habe ich festgestellt, dass eine Mitarbeiterin der Links Partei ist (oder war). Sollten Sie diese Person sein,hätte mich gefreut, wenn sie mit dieser Tatsache genauso transparent umgegangen wären.Ich hoffe nicht,dass die so wichtige Institution "Abgeordnetenwatch" ggf. durch Sie für parteipolitische Auseinandersetzungen missbraucht wurde.

Mit freundlichen Grüßen Mathias
Petersen
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Frage zum Thema Soziales
21.05.2012
Von:
-

Sehr geehrter Herr Dr. Petersen,

wann wird in der Bürgerschaft über das Thema "Hamburger Mietenspiegel" gesprochen, der es Hamburgern Vermietern ermöglicht, alle 2 Jahre die Miete zu erhöhen? Jeder Mensch, der rechnen kann, kann sich diese Aufwärtsspirale ausrechnen und ich habe jetzt schon ANGST, dass ich mir in 6-8 Jahren meine Wohnung nicht mehr leisten kann. Dieses Gesetz ist unsinnig und gehört abgeschafft, um den Mietern eine gewisse Sicherheit zu gewährleisten. Die realen Löhne steigen nicht in dem Maß wie die Mieten in Hamburg!!!

Zum nächsten:
Wie kann es sein, dass es in Hamburg Läden wie "Spendabel" gibt, wo Hartz IV Empfänger (s. g. 1 € Jobber) anderen Hartz IV Empfängern von Hamburger Bürgern gespendete Sachen VERKAUFT und eine GmbH (einfal GmbH) damit Geld verdient? Soweit ich weiß, werden Hartz IV Leistungen aus Steuermitteln finanziert und damit BEIDE Seiten (Verkäufer / Käufer) durch mich finanziert und eine Firma verdient damit Geld. Ist das so zulässig und wenn ja, warum?

MfG
Antwort von Dr. Mathias Petersen
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22.05.2012
Dr. Mathias Petersen
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich entsprechend Ihrer Themen zweigeteilt beantworten möchte.

1. Thema Mieten
Das Thema liegt der SPD-Bürgerschaftsfraktion und auch mir persönlich sehr am Herzen. Wir haben deshalb eine entsprechende Initiative gestartet, über die Sie sich unter folgendem Link informieren können:

www.spd-fraktion-hamburg.de

Aufgrund der teilweise beim Bund liegenden Zuständigkeiten haben wir als Regierungsfraktion versucht, die Spielräume, die Hamburg in dieser Sache als Bundesland hat, so weit wie möglich im Sinne eines verbesserten Mieterschutzes auszunutzen.

2. Thema "1-EUR-Jobber":
Zur Geschäftspraxis der von Ihnen genannten GmbH kann ich nur soweit antworten, als dass es im Bereich der Arbeitsvermittlung und Hilfsinitiativen neben den staatlichen Angeboten eine Vielzahl von gemeinnützigen und nicht-gemeinnützigen Institutionen gibt, die zwar eigenwirtschaftlich organisiert sind, insgesamt aber für alle Beteiligten einen großen Nutzen bringen. Als Beispiel seien hier u.a. private Weiterbildungsträger und Arbeitsvermittler genannt. Wenn es hierbei zu missbräuchlicher Verwendung öffentlicher Mittel kommt, müssen die staatlichen Institutionen selbstverständlich so aufgestellt sein, schnell zu handeln und entsprechende Sanktionen zu verhängen. Sollten die sogenannten Ein-Euro-Jobs nur billiger Ersatz für regelhaft beschäftigte Arbeitnehmer sind, ist dies aus meiner Sicht unverantwortlich. Deswegen ist es wichtig, die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen regelhaft zu überprüfen. Der Senat hat hierzu im vergangenen Jahr eine umfassende Studie in Auftrag gegeben, deren Evaluation von Beschäftigungsprogrammen im Internet veröffentlich sind (siehe www.hamburg.de ).
Um auf der anderen Seite zu verhindern, dass Menschen zu Dumping-Löhnen arbeiten müssen, setzen wir uns als SPD in Hamburg und im Bund für einen gerechten Mindestlohn ein. Wenn Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus in neue Beschäftigungen kommen, müssen sie von Ihrer Arbeit auch würdevoll leben können.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Mathias Petersen
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Frage zum Thema Soziales
22.05.2012
Von:
-

Sehr geehrter Herr Dr. Petersen,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe mir die Informationen durchgelesen, aber nicht die Antwort auf meine Frage gefunden. Meines Wissens nach ist die SAGA-GWG ein städtischer Konzern. Gerade die SAGA-GWG beruft sich auf ihr Recht alle 2 Jahre gemäß Hamburger Mietenspiegel zu erhöhen. Siehe z. B. hier:

www.mopo.de

Diesem Link konnte ich entnehmen, dass die SAGA-GWG ein städtischer Konzern ist:

www.saga-gwg.de

In meinem konkreten Beispiel betrug meine Warmmiete am 16.08.2005 1001,47 €, heute beträgt sie 1.164,70 €. Aus den Betriebskostenabrechnungen erhalten wir stets Beträge zurück, weil wir an den Heiz- und Wasserkosten sparen. Damit hat sich meine Miete innerhalb von 7 Jahren um ganze 16,30 % erhöht. Wie Sie diversen Statistiken entnehmen können steigen aber die REAL-Löhne nicht in dieser rasanten Geschwindigkeit.

de.wikipedia.org

Ich formuliere meine Fragen einmal konkreter:

1. Inwieweit ist die Stadt Hamburg - als SPD regiertes Bundesland - bereit, bei ihrem städtischen Konzern SAGA-GWG in den nächsten Jahren auf Mieterhöhungen lt. Hamburger Mietenspiegel zu verzichten?
2. Wie kann ich mich (und meine Familie!) als Mieter vor der geradezu inflationär und vor allem vollautomatisch steigenden Miete in städtischen Wohnungen schützen?

In der von Ihnen angeführten Initiative habe ich zu diesen Themen nichts gefunden.

Zum Thema sozialer Wohnungsbau kann ich Ihnen mitteilen, dass mein Einkommen dazu zu hoch ist. Es aber leider zu gering, meine Wohnung bei der Mietpreissteigerung im Jahr 2019 noch zu bezahlen. Diese kostet dann - wenn die Miete weiter so steigt - ca. 1400,00 €. Meine Kinder sind dann noch keine 18. Und da soll ich keine Angst bekommen?

MfG
Antwort von Dr. Mathias Petersen
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23.05.2012
Dr. Mathias Petersen
Sehr geehrte Frau ,

da Ihre Fragen sehr ins Detail gehen, würde ich Sie in diesem Fall an meinen Fraktionskollegen Dirk Kienscherf verweisen. Herr Kienscherf ist als Sprecher der Fraktion mit diesem Thema bestens vertraut.(e-Mail: Dirk-Kienscherf @email.de ) Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und kann Ihnen versichern,dass ich mich für eine gerechtere Wohnungspolitik,insbesondere vor dem Hintergrund ungerechtfertigter Mietforderungen einsetzen.Ich bin mir sicher,dass die SPD-Wohnungsbauprogramme und deren Ziel 6000 neue Wohnungen jährlich zu schaffen,einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Entlastung am Mietwohnungsmarkt bringen werden.

Herzliche Grüsse

Mathias Petersen
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