Dr. Mario Kremling (SPD)
Kandidat Sachsen-Anhalt 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Dr. Mario Kremling
Jahrgang
1974
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Halle III , Stimmen (Wahlkreis): 6.718, 20,5%
Landeslistenplatz
28
(...) Und wie so etwas versehentlich passieren kann, bleibt mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Auch haben Minister schon wegen wesentlich kleinerer Vergehen zurücktreten müssen. Sicher macht jeder Mensch mal einen Fehler, aber bestimmte Grenzen gelten halt für alle, ob mit rotem, schwarzem oder ohne Parteibuch. (...)
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Frage zum Thema Gesundheit
20.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Kremling,

ich bin eine angagierte Ergotherapeutin hier in Halle,
aufgrund der anstehenden Landtagswahlen und dem Vorhaben in Sachsen-Anhalt z.B. Ganztagsschulen einzurichten, sind meine Fragen unter anderem:
1. Was passiert mit uns Ergotherapeuten, da sich die gesellschaftlichen Bedingungen ändern und die Kinder dann vorrangig die Ganztagsschulen besuchen werden? Wie können die Ergotherapeuten die medizinisch notwendigen Therapien dann noch gewährleisten? Wird dann die ergotherapeutische Leistung in die Ganztagsschule mit integriert bzw. bekommen die Therapeuten dann rechtlich die Zustimmung in die Einrichtungen zu fahren um dort die Therapien durchzuführen?
2. Wie genau sieht der Inklusionsansatz in den Sonderschulen aus, da diese ja in Sachsen-Anhalt rationiert werden sollen?
3. Wie genau sehen die Chancen der Ergotherapeuten im Gesundheitswesen aus, im Hinblick auf die Ost-West-Angleichung?
4. Gibt es auch in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit eines grundständigen Studienganges Ergotherapie?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Dr. Mario Kremling
bisher keineEmpfehlungen
08.03.2011
Dr. Mario Kremling
Sehr geehrte Frau ,

hiermit möchte ich Ihre Fragen beantworten.
zu 1)
Auch wenn momentan erst ca. 35 Prozent der Sekundarschulen und 23 Prozent der Gymnasien im Ganztagsschulbetrieb arbeiten, wird diese Frage sicherlich zukünftig immer bedeutsamer werden.
Bei einer verstärkten Ganztagsbeschulung müssen sich auch die außerschulischen Einrichtungen auf veränderte Tagesabläufe bei den Schülerinnen und Schüler einstellen. Das kann auch bedeuten, dass entsprechende Kooperationen in das Ganztagsschulkonzept der Einzelschule aufzunehmen sind. Das Schulgesetz lässt bereits heute zu, dass Schulträger auf Wunsch der Schulen den Kooperationspartnern Räume und technische Ausstattung zur Nutzung überlassen.

Zu 2)
Deutschland ist der UN-Konvention zum Schutz der Rechte von behinderten Menschen beigetreten. Damit ist die verstärkte integrative Beschulung von Schülern mit Förderbedarf auch eine wichtige Aufgabe in Sachsen-Anhalt. Der Landtag hat die Landesregierung beauftragt, den gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf schrittweise zur bevorzugten Form der institutionellen Förderung weiter zu entwickeln. Damit folgt der Landtag einer Empfehlung des Bildungskonvents. Das Ziel besteht darin, deutlich mehr Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf als bisher den Zugang zum Hauptschulabschluss, zum Realschulabschluss und zum Abitur zu eröffnen. Zur Beförderung dieses Prozesses sollen die Rahmenbedingungen verbessert werden, wozu insbesondere die Bereitstellung der dafür notwendigen personellen, sächlichen und administrativen Ressourcen, die Intensivierung der spezifischen Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter sowie die Aufnahme integrations- bzw. rehabilitationspädagogischer Ausbildungsanteile in alle Lehramtsstudiengänge zählen. Allerdings plädieren wir dabei für ein behutsames Vorgehen und eine schrittweise Entwicklung, die es allen Beteiligten ermöglicht, sich weiter zu entwickeln. Trotz einer verstärkten integrativen Förderung wird es aber auch künftig Förderschulen geben.

Zu 3)
Die SPD setzt sich seit Jahren für eine Ost-West-Angleichung ein. Im Bereich des Gesundheitswesens hat die Politik jedoch keinen Handlungsspielraum. Die Tarifverhandlungen finden hier zwischen den Krankenkassen und Verbänden statt.

Zu 4)
Einen eigenständigen und grundständigen Studiengang Ergotherapie gibt es in Sachsen-Anhalt nicht. Allerdings bietet seit dem Sommersemester 2008 das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der medizinischen Fakultät der Uni Halle in Kooperation mit Berufsfachschulen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ein ausbildungsintegrierendes Bachelor- Programm an. Das Studium führt neben dem Abschluss eines staatlich anerkannten Gesundheitsfachberufes (u. a. Ergotherapeut) zum international anerkannten Grad des "Bachelor of Science". Informationen über Zugangsvoraussetzungen und Studienmodalitäten erhalten Sie von der Universität.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Mario Kremling
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Frage zum Thema Gesundheit
27.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Kremling,

ich leite seit 1998 eine Praxis für Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Der Stress, jeden Tag möglichst viele Patienten individuell und hochqualifiziert zu behandeln wächst und wächst und ist unter den derzeitigen Bedingungen nicht zu stoppen.
Seit 2000 vertrete ich die Landesgruppe Sachsen-Anhalt des dbs.
Als Praxisinhaber, Arbeitgeber, akademischer Sprachtherapeut und auch in meiner Funktion als Landesvertreter habe ich folgende Frage an Sie:

Was tun Sie als Politiker in Sachsen-Anhalt, dass die Vergütung für Sprachtherapie in Sachsen-Anhalt nach 20 Jahren endlich dem Durchschnittswert der Westbundesländer angeglichen wird?

Die Existenz unserer Sprachtherapeutischen Praxen in Sachsen-Anhalt ist ernsthaft bedroht!
1. Den Arbeitgebern ist es nicht möglich, ein angemessenes Gehalt für akademische Sprachtherapeuten zu zahlen.
2. Die Nebenkosten sind in den letzten Jahren gestiegen und befinden sich nun auf oder über Westniveau.
3. Die Kosten für Weiterbildungen, Diagnostikmaterialien, Computer, Programme, Fahrtkosten, Versicherungen und, und ... sind in allen Bundesländern gleich hoch.
4. Diese extrem hohen Praxiskosten sind nur durch viele Behandlungen zu finanzieren. Um die Wirtschaftlichkeit in den Praxen zu gewährleisten, müssen die Sprachtherapeuten mindestens 10 Patienten pro Tag behandeln.
5. Diese Arbeitsbedingungen führen zu einem hohen Krankenstand von Sprachtherapeuten.

Wie viel in € ist es der Gesellschaft, der Politik wert, das Sprechen, das Lesen, das Schreiben?Genau AOK OST: 25,76€ für 45 Minuten. Mit dieser Vergütung ist eine Praxis nicht mehr lange zu halten.

Wir möchten mehr Transparenz für unsere Situation in der breiten Öffentlichkeit. Die Inflation wird weiter voranschreiten, das bedeutet für uns in Zukunft 30 Patienten pro Tag???

Sehr geehrter Herr Dr. Kremling, mit welchen Mitteln können Sie uns helfen?

Ich bedanke mich im Voraus herzlich für Ihre Antwort!
Antwort von Dr. Mario Kremling
bisher keineEmpfehlungen
08.03.2011
Dr. Mario Kremling
Sehr geehrte Frau ,

entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort. Grundsätzlich bin ich natürlich dafür, dass es auch bei der Erbringung sprachtherapeutischer Leistungen in Ost und West die gleichen Honorare geben sollte. Es gibt keinerlei Begründung für eine Ungleichbehandlung.

Weil ich Ihnen keine zu allgemeine Antwort geben wollte, musste ich erst etwas recherchieren. Nach meiner Information finden momentan gerade Verhandlungen zwischen der AOK-Ost und den Verbänden der akademischen Sprachtherapeuten statt. In diese Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern kann von außen nicht eingegriffen werden - da würde ich Erwartungen wecken, die die Politik nicht erfüllen kann. Wie ich auch erfahren habe, verhandeln die Ersatzkassen bundesweit - eben anders als die AOKn. Die Ersatzkassen zahlen seit 1.1.2011 für 45 min. ein Honorar von 32,47 €. Das nützt Ihnen nur leider wenig, wenn Sie als Therapeuten zum Großteil AOK-Versicherte haben.
Es bleibt zum jetzigen Zeitpunkt also nur, das Verhandlungsergebnis abzuwarten. Sobald Verhandlungsergebnisse feststehen, können Sie sich gern wieder an mich wenden. Ich weiß, meine Antwort wird Sie nicht zufrieden stellen, aber mehr kann ich dazu momentan leider nicht sagen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Mario Kremling
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Frage zum Thema Gesellschaft und Kultur
02.03.2011
Von:

Sehr geehrte Herr Dr. Kremling,

Sie haben sich zur Landtagswahl in meinem Wahlbezirk in Halle an der Saale gestellt.

In Halle an der Saale spielt die Wissenschaft eine große Rolle.
In diesem Zusammenhang nehmen Sie bitte Stellung zum Betrug des ehemaligen Verteidigungsministers der BRD beim Verfassen seiner Dissertation.

Teilen Sie die, in weiten Teilen der Union verbreitete, Meinung, dass der Betrug und geistige Diebstahl eher als harmlos anzusehen ist und Popularität eines Politikers in bestimmten Schichten der Bevölkerung über den bürgerlichen Werten unseres Landes steht?
Finden Sie es, wie die deutsche Kanzlerin es bezeichnet, scheinheilig, wenn diese Werte verteidigt werden?

In Erwartung auf Ihre Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Wähler M.
Antwort von Dr. Mario Kremling
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03.03.2011
Dr. Mario Kremling
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Anfrage. Auch an den Wahlinfoständen werde ich oft zu meiner Meinung zum "Fall Guttenberg" befragt.
Die Geschehnisse um zu Guttenberg erscheinen deshalb so spektakulär, weil er vorher zu einer Art "Lichtgestalt" stilisiert worden ist, maßgeblich durch eine bestimmte Tageszeitung. Hinzu kommt, dass er seine Reden immer mit großem Pathos gewürzt hat, was anscheinend bei vielen Menschen gut angekommen ist. Umso heftiger ist nun der tiefe Fall des Freiherrn.
Fest steht: das "versehentliche" Kopieren von ganzen Passagen in einer Dissertation kann nicht als "schummeln" abgetan werden. Und wie so etwas versehentlich passieren kann, bleibt mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Auch haben Minister schon wegen wesentlich kleinerer Vergehen zurücktreten müssen. Sicher macht jeder Mensch mal einen Fehler, aber bestimmte Grenzen gelten halt für alle, ob mit rotem, schwarzem oder ohne Parteibuch. Und unabhängig davon, wie beliebt oder unbeliebt jemand ist. Diese Forderung nach gleichem Recht für alle ist absolut berechtigt und nicht scheinheilig. Und anscheinend war die Kanzlerin ja auch gut auf den Guttenberg-Rücktritt vorbereitet, sonst hätte sie nicht im Handumdrehen einen Nachfolger präsentieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Kremling
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Frage zum Thema Bildung und Schule, Hochschule und Wissenschaft
05.03.2011
Von:

Hallo Herr Kremling!

In vielen Bereichen gibt es schon länger "leistungsabhängige" Bezahlung. Ich setze die Anführungszeichen, weil es meiner Meinung nach meist reichlich hilflose Maßstäbe sind, die sich in Zahlen ausdrücken lassen. Nun sollen auch der Universität die Mittel um 10% gekürzt werden, und um wieder auf die bestehenden, bereits in den vergangenen Jahren mehrfach gekürzten, Mittel zu kommen, muss die Uni bestimmte "Leistungen" erbringen. Offensichtlich legt die Politik ein Menschenbild zugrunde, in dem ein Mensch ständig von anderen zur Arbeit getrieben werden muss. Sollte dieses Bild zutreffen - was hielten Sie davon, als Politiker mit gutem Beispiel voranzugehen und einen Teil der Diäten oder einen Teil der Wahlkampffinanzierung zum Beispiel abhängig von den erfüllten Wahlversprechen ausgezahlt zu bekommen?

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Frage zum Thema Gesundheit
15.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Kremling,

vielen Dank für Ihre Antwort und Ihre umfangreichen Recherchen. Ohne politische Hilfe habe wir Sprachtherapeuten im Osten keine Chance unsere Situation zu verbessern. Verhandlungen mit den Krankenkassen zeigen immer wieder, dass wir durch Verhandeln nie eine Annäherung an Westvergütung erreichen werden. Diese Ungleichheit und Ungerechtigkeit kann nur die Politik lösen.
Sie vertrösten mich auf die AOK Verhandlungen im Mai in Berlin. Entsteht vor der Verhandlung kein politischer Druck, der die AOK bewegt, wird auch diese erneute Verhandlung für uns zäh und wenig erfolgreich verlaufen. Die AOK wird sich wie immer hinter den gesetzlichen Vorgaben verstecken. Wir (also auch ich für unserer Land Sachsen-Anhalt) werden unsere schlechte finanzielle Situation darstellen. Darauf folgt vermutlich der nächsten Termin zur Verhandlung im September. Dieser wird evt. abgesagt oder verschoben und schon schreiben wir das Jahr 2012. Kaum zu glauben? Sehr geehrter Herr Dr. Kremling, leider habe ich, dies so schon erlebt. Daher brauchen wir wirklich dringend die Hilfe der Politik!
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihnen und Ihrem Kollegen Herrn Felke unsere Situation persönlich schildern kann. Können Sie mir einen Gesprächstermin anbieten?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Mario Kremling
bisher keineEmpfehlungen
17.03.2011
Dr. Mario Kremling
Sehr geehrte Frau ,

selbstverständlich stehe ich Ihnen gern zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung. Allerdings steht noch das Ergebnis des kommenden Sonntags aus. Sprich: Wenn ich zum Abgeordneten gewählt werde, kann ich auch etwas in Ihrem Sinne bewegen. Daher meine Bitte: Schreiben Sie mir nächste Woche eine kurze Mail an info@mario-kremling.de , damit wir in direkten Kontakt treten können.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Kremling
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