Dr. Lutz Mohaupt (CDU)
Abgeordneter Hamburg 2008-2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Dr. Lutz Mohaupt
Geburtstag
07.08.1942
Berufliche Qualifikation
Hauptpastor em.
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
18, über Liste eingezogen
(...) Ich habe zum Schluss nur die Bitte an Sie, in Bezug auf Ihre eigenen Überzeugungen etwas mehr Selbstkritik und Bescheidenheit walten zu lassen. Wer "Politiker auf die nicht akzeptablen Fehlleistungen ihrer Politik" hinzuweisen beabsichtigt, muss sich fragen lassen, ob - und wenn ja, warum und wieso und woher - er denn so viel klüger ist als jene. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
15.09.2009
Von:

Guten Tag Herr Mohaupt,

Auf die folgende Fragen bezüglich der Fernwärmetrasse sind sie nicht - bzw - ungenügend - eingegangen:

1. Warum wurden die Menschen, die am Rand den zukünftigen Baustellen wohnen, nicht mit in die Planungen einbezogen?

2. Wird die Baumaßnahme genutzt, um die Parks (Grünzug Altona) promenadenmäßig umzugestalten und ist dabei eine Randbebauung geplant?

3. Wenn es schon eine Fernwärmetrasse sein muss, warum wird diese dem Konzern Vattenfall überlassen und nicht in die versprochenen Stadtwerke integriert?
(ich frage hier WARUM und nicht, ob es etwas an der Grundproblematik geändert hätte)

Zum Schluss noch eine persönliche Frage:

Wie können sie es als Pastor mit dem christlichen Schöpfungsgedanken vereinbaren, dass sie dem Autoverkehr (auf der Holstenstraße) Vorrang geben vor der Natur?

Oder andersherum: hätten sie als Pastor nicht alles dafür tun müssen, die Bäume zu erhalten, anstatt zu argumentieren, dass der Schaden für die Verkehrsinfrastruktur unserer ganzen Stadt unermesslich wäre, wenn die Trasse (wie ursprünglich von Vattenfall geplant) unter der Holstenstraße verlegt worden wäre?

Danke im Voraus für die Antworten:
Antwort von Dr. Lutz Mohaupt
6Empfehlungen
21.09.2009
Dr. Lutz Mohaupt
Sehr geehrte Frau !

Vielen Dank, dass Sie als Nicht-Pastorin mich informiert haben, was Ihrer Meinung nach ein Pastor tun muss oder hätte tun müssen. Freilich: Schöpfung Gottes sind nicht nur die Bäume in Altona, sondern auch die, die in grauer Vorzeit zu Öl und Kohle wurden und deren Folgen uns jetzt in Gestalt von Bitumen auf der Holstenstraße oder später in Gestalt von Fernwärme aus Moorburg begegnen. Und Schöpfung Gottes ist auch der menschliche Geist, der zwischendurch am Werke war und ohne dessen Tätigkeit wir alle schon längst erfroren und verhungert wären. Das heißt nicht, dass wir alles tun dürfen, was der menschliche Geist uns möglich macht, aber ganz so einfach liegen die Dinge jedenfalls nicht. Im Übrigen bitte ich Sie um Verständnis dafür, dass ich unseren Dialog hiermit beende. Es besteht m.E. keine Aussicht, meinerseits auf Ihre Meinungsbildung einzuwirken, was freilich auch umgekehrt gelten dürfte. Bezüglich Ihrer Einzelfragen zum Projekt verweise ich Sie auf diejenigen, die sich in den Details besonders gut auskennen. Das sind neben den zuständigen Stellen der Exekutive u.a. die politisch Tätigen im Bezirk. Zum Beispiel könnten Sie sich über die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona an den zuständigen Sprecher Sven Hielscher wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Mohaupt
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Frage zum Thema Arbeit
21.01.2010
Von:
-

Sehr geehrter Herr Mohaupt,

ist es gerecht, wenn ein Arbeitsloser der 30 Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat so behandelt wird , wie ein Arbeitsloser der 3 Jahre eingezahlt hat? Dies betrifft die Zeitdauer der Arbeitslosengeldzahlung,wie auch die Bedingungen beim Arbeitslosengeld II . Fehlt den Verantwortlichen dieser Gesetzgebungen der Sinn für Gerechtigkeit und der Anstand?Warum wurde in Kenntnis der Sachlage bisher nichts unternommen? Ist es ein Wunder, wenn sich immer mehr Bürger von den Politikern abwenden?

Mit freundlichem Gruß
-
Antwort von Dr. Lutz Mohaupt
2Empfehlungen
28.01.2010
Dr. Lutz Mohaupt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zum Thema der Arbeitslosenversicherung. Ihre Unzufriedenheit mit der schwierigen Lage, in der Sie sich befinden, kann ich gut verstehen. Ich möchte Sie aber bitten, auch die großen, sehr grundlegenden Schwierigkeiten zu beachten, in denen unser soziales Sicherungssystem gegenwärtig steckt. Obwohl sich die Politik redlich Mühe gibt, die Probleme zu bewältigen, hat doch niemand eine umfassende Patentlösung. Dies vorausgeschickt möchte ich auf folgendes hinweisen:

Die Dauer sowie die Höhe der Einzahlungen eines arbeitslos werdenden Berufstätigen in das soziale Sicherungssystem der Arbeitslosenversicherung in den fünf Jahren vor dem Verlust seines Arbeitsplatzes wirken sich sehr wohl unmittelbar auf die Höhe und Dauer der Leistungen, nämlich auf das Arbeitslosengeld I, aus.

Es ist aber richtig, dass danach, nämlich in der Grundsicherung, die einem Arbeitslosen anschließend gewährt wird, die von Ihnen wahrgenommene und beklagte Gleichbehandlung von unterschiedlich lang Beschäftigten und entsprechend Versicherungspflichtigen erfolgt.

Die Politiker versuchen derzeit nach Kräften, die Situation der Menschen in dieser Lage zu verbessern. Ein Punkt, der in der Diskussion zur Verbesserung der Situation dieser Menschen thematisiert wird, ist die Erhöhung der Grenzen von "Schonvermögen" zur Alterssicherung, also Vermögen, das Arbeitslose nicht vor dem Bezug von Arbeitslosengeld verwenden müssen. Eine unbegrenzte Fortzahlung des vollen ALG I würde jedoch unseren Staat im Handumdrehen in die Pleite treiben und damit das ganze soziale Sicherungssystem zerstören.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Lutz Mohaupt
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Frage zum Thema Arbeit
31.01.2010
Von:
-

Sehr geehrter Herr Mohaupt,

ich danke für Ihre Antwort. Aber leider am Thema vorbei! Ich selbst bin entgegen Ihrer Vermutung zum Glück bis heute noch keinen Tag arbeitslos gewesen.Ich habe noch nie irgendwelche Sozialleistungen vom Staat erhalten oder benötigt. Ich versuche nur Politiker auf die nicht akzeptablen Fehlleistungen ihrer Politik völlig uneigennützig hinzuweisen. Ein hoffnungsloser Kampf für mehr Gerechtigkeit. Ein frustender Kampf gegen Unvernunft und "Windmühlen". Viele Möglichkeiten hat man ja nicht als Bürger. Aber wer nicht kämpft hat verloren!
Entgegen Ihrer Annahme, bin ich keinesfalls für eine unbegrenzte Fortzahlung des ALG I. Das geht überhaupt nicht aus meiner Frage hervor und wäre völlig unsinnig.
A b e r bei der Höhe und Zahlungsdauer des Arbeitslosengeldes I, muß es einen Unterschied geben,ob jemand z.B. 3 Jahre oder 30 oder 35 Jahre eingezahlt hat. Erbrachte Leistung muß sich lohnen und positiv niederschlagen.
Frage:Herr Mohaupt,sehen Sie das anders? Sehen Sie nicht die offenkundige Ungerechtigkeit der Gesetzgebung? Sind Sie nicht der Meinung,dass hier ganz deutlich Änderungsbedarf besteht?

Mit freundlichem Gruß (und mehr Gerechtigkeit in unserem Staat)
-
Antwort von Dr. Lutz Mohaupt
1Empfehlung
04.02.2010
Dr. Lutz Mohaupt
Sehr geehrter Herr !

Ihre Nachfrage zeigt mir, dass Sie das System der Arbeitslosenversicherung missverstanden haben. Es handelt sich nicht um so etwas wie ein Sparkonto oder eine Kapital-Lebensversicherung, wo das, was man herausbekommt, von der "erbrachten Leistung" abhängt, nämlich davon, wie viel und wie lange man "eingezahlt" hat. Vielmehr sichert "Vater Staat" den Erwerbstätigen per Gesetz zu, ihnen eine Unterstützung zu zahlen, wenn sie ihren Job verlieren sollten, und er holt sich das Geld, das dieser Schutzschirm kostet, insbesondere von allen aktuell Erwerbstätigen, die unter ihm sitzen. Wer drei Jahre lang erwerbstätig war, hat also nur während dieser drei Jahre unter dem Schirm gelebt. Wer 30 Jahre erwerbstätig sein durfte, war eben 30 Jahre lang von diesem Schirm geschützt, auch wenn er ihn glücklicherweise so lange Zeit nicht hat in Anspruch nehmen müssen. Wieso wäre es dann von vornherein gerechter, wenn letzterer auf unbegrenzte Zeit viel mehr ausgezahlt bekäme als der, dem das Unglück widerfahren ist, schon nach drei Jahren arbeitslos zu werden? Immerhin: Alle sollen im Fall des Falles ja zunächst lange Zeit viel mehr bekommen können als die gleiche Grundsicherung, sagt der Gesetzgeber, nämlich das von der Höhe ihres bisherigen Arbeitsentgelts abhängige ALG I. Erst dann folgt die Grundsicherung. Das ist dann besonders bitter, aber so einfach, wie Sie es sich machen, ist es mit der Gerechtigkeit jedenfalls nicht.

Weil Sie so engagiert schreiben und ich dieses Engagement achte und respektiere, schreibe ich Ihnen noch einmal - dies aber abschließend, denn man könnte über das, was gerecht ist und was ungerecht, endlos diskutieren. Ich habe zum Schluss nur die Bitte an Sie, in Bezug auf Ihre eigenen Überzeugungen etwas mehr Selbstkritik und Bescheidenheit walten zu lassen. Wer "Politiker auf die nicht akzeptablen Fehlleistungen ihrer Politik" hinzuweisen beabsichtigt, muss sich fragen lassen, ob - und wenn ja, warum und wieso und woher - er denn so viel klüger ist als jene.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Lutz Mohaupt MdHB
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Frage zum Thema Finanzen
29.10.2010
Von:
-

Sehr geehrter Herr Dr. Mohaupt,
ich bin hamburger Beamter. Auf der Personalversammlung versicherte mir mein Präses, welch hochgeschätzte, loyale Mitarbeiter die Beamten doch seien, die schließlich wichtige Arbeit für das Gemeinwohl leisten. Auch gern zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Gleichzeitig legt der Senat einen Haushaltsplanentwurf vor, bei dem, abhängig vom Einzelfall, den Beamtinnen und Beamten das Gehalt um 5% - 7% gekürzt wird (Wegfall der Sonderzahlung "Weihnachtsgeld").

Die Auswirkungen dieser Gehaltskürzung sind absehbar: Motivationsschwund bei den Beschäftigten und zunehmende Schwierigkeiten bei der Gewinnung neuer Fachkräfte. Bei Beamten, die - wie ich - in Hamburg wohnen werden auch Auswirkungen auf das Wahlverhalten zu erwarten sein.

Außerdem ist vor dem Hintergrund, daß die Edelarbeitslosen der Übungsfirma
HSH Nordbank natürlich weiter Sondergratifikationen auf Steuerzahlers Kosten
erhalten, die Gehaltskürzung aus meiner Sicht zusätzlich reizend.

Ich frage Sie, Herr Dr. Mohaupt, werden Sie der Gehaltskürzung für Beamtinnen und
Beamte zustimmen? Falls ja, warum?

Mit freundlichen Grüßen


-
Antwort von Dr. Lutz Mohaupt
bisher keineEmpfehlungen
01.11.2010
Dr. Lutz Mohaupt
Sehr geehrter Herr -,

zu aktuellen politischen Fragen nimmt der Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft Dr. Mohaupt in Rücksichtnahme auf sein Amt als Präsident der Bürgerschaft nicht Stellung.

Bitte wenden Sie sich an die Fraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft.


Mit freundlichen Grüssen

Stefan Thomass
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Ihre Frage an Dr. Lutz Mohaupt
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