Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Anfrage die FDP-Bundestagsfraktion lehnt die Einführung der Speicherung von Fingerabdrücken in Personalausweisen ab.
Daher hat die FDP-Bundestagsfraktion eine Kleine Anfrage "Personalausweis als elektronisches Ausweispapier" (BT-Drs. 16/1880) sowie den Antrag "Keine Einführung des elektronischen Personalausweises" (BT-Drs. 16/30476) in den Bundestag eingebracht.
Solange die Sicherheitsprobleme mit dem RFID-Chip in den Reisepässen noch nicht gelöst sind und beispielsweise der Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, seinen Reisepass sicherheitshalber in Alufolie verpackt, um ihn gegen unberechtigtes Auslesen zu schützen, ist es völlig unverantwortlich eine Ausweitung dieser Technologie auf die Personalausweise ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
Während die Beantragung eines Reisepasses nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, muss jeder, der keinen Reisepass hat, einen Personalausweis besitzen. Dadurch rückt der gläserne Bürger noch einen großen Schritt näher, da von jedem über 16 Jahren die Fingerabdrücke gespeichert werden.
Eine sicherheitspolitische Begründung lässt sich für die Maßnahme nicht erkennen. Die Personalausweise sind schon heute ausreichend geeignet, um eine Identitätsfeststellung zu gewährleisten und die Fälschung in den Bereich des nahezu Unmöglichen zu rücken. Die Gefahren, die durch inländische Terroristen drohen, liegen zudem nicht im Bereich des Identitätsbetrugs - und können durch die geplante Speicherung von Fingerabdrücken in RFID-Chips daher nicht bekämpft werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Karl Addicks MdB