Dr. Joachim Pfeiffer (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Joachim Pfeiffer
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
25.04.1967
Berufliche Qualifikation
Diplomkaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Waiblingen
Wahlkreis
Waiblingen , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
43,0%
Landeslistenplatz
keinen, Baden-Württemberg
weitere Profile
(...) Die Wahrung der Presse-, Medien- und Meinungsfreiheit ist für die Union eine Grundbedingung für einen Beitritt zur Wertegemeinschaft Europäische Union, ohne Wenn und Aber. Solange die Regierung Erdogan ihren Ankündigungen zur substanziellen Stärkung der Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit nicht nachkommt, kommt die Türkei nicht auch nur in die Nähe der erforderlichen europäischen Standards. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
10.05.2012
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
29.03.2012
Abbau der kalten Progression
nicht beteiligt
29.03.2012
Kürzungen der Solarförderungen
nicht beteiligt
29.03.2012
Pläne für ein Betreuungsgeld aufgeben
nicht beteiligt
27.02.2012
Zweites Rettungspaket für Griechenland
JA
26.01.2012
Verlängerung Afghanistan Einsatz (ISAF)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
26.10.2011
Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
JA
29.09.2011
Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
JA
29.09.2011
Reform des Bundestagswahlrechts
JA
29.09.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
JA
08.07.2011
Deutsche Beteiligung an UN-Aufbaumission in Südsudan
JA
08.07.2011
Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
NEIN
08.07.2011
Verlängerung des Darfur-Einsatzes
JA
07.07.2011
Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge
NEIN
07.07.2011
Eingeschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
JA
07.07.2011
Unterirdische Speicherung von CO2
JA
30.06.2011
Atomausstieg bis 2022
JA
09.06.2011
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNIFIL)
JA
09.06.2011
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
26.05.2011
Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz
JA
25.03.2011
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
17.03.2011
Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
nicht beteiligt
17.03.2011
Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
nicht beteiligt
17.03.2011
Vorübergehende Aussetzung von AKW-Laufzeiten (Moratorium)
nicht beteiligt
28.01.2011
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2010
Anpassung und Veränderung von Hartz IV
JA
03.12.2010
Vorläufiger Bau- und Vergabestopp bei Stuttgart 21
NEIN
02.12.2010
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
02.12.2010
Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
JA
02.12.2010
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
26.11.2010
Haushalt 2011
JA
12.11.2010
Einführung bundesweiter Volksentscheide
NEIN
12.11.2010
Gesundheitsreform
JA
11.11.2010
Neuordnung am Arzneimittelmarkt
JA
28.10.2010
Abschöpfung von Zusatzgewinnen aus AKW-Laufzeitverlängerung
JA
28.10.2010
Brennelementesteuer
JA
28.10.2010
Sparpaket (Haushaltsbegleitgesetz)
JA
28.10.2010
Verlängerung von AKW-Laufzeiten
JA
18.06.2010
Reduzierung der Wehrpflicht
JA
17.06.2010
Bundeswehr ohne Wehrpflicht
NEIN
17.06.2010
Reform der Jobcenter
JA
17.06.2010
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Sudan-Einsatzes (UNMIS)
JA
10.06.2010
Austritt aus der Kernfusion (ITER)
NEIN
10.06.2010
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
21.05.2010
Euro-Rettungsschirm
JA
07.05.2010
Notkredit für Griechenland
JA
06.05.2010
Mindestsicherung statt Hartz IV
NEIN
06.05.2010
Schnellere Absenkung der Einspeisevergütung im EEG
JA
22.04.2010
Beibehaltung der Steuerfreiheit bei Feiertags- und Nachtarbeit
NEIN
25.03.2010
Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels
NEIN
19.03.2010
Bundeshaushalt 2010
JA
26.02.2010
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
18.12.2009
Bundeswehreinsatz in Bosnien Herzegowina
JA
18.12.2009
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
04.12.2009
Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
NEIN
04.12.2009
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
JA
03.12.2009
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2009
Verlängerung des Anti-Terror-Kampfes (OEF)
JA
03.12.2009
Verlängerung Libanon-Einsatz (UNFIL)
JA
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Frage zum Thema Internationales
07.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Pfeiffer,

zunächst möchte ich einmal betonen, dass auch ich es nicht gutheiße, dass der Iran Kernwaffen besitzen könnte oder auch nur in der Lage sein könnte solche herzustellen. Dies würde den ganzen Friedensprozess im Nahen Osten gefährden. Und auch das Existenzrecht Israels steht für mich außer Frage.

Natürlich ist die Sorge Israels, der Iran könnte das Land Israel gefährden oder gar angreifen nach den Äußerungen Ahmadinedschads, begründet.

Doch wird meiner Meinung nach immer wieder vergessen, dass Israel selber Atomkraft betreibt und auch Atomwaffen besitzt.

Die Geschichte und die letzten Äußerung Israels bezüglich eines Angriffes auf den Iran zeigen, dass die Israelische Führung nicht vor kriegerischen Handlungen zurückschrecken. Und auch der israelische Siedlungsbau verstößt nach Ansicht der UN gegen das Völkerrecht. Außerdem gehört Israel nicht zu den Unterzeichnern des Atomwaffensperrvertrages.

Daher meine Frage: Wie soll denn dem Iran politisch glaubwürdig der Verzicht auf das Atomprogramm oder eine komplette Offenlegung des Programms vor den Kontrolleuren, erklärt und plausibel gemacht werden? Noch dazu, wenn der größte Konfliktpartner in der Region, Israel, selber Atomwaffen besitzt und zu kriegerischen Handlungen offenbar bereit ist.
Muss zu, um zu einer Friedenslösung im Nahen Osten zu kommen, nicht auch Israel bereit sein atomar abzurüsten? Und wie sieht es mit der Besetzung der Golan- Höhen und der Sinai- Halbinsel sowie der Abschottung des Gazastreifens aus?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Joachim Pfeiffer
bisher keineEmpfehlungen
11.04.2012
Dr. Joachim Pfeiffer
Sehr geehrter Herr ,

dass Israel über Kernwaffen verfügt, ist mittlerweile ein allgemein akzeptierter Fakt, an dem sich kaum etwas ändern lässt. Als der damalige Ministerpräsident Ehud Olmert die Existenz israelischer Kernwaffen in einem TV-Interview indirekt bestätigte, schrieb er damit Geschichte. Der Iran hingegen steht erst an der Schwelle zu diesem Status. Die iranischen Beteuerungen, dass das Atomprogramm nur zivilem Nutzen diene, sind mehrfach seitens der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) widerlegt worden. Erst kürzlich wurde der in den Iran entsandten IAEO-Delegation der Zutritt zur Militäranlage Parchin verwehrt. Die Experten vermuten dort eine Kammer für Explosionstests, was auf die Entwicklung von Kernwaffen hinweisen könnte. Auch die sehr hochgradige Urananreicherung, die der Iran mit der Herstellung von Radioisotopen für die Krebsbehandlung begründet, deutet darauf hin. Das Szenario eines nuklear aufgerüsteten Irans scheint unmittelbar bevorzustehen.

Und eben hier liegt der Unterschied zwischen dem Iran und Israel: In Israel sind die Tatsachen geschaffen, im Iran noch nicht ganz. Dementsprechend versucht die Internationale Gemeinschaft mit Sanktionen auf das iranische Atomprogramm einzuwirken. Jüngst hat die Bundesregierung festgestellt, dass die von EU und UN verhängten Sanktionen die Beschaffung für das iranische Nuklear- und Raketenprogramm deutlich erschwert haben. Zunehmend versucht die iranische Regierung diese Sanktionen zu umgehen. Wurden sie zuvor noch als bedeutungslos dargestellt, fordert Teheran plötzlich ihre Aufhebung.

Die israelischen Atomwaffen unterstehen der Kontrolle einer demokratisch legitimierten Regierung, während der Iran lediglich über ein scheindemokratisches Regime verfügt. Nicht zuletzt die dokumentierten Menschenrechtsverletzungen im Rahmen der "Grünen Revolution" 2009 offenbarten das absurde Demokratieverständnis der Iranischen Republik. Diese Demonstrationen entstanden übrigens aus der Empörung über die offensichtlich gefälschte Präsidentenwahl. Auch vor diesem Hintergrund schwindet das Vertrauen gegenüber den iranischen Beteuerungen, mit dem Atomprogramm nur Gutes im Sinn zu haben. Auch zahlreiche dokumentierte antisemitische und extremistische Aussagen führender iranischer Politiker nähren diese Zweifel.

Schließlich muss die Region als Ganzes betrachtet werden: Der amerikanische US-Abrüstungsdiplomat Richard Burt rechnet damit, dass im Falle einer erfolgreichen iranischen Nuklearaufrüstung auch andere Staaten in der Region alles daran setzen würden, über "die Bombe" zu verfügen - etwa die Türkei, Saudi-Arabien und Ägypten, weil die jeweiligen vorherrschenden Glaubensströmungen – schiitisch und sunnitisch – seit Jahrhunderten im religiösen Zwist liegen. Von daher ist nachvollziehbar, dass sich die sunnitischen Staaten vom schiitischen Iran ebenfalls bedroht fühlen und nuklear aufrüsten wollen, obwohl sie dies bisher strikt vermieden haben. Gleichzeitig wäre mit der iranischen Kernwaffe der gefürchtete Präzedenzfall geschaffen: Erstmals hätte ein Staat unter strenger Beobachtung der internationalen Gemeinschaft Nuklearwaffen produziert, ohne dass diese ernsthaft eingegriffen hätte. Die bekannten Atommächte haben sich hingegen unter völliger Geheimhaltung oder im Klima des Kalten Krieges bewaffnet. Wie könnte man bei dieser Vorgeschichte anderen Staaten ein ähnliches Atomprogramm untersagen?

Die "kriegerischen Handlungen", die Sie Israel unterstellen, dienen nicht der Offensive, sondern der Defensive. Israel muss als "one strike country" befürchten, dass im Falle eines einzelnen, zentralen Nuklearschlages die Mehrheit seiner Bevölkerung und Streitmacht ausgelöscht sein wird. Aus israelischer Sicht ist es dementsprechend absolut essentiell, dem Iran zuvorzukommen. Ein Blick in die Geschichte beweist, dass Israel stets nur Verteidigungs-, nicht aber Angriffskriege geführt hat. "Kriegerische Handlungen" würden zudem einzig und allein den Zentren des iranischen Atomprogramm gelten. Niemand erwartet, dass Israel einen gewaltsamen Staatsstreich oder eine Annexion des iranischen Staatsgebietes anstrebt.

Ihre Frage im Nachsatz, wie die Besetzung der Golanhöhen und der Sinai-Halbinsel sowie die Isolation des Gazastreifens im Hinblick auf den Friedensprozess zu bewerten sei, ist mehr als komplex. Nichtsdestotrotz eine kurze Bewertung meinerseits: Die Besetzung der Sinai-Halbinsel erfolgte als Reaktion auf einen Angriffskrieg der arabischen Seite. Übrigens hat Israel sich aufgrund von Verhandlungen mit Ägypten seit 1989 komplett aus diesem Gebiet zurückgezogen.
Die Golanhöhen, die ehemals zum syrischen Staatsgebiet gehörten, wurden ebenfalls im Zuge des Sechs-Tage-Krieges besetzt. Zuvor waren von dort eingerichteten syrischen Militärstützpunkten aus immer wieder angrenzende israelische Gemeinden beschossen worden. Seit 1974 ist dort auf Grundlage der Resolution 350 eine von den Vereinten Nationen kontrollierte Pufferzone eingerichtet worden.

Auch die Isolation des Gazastreifens durch die Errichtung einer Sicherheitsmauer samt zugehörigem Sperrgebiet dient dem Schutz vor Attacken. Seit man im Jahr 2004 die Mauer modernisiert hat und die einen Kilometer breite Pufferzone eingerichtet hat, ist die Häufigkeit von Selbstmordanschlägen im israelischen Staatsgebiet signifikant gesunken. Seitdem ist es keinem Attentäter mehr gelungen, seine Bombe in einer israelischen Stadt zu zünden. Stattdessen endeten alle Anschlagspläne an der Mauer.

Bei aller berechtigten Angst der Israelis müssen natürlich auch die negativen Seite einer solchen Mauer zur Sprache kommen. Gerade wir Deutschen sind in dieser Hinsicht mehr als sensibilisiert. Doch anders als die ehemalige Grenzmauer der DDR dienen die Maueranlagen rund um den Gazastreifen vor allem der Kontrolle des Zugangs zum israelischen Staatsgebiet – ähnlich der Südgrenze der USA zu Mexiko. Kritiker bezeichnen den Gazastreifen deshalb als das "wohl größte Gefängnis der Welt". Tatsächlich ist die Versorgungslage im Gazastreifen katastrophal: Ohne die regelmäßigen und sehr hohen Hilfszahlungen verschiedener internationaler Organisationen und diverser Geberländer wäre der Autonomiebehörde die Versorgung seiner Bevölkerung kaum möglich. Hinzu kommt, dass viele Palästinenser regelmäßig das israelische Staatsgebiet betreten müssen und dabei nach eigener Aussage zahlreichen Schikanen ausgesetzt sind. Eine weitere Folge der Mauer und der Isolation des Gazastreifens ist, dass sich die regionale Wirtschaft kaum bis gar nicht entwickeln kann. So liegt die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen gegenwärtig bei mehr als 50 Prozent, was die sozialen Spannungen und die humanitäre Lage weiter verschärft. Hinzu kommen beinahe regelmäßige militärische Auseinandersetzungen zwischen Terrororganisationen und der israelischen Luftwaffe, die entsprechend hohen Kollateralschaden verursachen.

Allerdings ist der rigide Strategiewandel der vom Gazastreifen aus operierenden Terroristen ein weiteres deutliches Zeichen für die Effizienz der israelischen Maßnahmen. Statt weiterhin auf verheerende Selbstmordanschläge zu setzen, die lange Zeit das öffentliche Leben in den Städten geprägt haben, setzt man nun auf Raketen, die vom Gazastreifen abgefeuert werden. Seit der israelischen Militäroffensive "Gegossenes Blei" im Jahr 2009 sank die Zahl der jährlich abgefeuerten Raketen von mehr als 3.000 auf rund 330. In letzter Zeit ist die Zahl der Raketenanschläge leider wieder gestiegen. Es ist daher anzunehmen, dass die im Gazastreifen wirkenden Terrorgruppen sich organisatorisch wieder neu aufgebaut haben. Israel begründet die Isolation vor allem mit der Angst vor Waffenlieferungen an die Extremisten – etwa von Verbündeten aus dem Iran oder Syrien. Die bislang verwendeten Raketen sind stark veraltet und erreichen nur in seltenen Fällen ihr anvisiertes Ziel. Sie dienen damit eher der Aufrechterhaltung eines permanenten Terrors als dem Ziel, Menschen zu töten. Eine Modernisierung des Waffenarsenals würde eine erhebliche Gefahr für die israelischen Bürger bedeuten. Bereits in der erwähnten Militäroffensive wurden aus dem Gazastreifen gezielt Krankenhäuser und auch Kindergärten beschossen, um die Terrorwirkung zu maximieren.

Abschließend weise ich darauf hin, dass auch ich eine kernwaffenfreie Welt dem vorherrschenden atomaren Patt verfeindeter Staaten vorziehe. Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn Israel sich den internationalen Abrüstungsbestrebungen anschließen würde. Der momentane Status ist, dass nur vier Staaten weltweit den dafür wegweisenden "Atomwaffensperrvertrag" nicht unterzeichnet haben. Dies ist neben Nordkorea, Pakistan und Indien eben auch Israel. Allerdings muss es der internationalen Gemeinschaft gelingen, der darin enthaltenen Absichtserklärung auch klar messbare Prüfungsverfahren und Sanktionen an die Seite zu stellen. Denn obwohl der Iran zu den Unterzeichnern gehört, widerspricht sein tatsächliches Verhalten dem Ziel des Vertrages. Vor diesem Hintergrund erscheint das Vertragswerk aus israelischer Sicht also wenig verlässlich. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass die atomare Abrüstung Israels erst dann eine ernsthafte politische Option darstellt, wenn die Konflikte der gesamten Region abschließend gelöst wurden.

Ich hoffe, sehr geehrter Herr , Ihnen meine Position zu diesem schwierigen Thema nachvollziehbar dargestellt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Joachim Pfeiffer MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Pfeiffer,

es geht um die von CD/CSU, SPD und FDP geplante Einschränkung von Abgeordnetenrechten.

Nicht nur ich sondern auch Personen in meinem Bekanntenkreis sind entsetzt darüber, daß man überhaupt auf eine solche Idee kommen kann.

Ist es nicht schon schlimm genug, daß Politiker/innen sich abfällig über Personen äußern, wenn diese Leute aus der Bevölkerungsmehrheit den Afghanistankrieg, Waffenlieferungen an Israel oder Maßnahmen zur Rettung des Euros ablehnen?

Erst der zum Glück erfolglose Versuch betr.Schaffung eines geheimen Sondergremiums
zur Euro-Rettung und jetzt die geplante Unterdrückung von unbequemen Abgeordnetenmeinungen: Wo soll das enden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Joachim Pfeiffer
bisher keineEmpfehlungen
17.04.2012
Dr. Joachim Pfeiffer
Sehr geehrte Frau ,

zunächst werden sich die Fraktionsvorsitzenden und Parlamentarischen Geschäftsführer aller im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen in der nächsten Sitzungswoche umfassend mit der Thematik befassen. Ziel der Gespräche ist eine Lösung, die dem freien Mandat des Abgeordneten und der Arbeitsfähigkeit des Parlaments in gleicher Weise Rechnung trägt. Bis zum Ergebnis dieser Gespräche werden keine Änderungen der geltenden Geschäftsordnung beschlossen.

Sie können zudem versichert sein, dass ich mir eventuelle Änderungen ganz genau anschaue, denn einer Selbstentmündigung werde ich garantiert nicht zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Joachim Pfeiffer MdB
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Frage zum Thema Finanzen
09.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Pfeiffer,

die Abstimmungen über den weiteren Verlauf des EU-Rettungsschirmes gehen weiter. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Folgen für die Zukunft Deutschlands durch den Geldabfluss fortwährend schlechter werden. Im Haushalt der BRD sind in der Verschuldungsrate die Pensionsverpflichtungen nicht berücksichtigt. Es werden Schulden durch noch mehr Schulden bekämpft. Wo dies hinführt hat schon der Ökonom Ludwig von Misen 1924 dargestellt. (Verweise auf einen Artikel in der Wirtschaftswoche 2012 Nr 16; S 44-47). Auch Herr Hankel hat sehr ausführlich die Zusammenhänge für die jetzige Vorgehensweise dargestellt. Die Renditen für Italien, Spanien sind wieder angezogen. Warum? Weil die Sparbemühungen aufgeweicht werden. Das ist der Markt.

Haben Sie Argumente wirtschaftlicher Art, die für das weiter Schuldenmachen, Unterstützen - Weiter So sprechen, so würde ich mich freuen, diese von Ihnen dargelegt zu bekommen.

Ansonsten fordere ich Sie auf, diesen Kreislauf des Schuldenmachens nicht mehr weiter zu unterstützen.

Mit freundlichem Gruß

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Frage zum Thema Wirtschaft
24.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Pfeiffer,

wir lesen, in Europa soll Wachstum generiert werden
( de.nachrichten.yahoo.com )
Die Chinesen wollen Wachstum generieren, ebenso die Amerikaner, der asiatische Raum,....
Alle wollen auf Wachstum setzen. Was eigentlich soll wachsen? Und wo sind die Konsumenten des "Wachstums" ???
Wir lesen doch gleichzeitig in USA geht die Schere zwischen reich und arm immer weiter auseinander, weltweit steigt die Arbeitslosigkeit, Länder in der dritten Welt sind politisch teilweise sehr instabil, in Deutschland sinkt seit Jahren das Reallohneinkommen, das einzige was bei uns wächst ist der Niedriglohnsektor und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, etc.
Sehr geehrter Herr Pfeiffer, wem dienen solche "Sprechblasen" von Wachstum schaffen, wenn keine ganz konkreten und beschlossenen Massmahmen existieren? Wem dienen solche Aussagen, die sich seit Jahren stereotyp wiederholen, wenn gleichzeitig amerikanische Banker schon wieder dabei sind die Märkte zu ruinieren?
Wer eigentlich soll diese europäische Wachstum finanzieren, wenn die EU Länder sich, trotz Maastrichkriterien, irrwitzig verschuldet haben und niemand hat es gestoppt ? Wenn die Bundesregierung eine Energiewende beschliesst, die alles nur teurer macht, aber nichts besser; Es fehlt an Stromnetzen, es fehlt an verbindlichen Gesetzen; Der Verbraucher muss für Windenergie zahlen, die aufgrund fehlender Netze gar nicht erzeugt wird, es gibt nach einem Jahr noch immer keine verbindliche Strategie des deutschen Alleingangs, usw.
Sehr geehrter Herr Dr. Pfeiffer, was soll wachsen? Wie soll es finanziert werden? Welche ganz konkreten Vorstellungen gibt es zum Konsumenten dieses Wachstums in Deutschland, was konkret soll beim deutschen Konsumenten und Bürger wachsen, außer die Steuer-
und/oder Gebühren- und Abgabenlast?

Mit freundlichem Gruß

Berchtesgaden

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