Dr. Hermann Otto Solms (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Hermann Otto Solms
Jahrgang
1940
Berufliche Qualifikation
Diplom Ökonom, Dr. agr., unternehmerische Tätigkeit
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages,
Wahlkreis
Gießen
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Hessen
weitere Profile
(...) Auf meinen Antrag hin wurde das Programm im Bereich Umsatzsteuer (Seite sieben) folgendermaßen geändert: "Die FDP fordert die Umstellung der Umsatzsteuer von der Soll- auf die Ist-Besteuerung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
23.07.2008
Von:

Ich bin eine alleinerziehende 44 jährige Frau, mein Sohn ist 13 Jahre alt. Wir leben von Hartz 4 und ich muss was los werden.
Der Satz den ein Erwachsener bekommt liegt bei 345 Euro für den Lebensunterhalt?
Leider ist dem nicht so, in Wahrheit lebe ich vom "Einkommen” meines Sohnes.
Ich bekomme von den 345 Euro nur 230 Euro ausgezahlt da man mir sagte mein Sohn hätte zuviel "Einkommen”. Er bekommt 200 Euro Unterhalt und 152 Euro Kindergeld.
Da wir nicht wie Mutter und Kind zusammen leben sondern wie eine Lebensgemeinschaft (laut Amt), trägt er die Hälfte aller Kosten und somit wird je mehr "Einkommen” er hat mir dementsprechend mehr abgezogen.
Das bedeutet das selbst wenn die Politiker ihre schönen Reden wahr machen und es zu einer Kindergelderhöhung kommen sollte, mein Sohn davon nicht einen Cent sieht. Ich bekommen einfach nur dementsprechend weniger.
Ich muss meinem Sohn wirklich alles entsagen, alles was sich ein Junge von 13 Jahren so wünscht , es ist schon schwierig bis manchmal unmöglich ihm die wichtigen Dinge zu kaufen.
Wenn man dann die Politiker Satze sagen hört wie, "Die Kinder sind das wichtigste für uns” oder "wir werden etwas für Kinder tun die an der Armutsgrenze leben müssen” , dann kann man schon die Wut bekommen,
Wem sollte die Kindergelderhöhung nutzen?


Alles in allem: Überlegt gut bevor ihr Kinder in die Welt setzt, eine Arbeit verliert man heut zu Tage schnell und egal wie viele Jahre man Arbeitslosenversicherung bezahlt hat, nach einen Jahr werden die Kinder (egal wie alt sie sind) für euch Bluten müssen. Man könnte es böse versteckte Kinderarbeit nennen.

Ich möchte nur erreichen das meinem Sohn das was er an "Einkommen” hat auch für sich nutzen kann, und nicht mit seinen 13 Jahren seine Mutter ernähren muss. Das sollte nicht Sinn der Sache sein, auch die Kinder von Hartz 4 Empfängern sollten eine Chance bekommen.


Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Finanzen
26.08.2008
Von:

Peter Schaar, Sabine Bätzing, Marianne Birthler – sie sind sogenannte Beauftragte der Bundesregierung, die sich medienwirksam zu Wort melden, wenn es um Datenschutz, Drogenfragen oder Stasi-Unterlagen geht.

Zudem kennen wir Bundesbeauftragte für die neuen Länder, den Zivildienst, für Aussiedler und nationale Minderheiten, für die Belange behinderter Menschen oder auch für die von Patienten. Insgesamt sind es wohl über 20.

Wo aber ist ein Bundesbeauftragter für die Belange von Steuer-, Abgaben- und Gebührenzahlern? Warum wurde gerade der vergessen? Warum gibt es keinen "Peter Schar der zahlenden Bürger", dessen Presseerklärungen und Interviews Beachtung finden könnten, wenn die Krankenkassen-Beiträge steigen, die Mehrwertsteuer angehoben oder die Pendlerpauschale beschnitten wird, wenn eine Gebührenerhöhung für die GEZ beschlossen wird oder eine Maßnahme aus Berlin die Energie verteuert?

Herzliche Grüße


35440 Linden
Antwort von Dr. Hermann Otto Solms
2Empfehlungen
17.11.2008
Dr. Hermann Otto Solms
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Email. Sie haben Recht: Es gibt eine Vielzahl an Bundesbeauftragten. Nein, das ist falsch. Richtig ist: Es gibt zu viele Beauftragte, und wir brauchen keinen für die Belange von Steuer- Abgaben- und Gebührenzahler. Abgesehen vom Datenschutzbeauftragten, der den gläsernen Bürger verhindern soll und dessen Bedeutung im digitalen Zeitalter zunimmt, und der Stasi-Beauftragten, die einer Behörde mit einer klar definierten historischen Aufgabe vorsteht, sind die meisten Beauftragten meiner Ansicht nach vollkommen überflüssig. Die meisten ihrer Aufgaben sind in den entsprechenden Ministerien besser aufgehoben. Im Zuge des Bürokratieabbaus wäre es sinnvoll, Beauftragtenposten abzuschaffen, statt neue hinzuzufügen. Wenn es darum geht, steigende Krankenkassenbeiträge, die Anhebung der Mehrwertsteuer, die Kürzung der Pendlerpauschale und all die anderen Fehler der Großen Koalition anzuprangern, erhebt die Opposition im Bundestag und in der Öffentlichkeit das Wort. Auch hier ist kein besonders ausgewiesener Beauftragter vonnöten.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen: So hat Liselotte Funcke in ihrer Funktion als Ausländerbeauftragte der Bundesregierung in der Hochzeit der Asyldebatte in den 80er Jahren viel dazu beigetragen, die damals sehr emotional geführte Diskussion zu versachlichen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Otto Solms

P.S.: Diese und weitere Fragen und Antworten finden Sie auf meiner Homepage www.hermann-otto-solms.de "Bürger fragen."
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Frage zum Thema Wirtschaft
23.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Hermann Otto Solms,

Amerika gilt als das Land der freien Marktwirtschaft und des freien Kapitalismus. Auch Sie und Ihre Partei vertreten ja eine Position der freien Marktwirtschaft und des freien Kaptalismus.

Jetzt stellt sich mir die Frage, warum muß der Staat jetzt dieses überlegene Wirtschaftssytem in ein sozialistisches Staatssystem überführen. Was passiert wenn General Motors stürtzt, wird dieses Unternehmen dann auch verstaatlicht? Und drohen uns solche Konsequenzen auch in Deutschland ?

Da darf doch der Staat nicht in die Kräfte des Marktes eingreifen. Das ist doch gegen das Prinzip von Marktwirtschaft und freiem Unternehmertum. Da kann doch nicht reguliert werden, das würde doch gegen alles stehen, was auch Sie vertreten.

Wie soll man denn den Arbeitnehmern als Unternehmer entgegentreten, wenn man Ihnen sagt, das wir als Unternehmer auch das Risiko tragen und deshalb auch bestimmte Rechte besitzen.

Wie sollen wir als Unternehmer die freie Marktwirtschaft verteidigen, wenn in den USA, statt auf die Selbstheilungskräfte des Marktes zu vertrauen, dann sozialistische Verstaatlichungspolitik betrieben wird.

Mit der freundlichen Bitte um Beantwortung meiner Fragen

Antwort von Dr. Hermann Otto Solms
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05.03.2009
Dr. Hermann Otto Solms
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen vielmals für Ihre Frage und bitte Sie, meine verzögerte Antwort zu entschuldigen.

Die FDP verteidigt die Soziale Marktwirtschaft - auch und gerade in der gegenwärtigen Krise. Die Politik der Großen Koalition, die immer mehr Staatseingriffe ermöglicht, enttäuscht mich zutiefst. Negativer Höhepunkt wird das noch in dieser Woche im Plenum des Deutschen Bundestages zu debattierende Enteignungsgesetz sein. Das ist ein echter Tabubruch in unserer auf Privateigentum gebauten Gesellschaftsordnung.
Der allgegenwärtige Ruf nach dem Staat ist auch deshalb so fatal, weil ein guter Teil der Krise auf Staatsversagen zurückzuführen ist. Als erstes in Schwierigkeiten geraten sind schließlich staatlich geführte Banken wie die IKB und die Landesbanken. Zudem hätte die staatliche Finanzaufsicht viel früher die Risiken beispielsweise bei der HRE erkennen müssen.

Strikt spreche ich mich gegen die nun auch noch geforderten staatlichen Beteiligungen an Unternehmen außerhalb des Bereichs der großen systemstützenden Banken aus. Wenn der Staat so massiv in den Markt eingreift, bedeutet das erhebliche Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der anderen Marktteilnehmer. Das betrifft ganz besonders den Mittelstand: Von den Unternehmen mit 10 000 Jobs wird viel gesprochen, aber viel zu wenig von den 1000 Firmen mit zehn Jobs. Für die FDP ist das nicht fair - wir setzen uns für alle Untenehmen ein und wollen Gleichbehandlung. Ich kann natürlich die Sorge der Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz verstehen, aber der Staat kann nicht jeden Arbeitsplatz garantieren. Er ist auch nicht der bessere Unternehmer - im Gegenteil.

Die FDP setz auf den Markt. Auf mutige Unternehmer, auf deren Einsatz und Schaffenskraft. Die Soziale Marktwirtschaft hat sich bewährt. Die Vorschläge der FDP zur Bewältigung der Krise richten sich an marktwirtschaftlichen und sozialen Kriterien aus - darauf können Sie sich verlassen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Otto Solms

P.S.: Diese und weitere Fragen und Antworten finden Sie auf meiner Homepage www.hermann-otto-solms.de "Bürger fragen".
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Frage zum Thema Finanzen
30.09.2008
Von:

Sehr geehrter Hr. Solms,

die finanzpolitische Äußerungen der FDP in der Öffentlichkeit drehen sich fast ausschließlich um Steuersenkungen. Ich kann diese Fokusierung nicht verstehen, da nach meinem Dafürhalten die oberste Prämisse einer liberalen Finanzpolitik ein möglichst nicht entscheidungsverzerrendes Steuersystem sein müsste. Die Höhe von Abgaben und Steuern spielt dabei eine Rolle, ist aber dennoch sicherlich nicht das einzige Entscheidungskriterium.

Ein einfacheres Steuersystem, wie von Ihnen vorgeschlagen ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Nur warum wird dies der Öffentlichkeit nicht mit der gleichen Intensität vermittelt, wie die Forderung nach Steuersenkungen? Und warum setzt sich die FDP z.B. nicht für höhere Hinzuverdienstmöglichkeiten für ALG II Empfänger ein? Wirtschaftlich gesehen ist doch hier die "Steuerbelastung" weitaus gravierender als in der Spitzenprogression der ESt. Oder wäre nicht auch eine höhere USt bei gleichzeitiger Senkung der ESt eine gute Sache?

Wenn nun aber die FDP ihren Schwerpunkt auf Steuersenkungen setzt, stellt sich für mich die Frage, ob die FDP nicht in erster Linie Klintelpolitik betriebt, anstatt nach einem sinnvollen Steuersystem zu streben. Und das fände ich schade, da ich der Meinung bin, daß die Finanzpolitik der FDP ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft und nicht nur für die vielgescholtenen "Besserverdiener" sein muß.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Dr. Hermann Otto Solms
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23.03.2009
Dr. Hermann Otto Solms
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen vielmals für Ihre Frage auf Abgeordnetenwatch und bitte Sie für die verzögerte Antwort um Nachsicht.
Ich gebe Ihnen recht: Eine Steuerreform, die sich auf Steuersenkungen beschränkt, ist nicht ausreichend. Deshalb fordert die FDP schon seit vielen Jahren eine Steuerstrukturreform. Steuervereinfachungen und Rechtsformneutralität des Steuerrechts sind dabei nur zwei wichtige Punkte. Die Absenkung der Steuerbelastung gehört aber unabdingbar dazu. Die Bürger brauchen einfach mehr verfügbares Einkommen, damit sich Leistung auch lohnt.
Für diejenigen Bürger, die trotz aller Anstrengungen kein oder kein ausreichendes Einkommen erzielen können, sind Steuersenkungen jedoch keine Lösung. Sie müssen von der Gemeinschaft bei Bedürftigkeit unterstützt werden, aber so, dass sich die Aufnahme von Arbeit auch für sie immer lohnt. Durch das Bürgergeld wird die Aufnahme von Erwerbstätigkeit deutlich stärker belohnt als in den heutigen Systemen.
Das gesamte Konzept können Sie nachlesen unter www.hermann-otto-solms.de . Darüber hinaus steht Ihnen auf meiner Homepage ein Steuerrechner zur Verfügung, der Ihnen Ihre persönliche Steuerlast nach dem FDP-Konzept berechnet.
Ich hoffe, das Konzept der FDP wird Sie überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Otto Solms
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Frage zum Thema Finanzen
30.09.2008
Von:

Sehr geehrter Hr. Solms,

die finanzpolitische Äußerungen der FDP in der Öffentlichkeit drehen sich fast ausschließlich um Steuersenkungen. Ich kann diese Fokusierung nicht verstehen, da nach meinem Dafürhalten die oberste Prämisse einer liberalen Finanzpolitik ein möglichst nicht entscheidungsverzerrendes Steuersystem sein müsste. Die Höhe von Abgaben und Steuern spielt dabei eine Rolle, ist aber dennoch sicherlich nicht das einzige Entscheidungskriterium.

Ein einfacheres Steuersystem, wie von Ihnen vorgeschlagen ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Nur warum wird dies der Öffentlichkeit nicht mit der gleichen Intensität vermittelt, wie die Forderung nach Steuersenkungen? Und warum setzt sich die FDP z.B. nicht für höhere Hinzuverdienstmöglichkeiten für ALG II Empfänger ein? Wirtschaftlich gesehen ist doch hier die "Steuerbelastung" weitaus gravierender als in der Spitzenprogression der ESt. Oder wäre nicht auch eine höhere USt bei gleichzeitiger Senkung der ESt eine gute Sache?

Wenn nun aber die FDP ihren Schwerpunkt auf Steuersenkungen setzt, stellt sich für mich die Frage, ob die FDP nicht in erster Linie Klintelpolitik betriebt, anstatt nach einem sinnvollen Steuersystem zu streben. Und das fände ich schade, da ich der Meinung bin, daß die Finanzpolitik der FDP ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft und nicht nur für die vielgescholtenen "Besserverdiener" sein muß.

Mit freundlichen Grüßen,


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