Dr. Hermann Kues (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Hermann Kues
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Diplom Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Mittelems
Landeslistenplatz
4, Niedersachsen
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(...) Weder interessiert den Staat, mit wem Sie Kontakte pflegen, noch will dieser wissen, wo Sie sich beispielsweise aufhalten. Auch werden Sie nicht unter Generalverdacht gestellt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
11.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Kues,

die Öffnung der Grenzen gen Osten und der Zerfall der Sowjetunion verlangt dem deutschen Staat und seinen Bürgern sehr viel ab.
Wie lange wollen wir noch mehr Ausländer aus diesen Staaten in unser Land einreisen und hier leben lassen?

Ich habe ( - aus der Presse - ) den Eindruck, dass sich unser Staat mehr Sorgen um die Belange der Bürger dieser Länder macht als sich um die Lösung unserer wichtigsten Probleme zu bemühen.
  • Arbeitslosigkeit - "nur noch" 4 Mio AL sind 3,9 Mio zuviel
  • Staatsfinanzierung - Die öffentlichen Kassen sind leer
  • Verschuldung - Vergleichbar mit einem Unternehmen ist unser Staat Pleite / Überschuldung

Meine Stichworte
  • Integrationsprozeß auf allen Ebenen
  • Kindergärten / Schulen / Betriebe
  • Zunehmende Kriminalität
  • Das modernste Gefängnis in Nieders. hat bereits einen extrem hohen Anteil ausl. Insassen aus diesen Ländern - Presse-
  • Soziale Gemeinschaften
  • Die Menschen lassen sich schon aufgrund der fehlenden Einstellung, unzureichender Beherrschung der Basis unserer deutschen Sprache sehr schlecht in die Gemeinschaft einbe- ziehen. Sie bieten sich indirekt als "Billigkräfte" an und unterlaufen den sozialen Prozeß der wirtschaftlichen Chancen für deutsche Arbeitssuchende.

Es kann und darf nicht das Bild unseres Europas sein.

Mit dem aktuellen Thema des Bleibrechts haben wir uns ein weiteres Eigentor geschossen. Damit bleiben weitere hundertausende Ausländer in unserem Staat und belasten unsere sozialen Systeme.

Wir beschäftigen uns intensivst mit Asylanten. Die fragwürdigsten Begründungen veranlassen uns diese Menschen bei uns zu belassen. Organisierte betrügerische Ausländer belasten unsere sozialen Kassen .

Wann machen wir endlich Schluß mit dieser Entwicklung ?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Hermann Kues
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26.02.2007
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, kritisieren Sie, dass die Politik sich zu sehr dem Thema Integration und der Situation der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern widmet, während sie sich gleichzeitig zu wenig um die Lösung der wichtigsten Probleme unseres Landes, wie Arbeitslosigkeit oder Staatsverschuldung, bemüht.

Meiner Meinung nach ist auch das Thema Integration ein sehr wichtiges Themenfeld. Die Politik verfolgt hier eine nüchterne und realitätsnahe, aber trotzdem differenzierte Sichtweise. Wir wissen, dass der größte Teil der 7,3 Millionen Ausländer in Deutschland dauerhaft in unserer Gesellschaft leben will. Und wir müssen uns der Tatsache stellen, dass sich das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen alles andere als stets harmonisch und konfliktfrei gestaltet. Hilferufe, wie kürzlich aus Berliner Hauptschulen, sind ernst zu nehmen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat deshalb am 14.Juli 2006 einen nationalen Integrationsgipfel ins Leben gerufen, auf der sich zum ersten Mal eine deutsche Regierung mit Vertretern von Migrantenverbänden zusammengesetzt hat, um über Integration zu sprechen.

Mir persönlich ist Integrationspolitik als Gesellschaftsthema, also die Frage, wie wir gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zukunft organisieren wollen, sehr wichtig. Denn Integration eröffnet Bildungsmöglichkeiten (vor allem für jüngere Menschen in Kindergärten, Schulen, etc.) und verbessert die Chancen auf den Arbeitsmarkt. Eine erfolgreiche Integration ist somit auch an den Arbeitslosenzahlen ablesbar. Eine solche Entwicklung ist schließlich auch positiv für unsere Sozialkassen, und sie senkt letztlich auch die Staatsverschuldung.

Gestatten Sie mir noch eine weitere Anmerkung. Ich persönlich versuche mich dem Thema Integration mit Sensibilität und Differenzierung zu nähern. So sind zum Beispiel Immigranten aus Russland in den meisten Fällen keine Ausländer, sondern sie besitzen als Russlanddeutsche die deutsche Staatsbürgerschaft. Man muss größten Respekt haben, wie der Großteil dieser Bevölkerungsgruppe mit der Umstellung in Deutschland zurecht gekommen ist. Viele emsländische und grafschafter Unternehmer sagen mir, dass ihre Arbeitnehmer mit einem russlanddeutschen Hintergrund mit ihre fleißigsten Mitarbeiter sind. Mit ihren kulturellen Traditionen stellen die Russlanddeutschen eine Bereicherung für unsere Gesellschaft dar. Probleme gibt es hingegen mit der Gruppe der zuletzt Nachgezogenen, die öfters der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Hier sind sicherlich noch viele Problemfelder vorhanden.

Ich würde niemals verallgemeinern, dass ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Menschen, die aus vielfältigen Gründen, oft durch Krieg, Vertreibung oder Bedrohung, Asyl in unserem Land beantragt haben, unser System betrügen wollen. Sicherlich existiert eine kleine Gruppe mit solchen Absichten und zweifellos muss darüber auch geredet werden. Doch es ist irreführend und falsch, von Einzelpersonen oder kleine Gruppe auf eine ganze Bevölkerungsgruppe zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Hermann Kues
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Frage zum Thema Soziales
14.02.2007
Von:

Sehr geehrter Dr Kues

Eigentliche Themen sind: Familie, Heimerziehung, Jugendwohlfahrt, Geschlossene Unterbringung, Arbeitszwang, unentlohnte Akkordarbeit, Ausbeutung der Arbeitskraft Minderjähriger.

Die folgende Frage wird an Sie, den Staatssekretär, gestellt, da die für dieses Portefeuille zuständige Ministerin, Frau Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, selbst, keine Abgeordnete ist.

Ehemalige Heimkinder nehmen die Initiative

Die Deutsche Bundesregierung wird aufgefordert die folgende einfache Frage zu beantworten:

Zwischen 1945 (bzw. 1949) und 1992, war es jemals gesetzmäßig, und im Einklang mit dem Grundgesetz, in der Bundesrepublik Deutschland Fürsorgezöglinge beiden Geschlechts und Schutzbefohlene die der Freiwilligen Erziehungshilfe unterstanden (a) ihrer Freiheit zu berauben und (b) sie zur unentlohnten Arbeit zu zwingen, auf die gleiche Weise wie dies im Dritten Reich allgemein üblich war?

Mit freundlichen Grüssen



Dear Dr Kues

The actual topics are: Family, institutionalisation, youth welfare, extrajudicial detention, forced labour, unpaid hard labour, profiteering from the labour of minors.

This question is being asked of you, as secretary of state, because the relevant Minister, holder of the portfolio of Family, Seniors, Women and Youth, Mrs Ursula von der Leyen, herself, is not an MdB (Parliamentarian).

Former wards of the state take the initiative

The German Federal Government is being challenged to answer the following simple question:

In the Federal Republic of Germany, between 1945 (i.e. 1949) and 1992, was it lawful and in conformity with the Constitution for wards of the state of both sexes or minors who had been voluntarily placed into state care to be (a) incarcerated or to have their freedom of movement curtailed and (b) for them to be forced to unpaid slave labour, in the same manner as was customary in the Third Reich?

With kind regards
MM
Antwort von Dr. Hermann Kues
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26.02.2007
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

soweit es mir bekannt ist, war nach dem damals geltenden Jugendwohlfahrtsgesetz eine Unterbringung von Kindern, die der freiwilligen Erziehungshilfe oder der staatlichen Fürsorge unterstanden, in geschlossenen Kinderheimen rechtmäßig, wenn auch nur als ultima ratio, also als letzte Möglichkeit, falls keine andere Erziehungsmaßnahme mehr Erfolg versprach. Insofern kann ich Ihrer Interpretation nicht folgen.

Mir persönlich sind Vorkommnisse im Rahmen der damaligen Fürsorgeerziehung oder freiwilligen Erziehungshilfe, wie Sie sie unterstellen, nicht bekannt.

Im übrigen empfehle ich Ihnen als weitergehenden Lesehinweis die Dissertation "Therapie unter geschlossenen Bedingungen – ein Widerspruch?" von Herrn Bernhard Stadler, welche im Internet unter der Adresse edoc.hu-berlin.de abrufbar ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Hermann Kues
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Frage zum Thema Soziales
28.02.2007
Von:

Sehr geehrter Dr Kues

Recht vielen Dank für Ihre Antwort zu meiner zweiteiligen Frage vom 14.02.2007 und Ihren Lesehinweis zur Dissertation "Therapie unter geschlossenen Bedingungen - ein Widerspruch?" von Herrn Bernhard Stadler @ edoc.hu-berlin.de

Meine zweiteilige Frage jedoch sprach ganz besonders die Themen der nicht gerichtlich aber von Jugendämtern, Vormündern oder Trägern angeordneten "Freiheitsberaubung” und "unentlohnten Akkordarbeit / Zwangsarbeit” an.

Zweifellos war "Fürsorgeerziehung” (FE) und "Freiwillige Erziehungshilfe” (FEH), und "als letzte Möglichkeit” auch zeitbeschränkte "Geschlossene Unterbringung” gemäß dem Jugenwohlfahrtsgesetz legal; aber das war ja nicht meine Frage.

Um Ihnen die Sache klarer zu machen, stelle ich jetzt die folgenden zusätzlichen numerierten Fragen:

1) Seit wann in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sind Kinder und Jugendliche, genauso wie Erwachsene, Träger von Grundrechten?

2) Waren "Minderjährige” in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland jemals von irgendwelchen Teilen der Grundrechte ausgeschlossen?

4) Wie viele Jungen und wie viele Mädchen waren zum jeweiligen Stichtag der Zensus in (a) 1950, (b) 1961, und (c) 1970 in "Fürsorgerziehung” (FE) und wie viele unterstanden der "Freiwilligen Erziehungshilfe” (FEH)?

5) Wie viele Jungen und wie viele Mädchen waren zum jeweiligen Stichtag der Zensus in (a) 1950, (b) 1961, und (c) 1970 "als letzte Möglichkeit” in "Geschlossener Unterbringung” oder "Halb offener Unterbringung”?

6) Welches damalige Gesetz regelte die Dauer der "Internierung”, die ”Behandlung” und den ”Tagesablauf” der Insassen in "Geschlossener Unterbringung” und solcher Insassen in "Halb offener Unterbringung”?

7) Und was solche "Internierung” betraf, war diese jeweilig von einem Gericht angeordnet worden, oder war es nicht vielmehr die "Fürsorgeerziehung” (FE), die – "zum Wohle des Jugendlichen” – angeordnet worden war?

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
MM
Antwort von Dr. Hermann Kues
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01.03.2007
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben mir auf meine Antwort sieben sehr spezifische Fragen gestellt. Ich habe Ihnen meine grundlegende Position bereits dargelegt, und möchte Sie bitten für die Suche nach den statistischen Daten den üblichen Rechercheweg über das Statistische Bundesamt oder vergleichbare Einrichtungen zu wählen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Hermann Kues
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Frage zum Thema Soziales
30.03.2008
Von:

wie sieht es mit der Doppelbesteuerung aus. Ist doch eigentlich nicht erlaubt. Warum nimmt der Staat Mineralölsteuer und darauf noch Mehrwetsteuer. Ist dieses rechtens.
MfG H.
Antwort von Dr. Hermann Kues
2Empfehlungen
28.04.2008
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Um es kurz zu sagen: Ja, die angesprochene Besteuerung ist rechtens. Sie geht mit der der EU-Mehrwertsteuerrichtlinie konform. Möglicherweise hatten Sie im Hinterkopf, dass hier eine doppelte Steuer anfällt, was ja tatsächlich nicht rechtens wäre. Bei der Besteuerung von Mineralöl kombinieren sich allerdings verschiedene Steuerlogiken: Mehrwertsteuer ist immer auf das Entgelt zu zahlen und hier können bereits Abgaben enthalten sein, wie es ja auch bei anderen Energieträgern, wie z.B. Strom, der Fall ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hermann Kues
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Frage zum Thema Soziales
23.06.2008
Von:

Guten Tag Herr Dr. Kues,

da Sie auf meine Schreiben nicht antworten, versuche ich über abgeordnetenwatch.de Gehör zu bekommen:

Es wird behauptet, dass die Demografie Schuld ist an dem Niedergang der Gesetzlichen Rente ist und deshalb private Vorsorge betrieben werden muss. Wieso die Demografie?
Ist nicht viel mehr die Produktivität der entscheidene Faktor? Wir müssen also nur dafür sorgen, dass
a) möglichst viele Menschen in Arbeit kommen (niedrige Arbeitslosenzahl)
b) der Verdienst hoch ist (gut ausgebildete Fachkräfte -> Bildung ! ; Mindestlohn, etc.)
c) wir eine High-Tech-Nation werden (weg vom Industrieland !)

Und woher wollen Sie wissen, wie es in 20 -30 Jahren in Deutschland aussehen wird? Bis dahin kann sich vieles in eine positive Richtung entwickelt haben. So können wir ein Einwanderungsland für qualifizierte Fachkräfte werden und unsere Produktivität deutlich steigern! Oder hat die CDU ein Problem mit Ausländern in Deutschland?

Gruss
Antwort von Dr. Hermann Kues
2Empfehlungen
26.06.2008
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

Sie schreiben oft mehrfach in der Woche und bringen regelmäßig Ihr generelles Unverständnis über Politik zum Ausdruck, gemischt mit persönlichen Unterstellungen, obwohl wir uns nicht persönlich kennen. Ich bitte Sie daher um Verständnis, wenn ich hier nur kurz auf Ihre Fragen eingehe.

Das Grundproblem des Rentensystems ist, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentnern gegenüber stehen, die von Ihnen angesprochenen Punkte spielen alle eine Rolle. Die demographische Entwicklung kann man auf der Grundlage von bekannten Daten wie Lebenserwartung oder Geburtenrate berechnen, ähnliche Prognosen kann man für die wirtschaftliche Entwicklung abgeben. Es bleiben aber Prognosen.

Wir versuchen bereits jetzt Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen, wenn entsprechender Bedarf besteht.

Mit freundlichen Grüßen

Hermann Kues
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