Dr. Hermann Kues (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Hermann Kues
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Diplom Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Mittelems
Landeslistenplatz
4, Niedersachsen
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Mir sind Pläne für neue Anti-Terrorgesetze nicht bekannt. Darüber hinaus teile ich Ihre Auffassung nicht, dass der Staat immer mehr die Kontrolle über den Bürger übernimmt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema EU-Vertrag von Lissabon
12.07.2008
Von:

Herr Dr. Kues,

mir fällt auf, dass Sie ungerne oder gar nicht direkte Antworten auf Fragen von Bürgern geben.

Ihre Antwort auf die Frage von herrn Lehmann:
"Ich teile Ihre Meinung nicht, dass die Ratifizierung des Vertrags von Lissabon undemokratisch verlaufen ist. Wie in den meisten anderen EU-Ländern auch, ist der Vertrag in Deutschland vom Parlament verabschiedet worden. Es wurde ausführlich darüber diskutiert. In öffentlichen Bundestagsdebatten sowie in den Ausschüssen wurde das Für und Wider abgewogen. Letztlich entschied man sich aus gutem Grund dafür.
Mit dem Vertrag von Lissabon erfährt die Europäische Union eine Stärkung des Demokratieprinzips sowie eine Verbesserung des Grundrechtsschutzes. Er wird die EU als Wirtschafts- und Wertegemeinschaft noch handlungsfähiger und erfolgreicher machen, davon bin ich überzeugt. Ich teile daher nicht die Skepsis, die ihm aktuell entgegengebracht wird."

Natürlich ist das alles undemokratisch, wir die Völker in Europa wurden nicht gefragt, und Sie als Abgeordneter behaupten, Sie seien legitmiert, solche Entscheidungen für uns Bürger zu treffen.
Nein, die Demokratie schaffen Menschen wie Sie gerade ab, und Angst haben Sie auch vor uns, den Bürgern diesen Landes, denn Sie wissen, wir würden viele Situationen anders als Sie und Ihre "Berufspolitikerkollegen" entscheiden.

Eine einzige Frage:
Sind Sie für Volksabstimmungen oder nicht?

Antwort von Dr. Hermann Kues
4Empfehlungen
01.08.2008
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

ich bin für indirekte Demokratie und dafür, dass die Bevölkerung sich Repräsentanten wählt. Ich bin gegen allgemeine Volksabstimmungen. Um Ihnen ein Beispiel zu geben, was für Auswirkungen eine Volksabstimmung auf Bundesebene haben könnte: Wenn es rein nach der Stimmung in der Bevölkerung gegangen wäre , wäre beispielsweise die soziale Marktwirtschaft in Deutschland damals nicht eingeführt worden.

Ihr

Dr. Hermann Kues
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Frage zum Thema Familie
27.07.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Kues,

wann trifft der Staat endlich eine Regelung, damit Pflegekräfte aus Osteuropa bei uns legal arbeiten können ? In der Schweiz ist das bereits legalisiert ? (gesehen in REPORT,München).

Mit freundl.Grüßen I.P.
Antwort von Dr. Hermann Kues
10Empfehlungen
04.08.2008
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrte Frau ,

es ist bereits jetzt möglich, Pflegekräfte aus Osteuropa einzustellen, allerdings im Rahmen enger rechtlicher Bedingungen. Diese Pflegekräfte aus den EU-Beitrittsländern benötigen dafür eine offizielle Arbeitsgenehmigung der Bundesagentur für Arbeit.

Diese Genehmigung kann dabei nur unter folgenden, sehr strengen Auflagen erteilt werden:
* Das Verfahren und die Vermittlung muss durch die Bundesagentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der Arbeitsbehörde des Heimatlandes der Vermittelten durchgeführt werden.
* Bei Pflegekräften muss zusätzlich eine der deutschen Ausbildung als Kranken- oder Altenpfleger gleichwertige Ausbildung vorliegen und anerkannt werden.

Sofern diese Voraussetzungen gegeben sind, kann die Agentur für Arbeit eine Arbeitserlaubnis erteilen und die Pflegekraft kann legal in Deutschland arbeiten.

Ihr

Dr. Hermann Kues
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Frage zum Thema Gesundheit
09.10.2008
Von:

Guten Tag Herr Kues,
die gesetzliche Krankenversicherung wird wieder teurer. 15,5 Prozent ist der neue Beitragssatz. Aber das ist nicht alles:
"... Die Mehrausgaben der Krankenkassen in den nächsten Jahren tragen weitgehend die Arbeitnehmer allein - ohne Beteiligung der Arbeitgeber. Dass diese Mehrausgaben kommen werden, gilt als sicher. Denn kaum jemand bezweifelt, dass die Kosten im Gesundheitssystem weiter steigen werden. Das Geld im Gesundheitsfonds wird dann nicht mehr reichen. Die Löcher werden die Arbeitnehmer durch Extrazahlungen stopfen müssen, also weiter draufzahlen, während die Arbeitgeber entlastet werden.

Erst wenn die Versicherten fünf Prozent der gesamten Krankenkassenausgaben alleine schultern, muss der Beitragssatz wieder angehoben werden. Und erst dann werden auch die Arbeitgeber wieder mit zur Kasse gebeten. Bis dahin können allerdings mehrere Jahre vergehen, in denen die Arbeitnehmer quasi allein für die steigenden Kosten im Gesundheitswesen bezahlen."
Quelle: Panorama, NDR

Weiterhin heißt es bei Panorama (NDR):
"... Tatsächlich aber ist Deutschland mit 2100 Krankenhäusern überversorgt. Kein Land Europas hat mehr Klinikbetten als die Bundesrepublik. Zehn Prozent der Krankenhäuser könnten geschlossen werden - und die Qualität der Versorgung würde sich keineswegs verschlechtern. Das haben Wissenschaftler des Essener Wirtschaftsforschungsinstitut (...) nachgewiesen. Und Ärzte wissen: Statt immer mehr Geld in marode Kliniken zu pumpen, wäre es sinnvoller, die Spezialisierung und Zentralisierung der Häuser voranzutreiben."

Werden Sie, Herr Kues, sich dafür stark machen, dass die Arbeitnehmer entlastet werden?
Z.B. indem man Pharmaindustrie, Ärztekammer und Krankenkassen deutlich Grenzen setzt; Krankenhäuser dort schließt, wo es eine Überversorgung gibt.
Warum verschließen Sie (und ihre Kollegen) sich dem Solidaritätsprinzip und stellen sich gegen die erfolgreiche Bürgerversicherung (s. Schweiz und Niederlande)?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Finanzen
09.01.2009
Von:

Der Steuerzahler muss es richten

Die Regierung orchestriert die Fusion zweier offensichtlich schwacher Banken - mit immer neuen Milliarden. So finanziert der Steuerzahler die Entstehung einer neuen staatlichen Bank. Als ob es davon nicht schon genug gäbe.
Ganz schön teuer, diese Übernahme: 18 Mrd. Euro blättern wir alle hin, damit die Commerzbank die Dresdner Bank schlucken kann - nach jetzigem Stand. Vielleicht wird es ja noch ein bisschen mehr? Macht ja eigentlich auch nichts mehr. In dieser Krise ist ohnehin das Maß für Zahlen verloren gegangen.
Wieviel Arbeitsplätze hat die Regierung damit gerettet?
Antwort von Dr. Hermann Kues
1Empfehlung
14.01.2009
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

Wie Sie selbst schreiben, befinden sich die Banken momentan in einer schwierigen Situation. Durch die internationale Finanzkrise müssen Banken zurzeit hohe Verluste verbuchen. Das Zusammenbrechen einer großen deutschen Bank wäre kein in sich unabhängiges Ereignis, sondern hätte gravierende Konsequenzen für das gesamte deutsche Finanzsystem und damit auch für unsere Volkswirtschaft.

Aus diesem Grund bin ich der festen Überzeugung, dass die Bundesregierung gar keine andere Wahl hatte, als der Commerzbank unter die Arme zu greifen. Es ging also nicht darum, den Einzelinteressen von Bankern nachzukommen, sondern unsere Volkswirtschaft vor weiteren Turbulenzen zu bewahren und dadurch auch Arbeitsplätze zu sichern. Im Übrigen war diese Initiative notwendig, um mit der Existenz einer zweiten deutschen Großbank auf diesem Gebiet überhaupt Wettbewerb auf Dauer zu gewährleisten.

Sicherlich war dies eine teure Maßnahme für den Staat. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ohne das Eingreifen des Staates weitaus höhere Kosten auf den Steuerzahler zugekommen wären. Zudem werden sich Vertreter des Staates im Aufsichtsrat der Commerzbank dafür einsetzen, dass diese ihre Kreditausgabe an mittelständische Unternehmen ausweitet. Dies ist sicherlich im Sinne aller, denn Investitionen erhalten und schaffen neue Arbeitsplätze.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hermann Kues
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Frage zum Thema Finanzen
14.01.2009
Von:
-

Das Konjunkturprogramm der Regierung ist eine Fehlentscheidung und verbessert die Situation nicht. Z.b.
1. 2500 Euro "Umweltprämie" für Neuwagen. Warum soll der Bürger in der jetzigen Krise Geld ausgeben für einen Neuwagen? Der Bürger hat kein Geld zum Kauf von Neuwagen. Die 2500 Euro sind kein Reiz sich ein neues Auto zu kaufen.
2. Darüber hinaus will die Koalition die Kaufkraft von Familien stärken. Je Kind werde es einen einmaligen Bonus von 100 Euro geben. Was sind 100 Euro nach der Einführung des Euros. Die 1,4 Milliarden steigern den Einzelhandel nur für einen Moment. Das Taschengeld kann die Koalition sich sparen, ist wie bei der Öffnung der DDR. Bananen als Geschenk.
3. Krankenkassenbeitrag sinkt. Erst Erhöhung dann Nachlass? Die Bürger fühlen sich verschaukelt.
4. Staat kauft sich bei den banken ein. Die Politiker sind keine Fachkräfte, Verstaatlichung, wo will die Regierung hinsteuern?
Mann sieht hier deutlich das die Politiker den Überblick verloren haben. Mann sollte erst mal darüber nachdenken wo in den eigenen Reihen gespart werden kann. Die Wirtschaft macht es vor, Personalabau und Lohnkürzung. Wo ist die Beteiligung der Politker? Dann tut entlich was gegen die Millarden die Jährlich verschwendet werden. Firmen bestellen sich unabhängige Wirtschaftsprüfer um Geld sparen zu können. Leute macht was gegen euere Verschwendung.
Antwort von Dr. Hermann Kues
5Empfehlungen
15.01.2009
Dr. Hermann Kues
Sehr geehrter Herr ,

das Konjunkturpaket muss sofort greifen und nachhaltig wirken. Es ist so aufgebaut, dass es die Wirtschaft und somit Arbeitsplätze stützt, Investitionen anregt und gleichzeitig in die Zukunft investiert. Ob einzelne Maßnahmen größer oder kleiner hätten ausfallen sollen, darüber kann man immer streiten. Wichtig ist, dass es insgesamt eine stabilisierende Wirkung entfaltet und wir gestärkt aus der Finanzkrise hervorgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hermann Kues
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