Dr. Hans-Peter Uhl (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Hans-Peter Uhl
Jahrgang
1944
Berufliche Qualifikation
Kreisverwaltungsreferent a. D., Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
München West/Mitte
Landeslistenplatz
22, Bayern
weitere Profile
(...) Der privaten Hand sind hierfür weniger rechtliche und tatsächliche Hindernisse in den Weg gelegt als dem hoheitlichen Handeln der Sicherheitsbehörden. Mein Eindruck ist aber, dass sich private Organisationen für das Problemfeld kinderpornographischer web-contents erst so richtig interessieren, seit über das behördliche account-blocking diskutiert wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
NEIN
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
enthalten
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
JA
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
JA
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
NEIN
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Dr. Hans-Peter Uhl
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Frage zum Thema Internationales
01.10.2009
Von:

Sehr geehrter Dr.Uhl,

nachdem sie als Asienexperte der CSU bei dem Jungen Forum der Gesellschaft für Auslandskunde aufgetreten sind, meine Fragen:

1)Der neue japanische Ministerpräsident Hatoyama hat die Idee einer ostasiatischen Gemeinschaft angekündigt und möchte die Beziehungen zu den USA lockern.
Nach der Gründung des Asiatischen Währungsfonds ist dies nun schon der zweite konkrete panasiatische Vorschlag.Inwieweit sehen sie die Möglichkeit gegeben, dass Japan und China ihre alte Erzfeindschaft wie Deutschland und Frankreich begraben und sich in Asien eine KSZE- oder EU-ähnliche Struktur herausentwickelt oder wird die Rivalität zwischen Japan und China der prägendere Trend sein? Würde diese ostasiatische Gemeinschaft eine Bedrohung für die USA und Europa sein oder sollte man sie als Stabilitätsanker gar unterstützen?

2) Was halten sie von der Idee einer globalen NATO, wie sie der neue NATO-Botschafter Obamas,Ivo Daalder vorgeschlagen hat?Wäre es sinnvoll die NATO um Staaten wie Japan, Südkorea oder Indien zu erweitern und der euroatlantischen Gemeinschaft auch eine asiatische Säule zu verschaffen?Sollte die NATO auch den Dialog mit China forcieren?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
2Empfehlungen
18.11.2009
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrter Herr ,

ich bin kein "Asienexperte" und bin als solcher auch niemals in Erscheinung getreten. Beim Jungen Forum der DGAP am 22. Juli 2008 habe ich lediglich eine Stellungnahme abgegeben, weil ich in meiner Zeit im Auswärtigen Ausschuss mehrmals China besucht hatte.

Wenn in den Beziehungen zwischen ostasiatischen Staaten (z.B. zwischen Japan und China oder zwischen Japan und [Nord- und] Südkorea) Animositäten abgebaut werden, können wir das aus deutscher bzw. europäischer Sicht nur begrüßen, weil dies der politischen Stabilität der Region dient und Kooperationen (zwischen europäischen und ostasiatischen Staaten, z.B. bezüglich Afghanistan, Klimaschutz, etc.) erleichtern würde. Das entstehen eines politischen Konkurrenzblocks würde ich deshalb nicht befürchten. Denn die ökonomische Konkurrenz durch die ostasiatischen Volkswirtschaften haben wir ohnehin, unabhängig davon, ob sich z.B. Japan und China politisch annähern oder nicht. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die von MP Hatoyama auf deklaratorischer Ebene gegebenen Impulse zur politischen Annäherung in der Praxis konkrete Folgen haben werden oder nicht.

Die Erweiterung der NATO auf asiatische Staaten kommt laut vertraglicher Definition nicht in Betracht. Wie ich finde, brauchen wir - aus deutscher bzw. europäischer Sicht - keine globale NATO, wohl aber globale Kontakte der NATO, insbesondere im Hinblick auf (von NATO-Staaten und Pazifik-Anrainerstaaten) gemeinsam zu bewältigende Probleme (Stichwort: Afghanistan). Und eine solche Kooperation zwischen der NATO und z.B. Japan, Südkorea und Australien gibt es ja bereits.

Die NATO auf den asiatischen Raum auszuweiten, würde bedeuten, die innere Kohärenz des Bündnisses (die ohnehin nicht enorm stark ist) zu schwächen. Wie Sie wissen, gibt es ja momentan durchaus unterschiedliche Ansichten, ob die NATO künftig global tätig sein soll (so Großbritannien) oder sich eher auf die klassische Rolle der territorialen Bündnisverteidigung konzentrieren soll (so tendenziell die osteuropäischen Mitglieder).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hans-Peter Uhl
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