Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2009-2013
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Angaben zur Person
Dr. Gregor Gysi
Geburtstag
16.01.1948
Berufliche Qualifikation
Rinderzüchter, Diplom Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Fraktionsvorsitzender, Rechtsanwalt
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Treptow - Köpenick
Ergebnis
44,7%
Landeslistenplatz
1, Berlin
(...) Aber Sie haben völlig Recht, dass ein neues Wahlrecht beschlossen wurde, das völlig unnötig die Zahl der Abgeordneten weiter erhöhen kann. Wir haben deshalb auch nicht zugestimmt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
12.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi!

Ich habe Ihrem Lebenslauf entnommen, das wir im gleichen Jahr geboren wurden und bei der Schulausbildung an den erw. Oberschulen der DDR den gleichen Ausbildungsweg gingen.

Ich habe von 1963 bis 1967 während der Abiturausbildung im KfL Teterow den Beruf eines Landmaschinen-und Traktorenschlossers erlernt. Dafür habe ich Lehrlingsgeld erhalten.

Ich habe einen Lehrvertrag und auch das Abschlußzeugnis bei der Deutschen Rentenversicherung vorgelegt. Diese Ausbildungszeit wird mir nicht anerkannt, obwohl doch ganz bestimmt Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden. Unterlagen darüber lassen sich nicht mehr zurückverfolgen. ( Nach Auskunft eines ehemaligen Mitarbeiters der von der Treuhand beauftragten Einrichtung in Neustrelitz wurden die Personalunterlagen in landwirtschaftlichen Betrieben oft lückenhaft geführt.)

Nun würde mich interessieren, wie es Ihnen ergangen ist und welchen Rat Sie mir geben könnten,um die vier Rentenjahre wirksam werden zu lassen.
Eventuell könnten Sie im Rahmen Ihrer politischen Tätigkeit eine Überprüfung solcher Fälle vornehmen lassen, denn es muß ja außer uns beiden sehr viele Bürger geben, welche solchen Sonderbildungsweg in der DDR gegangen sind.

Ich verfolge mit Aufmerksamkeit Ihre politische Arbeit und wünsche Ihnen Kraft und Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Gregor Gysi
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24.03.2011
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Nachricht vom 12. März hat mich erreicht. Das Problem besteht darin, dass der Ministerrat der DDR in einer Verordnung beschlossen hat, dass die Oberschülerinnen und Oberschüler, die einen Beruf erlernen, keine Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen brauchen. Auch die Betriebe, in denen wir tätig waren, mussten keine Sozialversicherungsbeiträge für uns entrichten. Damit begründet die Bundesregierung, dass die Zeiten für uns nicht angerechnet werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass sie sich ausnahmsweise auf eine DDR-Gesetzgebung berufen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Frauen
14.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

ich wende mich an Sie, weil ich Sie sehr schätze und den Eindruck habe, dass Sie auch unangenehme Sachen ansprechen.

Ich habe 3 Töchter alleeinerziehend ohne staatliche Hilfe erzogen. Alle haben einen höheren Schulabschluss bzw. z. T. Hochschulabschluß und sind jetzt "brave" Steuerzahler. ich weiß nicht, ob sich jemend vorstellen kann, was dies von mir abverlangt hat, zumal ich keine höhere Schulbildung habe und deshalb mein Arbeitsaufwand durch geringeres Einkommen noch höher war. Zu einer solchen Leistung ist nicht jeder fähig.

Jetzt bekomme ich dafür 534,24 € Rente! Ja, Sie lesen richtig!

Bitte weisen Sie mich nicht darauf hin, dass ich Hartz4 dazu beantragen kann. Das will ich nicht. Ich verlange Menschenwürde. Wäre ich aus einem neuen Bundesland oder Rückkehrer aus Kasachstan o.Ä. würde ich wegen fehlender Nachweise automatisch eine Rente von mind. 800 € bekommen. Wäre ich als Mann auf die Welt gekommen, hätte ich bei der Scheidung auch alle Verantwortung abgeben können und mir eine Rente von 1200-1500 € verdienen können.

Ich finde, dass diese Rente eine ungeheuerliche Frauendiskriminierung und eine Menschenrechtsverletzung ist. Lt. Menschenrechtsabkommen steht auch mir das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard und eine stetige Verbesserung der Lebensbedingungen zu. Wenn dies für einen Bankier, der bewußt oder unbewußt an einem Kapitalfiasko mitgewirkt hat möglich ist, muß es doch auch für mich möglich sein, irgendwo ein Recht zu bekommen.

Bitte helfen Sie mir mit Rat und Tat!

Ich grüße Sie - zwar sehr verzweifelt - aber auch hoffnungsvoll
Antwort von Dr. Gregor Gysi
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24.03.2011
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Nachricht vom 14. März hat mich erreicht.
Sie beschreiben eine grobe Ungerechtigkeit, die nach wie vor sämtliche Gesellschaften prägt. Die Tätigkeit im Haushalt, die Tätigkeit für Kinder - und da noch für drei Kinder - wird durch niemanden honoriert, führt auch nicht zu Rentenansprüchen etc. Hinsichtlich der Rente gilt es nicht ganz, weil die Erziehung von Kindern ein bisschen berücksichtigt wird, aber die fehlenden Jahre ersetzt Ihnen niemand in der Rentenversicherung. All Ihre Gedanken zur Diskriminierung sind deshalb zutreffend. Aber die Gesetzeslage ist eindeutig und es erfordert einen zähen Kampf, sie Schritt für Schritt zugunsten von Frauen zu verändern. Ich versichere Ihnen, dass wir diesbezüglich weiter streiten werden. Trotzdem weise ich Sie darauf hin, dass es eine Grundsicherungsrente gibt, die höher liegt als die Rente, die Sie beziehen. Ich würde unabhängig von Ihrer Verletztheit die Differenz geltend machen. Ich empfehle Ihnen, sich diesbezüglich an Ihren Rentenversicherungsträger zu wenden. Er wird Ihnen diesbezüglich weiterhelfen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Umwelt
18.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

ich habe gestern mit großem Interesse die Aussprache zur Regierungserklärung von Frau Merkel verfolgt und ich kann den von ihnen genannten Punkten am Ende ihrer Rede eigentlich voll zustimmen, bis auf eine Sache, den Strompreisstopp: Ich habe den Stromanbieter in den letzten Jahren schon häufiger gewechselt und bezahle für Ökostrom trotz Inflation weniger als noch vor zwei Jahren. Die Möglichkeiten zum wechseln stehen jedem Haushalt in Deutschland offen. Wäre es nicht viel sinnvoller die BürgerInnen dafür zu sensibilisieren wechselfreudiger zu sein und zum günstigsten Stromanbieter zu wechseln. (Das ist in der Regel keiner der großen vier) Nur so kann das noch vorherrschende Oligopol doch durchbrochen werden. Dafür muss der Bürger selbst Initiative ergreifen, nur viele sind meiner Meinung nach nicht ausreichend darüber aufgeklärt, wie leicht es ist den Stromanbieter zu wechseln und schlucken deshalb jedes Jahr die Preiserhöhung.

Mit freundlichen Grüßen,

PS: Von wem bezieht eigentlich der Bundestag den Strom? Ökostrom?
Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
28.03.2011
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 18. März.

Der Strompreisstopp soll selbstverständlich nur vorübergehend gelten, gerade wenn ein Moratorium beschlossen wird. Es ist davon auszugehen, dass die Abschaltung einzelner Atomkraftwerke genutzt wird, um die Preise zu erhöhen. Anschließend muss es wieder eine staatliche Strompreisregulierung geben, damit Auswüchse verhindert werden. Ich will einfach auch eine Zuständigkeit der Politik in diesen Bereichen. Es darf nicht dabei bleiben, dass vier große Konzerne die Preise für sich monopolisieren.

Ich werde versuchen zu ermitteln, welchen Strom der Bundestag bezieht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
Ergänzung vom 31.03.2011
Sehr geehrter Herr ,

der Bundestag nutzt ökologischen Strom von der Firma LichtBlick. Außerdem sind die Liegenschaften recht vorbildlich bei der Energieeffizienz und bei eigener Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
19.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi!

Ich gehe mal davon aus, der Ausstieg aus der Atomindustie gelingt für Deutschland. Mich interessiert nun das Danach. Mauert sich dann Deutschland "Atom sicher" ein? Oder ist Deutschland immun gegen Reaktorunglücke bei unseren Nachbarn? Letzendlich ist es doch egal ob wir durch eine Reaktorkatastrophe in Deutschland, Frankreich, Polen oder einem anderen Land zu Tode kommen. Möglicher weise sind wir bei einem Unglück in Deutschland eher tot und bei einem durch unsere Nachbarn "NUR" dahin siechend. Oder irre ich mich hier?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gregor Gysi
1Empfehlung
28.03.2011
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Nachricht vom 19. März hat mich erreicht.

Selbstverständlich sind die Gefahren für unsere Bevölkerung nicht dadurch beseitigt, dass die Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Aber nur dann haben wir eine Chance, auch Einfluss auf Polen und Frankreich zu nehmen, Schritt für Schritt ebenfalls die Atomkraftwerke abzuschalten. Solange wir sie selbst laufen lassen, brauchen wir dort gar nicht vorzusprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Arbeit
24.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

zurzeit beschäftige ich mich bei der Facharbeit im Fach Politik mit der Organisation und Arbeitsweise eines Abgeordneten im Parlament. Nun bin ich auf diese Seite gestoßen und kam auf die Idee, das Thema an einem konkreten Beispiel zu erläutern.
Nun stößt man in der Regel im Internet oder in Sekundärliteraturen lediglich auf Aufgaben, Pflichten, Informationsbeschaffung,...etc.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir kurz Ihren generellen Tagesablauf vermitteln können.
Wie oft finden Treffen mit Lobbyisten statt? Erfolgt die Informationsbeschaffung lediglich durch die Verbandsexperten?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gregor Gysi
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29.03.2011
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 25. März.

Da ich als Fraktionsvorsitzender tätig bin, habe ich keinen Arbeitsalltag. Fast jeder Tag sieht verschieden aus. Deshalb bitte ich Sie, sich an eine andere Abgeordnete bzw. einen anderen Abgeordneten zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Ihre Frage an Dr. Gregor Gysi
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