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Sehr geehrter Herr Dr. Schick,
gierige Manager werden zu Recht kritisiert. Aber: Wie groß ist der Werteverfall, wenn eine Partei mit Steuergeld finanzierte Spenden von unterstützten Banken annimmt?
Wird Herr Steinbrück dazu beitragen, daß wir auch bald in Deutschland einen Korruptionsskandal haben? Warum weigert er sich, bei Hilfen an Banken ein Spendenverbot an politische Parteien zur Auflage zu machen?
Bild.de vom 22.3.09 berichtete unter der Überschrift "Skandal in den USA: Pleite-Banken spenden Politikern Geld" (Auszug):
Angeschlagene Banken und Versicherungskonzerne, die Milliarden aus dem US-Rettungspaket kassiert haben oder kassieren wollen, haben Gelder an Parteien oder Politiker gespendet.
Die Sprecherin des Repräsentantenhauses hatte kürzlich bereits erklärt, daß sie keine Spenden von angeschlagenen Banken haben möchte. Dagegen haben demokratische Spendensammler angekündigt, daß sie Gelder haben möchten. Zwar nicht sofort, aber später, wenn Gras über die Sache gewachsen ist.
Beweist das Geschehen in den USA, daß auch in Deutschland die Korruptionsgefahr real ist?
Eine allen Bundestagsfraktionen vorliegende Mitteilung der EU-Kommission vom 5.12.08 fordert: Beschränkung der Hilfen auf das erforderliche Minimum und
Vorkehrungen gegen unverhältnismäßige Wettbewerbsverzerrungen.
Am 23.3. erklärten Sie in Abgeordnetenwatch (Antwort an Herrn Reth), daß Sie jetzt keinen Handlungsbedarf sehen. Wer kontrolliert die Umsetzung der
EU-Vorgaben? Ist Vorbeugung nicht besser als die später politisch kaum durchsetzbare Schadensbeseitigung?
Mit freundlichen Grüßen
