Dr. Gerhard Botz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Dr. Gerhard Botz
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Agrarwissenschaftler, Diplom-Melorationsingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Sonneberg - Saalfeld-Rudolstadt - Saale-Orla-Kreis
Landeslistenplatz
5, Thüringen
weitere Profile
(...) Als Bundestagsabgeordneter vertrete ich nach wie vor die Auffassung, das die Tarifautonomie der Tarifpartner einen hohen Stellenwert haben muss. Darum mische ich mich auch nicht in meiner Funktion als Abgeordneter in die laufenden Tarifverhandlungen ein. Es ist meine persönliche Auffassung, dass dies auch für alle anderen Branchen und Bereiche zu treffen muss. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Dr. Gerhard Botz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
13.11.2007
Von:

Herr Dr.Botz:

Was halten Sie vom von Ihrer Partei geforderten Tempolimit auf den deutschen Autobahnen?
Antwort von Dr. Gerhard Botz
1Empfehlung
16.11.2007
Dr. Gerhard Botz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen.
Ich unterstützte die Intention, eine solche Begrenzung bei 130 km/h einzuführen.
Da Pro- und Contra-Argumentationen auf keinerlei fachlich kompetente Untersuchungen zurückgreifen können, sollten in den kommenden Monaten entsprechende Untersuchungen auf deutschen Autobahnen von neutralen Instituten durchgeführt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerhard Botz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
16.11.2007
Von:

Mich würde interessieren, wie sie zur Teilprivatisierung der DBAG stehen. Es kann doch eigentlich nicht sein, dass Bundeseigentum in dieser Form verschleudert wird. Was sagen sie zu den unmöglichen Angriffen auf die GDL durch Beck und Struck. Angeblich vertritt die SPD soziale Interessen und hier fällt man uns als Gewerkschafter (ich bin Lokführer und in der GDL) in den Rücken. Man sieht zu wie sich der Vorstand die Gehälter um über 100% erhöht und für die Arbeitnehmer angeblich nichts zu verteilen ist. Wieso erhöhen sie sich als Politiker Ihre Bezüge um 10% und mir als Lokführer gesteht mann keine leistungsgerechte Bezahlung (10% Reallohnverlust in den letzten Jahren). Das stinkt mir gewaltig (Beck,Struck). Das nennt man Wasser predigen und selber Wein saufen! Ich habe seit der Wende SPD gewählt, aber bei solchen Leuten werden viele von uns diese Partei nicht mehr wählen.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gerhard Botz
1Empfehlung
23.11.2007
Dr. Gerhard Botz
Sehr geehrter Herr ,

ich selbst war verwundert, dass sich der Parteivorsitzende Kurt Beck und der Fraktionsvorsitzende Peter Struck bezüglich der tariflichen Auseinandersetzungen zwischen der Deutschen Bahn AG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) so einseitig äußern. Ich halte es für falsch und nicht angemessen, wenn sich die Politik in die Tarifautonomie einmischt.
Ich teile Ihre Sorge, dass für den Fall der Nichteinigung der Tarifpartner ein großer volkswirtschaftlicher Schaden für die Bundesrepublik entsteht. Das sollte dringlichst vermieden werden. Ich hoffe, dass das neue Angebot der Bahn vom Mittwoch eine Einigung in den seit Monaten festgefahrenen Tarifkonflikt mit der GDL bringt und dass die Offerte sich auch Ihren Erwartungen und Vorstellungen nähert. Die in Beton gegossene Forderung der GDL nach einem eigenen Tarifvertrag kann ich so allerdings auch nicht nachvollziehen.

Im Zusammenhang mit den Forderungen der GDL sprechen Sie das Thema Abgeordnetenentschädigung an. Dazu möchte ich etwas ausführlicher Stellung nehmen. Die Bundestagsabgeordneten erhalten derzeit monatlich ein "Gehalt" von 7.009 Euro brutto. Diese Abgeordnetenentschädigung ist wie alle Einkommen (Lohne, Gehälter) zu versteuern. Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, ein dreizehntes Monatsgehalt oder ähnliches bekommen Abgeordnete nicht.
Es war richtig, dass die Abgeordneten wegen der in den letzten Jahren angespannten wirtschaftlichen Lage die Entschädigung und die Altersentschädigung seit dem Jahre 2003 nicht angehoben haben. Jetzt wächst die Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit sinkt. Löhne und Gehälter steigen allmählich wieder. Die jüngsten Tarifabschlüsse in der Metallindustrie bringen eine Lohnsteigerung um 4,1 Prozent, der Abschluss in der Chemiebranche sieht Lohnerhöhungen von 3,6 Prozent vor, und das Baugewerbe hat sich auf eine Erhöhung von 3,1 Prozent geeinigt. Angesichts der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist auch eine Anhebung der Entschädigung möglich und vertretbar. Zugleich soll der berechtigten öffentlichen Kritik an der heutigen Systematik von Entschädigung und Altersentschädigung Rechnung getragen werden.

Aber was ist angemessen für einen Wahlkreisabgeordneten, der die Interessen von ca. 250.000 Bürgerinnen und Bürgern vertritt? Um dem in weiten Kreisen der Bevölkerung verbreiteten Wunsch nachzukommen, dass die Abgeordneten nicht selbst nach unverständlichen Maßstäben über die Höhe der Entschädigung entscheiden sollen, wird die Abgeordnetenentschädigung in zwei Schritten an die Vergütung der Bürgermeister von Städten und von Gemeinden mit 50 bis 100 Tausend Einwohnern und der einfachen Bundesrichter angepasst werden, die bereits heute als Orientierungsgröße im Gesetz verankert ist. Eine Anhebung der Entschädigung erfolgt nur, wenn sich die Vergütung der mit den Abgeordneten vergleichbaren Bürgermeister und der Bundesrichter ändert. Der Bundestag muss darüber nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes selbst und jedes Mal neu in einem eigenen Gesetz vor den Augen der Öffentlichkeit darüber entscheiden. Nur diese Verfahrensweise lässt das Grundgesetz zu!

Die Anhebung zum 1. Januar 2008 um 330 Euro entspricht einem Prozentsatz von 4,7. Dieser Steigerungssatz dürfte dem Anstieg der durchschnittlichen Erwerbseinkommen von 2005 bis Ende des Jahres 2007 entsprechen. Mit der Anhebung um weitere 329 Euro zum 1. Januar 2009, die 4,48 Prozent beträgt, wird nicht nur die Orientierungsgröße erreicht, sondern auch die voraussichtliche Steigerung der durchschnittlichen Erwerbseinkommen bis zur nächsten Anpassung der Abgeordnetenentschädigung frühestens im Jahre 2010 berücksichtigt.

Das ist viel Geld. Die Abgeordneten verdienen damit mehr als viele ihrer Wählerinnen und Wähler. Es wäre deshalb auch falsch, wenn sich Abgeordnete darüber beklagten, dass sie zu wenig verdienen. Kein Abgeordneter leidet an Armut.

Aber nach meiner Auffassung macht niemand Politik - oder sollte Politik machen -, weil er oder sie Geld verdienen will. Auch ein Rechtsanwalt, ein Manager, ein Unternehmer, ein hoch bezahlter Wissenschaftler oder eine gut verdienende Künstlerin kann in die Berufspolitik gehen. Das geschieht auch. Sie müssen aber wissen, dass sie ihr früheres Einkommen dabei meistens nicht wieder erreichen, sondern weniger verdienen werden. Das ist bei der Übernahme eines öffentlichen Mandates auch selbstverständlich und zumutbar.
Im Rahmen der jetzt getroffenen Entscheidung kam es übrigens auch zu einer längst überfälligen Reduzierung der Altersbezüge der Abgeordneten um mehr als 16 Prozent ab 2008.
Ich darf Ihnen darüber hinaus versichern, dass ich mit der großen Mehrheit meiner Abgeordnetenkollegen, sowohl in Berlin als auch in meinem Wahlkreis, versuche, mit großer Leistungsbereitschaft diesem hohen Entgelt gerecht zu werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Gerhard Botz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Botz,
nunmehr bereits vor zwei Monaten, am 12.10.2007 fragte ich Sie auf diesem Wege, wie Sie, Herr Botz, unter den angeführten Umständen, dazu stehen, für die Forführung gemeinsamer Militäreinsätze mit den USA, insbesondere in Afghanistan, zu stimmen. Eine Antwort dazu steht Ihrerseits noch aus.
Natürlich ist mir nicht unbekannt, daß Sie,nach dem Grundgesetz als Bundestagsabgeordneter nur Ihrem Gewissen (und wohl dem Willen Ihrer Partei) und nicht Ihren Wählern Rechenschaft schuldig sind.
Trotzdem würde ich mich über Ihre Antwort, gemeinsam mit mindestens drei weiteren Interessenten, sehr freuen.

Mit freundichen Grüßen
Antwort von Dr. Gerhard Botz
3Empfehlungen
14.12.2007
Dr. Gerhard Botz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für die Erinnerung an Ihre Anfrage vom 12. Oktober 2007. Ich habe mittlerweile meine Antwort diesem Forum übermittelt.
Wie Sie sich vorstellen können, erreichen mich in meiner Funktion als Abgeordneter viele Anfragen zu unterschiedlichen Themen, auch über unterschiedliche Medien. Ich bemühe mich um kurze Antwortzeiten.
Doch oftmals richten sich diese auch nach zuarbeitenden Behörden und anderen Stellen. Darum kann es zu Verzögerungen kommen. Ich bitte Sie darum um Ihr Verständnis.
Davon unbenommen können Sie sich gern auch direkt an mich oder an meine Mitarbeiter wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerhard Botz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
14.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Botz,

darf ich aus Ihrer Antwort schließen, das an den, im zitierten Bericht genannten Fakten etwas dran ist?? Hat die Bundesrepublik Deutschland unter Gerhard Schröder, und die Bundeswehr unter Herrn Struck tatsächlich auf diesem Schleichweg Soldaten nach Afghanistan geschickt??

Darf ich aus Ihrer Antwort schließen, daß Sie und viele andere Bundestagsabgeordnete, für eine Fortsetzung der grundgesetzlich bedenklichen Einsätze -weder Deutschland noch einer seiner Bündnispartner ist von Afghanistan angegriffen worden- gestimmt haben, trotzdem Sie wußten, das die USA verstrahltes Material verballern??

"Uranabgereicherte Munition" ist doch ein Kosewort für eine Riesenschweinerei. Selbst wenn man denn unbedingt für die USA in den Krieg ziehen will, kann man doch sagen: "nur wenn die und die und die Bedingung erfüllt sind, sonst fahren wir heim". Ich denke das wäre legitim und ich glaube die Überzahl Ihrer und anderer MdB denkt so!!

Wie denken Sie darüber??

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gerhard Botz
2Empfehlungen
17.12.2007
Dr. Gerhard Botz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre nochmalige Nachfrage. Im ersten Teil stellen Sie drei Fragen, die ich in aller Kürze jeweils mit Nein beantworte. Im letzten Abschnitt stellen Sie Ihre Sichtweise dar, die ich mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis nehme.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerhard Botz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
22.01.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Dr. Botz,

in letzter Zeit hat es in Ihrem Wahlkreis viel Aufregung um eine NPD-Veranstaltung und die darauf erfolgte entschlossene Reaktion "gegen Rechts" gegeben.Sicher ist Ihnen und Ihren Mitarbeitern die dazu im
hiesigen OTZ-Lokalteil geführte Debatte nicht unbekannt geblieben.
Welche Position nehmen Sie in dieser Auseinandersetzung ein?

Mit freundlichen Grüßen!

W.
Antwort von Dr. Gerhard Botz
1Empfehlung
06.02.2008
Dr. Gerhard Botz
Sehr geehrter Herr Dr. ,

natürlich ist weder mir noch meinen Mitarbeitern sowohl die Ankündigung der NPD-Veranstaltung als auch die dann in der Öffentlichkeit folgende Debatte nicht unbekannt geblieben.

Als erstes reagiere ich innerhalb meiner politischen Familie auf solche geplanten Veranstaltungen. Das heißt, mit unserem SPD-Kreisvorsitzenden habe ich abgesprochen, dass SPD-Mitglieder sich vor Ort an dieser Reaktion "gegen Rechts" beteiligen. Meine persönliche Teilnahme war in diesem Fall leider nicht möglich.

Ich begrüße es sehr, wenn immer mehr Bürger wachsam und klug genug sind, auf die dauerhaft nachteiligen Folgen derartiger "Tagungen und Veranstaltungen" der NPD in noch so kleinen Ortsteilen oder Ortschaften aufmerksam zu machen.

In meiner Fraktion in Berlin gehöre ich zu einer Mehrheit von Abgeordneten, die einen wiederholten Versuch eines Verbotsverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht stützen. Im gesamten Wahlkreis unterstütze ich Aktivitäten von vor Ort gegründeten Initiativen, insbesondere von Jugendlichen, die sich der Propaganda der NPD entgegen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerhard Botz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dr. Gerhard Botz
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.