Dr. Frank Bliss (DIE GRÜNEN)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Angaben zur Person
Dr. Frank Bliss
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Ahrweiler
Ergebnis
7,4%
Landeslistenplatz
-, Rheinland-Pfalz
Ich bin mit gewissem Zögern /(zugegebenermaßen!) für ein Grundeinkommen. Mein Zögern ergibt sich aus der Überlegung heraus, dass die Menschen, die für wenig Entlohnung hart arbeiten müssen, nicht noch mehr demotiviert werden, wenn andere ohne zu arbeiten dasselbe oder mehr bekommen. (...)
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Frage zum Thema Arbeit
02.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bliss,

wie ist Ihre Meinung zum Bedingungslosen Grundeinkommen?

Die Meinung Ihrer Partei ist mir im Großen und Ganzen bekannt und auch, dass das BGE dort von teils namhaften Vertretern diskutiert und zum Teil auch befürwortet wird.

Mich interessiert Ihre persönliche Ansicht zu dem Thema.

Aus meiner Sicht ist ein bedingungsloses, Existenz und Teilhabe sicherndes Grundeinkommen die einzig sinnvolle Antwort auf die sogenannte Wirtschaftskrise, auf fortschreitende (und wünschenswerte!) Rationalisierung in der Industirieproduktion und auf die zunehmende Präkarisierung der Gesellschaft. Die Sozialtransfers des Staates sind - im gegenwärtigen System - kaum mehr zu bezahlen; z.B. die Gesundheitversorgung, Kranken- und Altenbetreuung wird mit Blick auf den Kostendruck stets weiter zurückgefahren, obwohl an anderen Stellen enorme Mengen von Geld für mehr als fragwürdige Ziele bereitgestellt werden.

Dieses wohlhabende Land leistet es sich, immer größere Teile der Menschen verarmen und verelenden zu lassen.

Mit der Idee eines erfüllenden, gesellschaftlichen Miteinanders, welches den Rahmen für individuelle Entfaltung und Kreativität bietet, hat das nichts mehr zu tun, zumal der Einzelne heute dazu gezwungen ist, mit allen Mitteln irgendeinen "Job" - so sinnlos und unbefriedigend er auch sein mag, anzunehmen.

Anstatt also endlich umzusteuern und einzugestehen, dass all die populistischen Maßnahmen, die derzeit unternommen werden, die uns angeblich aus der Krise führen sollen, letztlich nichts weiter bedeuten, als das sterbende Kind Soziale Marktwirtschaft weiterhin künstlich am Leben zu erhalten, erhöht man lieber den Druck auf die Menschen - und zwar auf die, die sowieso schon die geringsten Möglichkeiten haben, sich zur Wehr zu setzen.

Ein Grundeinkommen würde die Möglichkeit schaffen, Gesellschaft, Arbeit, Individualität neu zu denken und die bestehenden Probleme aus einem anderen Blickwinkel heraus anzugehen.

Wie denken Sie darüber?
Antwort von Dr. Frank Bliss
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02.09.2009
Dr. Frank Bliss
Liebe Frau ,

ich bin mit gewissem Zögern /(zugegebenermaßen!) für ein Grundeinkommen. Mein Zögern ergibt sich aus der Überlegung heraus, dass die Menschen, die für wenig Entlohnung hart arbeiten müssen, nicht noch mehr demotiviert werden, wenn andere ohne zu arbeiten dasselbe oder mehr bekommen.

Natürlich kann sich eine so reiche Gesellschaft wie die deutsche, die z.B. 1.200 Brücken oder noch mehr  in die Landschaft gebaut hat, ohne dass jemals eine Straße dorthin führt, auch ein Grundeinkommen leisten. Dann aber muss endlich Schluss sein mit den Billigjobs, 1-EUR-Jobs, dem für die Arbeitslosen (AL 2 -Empfänger) zur Annahme verpflichtenden Verweis der Arbeitsämter auf "Sklavenjobs" in Leiharbeitsfirmen.

Mit dem Grundeinkommen wird also eine Lawine losgetreten, die unbedingt insgesamt gestoppt werden bzw. einer Lösung zugeführt werden muss.

Beste Grüsse
Frank Bliss
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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
09.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bliss ,

als ehemaliger Bewohner Bad Neuenahrs war ich im Mai 2009 in der ehemaligen Heimat. Dort mußte ich leider feststellen, daß auf sehr vielen Straßenlaternenmasten und Straßenverkehrsschildern illegal Aufkleber mit rassistischen Inhalt und der NPD geklebt waren. Die Aufkleber waren teilweise schon angebleicht, so daß ich davon ausgehen kann, daß diese dort schon länger hingen. Ein Anruf bei der Polizei in Ahrweiler ergab, daß der Polizei der Sachverhalt bekannt sei und die Information an die zuständigen Stellen weitergeleitet sei, die Polizei aber für die Entfernung nicht zuständig sei (Aussage der Polizei). Eine Mail von mir an den Bürgemeister von Bad Neuenahr diesbzgl. blieb unbeantwortet.
Nun war ich letzte Woche wieder in Bad Neuenahr und mußte leider feststellen, daß die Aufkleber immer noch in sehr großer Anzahl kleben, bzw. viele weitere der NPD hinzukamen. Besonders beeindruckend empfand ich einen NPD-Aufkleber auf der Vorderseite eines 30-Schildes in der Unterstraße in Bad Neuenahr.
Daher meine Frage: was werden Sie PERSÖNLICH für die Entfernung der Aufkleber iniitieren bzw. selber machen?

MfG
Antwort von Dr. Frank Bliss
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10.09.2009
Dr. Frank Bliss
Lieber Herr ,

diese Frage bezieht sich vielleicht eher auf mich als Stadtratsmitglied in Remagen. Als BT-Kandidat kann ich mich nur generell einem Verbotswunsch der NPD anschließen, das aber hilft hier nicht weiter. Ich würde die Verwaltung bitten - und das erfolgt auch in den bei uns zum Glück seltenen Fällen - beim Leeren der Mülleimer zwei Mal in der Woche im Stadtgebiet die Aufkleber zu entfernen. Bei Klebern auf Straßenschildern würde dies wahrscheinlich (in Remagen!) auch sofort gemacht werden. Hinsichtlich von Bad Neuenahr kann ich mich nicht einmischen, werde aber Ihren Hinweis an die dortigen Grünen weitergeben. Generell sollte eine Verwaltung aber schon so sensibel sein, auf alleine darauf zu kommen! Dafür öffentlich zu werben wäre dann in der Tat eine Aufgabe für den Bundestag.

Herzlichen Gruss

Frank Bliss
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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
10.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bliss,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich frage mich jedoch, warum Sie selber mit Ihren Bündnisgrünen Kolleginnen und Kollegen aus Bad Neuenahr nicht zusammen die Aufkleber selber weg machen. Dies wäre doch ein gutes Zeichen in Zeiten des Wahlkampfes. Da Ihre bündnisgrünen Kolegeninnen und Kollegen aus Bad Neuenahr die Aufkleber selber nicht weggemacht haben, aber teilweise an den selben Masten bündnisgrüne Wahlplakate aufgehangen haben - nochmals meine veränderte Frage: werden Sie selber die Aufkleber entfernen? Wenn ja, wann?
MfG
Antwort von Dr. Frank Bliss
bisher keineEmpfehlungen
10.09.2009
Dr. Frank Bliss
Sehr geehrter Herr ,

ich bitte schon um etwas Verständnis, dass die Kollegen/innen beim Aufhängen von Plakten nicht mit Spachteln/Ziehmessern usw. ausgerüstert sind. Wenn wir einen Aufkleber der NPD (wie auch Aufkleber der Idioten, die "Deutschland verrecke" kleben!) abbekommen, dann machen wir das auch. 

Mit freundlichen Grüssen
F.Bliss
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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
17.09.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Bliss,

ihre Konkurrentin (Fr. Steinheuer) um das Direktmandat für den Bundestag trifft sich mit ihren ParteikollegInnen am 04.10.09 um 14.00 Uhr am Mittelzentrum Ahrweiler, um dann illegal geklebte rassistische und NPD-Aufkleber zu entfernen. Werden Sie und Ihre Parteimitglieder mitmachen, so daß in Bad Neuenahr-Ahrweilerdem dem Rassismus und der NPD die Stirn geboten wird?

MfG

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Ihre Frage an Dr. Frank Bliss
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