Dr. Ditmar Staffelt (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. (ausgeschieden)

Grunddaten
Dr. Ditmar Staffelt
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Sozialwissenschaftler, Parlamentarischer Staatssekretär a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Berlin-Neukölln
Landeslistenplatz
keinen, Berlin
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(...) Es erlaubt weiterhin die private Kopie von technisch nicht geschützten Werken. Die Privatkopie findet dort ihre Grenzen, wo Kopierschutzmaßnahmen eingesetzt werden. Hier gibt es schon seit einiger Zeit ein Verbot von Software, die solche Kopierschutzmaßnahmen umgehen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
17.12.2006
Von:
-

Herr Abgeordneter Dr. Staffelt,
1. Was werden Sie unternehmen, damit Krebskranke, denen die Schulmedizin nachweislich nicht helfen kann, alternative Therapien wie Wärmetherapien von den Krankernkassen bezahlt bekommen? (Bitte keine Parteiensprüche, sondern ganz konkrete Aussagen)

2. Was haben Sie unternommen und was werden Sie unternehmen, damit der Transfer von finanziellen Gesundheitsleistungen in die Türkei und nach Serbien reduziert wird und wie hoch sind die jährlichen Ausgaben des Bundes, der Länder und der Sozialträger derzeit pro Jahr? (Bitte keine Parteiensprüche, sondern ganz konkrete Aussagen)

3. Was haben Sie in den letzten Jahren als Vertreter Berlins für die Stadt getan, speziell für die Anerkennung der Stadt als "neues Bundesland" , da Berlin nicht nur Stadt der alten Bundesrepublik war, sondern auch Hauptstadt der DDR gewesen ist? Welche Anträge haben Sie persönlich eingebracht und wie haben sie bei diesbezüglichen Anträgen anderer gestimmt, wenn es galt die finanzielle Lage Berlins zu verbessern? (Bitte keine Parteiensprüche, sondern ganz konkrete Aussagen)

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Ditmar Staffelt
1Empfehlung
05.01.2007
Dr. Ditmar Staffelt
Sehr geehrter Herr ,

zu Erstens:
Es ist nicht ausgeschlossen, dass Krebskranken alternative Therapien wie die von Ihnen angesprochene Wärmetherapie von der Krankenkasse bezahlt werden. Die moderne Wärmetherapie kann ergänzend zur anderen Behandlungsverfahren wie Strahlen-, Chemo- Gen- oder Immuntherapie durchgeführt werden. Welche Therapien und Arzneimittel verordnungsfähig sind, entscheidet der gemeinsame Bundesausschuss, der sich aus Krankenkassen, Leistungserbringer wie Ärzten und Krankenhausbetreibern sowie Unparteiischen zusammensetzt. Über die Frage, ob die Kosten für eine bestimmte Therapieform erstattet werden, entscheidet die Krankenkasse. Weder der Bundestag noch das Bundesgesundheitsministerium sind befugt, über den Leistungsanspruch Einzelner zu entscheiden.

Zu Zweitens:
Gar nichts. Die Bundesrepublik Deutschland hat aus gutem Grund bilaterale Verträge mit der Türkei und den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien geschlossen. Demnach erhalten dort lebende minderjährige Kinder und Ehepartner eines in Deutschland krankenversicherten Arbeitnehmers Leistungen der Krankenversicherung ihres Wohnsitzstaates, die von Deutschen Krankenversicherung erstatten werden.

Diese Vorgehensweise entspricht internationalem Standard. Sie ist sinnvoll, zum Ersten, weil Beiträge der Versicherten in aller Regel nicht nur dem eigenen Krankenversicherungsschutz dienen, sondern auch dem Schutz der nicht erwerbstätigen Familienangehörigen. Zum Zweiten, weil sie für Teile der Familie eines hier arbeitenden Migranten einen Anreiz darstellen, in ihrem Heimatland zu bleiben. Dem deutschen Gesundheitssystem entstehen hierdurch weniger Kosten.

Die jährlichen Ausgaben des Bundes, der Länder und Sozialträger sind auf der Internetseite des statistischen Bundesamtes veröffentlicht.

Zu Drittens:
Berlin wird in vielen Fällen als neues Bundesland behandelt. Aus diesem Grund erhält Berlin z.B. Mittel aus dem Solidarpakt, für den Aufbau Ost und das Projekt Deutsche Einheit. Eine pauschale Anerkennung Berlins als "neues Bundesland" wäre hingegen nicht hilfreich. Eine solche Behandlung hätte zur Folge gehabt, dass Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe nicht den höheren Leistungssatz für die alten Länder erhalten hätte, sondern den niedrigen Satz, der für die neuen Länder galt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ditmar Staffelt
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Frage zum Thema Sicherheit
30.12.2006
Von:

Guten Tag,

es interessiert mich stark wie sie zur Vorratsdatenspeicherung stehen. Werden sie einem entsprechenden Gesetzesentwurf über den im Bundestag in absehbarer Zeit sicherlich entschieden wird zustimmen oder diesen ablehnen?

Für mich würde eine Akzeptanz dieses Gesetzesentwurfes seitens ihrer Partei und ihnen nur bedeuten, dass die große Volkspartei SPD offen einen Überwachungsstaat anstrebt.
Den nichts anderes würde es bedeuten wenn alle Telefonate die ein Bundesbürger führt aufgezeichnet werden sowie wenn alle Internetseiten die besucht gespeichert werden. Ich möchte wenn ich im Internet mich bewege oder einen Freund anrufe nicht immer darüber nachdenken müssen was ich nun sagen oder schreiben darf. Bitte kommen sie nicht mit Argument das dies alles verdachtsunabhängig geschieht oder der Terrorismusbekämpfung dient den sogar ich als Laie wüsste wie ich ohne allzu große Probleme im Internet die Speicherung meiner Daten umgehen kann bzw. meinen Mailverkehr verschlüsseln könnte.

Die Vorratsdatenspeicherung richtet sich offen gegen das deutsche Volk denn es zielt offen auf eine Überwachung desselben. Wie soll ein Volk seiner Regierung vertrauen wenn diese nicht bereit ist das selbe Vertrauen dem Volk entgegen zu bringen?
Ehrlich gesagt habe ich von der Politik in Deutschland umso mehr ich mich damit beschäftige mehr und mehr das Bild eines Theaterstücks, dass uns von den wirklichen Problemen in diesem Land ablenken soll.
Ist eine Partei in der Opposition stimmt sie prinzipiell gegen die Entscheidungen der regierenden Parteien und umgekehrt. Schmiert die Wirtschaft nur die Regierung?

Ich kenne kaum Menschen in meinem Umfeld die nicht glauben, dass im Bundestag nur noch Schauspieler sitzen die auf Kommando der Parteiführung die Hand heben ohne selber überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden, dass sie unter Umständen im Namen des Volkes gegen das Volk regieren. Irgendwas kann da nicht stimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Ditmar Staffelt
2Empfehlungen
11.01.2007
Dr. Ditmar Staffelt
Sehr geehrter Herr ,

den auf europäischer Ebene gefundenen Kompromiss zur "Vorratsdatenspeicherung" trage ich mit. Die SPD weiß sehr wohl, dass wir uns bei der Regelung in einem schwierigen Spannungsfeld zwischen der Verfolgung von Kriminellen und den Rechten der Bürger befinden.

Ihre Behauptung, alle Telefonate und Emails würden künftig gespeichert, zeigt, dass sie schlichtweg falsch informiert sind. Tatsache ist: Künftig werden für eine Dauer von sechs bis 24 Monaten ausgesuchte Daten im Internet und von Email-Diensten gespeichert. Gespeichert werden darf lediglich, dass sich der Nutzer online befindet, jedoch nicht welche Websites benutzt werden.

Im Übrigen sollte die Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität auch in ihrem Sinne sein. Ihre Behauptung, wir wollen einen Überwachungsstaat errichten und würden uns offen gegen das deutsche Volk richten, ist absurd. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen, das zeigt, wie wichtig die Speicherung von Daten sein kann: Erst Anfang dieses Jahres ist der deutschen Polizei ein empfindlicher Schlag gegen einen Kinderporno-Ring gelungen. Im Zuge der Untersuchungen wurden so gut wie alle Kreditkarten in der Bundesrepublik überprüft. Wollen Sie mir tatsächlich weiß machen, dass in diesem Fall der Datenschutz für Verbrecher wichtiger sei als der Schutz der Opfer.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass der Hintergrund der "Vorratsdatenspeicherung" eine Regelung der EU ist, nach der alle Mitgliedsstaaten verpflichtet sind, die "Vorratsdatenspeicherung" bis zum Herbst 2007 umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ditmar Staffelt
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Frage zum Thema Gesundheit
06.02.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. D.Staffelt.

Da ich in Sichtweite zum Flugplatz Schönefeld wohnen muß, möchte ich Ihnen einmal die Frage stellen: Hat sich jemals eine Bundesregierung oder auch eine deutsche Partei über das Thema Flugumweltschutz gekümmert?
Die Flugkapazität ist doch in letzter Zeit angestiegen und wird noch steigen so das der Ausstoß enorm angesteigen wird.
Man spricht immer von Industrie, Autos und Zigarettenraucher aber was machen denn die Flugzeuge bei Start und Landungen!
Die Krebserkrankungen haben hier in meiner Umgebung stark zugenommen, auch meine Ehefrau ist davon betroffen!

Für eine Antwort, vielen Dank das letztemal in einer anderen Sache blieben Sie eine Antwort schuldig.
MfG.
Antwort von Dr. Ditmar Staffelt
1Empfehlung
15.02.2007
Dr. Ditmar Staffelt
Sehr geehrter Herr ,

sowohl die Bundesregierung als auch die SPD-Fraktion haben Initiativen für einen umweltfreundlichen Verkehr eingeleitet. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist es unser Anliegen, den CO2-Ausstoß deutlich zu senken, alternative Kraftstoffe und Antriebssysteme zu entwickeln und negative Auswirkungen des Verkehrs auf die Gesundheit – wie Lärm und Abgase - zu reduzieren.

Der Flugverkehr ist für rund drei Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Der Anteil ist gegenüber anderen Verkehrsträgern also vergleichsweise gering. Dennoch werden Anstrengungen unternommen den Umweltschutz im Luftverkehr weiter zu verbessern. So haben sich nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Spitzen aller deutschen Luftverkehrsverbände- und unternehmen kürzlich darauf geeinigt, die Luftfahrt in den bestehenden Emissionshandel einzubeziehen.

Zudem fördert die Bundesregierung wichtige Technologiefelder, um den Treibstoffverbrauch von Flugzeugen zu senken. Dazu gehören unter anderen der Leichtbau, innovative Antriebstechnologien und Fahrzeugkonzepte.

Erst in der vergangenen Woche hat die Bundesregierung der EU-Forderung nach einer deutlichen Reduzierung der jährlichen CO2-Emissionen in Deutschland zugestimmt. Diese Regelung ist gut für die Umwelt und wird die Entwicklung neuer umweltschonender Energie- und Verkehrsträger antreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ditmar Staffelt
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Frage zum Thema Senioren
06.02.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Staffelt,

Inzwischen sind wir alten Opfer der ehemaligen so genannten DDR ja schon lange im Rentenalter, keine Regierung hat es bis heute geschafft für uns eine Opfer-Rente zu erwirken, oder? Ich habe jahrelange politische Haft erleiden müssen, nur weil ich denen nicht im Kram paßte! Die Regierungen unseres Landes schmeißt das vorhandene Geld des Volkes nur so um sich, um in der Welt gut dazu stehen, aber für das eigene Volk bleibt wenig! Ist eine Opferrente in Sicht?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Ditmar Staffelt
3Empfehlungen
27.02.2007
Dr. Ditmar Staffelt
Sehr geehrte Herr ,

die Fraktionsspitzen aus SPD und CDU haben sich in einer gemeinsamen Klausur im Januar über die Einführung einer SED-Opferrente geeinigt (siehe auch www.staffelt.de ).

Die SED-Opferpension soll als monatlich wiederkehrende Leistung pauschal 250 Euro betragen. Sie soll nicht auf andere Ansprüche anrechenbar sein und ist unpfändbar. Anspruchsberechtigt sind ehemalige Inhaftierte, die mindestens sechs Monate aus politischen Gründen oder staatlicher Willkür in DDR-Haft saßen. Voraussetzung ist weiter, dass die Opfer sich heute in einer wirtschaftlich schwierigen Lage befinden. Dies ist der Fall, wenn ihr Einkommen bei Alleinstehenden den dreifachen Regelsatz bei der Grundsicherung (3 x 345 Euro = 1.035 Euro) und bei Verheirateten den vierfachen Regelsatz (4 x 345 Euro = 1.380 Euro) nicht überschreitet.

Neben den einmaligen Haftentschädigungszahlungen wird es damit – zumindest symbolisch – eine Opferrente für politische Verfolgte des SED-Regimes geben.

Der entsprechende Gesetzestext wird im März dieses Jahres im Deutschen Bundestag beraten und entschieden.

Mit freundlichen Grüßen

Ditmar Staffelt
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Frage zum Thema Gesundheitsreform
11.02.2007
Von:

Guten Tag

Haben Sie gewusst, dass die große Mehrheit der Bevölkerung gegen die Gesundheitsreform war und ist ? Wenn ja dann haben sie bewusst gegen das Volk entschieden ?
War es dann vielleicht Partei Wohlverhalten ?
Oder sogar "nach mir die sintflut" ?
Mir fehlen die Worte

MfG
Antwort von Dr. Ditmar Staffelt
1Empfehlung
26.02.2007
Dr. Ditmar Staffelt
Sehr geehrter Herr ,

wie ich lese, sind Sie mit der Gesundheitsreform nicht einverstanden. Gerne würde ich von Ihnen wissen, welche Regelungen Sie im Einzelnen kritisieren.

Selbst habe mich nach der Beratung in der Bundestagsfraktion zur Zustimmung bewegen lassen. Grundsätzlich mache ich Entscheidungen nicht von aktuellen Umfrageergebnissen abhängig.

Mit freundlichen Grüßen

Ditmar Staffelt
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Ihre Frage an Dr. Ditmar Staffelt
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