Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Dieter Wiefelspütz
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in Lünen
Wahlkreis
Hamm - Unna II
Landeslistenplatz
31, Nordrhein-Westfalen
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Ich antworte bei abgeordnetenwatch immer selber. Ich erhalte sehr unterschiedliche mails. (...)
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Frage zum Thema Internationales
20.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

zunächst vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Die Visumsbefreiung nach 2004/38/EC wird durch Artikel 5 ivm Artikel 10 geregelt, welche eine "Aufenthaltskarte für Familienangehörige" vorsehen, welche die Reisefreiheit erlaubt solange die Ehegatten zusammen verreisen.

Wenn diese Karte nur ausreichend bei den Behörden bekannt wäre, wären die von mir genannten Probleme bereits gelöst. Die rechtlichen Grundlagen bestehen durch 2004/38/EC bereits. Ein einheitliches Aussehen würde dies natürlich vereinfachen.

Ich bin mir bewusst, dass ich im "Einzelfall" vor einem Gericht klagen kann, und dann auch "Recht" bekommen würde.

Werde ich aber bei versuchter Einreise abgewiesen und verpasse dadurch das familiäre gemeinsame Weihnachtsfest, was bringt mir die anschliessende gerichtliche Feststellung dass dies illegal war? (Ich bekomme meine Flüge ersetzt, welche der Staatskasse unnötig zur Last fallen)

Trotzdem kann beim nächsten Einreiseversuche dasselbe wieder passieren.

Das Problem liegt in diesem Fall zwischen "Recht haben" und "sofort Recht bekommen", da bei Reisen ein "verspätetes Recht bekommen" nicht mehr hilft.

Meine Frau, die sich wegen mir als deutschem Ehepartner zum ersten mal in ihrem Leben mit der Berliner Mauer auseinandersetzte, fragte mich ob für sie in Europa eine art unsichtbare Berliner Mauer aufgebaut wurde.

Ich wusste leider nicht was ich ihr entgegnen soll.

Vielleicht können Sie mir aushelfen?

Ein zusätzliches Problem: Wir versuchten das Problem dadurch zu umgehen indem wir (unnötigerweise) versuchten ein Visum zu beantragten. Dieses Visum wurde ironischerweise mit dem Hinweis abgelehnt, dass wir keines bräuchten.

Egal wie man es in Irland/UK also macht - man kann als Familienangehöriger eines EU-Staatsbürgers nicht zuverlässig nach Schengen einreisen.

hilflose Grüsse aus (zum Glück) der Schweiz,
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
8Empfehlungen
22.04.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihnen bereits sehr ausführlich geantwortet und die Rechtslage umfassend erläutert. Mehr geht nicht.
Wenn Behörden das Recht nicht kennen und verletzen, können Sie sich dagegen wehren. Dazu gehört auch der Ersatz des Schadens, der bei Ihnen entstehen kann.
Den Vergleich mit der Berliner Mauer halte ich für unangemessen. An der Berliner Mauer wurde geschossen. Bleiben Sie bitte auf dem Teppich, bei allem Respekt vor den Beschwernissen, die Ihre Gattin und Sie selber haben hinnehmen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
23.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Doktor Wiefelspütz,
ich bitte um Nachsicht, meine vorige Mail so ohne Kenntnis der Nettikette abgesandt zu haben. Diese Unhöflichkeit bin ich ansonsten nur von andren gewohnt.

Da Sie sich Ihrer Medienkontakte rühmen, hier nun meine Frage:
Ich erinnere mich an einen TV-Auftritt, in dem Sie bekundeten: "Das Flughafenasyl (in Ffm.) muss dringend geschlossen werden!".

Wie die FR berichtete, wurde eine hochschwangere Eritreerin tagelang verhört, sogar noch wenige Stunden vor dem Entbindungstermin. Vom innenpolitischen Sprecher der SPD- Fraktion hab ich zu diesem Skandal weder etwas gelesen, noch gehört. Kommt da noch was oder bleibt das Schweigen?.

Ich würde mich freuen, von Ihnen eine geschätzte Antwort zu erhalten.

Mit außerordentlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
8Empfehlungen
24.04.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

Sie wollen etwas von mir. Warum fällt Ihnen dann die in Mitteleuropa übliche Höflichkeit so schwer? Wie wäre es ganz einfach mit Respekt vor Ihren Mitmenschen?
Ich halte das Flughafenverfahren in unserem Asylverfahrensrecht für unverzichtbar. Ich kann deshalb niemals das gesagt haben, was Sie mir zuschreiben.
Den von Ihnen geschilderten Fall kenne ich nicht und kann ihn deshalb auch nicht beurteilen. Selbstverständlich darf niemand in unserem Land gequält werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
24.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Doktor Wiefelspütz,
in der FR schrieb am 13.3.2009 Matthias Thieme über eine Eritreerin, die hochschwanger noch bis wenige Minuten vor ihrer Entbindung im Flughafen-Asyl in Frankfurt am Main verhört wurde bzw. sollte. Dazu meine Fragen, da Sie sich Ihrer Pressekontaskte rühmen:
1. War oder ist Ihnen dieser Vorfall bekannt?
2. :Was haben Sie bislang unternommen, um diese Vorgehensweise zu rügen?
3. Was werden Sie für die Zukunft unternehmen, um die Einhaltung der Menschenrechte auch auf dem Asylgelände des Flughafens Frankfurt zu garantieren?
4. Mir ist von Ihnen zu dieser Verletzung der Menschenwürde kein öffentlicher Kommentar bekannt. Wie habe ich das zu verstehen?Kommt da noch eine Reaktion, nachdem ich Sie nunmehr auf diese Lage aufmerksam machte?
Für Ihrem Antwort bedanke ich mich. Mit sonnigen Grüßen nach Berlin,
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
9Empfehlungen
25.04.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihnen bereits geantwortet. Ich beurteile Sachverhalte nur, wenn ich sie kenne.

Für die Einhaltung der Gesetze im Zusammenhang mit dem Flughafenverfahren sind die Behörden in Frankfurt verantwortlich. Außerdem sind die asylverfahrensrechtlichen Entscheidungen gerichtlich überprüfbar.
Schließlich: Ich kann gar nichts garantieren. Nicht einmal, daß morgen die Sonne aufgeht. Ich kommentiere einen Sachverhalt, den ich nicht kenne, sicherlich nicht deshalb, weil Sie sich das wünschen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

halten Sie einen Dialog mit Wählern bzw interessierten Bürgern...durch sachliches Eingehen auf die Fragen bzw Probleme der zB. Teilnehmer dieses Forum für sinnvoll ? Streben Sie Ihre Wiederwahl in den 2009 noch zu wählenden Deutschen Bundestag an ? Auf welchem Listenplatz ? Als Direktkandidat ?

Vorab vorzüglichsten höflichsten Dank für Ihre Antwort.

Hochachtungsvoll
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
28Empfehlungen
26.04.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

diese Antwort ist die eintausenzweihundertvierundneunzigste Antwort vom mir bei abgeordnetenwatch. Kommt einer meiner Kollegen oder eine meiner Kolleginnen aus dem Deutschen Bundestag, aus einem der Landtage oder aus dem Europaparlament auch nur annähernd auf diese Zahl? Ich denke Ihre Frage, ob ich den Dialog bei abgeordnetenwatch für sinnvoll halte, beantwortet sich von daher von selbst.

Ich erlebe abgeordnetenwatch mit durchaus gemischten Gefühlen, weil viele, freilich längst nicht alle Fragesteller sich nicht an die Regeln halten. Insgesamt überwiegen für mich jedoch die positiven Argumente. Deshalb nehme ich mir die allerdings nicht unerhebliche Zeit für eine persönliche Beantwortung. Ich räume aber ein, daß die Arbeitsbelastung für abgeordnetenwatch für mich inzwischen grenzwertig ist. Es macht einen kleinen Unterschied, ob 100 Fragen oder 1294 Fragen beantwortet wurden. An einem Sonntagabend wie jetzt können auch andere Tätigkeiten reizvoll sein.

Ich habe bei der nächsten Bundestagswahl einen völlig aussichtslosen Platz auf der Landesliste NRW meiner Partei. Ich bin freilich seit 1987 immer wieder direkt in meinem Wahlkreis Hamm-Unna 2 gewählt worden.

Ich kandidiere bei der Bundestagswahl 2009 erneut im Wahlkreis Hamm-Unna 2. Meine Partei hat mich mit großer Mehrheit als Kandidat nominiert. Ich hoffe auf Ihre tatkräftige Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Familie
26.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

"Warum gibt es so gravierende Unterschiede zwischen der Meinung der Politiker zum A1 und den tatsächlichen Durchführungen der Prüfung am GI ??" (Frage von Herrn Ziegner vom 4.1.2009).

Das würde auch mich brennend interessieren.

Im neuen Zuwanderungsgesetz ist die Rede vom "Nachweis einfacher Deutschkenntnisse". Doch was an den Goethe-Instituten geprüft wird, geht weit über diese Vorgabe hinaus.

Auch Ihre Aussage: "Die Goethe-Institute sind besonders erfolgreich bei der Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse. " sehe ich in diesem Zusammenhang sehr kritisch.

Wie kann es sein, dass am GI Bangkok die Durchfallquote ständig über 50% liegt?

Meine Frau hat sich nach 3-monatigem Unterricht am GI, intensivstem Lernen, bis zu 10 Std. am Tag, plus Nachhilfe, voller Zuversicht zur Prüfung angemeldet - und ist durchgefallen. 59 Punkte. 1 Punkt zum Bestehen hat gefehlt!
Besonders der Bereich "Hören" wird immer wieder als besonders heikel genannt, da der Hörtext nur einmal gespielt wird und von Nebengeräuschen unterlegt ist. Max. 25 Punkte gibts dafür, 6 Punkte waren jedoch das beste Resultat, das in der letzten Prüfung erreicht werden konnte.

Neben meiner Frau war nur eine einzige Kandidatin (von 20), die die Prüfung zum 1. Mal absolvierte, alle anderen machten den Test zum 2., 3., 4. und sogar zum 5. Mal.

Was hat das mit dem "Nachweis einfacher Deutschkenntnisse" zu tun? Das kann doch sicher nicht im Sinne des Gesetzgebers sein und verlangt dringend einer Überprüfung.

So wie es bisher abläuft - ich kann da nur die Zustände in Bangkok ansprechen - ist es Folter.
Die Kandidaten werden solange geprüft bis sie irgendwann aufgeben, dem deutschen Ehepartner das Geld ausgeht oder bedingt durch die ewig lange Trennungszeit, der Frust der geplanten oder bereits vollzogenen Ehe ein Ende setzt.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
26Empfehlungen
27.04.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

Sie verwendenden in Zusammenhang mit der Arbeit des Goethe-Instituts in Bangkok den Begriff Folter (!).

Mit solchem Unfug setze ich mich nicht auseinander.

Ich möchte keinen Umgang mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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