Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Dieter Wiefelspütz
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in Lünen
Wahlkreis
Hamm - Unna II
Landeslistenplatz
31, Nordrhein-Westfalen
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(...) Eine gesetzliche Grundlage für die online-Durchsuchung wird es nur geben, wenn die SPD-Bundestagsfraktion zustimmt. Ob sie zustimmt, ist zur Zeit völlig offen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.10.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

in ihrer Antwort an Frau Santori erwähnen Sie, dass die Auslandseinsätze deutscher Soldaten der Bundeswehr stets in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz und dem Völkerrecht stattgefunden haben. Wenn ich Ihre Antworten hier so lese, kommen mir doch erhebliche Zweifel an der Kompetenz in Ihrem ehemals ausgeübten Beruf als Richter. Der Angriff auf die ehem. Republik Jugoslawien 1999 war nicht durch ein UN Mandat gedeckt. Auch was die Beweisführung des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag zu Tage bringt, lag alles andere als eine humanitäre Katastrophe im Kosovo vor. Diese ist vielmehr von der NATO ausgelöst worden.

Ich frage Sie, wie rechtfertigen Sie heute den Angriff auf das ehem. Jugoslawien ?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
11Empfehlungen
13.10.2007
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

der Einsatz der NATO im Jahre 1999 im ehemaligen Jugoslawien war eine humanitäre Intervention, die ich nicht nur - wie viele Völkerrechtler - für völkerrechtlich zulässig, sondern ethisch für geboten hielt, um Völkermord zu verhindern. Meine Meinung hat sich nicht geändert. Ich habe dem Einsatz deutscher Soldaten seinerzeit zugestimmt und würde das unter vergleichbaren Umständen erneut tun.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.10.2007
Von:
von

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

ich habe Ihre Antwort an Frau Santori eingehend studiert.
Finden Sie nicht auch, durch den Bürgerauftrag die Meinung des "Volkes" repräsentieren zu müssen? Ihre Meinung, und das wollen Sie bitte sachlich werten, die ist hier gar nicht gefragt. Sie vertreten bei wichtigen Angelegenheiten die Volksmeinung und sollten bitte die Meinung des Volkes umsetzen, auch wenn Ihnen das bisweilen recht schwer fallen mag. Ich darf Sie daher fragen: Ist dieser Staat überhaupt noch ein Bürgerstaat oder handelt es sich eher um einen US-abhängigen Ableger, ohne ernstzunehmende eigene Repräsentation durch die Bevölkerung? In wiefern spielt das Wollen des Volkes überhaupt noch eine Rolle?
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
10Empfehlungen
13.10.2007
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau ,

meine Meinung sei gar nicht gefragt, meinen Sie. Das Gegenteil ist richtig. Solange ich Mitglied des Deutschen Bundestages bin, entscheide ich ausschließlich nach meiner Meinung und nach meinen Überzeugungen. Es lohnt nicht, auf Ihren billigen Antiamerikanismus einzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
09.10.2007
Von:

Sehr geehrter Dr. Wiefelspütz,
ich habe ein Problem mit sogenannten Volksvertretern, die alles schon längst wissen, vor allem alles besser wissen. Ich kann mit Ihrer hochfahrenden Selbstgerechtigkeit nichts anfangen.
Eigentlich wollte ich fragen, ob das Vermummungsverbot nicht auch für Polizisten gilt, nachdem man sich als Demonstrant nichtmal passiv gegen Übergriffe schützen darf, aber dann habe ich Ihre Ausführungen zu den anderen Fragen gelesen.
War es nicht ein großer, schon fast heilig gesprochener Sozialdemokrat, der seinerzeit sagte: "Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen." Was haben Sie von den beiden Wörtern "Nie wieder" nicht verstanden? Seit den Neunzigern dürfen wir erleben, wie jede Menge internationaler Krisen mit Gewalt gelöst werden, wie den weisen "Volksvertretern" nichts besseres einfällt als die primitivste aller Lösungen. Sie wollen uns also tatsächlich weismachen, dass bombardieren, hinrichten und foltern in fremden Ländern die Zahl der Terroristen verringert und nicht erhöht. Das lernen wir also aus der Geschichte der Menschheit. Völker überfallen führt also zu Frieden und Glückseligkeit. Sicherlich vor allem in der Waffenindustrie. Wir wollen ja nicht vergessen, dass die BRD der drittgrösste Wafffenexporteur der Welt ist. Insofern ist auch SPD-Politikern an Frieden auf der Welt nicht unbedingt gelegen, kost` ja sonst Arbeitsplätze und Renditen. Solange es nicht Ihre Kinder sind, die von Bomben zerfetzt werden. Von CDU-Politikern erwartet man ja nichts anderes, aber wenn auch einer von der SPDgeführten Regierung nach dem volksnahen "Nein" zum Irak-Krieg nichts Besseres einfällt, als vor dem amerikanischen Folterstaat im Staub zu kriechen, ist das ja wohl der Gipfel der Heuchelei. Und wie man ja weiß hat sich Ihr Aussenminister aus menschenrechtlicher Sicht auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Fragen Sie mal Herrn Kurnaz. Hoffen wir mal, dass Sie es auch aushalten, wenn das Volk Sie bei der nächsten Wahl abwählt. Es wird Zeit.
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
18Empfehlungen
10.10.2007
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau ,

hoffen Sie bitte weiter darauf, daß ich abgewählt werde. Solange ich Mitglied des Deutschen Bundestages bin, entscheide ich im Parlament nach meiner Überzeugung.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
09.10.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz !

Ihre Entscheidung wird Deutschland verändern! Es ist egal ob Sie persönlich für oder gegen die kombinierte Mandatsverlängerung, ISAF inklusive TORNADOS stimmen. Es sollte jedoch Ihre Entscheidung sein und nicht die der Linie. Sie allein müssen Ihren Schritt gegenüber Ihren Kindern und Kindeskindern sowie den Wählern verantworten. Das Bundeskabinett hat sich durch die Zusammenlegung für den Krieg und gegen das Volk entschieden.
Wollen Sie das auch ? Wollen Sie wirklich den Kriegstreibern folgen und Leben gefährden ?

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
12Empfehlungen
13.10.2007
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr Dickhut,

gestern hat der Deutsche Bundestag mit sehr großer Mehrheit für die Verlängerung des ISAF-Einsatzes einschließlich Tornados gestimmt. Aus einer klaren Überzeugung habe ich diesem Einsatz zugestimmt. Der Einsatz erfolgt mit Zustimmung der legitimen Regierung Afghanistans und auf Bitten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.Ich erwarte von Ihnen, daß Sie meine Entscheidung respektieren. Woher nehmen Sie das Recht, mich belehren zu wollen?

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.10.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

bei heise online www.heise.de ist zu lesen, dass die SPD sich nicht länger gegen die Aufnahme von Fingerabdrücken im Personalausweis stellt.
Unter Hitler gab es bereits einmal in der deutschen Geschichte den Fingerabdruck in Ausweisdokumenten, ebenso wie in anderen Diktaturen.
Mich interessiert nun folgendes: Die Väter des Grundgesetzes haben die Fingerabdrücke wieder aus den Ausweisdokumenten verbannt, weil die Deutschen eben kein Volk von Verbrechern sind. Sie aber scheinen das besser zu wissen.
Deutsche Ausweisdokumente zählen zu den sichersten der Welt, es gibt kaum Missbrauchsfälle und die wenigen Fälschungen im Jahr, die man immer noch an beiden Händen abzählen kann, werden entdeckt. Wenn also die Integrierung der Fingerabdrücke in Personalausweis und Reisepass keine Verbesserung der Fälschungssicherheit mit sich bringt, im Gegenzug aber ein enormes Missbrauchspotentiel (RFID Chips etc.) innenwohnend hat und an die Praktiken der Nazis und anderen Diktaturen (Spanien unter Franco t. B.) erinnert, aus welchen Gründen kann ein rationaler Mensch dann noch dafür sein?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
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10.10.2007
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

es macht wenig Sinn, auf Ihre Tiraden einzugehen. Der ePersonalausweis war bereits ein Rot-Grünes Projekt. Er wird so realisiert, wie er bereits vor Jahren angedacht wurde. Die Bürger haben ein Recht auf den bestmöglichen Personalausweis. Den werden sie bekommen.Schließlich: der ePersonalausweis wird in wenigen Jahren Standard in Europa sein. Sie sind dagegen. Alles andere hätte mich gewundert. Das werden wir aushalten müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Wiefelspütz
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