Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)

Angaben zur Person
Dr. Dieter Wiefelspütz
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in Lünen
Wahlkreis
Hamm - Unna II
Landeslistenplatz
31, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
07.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

in der Berliner Zeitung werden Sie mit den Worten zitiert: "Paintball ist sittenwidrig. Das wird es in Zukunft nicht mehr geben." Dazu habe ich einige Fragen.

1. Haben Sie das wirklich gesagt oder ist das eine Ente?
2. Was macht Paintball sittenwidrig?
3. Haben Sie schon einmal Paintball gespielt oder mit einem entsprechenden Verein Kontakt gehabt, wissen Sie also, wovon Sie sprechen?
4. Ist es nicht populistisch, eine Sportart zu verdammen, einfach weil man an Schützenvereinen wegen deren Lobbyarbeit nichts ändern mag (Wieviele Jäger/Sportschützen gibt es im Bundestag und wie viele Paintballspieler?)?
5. Ist es nicht Augenwischerei, wenn man auf Computerspiele und Paintball abzielt, wo Amokläufe bei uns meist mit echten, legal erworbenen und einfach zugänglichen Waffen (nicht mit Computermäusen oder Farbbeuteln) begangen werden?
6. "Entstehen" Amokläufer durch Spiele oder durch Verzweiflung, schlechte Schulen, Perspektivlosigkeit und fehlende Vorbilder in Familie, Gesellschaft und Politik?
7. Was ist das Ziel der angedachten Maßnahme? Kann die Maßnahme dieses Ziel erreichen?

Wenn es dazu bereits ein Positionspapier Ihrer Partei oder Ihnen bekannte wissenschaftlich fundierte Informationen gibt, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir die Quellen nennen könnten.

Ich wünsche Ihnen starke Nerven für den Wahlkampf,

mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
36Empfehlungen
08.05.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr Barß,

ich habe mich zu Amokläufen, zum Medien- und Waffenrecht und nicht zuletzt zum Paintball-Verbot in zahlreichen Stellungnahmen sehr ausführlich und sehr differenziert geäußert und meine Überzeugung begründet. Diese Stellungnahmen sind klar, deutlich und allgemeinverständlich. Meine Beiträge haben in den Medien eine große Verbreitung gefunden.

Sie können in der Sache natürlich gerne anderer Auffassung sein als ich.

Meine wichtigste Überzeugung ist freilich: Ich werde Ihnen niemals nach dem Munde reden, sondern treffe meine Entscheidungen nach sorgfältiger Überlegung selber, nach bestem Wissen und Gewissen. Allerdings nach meinem Wissen und Gewissen, nicht nach Ihrem. Sie können mich anschließend gerne wählen oder es lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Sicherheit
07.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

abgesehen von der Tasache, dass ich das angestrebte Paintball-Verbot für völlig überzogen und gänzlich an der Sache vorbei gedacht halte, stellt sich für mich zwangsläufig folgende Frage, welche ich hiermit an Sie richten möchte:

Warum wird gerade dem Bereich Jagd / Jägerschaft und dem damit verbundenen Besitz zwar legaler, aber dennoch SCHARFER Schusswaffen nicht endlich einmal mehr Augenmerk von politischer Seite geschenkt?

Geht von einem Jäger, der - fragt man ihn einmal unter 4 Augen, dies dann auch zugibt - überwiegend aus witschaftlichen Aspekten und dem Spaß an der Freud´ dem Töten von Tieren nachgeht, nicht die weitaus größere Gefahr aus? Hierfür sprechen nicht nur die unzähligen "Jagdunfälle", die - z. T. unter Alkoholeinfluss! - jedes Jahr Verletzte und Tote fordern, sondern auch die Tatsache, dass die im Besitz von Jägern befindlichen Waffen oftmals auch für Dritte zugänglich sind, beispielsweise durch unsachgemäße Lagerung und / oder Diebstahl.

Ist ein Jäger, der die Schwelle zum Töten bereits de facto überschritten hat (im völligen Gegensatz zu den unzähligen Paintball-Anhängern, die sich größtenteils bewusst von diversen Klischees und politischen Hintergründen distanzieren), in Ihren Augen nicht eher in der Lage, selbst, oder durch Begünstigung anderer Personen durch Zugriff auf seine Schusswaffen, Gewalttaten wie die von Erfurt und Winnenden potenziell zu fördern?

Die mitunter beängstigend anmutende Weise, mit der Jäger öffentlich auftreten und bestenfalls völlig gefühllos, meistens jedoch pseudo-heroisch über Ihr "Hobbie" sprechen, böte allemal Anlass dazu, hier etwas genauer hinzuschauen und ggf. strengere Auflagen zu erteilen und bestehende Gesetze zu verschärfen.

In diesem Zusammenhang noch ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss:

"Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit".

Es grüßt Sie

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
12Empfehlungen
08.05.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

bei Paintball geht es nicht um das Waffenrecht. Sie können in Sachen Paintball gerne anderer Meinung sein als ich.

Jagd, Jäger und Jagdwaffen unterliegen in Deutschland strengen gesetzlichen Bestimmungen. Ihre diffamierende Ablehnung der Jagd ist Ihre Sache. Mit abgeordnetenwatch hat das nichts zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Familie
07.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

vielen Dank für die Antwort. Allerdings möchte ich Ihnen in Ihrer Eigenschaft als MdB weitere Fragen im Zusammenhang mit dem AufenthG stellen. Das AufenthG beim Familiennachzug zum Deutschen Eheartner wurde verschärft. Weitläufig argumentieren Sie und die CDU/CSU damit, dass damit Schein- und Zwangsehen verhindert werden sollen. Weiterhin wurden dann Deutschkenntnisse (Sprachniveau A1) im Herkunftsland für den nachziehenden Ehepartnern verlangt.

Gibt es Zahlen und Fakten bzgl. Schein- und Zwangsehen mit Deutschen Staatsbürgern?

Gibt es Vergleichszahlen aus den Vorjahren insbesondere im Vergleich beim Familiennachzug zum Deutschen oder zum Ausländer?

Wieso braucht eine verarmte japanische Bäuerin keine Deutschkennntnisse nach A1, aber beispielsweise eine kaufmännisch gut ausgebildete Vietnamesin benötigt Deutschkenntnisse nach A1?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Feldmüller
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
12Empfehlungen
08.05.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihnen bereits geantwortet. Ich habe mich zum Ehegattennachzug vielfach geäußert. Für Dauerdebatten stehe ich nicht zur Verfügung.

Ich möchte arbeitsfähig bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Internationales
08.05.2009
Von:
-

Geehrter Herr Wiefelspütz,

"Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erstmals offen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrücks Wortwahl bei der Kritik an der Steuerpolitik von Nachbarländern distanziert. "Wenn es zu Irritationen gekommen ist, dann werde ich auch als Regierungschefin alles daran setzen, dass diese schnell beseitigt werden", sagte Merkel am Abend am Rande eines EU-Gipfels in Prag." steht in Zeitungsberichten.

Wird man Herrn Steinbrück auch wegen seiner Rolle zur HRE vernehmen ? Laut TV ist die EU Sicherheitsvorgabe zum Stamkapital unter 4%, nämlich bei 3,5 % und das ruft ein Moratorium auf den Plan, welches merkwürdigerweise auf sich warten läßt.
Gesetze sind dazu da, daß sie eingehalten werden. PLEITE ist PLEITE, auch wenn als Folge alles bereinigend den "Bach" runterschwimmt.

Wie stehen Sie zu der Rolle Steinbrücks? Ist der Mann noch tragbar ? Und wird die Staatsanwaltschaft einschreiten wegen Konkursverschleppung?

MfG, -
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
2Empfehlungen
10.05.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau -,

ich möchte Sie vorab bitten, sich an einen Wahlkreisabgeordneten Ihres Vertrauens zu wenden. Ich möchte arbeitsfähig bleiben.

Wenn Sie eine Frage an Frau Dr. Merkel haben, wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Merkel.

Ich halte den Bundesfinanzminister Steinbrück für einen herausragenden und bedeutenden Finanzminister. Ich bin froh, daß wir ihn haben.

Der Deutsche Bundestag hat vor wenigen Tagen den HRE-Untersuchungsausschuß eingesetzt. Sie können davon ausgehen, daß auch der Bundesfinanzminister in diesem Ausschuß Rede und Antwort stehen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.05.2009
Von:

Sehr geehrter Dr. Wiefelspütz,

in wie weit wollen Sie durch das Verbot von Paintball einen weiteren Amoklauf verhindern?
So weit ich es ermessen kann waren die bisherigen Täter NICHT Mitglied einer Paintballgruppe, sondern Mitglieder von Schützenvereinen. Als Mitglied konnten die Täter das Schiessen erlerenen und hatten Zugang zu Waffen (bzw über ihre Eltern).
Ich möchte von Ihnen wissen, wann Sie endlich geeignete Massnahmen ergreifen, um unsere Kinder vor dem nächsten Amoklauf zu schützen.

MfG

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
6Empfehlungen
10.05.2009
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

zu Amokläufen, zum Waffenrecht und zum Paintballverbot habe ich mich auch auf den Seiten von abgeordnetenwatch vielfach geäußert. Lesen Sie meine Stellungnahmen. Ich möchte mich nicht wiederholen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Ihre Frage an Dr. Dieter Wiefelspütz
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