Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Dieter Wiefelspütz
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in Lünen
Wahlkreis
Hamm - Unna II
Landeslistenplatz
31, Nordrhein-Westfalen
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(...) Ihre Frage erstaunt mich.
Online-Durchsuchungen werden gegenwärtig von mehreren ausländischen Nachrichtendiensten systematisch vorgenommen. (...) Täglich, stündlich, auch jetzt. Und Sie sage: Das geht technisch gar nicht. Soll ich Ihre Erkenntnisse an die USA, Rußland und China weiterleiten? (...)
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.11.2008
Von:

Gruesse Dr. Wiefelspuetz,

bezug nehmend auf die PHOENIX Runde vom 13.11.2008 wuerde es mich freuen, wenn Sie mir eine Frage beantworten koennten.

Vorher moechte ich Ihnen noch - wohl im Gegensatz zu vielen anderen hier - danken, dass Sie die aktuelle Hysterie um den Terrorismus in Deutschland nuechtern und realistisch betrachten, als das was sie ist: Zwar praesent, jedoch nicht von unmittelbarer Bedrohung.

Sie haben in der Sendung ausgesagt, dass sich das neue BKA-Gesetz millimetergenau an die Vorgaben des BVG haelt.

Meine Frage nun hierzu:

Ist es denn noetig in einer Demokratie wie der unseren eine Politik zu betreiben, die Gesetze entwirft, welche sich millimetergerecht am Rande der (Verfassungs-)Legalitaet bewegen?

Mir scheint, oefters in letzter Zeit, dass das BVG quasi als letzte Instanz der Legislative angesehen wird - noch nach dem Bundespraesidenten - um die verfassungskonformitaet eines Gesetzes zu bestaetigen. Sicher, es sind nicht alle Angeordneten Juristen mit diesem spezifischen Fachbereich, jedoch gibt es Berater und Fachaussschuesse, die sich doch mit genau dieser Problematik auseinandersetzen, so dass es zu solche einer Situation doch eigentlich gar nicht kommen sollte.

Erwartungsvoll

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
11Empfehlungen
18.11.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

"die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts milimetergenau umsetzen" heißt nicht, an die Grenze des verfassungsrechtlich gerade noch Zulässigen gehen, sondern Geist und Buchstaben der äußerst strengen, grundrechtsorientierten Rechtsprechung zu beherzigen. Das ist exakt das Gegenteil dessen, was Sie befürchten.

Das Bundesverfassungsgericht hat immer, das ist beispiellos in der Welt, das letzte Wort. Aber auch das Bundesverfassungsgericht, dessen Entscheidungen ich als Mitglied des Bundestages zu befolgen habe, spricht keine heiligen Texte. Auch diese Texte werden in der Rechtswissenschaft nicht selten - auch von mir - heftig kritisiert. Nicht ganz selten ändert auch unser höchstes Gericht seine Auffassung. 


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz,
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.11.2008
Von:

Guten Tag, Herr Wiefelspütz,

Im BR äußerten Sie sich folgendermaßen zum BKA-Gesetz: "Dieses Gesetz ist so gut, so notwendig, so überzeugend, dass man ihm mit guten Gründen nicht die Stimme versagen kann."

Heißt das, Sie halten die Gründe aller, die sich gegen das Gesetz in dieser Form aussprechen, für schlecht? Welches Gewicht messen Sie, vor diesem Hintergrund, der Gewissensfreiheit, auf die Sie sich gerne und häufig berufen, bei?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
22Empfehlungen
19.11.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter ,

ich interpretiere meine Äußerungen in der Presse nicht. Ich habe mich klar und verständlich
ausgedrückt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
18.11.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

ich hoffe, dass Sie mir mit Ihrer langjährigen Erfahrung als Richter folgende Fragen beantworten können:

Ist Ihrer Meinung nach die Arbeitsbelastung von Richtern in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen?

Halten Sie das Justizsystem in Deutschland allgemein eher für ausreichend oder eher für nicht ausreichend finanziell (und damit auch personell) bestückt?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
6Empfehlungen
18.11.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich bin seit 1987 nicht mehr Richter. Ich glaube deshalb, daß ich Ihre Fragen nicht optimal beantworten kann. Ich denke, daß die Leistungen der Richterschaft insgesamt gestiegen sind. Nicht zuletzt durch den Einsatz von IT-Technologie. Auch Justiz bzw. Rechtsprechung ist eine begrenzte Ressource. Ich glaube nicht, daß eine substantielle Vergrößerung des richterlichen Personalbestandes durchsetzbar oder zu rechtfertigen ist.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz,
MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
19.11.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

meine Schwester Elisabeth und ich haben gestern Abend MARKT im TV verfolgt.

Es ging um das Thema, was darf man bei einer Verkehrskontrolle gegenüber den Dienstpersonen sagen und was nicht.

Gut, Polizisten sind also keine Amtspersonen, doch es gibt keine Beamtenbeleidigung mehr. Der diensthabende Polizist/in kann aber eine zivilrechtliche Klage anstrengen, wenn persönliche Momente über dieses befinden.

Seit wann gibt es denn keine Beamtenbeleidigungen mehr ? Seit 1990 etwa ? ? ?

Mit freundlichen Grüßen, und andere
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
7Empfehlungen
11.12.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau ,

schauen Sie bitte bei Wikipedia unter dem Stichwort Beamtenbeleidigung nach.

Wenn Sie einen Polizeibeamten beleidigen, machen Sie sich selbstverständlich strafbar. Ein Polizeibeamter ist ein Mensch. Sie wollen doch auch nicht beleidigt werden. Oder?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Internationales
19.11.2008
Von:
-

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

die westliche Welt wird von somalischen Freibeutern vorgeführt, verhöhnt und nicht für ganz intelligent gehalten ?

Während die zivilisierten Mehrheit noch ausschweifend lamentiert, debattiert und jedes Wort auf die Goldwaage legt, geht das muntere Treiben der Verbrecher locker flockig weiter. Jhonny Deep als Vorbild, auf auf Gesellen seid zur Kaperfahrt bereit !

In mir kommt eine Wut auf, daß können Sie sich nicht vorstellen, doch um sachlich zu bleiben: Würde man den Somalis vernünftig helfen, gebe es das Verbrechen nicht. Doch vorher gehören die komplett hinter Schloß und Riegel.

Warum wird das Piratentum nicht in einer geschlossenen Aktion durch die Weltpolizei USA mit Hilfe der Vebündeten ausgerottet ?

Das möchte ich wissen, bevor dieses Brauchtum weiter Nachahmer und durch Lösegelder noch besseres Kapermaterial kaufen kann ?

Hochachtungsvoll aber auch fragend vor dem Samthandschuhgebrauch der westl. Gemeinschaft, R. -
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
1Empfehlung
12.12.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr Redeker-,

die Bundesrepublik Deutschland wird sich militärisch an der EU-Operation gegen Piraterie vor den Küsten Somalias beteiligen. Wir werden allerdings niemals Weltpolizist. Wir sind nicht in der Lage weltweit jegliches Unrecht zu unterbinden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Ihre Frage an Dr. Dieter Wiefelspütz
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