Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Dieter Wiefelspütz
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in Lünen
Wahlkreis
Hamm - Unna II
Landeslistenplatz
31, Nordrhein-Westfalen
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(...) Ich bin seit geraumer Zeit für die Aufnahme eines "Computer- und Internet-Grundrechtes" in das Grundgesetz, weil informationstechnische Systeme maßgeblich unsere Welt prägen und insbesondere das Internet des besonderen grundrechtlichen Schutzes bedarf. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
09.05.2008
Von:
-

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

Sie schreiben an Herrn Franz zum Thema Diätenerhöhung, es ginge niemanden etwas an, was Sie mit Ihrem privaten Einkünften tun. Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht!

Ich war selbst Mandatsträger in einem Landkreis und habe entsprechende Aufwandsentschädigungen bekommen. Die ständigen Fragen wie hoch die denn seien und was ich damit mache, das geht keinen was an!

Meine Frage:
Was hat die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst mit der geplanten Diätenerhöhung zu tun?
Können Sie diese Argumentation, die vom Kabinett vorgebracht wird, erläutern? GGfls. kommen Sie zum Schluss, dass gar kein Zusammenhang besteht?

Gruß
-
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
3Empfehlungen
10.05.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau -,

ich bin nicht ganz Ihrer Meinung. Die Einkünfte aus dem Mandat eines Bundestagsabgeordneten sind kein Geheimnis. Das ist alles gesetzlich geregelt. Jeder kann wissen, was ein Abgeordneter vomm Staat an finanziellen Leistungen erhält. Ich gehe persönlich seit Jahren noch einen Schritt weiter und mache meinen aktuellen Steuerbescheid im Internet zugänglich. Wie ich freilich mit meinen persönlichen Einkünften privat umgehe, ist allein meine Sache. Genauer gesagt: Das entscheidet meine Frau.

Mit dem Tarifabschluß im öffentlichen Dienst hat die beabsichtigte erneute Anhebung der Abgeordnetenentschädigung nur indirekt etwas zu tun. Das Tarifergebnis wird traditionell wirkungsgleich auf den Beamtenbereich übertragen. Da die Entschädigung der Abgeordneten immer dann und in demselben Umfang ansteigen sollen, wenn und soweit die Bezüge der Bundesrichter und vergleichbarer Besoldungsgruppen angehoben werden, sollen jetzt mit der Anhebung der Beamtenbesoldung auch die Abgeordnetenentschädigung steigen. So die Befürworter der Abgeordnetenentschädigung.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Vorratsdatenspeicherung
10.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

Ihre brüske Antwort auf meine Frage verwundert mich jetzt schon ein wenig.
Sind Sie wirklich der Meinung der Gesetzgeber wäre allwissend?
Wieviele ihrer Kollegen entscheiden im Bundestag über Gesetze, die sie selbst gar nicht wirklich verstehen oder nur glauben zu verstehen. Gerade Sie als Jurist sollten doch wissen, dass man auch deutsche Gesetze solange interpretieren kann, bis sie genau das aussagen, was einem im Moment gerade recht ist. Und ob da im Gesetz nun die Rede von Stamm oder Verkehrsdaten die Rede ist und zu welcher der beiden Kategorien nun dynamische IP Adressen gehoeren, ist wohl auch nur Interpretationssache.
Wenn man sich z.B. nur einmal das neue Gesetz zur Durchsetzung geistigen Eigentums anschaut, dann drängt sich einem die Sicht förmlich auf, dass es sich bei genannten IP Adressen um Verkehrsdaten halten muss, da hier vom Zugriff auf Stammdaten in den relevanten Teilen gar nicht die Rede ist.

Aus diesem und aus anderen Gründen hatte ich mir erhofft, dass Sie als Jurist ein wenig Licht ins Dunkel der Begrifflichkeiten bringen könnten. Ich stelle daher meine Frage erneut:

Können Sie die Begriffe Stammdaten und Verkehrsdaten definieren?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
14Empfehlungen
10.05.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihnen bereits mitgeteilt, daß Sie von mir keine Antwort mehr erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

derzeit regiert eine große Koalition. Weshalb ist es Ihrer Meinung nach derzeit so schwer einen parteiübergreifenden Konsens zum Verbot rechter Parteien, wie der NPD, zu erreichen?
Mir ganz persönlich erscheint es so, dass das Problem, vor allen durch die CDU, zeredet anstatt gelöst wird.
Ich wünschen Ihnen persönlich Gesundheit und Erfolg in Ihrer Arbeit.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
7Empfehlungen
10.05.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau ,

die SPD ist mit breiter Mehrheit der Auffassung, daß ein erneuter Anlauf zum Verbot der NPD unternommen werden sollte. Die CDU/CSU ist anderer Meinung. Weil das so ist und solange das so ist, wird es kein neues Verbotsverfahren geben, weil die notwendigen Mehrheiten in den antragsbefugten Verfassungsorganen Bundestag, Bundesregierung oder Bundesrat fehlen.

Die Motive der CDU/CSU müssen Sie bitte bei der CDU/CSU erfragen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
10.05.2008
Von:

Geehrter Herr Wiefelspütz,

obgleich mich Ihre persönlichen Finanzen nicht interessieren, habe ich Ihrer Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2006, die Sie auf Ihrer eigenen Internetseite veröffentlicht haben www.dieterwiefelspuetz.de ), entnehmen können, dass Sie und Ihre Ehefrau Verluste i.H.v. 20491,00 Euro, die aus Vermietung und Verpachtung entstanden, deklariert haben.

Wenn Sie mit Ihrem eigenen Eigentum sorglos umgehen, so dass Ihnen erhebliche Verluste entstehen, sehe ich mich leider gezwungen Ihnen folgende Frage zu stellen: Wie gehen Sie, im Allgemeinen, mit dem Eigentum der Bunderepublik Deutschland um und ist es nicht so, dass wir, die Steuerzahler, für den Schaden, den Sie sowohl privat als auch eventuell beruflich verursacht haben, aufkommen müssen?

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe

mit freundlichem Gruss

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
76Empfehlungen
11.05.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich finde Ihre "Anfrage" reichlich unverschämt und gleichzeit geprägt von Ahnungslosigkeit. Der Grundbesitz gehört meiner Frau. Sie geht nicht sorglos mit ihrem Grundbesitz um, sondern investiert in den Grundbesitz, um ihn zu erhalten oder die Qualität zu verbessern. Die anerkennungsfähigen Beträge und gesetzlich vorgesehenen Abschreibungen werden steuerlich berücksichtigt und den Erträgen aus dem Grundeigentum gegenübergestellt. So wie meine Frau verhalten sich Millionen von gesetzestreuen und verantwortungsbewußten Grundeigentümern in Deutschland.

Ich denke, Sie sollten sich bei meiner Frau entschuldigen. Mit Ihnen möchte freilich keinen weiteren Kontakt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,
Warum tut sich Deutschland so schwer auf Bundesebene mit Volksentscheiden? Damit meine ich nicht, dass diese sich auf alles beziehen sollen, sondern nur bei wichtigen Entscheidugen, wie Bundeswehreinsätze, auch hätte man uns wegen der Einführung des Euros - wie es die anderen europäischen Staaten getan haben, fragen müssen. Denn das war ein gravierender Einschnitt. Sind wir unmündiger als die Briten, Dänen und Schweden?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
10Empfehlungen
11.05.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau ,

es gibt reife Demokratien mit Volksentscheid, aber auch reife Demokratien ohne Volksentscheid. Es existieren sehr unterschiedliche Möglichkeiten, eine Demokratie zu verfassen.

Ich gehe noch weiter als Sie: Ich bin für umfassende Befugnisse beim Volksentscheid.

Die Gründe gegen Volksentscheide werden Ihnen freilich nur die Gegner plebiszitärer Befugnisse authentisch erläutern können. Da bin ich als Befürworter von Volksentscheiden befangen.

Schließlich, auch Volksentscheide sind kein Patentrezept. Gewählte Volksvertreter können irren. Das Volk kann indes auch irren. Politiker können ein Volk in den Abgrund führen. Das Volk kann sich aber auch freiwillig in den Abgrund stürzen. Alles schon vorgekommen.

Frohe Pfingsten

Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
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